Dienstag, 21. November 2017

Rezension zu "Ein angesehener Mann" von Abir Mukher Jee, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, historischer Kriminalroman


Ein angesehener Mann




Titel: Ein angesehener Mann
Autor: Abir Mukher Jee
Übersetzt von: Jens Plassmann
Seitenzahl: 512 Seiten (TB, 10.7.17)
ISBN Nr. 13-978-3453421738
Verlag: Heyne Verlag 
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:
"Ausgezeichnet mit dem Endeavour Historical
Dagger für den besten historischen Kriminalroman des Jahres

Kalkutta 1919 – die Luft steht in den Straßen einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht. Die Bevölkerung ist zerrissen zwischen alten Traditionen und der neuen Ordnung der britischen Besatzung.

Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes."

Über den Autor:

Abir Mukherjee ist Brite mir indischen Wurzeln: Seine Eltern wanderten in den Sechzigerjahren nach England aus. Sein Debütroman Ein angesehener Mann schaffte auf Anhieb den Sprung auf die britischen Bestsellerlisten. Mukherjee lebt mit seiner Familie in London.

Eigene Meinung:

Sam Wyndham, Polizist aus London, der den 1. Weltkrieg überlebt hat, bekommt ein Jobangebot in Kalkutta und nimmt das an. Kaum angekommen, soll er einen Mordfall auflösen. Ein britischer Angestellter der Verwaltungsbehörde ist vor einem Bordell ermordet worden. Der Mordfall entpuppt sich als ziemlich kompliziert.
Abir Mukher Jee beschreibt sehr plastisch und detailreich das Indien Anfang des 20. Jahrhunderts, die Problematik des Zusammenlebens zwischen Engländern und Indern, den allgegenwärtigen Rassismus, die Opiumhöhlen, so dass man als Leser mitten im Geschehen ist.

Die Ermittlungen bestehen hauptsächlich aus Vernehmungen von Zeugen, Angestellten des Ermordeten und weiteren Personen, die für den Fall relevant zu sein scheinen. Sam Wyndham reist mit seinem Ermittlungsteam sehr viel durch Indien um den Fall zu lösen.


Der Captain ist ein sympathischer, etwas langweiliger Protagonist, mit einigen Lastern aus seiner Vergangenheit. Er leidet z. B. unter Schlaflosigkeit, die er mit Opium zu kurieren versucht. 
Sergeant Banerjee, der mit ihm zusammenarbeitet, gefällt mir ganz gut. Die beiden ergänzen sich und geben ein gutes Ermittlungsteam ab.

Zum Miträtseln eignet sich der Krimi gut, auf den Mörder wäre ich nicht gekommen.

Ein solider, historischer Krimi, Auftakt einer Reihe, der an einem interessanten, schillerndem Ort spielt, aber gerne etwas spannender erzählt hätte sein dürfen.







Sonntag, 19. November 2017

Rezension zu Zorn 7 - Lodernder Hass" von Stephan Ludwig, Fischer Taschenbuch Verlag, Thriller

Titel: Zorn Teil 7 - Lodernder Hass
Autor: Stephan Ludwig
Seitenzahl: 448 Seiten,  (TB, 26.10.17)
ISBN Nr. 13-978-3-596-29775-7
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag 
Preis: 9,99 Euro


Verlagsinfo:

"Hauptkommissar Claudius Zorn im Innendienst und der dicke Schröder im Undercovereinsatz – der siebte Band der Kult-Thriller-Serie von Bestseller-Autor Stephan Ludwig

Nach seiner schweren Verletzung im Einsatz arbeitet Hauptkommissar Claudius Zorn vorübergehend im Innendienst. Verändert hat sich aber wenig – sein Kollege und Vorgesetzter Schröder macht die Arbeit, Zorn raucht.
Eines Abends erwischt Zorn bei einem Spaziergang einen jugendlichen Brandstifter auf frischer Tat. Staatsanwältin Frieda Borck schickt den jungen Mann zu einem Psychologen, der ihm anbietet, sich einer offenen Therapiegruppe anzuschließen. Als ein Mitglied dieser Gruppe zu Tode kommt und andere Gruppenteilnehmer bedroht werden, nimmt Schröder undercover an den Sitzungen teil, um herauszufinden, was vor sich geht. Doch bald ist auch Schröder nicht mehr sicher, und Zorn muss blitzschnell handeln …

Der siebte Fall für Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder

Zorn und Schröder sind auch Fernseh-Stars. Alle Bände der Zorn-Reihe sind mit Stephan Luca und Axel Ranisch in den Hauptrollen fürs Fernsehen verfilmt."

Über den Autor:

Stephan Ludwig arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Rundfunkproduzent. Er hat drei Töchter, einen Sohn und keine Katze.
Zum Schreiben kam er durch eine zufällige Verkettung ungeplanter Umstände. Er lebt und raucht in Halle.

Eigene Meinung:

Der 7. Band der Zornreihe hat es wieder in sich. Schröder steckt gleich zu Anfang der Geschichte in der Klemme. Ein unbekannter Mörder möchte ihn auf grausame Weise töten.

Im eigentlichen Fall, der zuvor beginnt, haben es Zorn, Schröder und Frieda Borck mit einem jugendlichen Pyromanen zu tun und mit einer Therapiegruppe, in der einige Patienten scheinbar Selbstmord begangen haben. Der jugendliche Pyromane, den Zorn gleich zu Beginn der Story verhaftet, soll sich vom Leiter der Gruppe behandeln lassen. Als es innerhalb der Gruppe zu immer mehr mysteriösen Todesfällen kommt, beschließt Schröder, sich ebenfalls in Behandlung zu begeben und er besucht diese Gruppe, was sich für ihn als sehr gefährlich erweist. Doch nicht nur Schröder kommt in Lebensgefahr...

Erzählt wird über verschiedene Handlungsstränge, aus Sicht der verschiedenen Personen der Therapiegruppe, des Psychologen, der ermittelnden Beamten Zorn und Schröder und aus der Sicht von Frieda Borck.

Wir erfahren viel aus dem Privatleben von Zorn und natürlich auch von Schröder.
Stephan Ludwig hat hier zwei Kult-Ermittler erschaffen. Es ist einfach ein Vergnügen, die Dialoge zwischen diesen beiden Figuren zu lesen.

Der Fall ist total fesselnd, spannend und temporeich. Man rätselt, wer der Täter ist und gerät immer wieder auf eine falsche Spur.

Auch in diesem Fall gibt es viele Wendungen und Überraschungen. Wir erfahren endlich Schröders Vornamen (den verrate ich euch nicht).

Ich würde jedem Leser raten, mit dem 1. Fall von Zorn und Schröder zu beginnen, da man sonst viele Entwicklungsschritte des Teams verpasst und das wäre sehr schade.

Ich freue mich schon auf den nächsten Fall dieser Reihe.






Mittwoch, 15. November 2017

Rezension zu "Mit dem Schreiben anfangen. Fingerübungen des kreativen Schreibens, Hanns-Josef Ortheil, Duden Verlag, Ratgeber

Titel: Mit dem Schreiben anfangen. Fingerübungen des kreativen Schreibens
Autor: Hanns-Josef Ortheil
Seitenzahl: 158 Seiten, gebundene Ausgabe mit Lesebändchen, (1.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3411-749041
Verlag: Duden Verlag
Preis: 15,50 Euro

Verlagsinfo:
"Trainieren Sie die Basisfähigkeiten des Schreibens und gehen Sie bewusst den Weg von der einfachen Weltbeobachtung hin zum literarischen Text. Lernen Sie, wie literarische Einfälle entstehen und wie man mit ihnen weiterarbeitet."

Über den Autor:
Hanns-Josef Ortheil, einer der bedeutendsten Autoren der Gegenwart, hat kein Lehrbuch mit Geboten und Regeln verfasst, sondern bietet ein breites Spektrum kreativer Ansätze zum Ausprobieren."


Eigene Meinung:
Dieser Schreibratgeber ist in 5 große Kapitel unterteilt, Räume,Zeiten und Begleitung des Schreibens, Anfangen, Material sammeln und ordnen, Einsteigen, Ausbauen, es gibt eine Nachbetrachtung und ein Literaturverzeichnis.

Das 1. große Kapitel ist noch einmal unterteilt in Tisch und Stuhl, Schreibräume, Schreibzeiten, Stimulanzien und Ernährung, Schreibgeräte und Schreibwaren und das Ensemble des Schreibens.

Das zweite große Kapitel widmet sich dem Abschreiben und Transkribieren (jetzt weiß ich endlich, warum es so viele Plagiate gibt, manch ein Autor ist wohl hier stecken geblieben), angelehntes Schreiben, Kritzeln, sich melden, Einschreiben. Weiter geht es mit Listen anlegen, Zettel sammeln, Zeitungsausschnitte, Zeichnen, Album anlegen.Wir sind jetzt bereits auf Seite 89.

Mit dem Schreiben geht es so richtig los ab Seite 90 von 158 Seiten.

Am Ende der Unterkapitel gibt es Schreibaufgaben, wie z. B. "Forschen Sie in Papeterien nach den unterschiedlichen Papierformaten und Papierqualitäten und legen Sie eine Kollektion kleiner Papierstöße für unterschiedliche Schreibgeräte und Zwecke an", "Schreiben Sie kleine Skizzen der Räume, die Sie bewohnen.  Gehen Sie dabei auf Lage, Aussehen und all die Gegenstände ein, die sich in den jeweiligen Räumen befinden.".

Zum Kapitel passende Beispiele von berühmten Schriftstellern werden in jedem Kapitel angeführt.

Ich hatte hier mehr erwartet. Kreative Schreibaufgaben, bei der die Fantasie gefragt ist oder Tipps zur Textgestaltung.

Hanns-Josef Ortheil schreibt sehr trocken, etwas altmodisch, so dass sich das Buch nicht so einfach liest.

Mich haben seine Schreibaufgaben nicht angesprochen (Ich habe bereits einen VHS-Kurs für kreatives Schreiben belegt, der hat Spaß gemacht, deshalb habe ich auch einen Vergleich).





Sonntag, 12. November 2017

Rezension zu "Flugangst 7a" von Sebastian Fitzek, Droemer Knaur Verlag, Psychothriller

Titel: Flugangst 7a 
Autor: Sebastian Fitzek
Seitenzahl: 400 Seiten (Hardcover, 24.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-19921-3
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 22,99 Euro

Verlagsinfo: "Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben ...

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs."

Über den Autor:

Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

Eigene Meinung:
Etwas gestört hat mich, dass es auch in diesem Psychothriller von Sebastian Fitzek darum geht, dass ein Vater zu allem bereit ist, seine Tochter zu retten. Natürlich hat die Tochter dann noch ein Problem, was die Rettung nicht so einfach macht. Das kam mir von Achtnacht sehr bekannt vor.

In dieser Story geht es um einen Psychiater, der um seiner Tochter Nele beizustehen, ein Flugzeug besteigt, trotz seiner massiven Flugangst. Der Vater kam auf ziemlich abstruse Ideen, seiner Flugangst zu begegnen, hat auch sämtliche Statistiken über Flugzeugabstürze und über die Überlebensmöglichkeit dabei, studiert.
Doch für den armen Mann kommt es noch dicker, um seine Tochter zu retten, die entführt wurde und kurz vor der Niederkunft steht, soll er einen ehemaligen Patienten so manipulieren, dass das Flugzeug abstürzt. Wie soll das bitteschön gehen, fragt man sich als Leser? Und das macht wiederum die Story sehr spannend und fesselt den Leser, so dass die Buchseiten nur so fliegen.

Fitzek schreibt sprachlich sehr einfach und modern, er arbeitet mit vielen Cliffhangern und Wendungen, auf den Täter komme ich bei Fitzek nie.

Die Story ist ziemlich abgefahren, schon am Anfang war mir klar, um was es sich für eine Person handelt, die Nele entführt hat, als er Nele in einem Gebäude unterbringt und ich musste schmunzeln (ich will hier nicht spoilern). Ich konnte mir gut vorstellen, dass es einen Drahtzieher hinter dem ganzen Szenario gibt.

Manchmal kann ich Herrn Fitzek nicht so richtig ernst nehmen, dazu sind die Figuren einfach etwas zu abgedreht. Aber genau das gefällt mir auch an den Fitzek-Thrillern so gut.

Insgesamt hat mir die Story ganz gut gefallen, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Geschichte bietet viel Tempo und Action.




Mittwoch, 8. November 2017

Rezension zu "Ich treffe dich zwischen den Zeilen" von Stephanie Butland, übersetzt von Maria Hochsieder-Belschner, Droemer Knaur Verlag, Roman

Titel: Ich treffe dich zwischen den Zeilen
Autorin:Stephanie Butland
Übersetzt von:Maria Hochsieder-Belschner
Seitenzahl: 320 Seiten (Klappenbroschur, TB, 2.10.17)
Isbn Nr. 13-978-3-426-52075-8
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 9,99 Euro

Verlagsinfo:
 "Ein Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt: Stephanie Butlands herzergreifender Roman erzählt vom Wunder der Liebe und von der heilenden Kraft der Literatur.
Mit Piercings und tiefschwarz gefärbten Haaren versucht Loveday, die Welt von sich fern zu halten. Sie ist ein wahrer Büchernarr, umgibt sich lieber mit Literatur als mit Menschen und trägt die Anfangssätze ihrer Lieblingsromane als Tattoos auf dem Körper. Wirklich wohl fühlt sie sich nur in Archies Antiquariat. Der alte Mann hat ihr nicht nur einen Job gegeben, er akzeptiert sie vor allem, ohne Fragen zu stellen. Als Loveday Nathan kennenlernt, scheint ihre Welt heller zu werden: Er nimmt sie mit zu einem Poetry-Slam, und die Gedichte öffnen beiden einen Weg, sich die Dinge mitzuteilen, für die ihnen sonst die Worte fehlen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe. Doch dann werden im Antiquariat Bücher für Loveday abgegeben, die sie zurück in ihre Kindheit führen und schmerzhafte Erinnerungen an eine Familientragödie wecken, die sie nur zu gerne weiter verdrängt hätte. Kann sie mit Archies und Nathans Hilfe endlich mit der Vergangenheit Frieden schließen und über die Ereignisse hinwegkommen, die ihr Leben so sehr erschüttert haben?

Ein wunderschöner Roman über Familie, Liebe, Verlust und Vergangenheitsbewältigung mithilfe der besonderen Kraft der Literatur."

Über die Autorin:
Wenn Stephanie Butland nicht gerade schreibt, arbeitet sie als Coach und Motivationstrainerin. Zusammen mit ihrer Familie lebt sie im Nordosten Englands.

Eigene Meinung: 

Loveday ist ein Büchernerd. Sie fühlt sich zwischen Unmengen von Büchern viel wohler, als mit Menschen. Entsprechend beschränken sich ihre Kontakte auf Archie, ihren Chef und Inhaber des Antiquariats und auf die Mitarbeiter und Kunden des Antiquariats. Warum Loveday ist, wie sie ist, erfahren wir im Laufe der Geschichte. Als Nathan eines Tages in das Antiquariat spaziert, versucht er, sie mit Gedichten und mit einer Einladung zu einem Poetry Slam für sich zu interessieren. Ob das wohl funktioniert?

Stephanie Butlands Schreibstil gefällt mir sehr gut. Sie schreibt leicht, mit viel Wortwitz, unglaublich wortgewandt und sehr tiefgründig. Es dreht sich das ganze Buch um Bücher, Gedichte und Poetry Slam.

Loveday erzählt uns ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive. Viele Kapitel blicken in die Vergangenheit von dieser jungen Frau zurück.

Die Protagonistin Loveday ist eine liebenswerte Außenseiterin, Archie, ihr Chef und guter Freund, wurde auch sehr gut und sehr lebendig gezeichnet. Auch den Zauberer Nathan schließt man als Leser sofort ins Herz.

Mir hat dieses tiefgründige, sehr warmherzige und humorvolle Buch sehr gut gefallen. Es ist ein absolutes Lesehighlight für alle Bücherfans!





 

Sonntag, 5. November 2017

Rezension zu "Die Königin der Schatten- verbannt " von Erika Johansen, übersetzt von Sabine Thiele, Heyne Verlag, Fantasy

Titel: Die Königin der Schatten - verbannt
Autorin: Erika Johansen
Übersetzt von: Sabine Thiele
Seitenzahl:  608 Seiten, (Paperback, Klappenbroschur, 26.6.17)
Isbn Nr. 13-978-3-453-31588-4
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 14,99 Euro
 Verlagsinfo:
 "Kelsea Glynn hat sich als wahre Herrscherin erwiesen. Um ihr Land vor einer schrecklichen Invasion durch das Nachbarreich Mortmesne zu schützen, hat sie sich in die Hände ihrer größten Feindin begeben: der Roten Königin. Doch damit nicht genug, die Rote Königin ist inzwischen auch im Besitz von Kelseas wertvollen Saphiren. Sollte es ihr gelingen, sich deren Magie zu bemächtigen, ist ganz Tearling dem Untergang geweiht. Während Mace als Regent auf dem Thron von Tearling fieberhaft an einem Plan arbeitet, um Kelsea aus den Kerkern der Roten Königin zu befreien, kommt es im finsteren Mortmesne zum finalen Showdown zwischen den beiden Königinnen …"

Über die Autorin:
Erika Johansen lebt in der San Francisco Bay Area auf, wo sie auch aufgewachsen ist. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich absolvierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten.

Eigene Meinung:

Am Anfang des Buches hatte ich Probleme, mich in die Story einzufinden. Ein kleiner Rückblick am Anfang des Buches oder ein Personenregister wären hier hilfreich gewesen.

Waren die beiden Vorgängerbände spannend, temporeich und sehr fesselnd, hat der Abschlußband einige Längen. Spannung und Tempo gingen hier leider etwas verloren.

Man erfährt viel darüber, wie Tearling entstanden ist.

Manche Entwicklungen in diesem Buch sind nicht so ganz nachvollziehbar, so ist die rote Königin von Mortmesne plötzlich nicht mehr die starke, brutale Königin, sie erscheint eher schwach und gebrochen. Die Ursache für diese Veränderung ist mir nicht ganz klar.

Aufgeklärt wird in diesem Band, wer der Fetch wirklich ist, das hat mir ganz gut gefallen.

Das Ende des Buches war etwas enttäuschend und nicht so ganz nachvollziehbar.

Band 1 und Band 2 waren sehr eindrucksvolle Bücher, der Abschluss der Reihe schwächelt leider etwas.





Donnerstag, 2. November 2017

Rezension zu "Der immerwährende Oliver-Fehn-Kalender" von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag

Titel: Der immerwährende Oliver-Fehn-Kalender
Autor: Oliver Fehn
Seitenzahl: 212 Seiten, (TB,1.9.17)
Isbn Nr. 13-978-3-944893-16-7
Verlag: Pandämonium Verlag
Preis:  14,99 Euro

Verlagsinfo:
365 Kurztexte, Weisheiten, Aphorismen und Gedichte von Oliver Fehn.
Zum Lesen für zu Hause oder im Bus, vor dem Schlafengehen oder beim täglichen Spaziergang.

Oliver Fehn begleitet den Leser in diesem immerwährenden Kalender durch ein ganzes Jahr.

Bibliophile Ausgabe mit zahlreichen Illustrationen.

Über den Autor:
Oliver Fehn, geboren 1960, ist Autor und Übersetzer zahlreicher Romane und Musikfachbücher. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören die Romane "Verfluchter Sommer" und "Die Klavierbrücke" sowie die Kurzgeschichtensammlung "Hitzemond". Er wohnte mehrmals längere Zeit in den USA, in den 80er Jahren auch in New York City. Heute lebt er mit seiner Familie zurückgezogen in einer ländlichen Gegend und verbringt einen Großteil seiner Zeit mit dem Schreiben und Übersetzen von Musikliteratur sowie seiner großen Liebe, dem Klavierspiel.


Eigene Meinung: 

Dieser immerwährende Kalender muss man nicht am 1.1. beginnen, man kann an jedem Tag des Jahres den dazugehörigen Text, das Gedicht, eine der Aphorismen oder eine der Weisheiten von Oliver Fehn aufsaugen (bei einem Text bleibt es sicher nicht). Stimmige Illustrationen ergänzen diesen Kalender.

Die Gedanken, Texte und Gedichte von Oliver Fehn stimmen teilweise nachdenklich, manche sind sie etwas zynisch, manche erheiternd oder stimmen traurig. Alle Texte, Gedichte und Aphorismen wirken nach.
 
Laut Intro des Autoren stammen die Texte aus 5 Jahren "Alltagserleuchtung", manche kommen mir bekannt von von Olivers Beiträgen auf Facebook, andere kenne ich nicht.

Er liest sich auf jeden Fall gut, dieser Kalender und ich kann ihn nur empfehlen. Er eignet sich auch sehr gut als Geschenk an sich selbst oder an einen guten Freund.

Hier ein kleiner Blick in den Kalender:



Rezension zu "Ein angesehener Mann" von Abir Mukher Jee, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, historischer Kriminalroman

T itel: Ein angesehener Mann Autor: Abir Mukher Jee Übersetzt von: Jens Plassmann Seitenzahl: 512 Seiten ( TB, 10.7.17) ISBN N...