Sonntag, 4. Dezember 2011

Rezension zu "der Seelenbrecher" von Sebastian Fitzek

Der Seelenbrecher
Autor: Sebastian Fitzek
ISBN Nr. 978-3426637920
Link368 Seiten
erscheinen im Droemer Knauer Verlag


Klappentext:
Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ...
Drei Frauen - alle jung, schön und lebenslustig - verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den "Seelenbrecher" nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen - wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt ...

Eigene Meinung:
Sebastian Fitzek liefert wieder einmal Spannung von der ersten Seite an. Dem Leser fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Schreibstil von Sebastian Fitzek gefällt mir ausnehmend gut, das fängt schon bei seinen Kapitelüberschriften an z. B. "Heute, 10.14 Uhr - Sehr viel später, vele Jahre nach der Angst".

Interessant ist der Aufbau des Buches. Ein Professor hat 4 Studenten für einen Versuch, die Patientenakte 131071/VL des Seelenbrechers zu lesen, angeheuert. Die Studenten müssen eine Einwilligungserklärung unterschreiben und werden für den Versuch bezahlt. Sie wissen nicht, was passieren wird. Die Akte stammt aus dem Nachlaß eines berühmten Psychaters Victor Larenz. Warum Larenz die Patientenakte zu einem Thriller umgedichtet hat, gilt es in diesem Versuch herauszufinden. 2 Studenten brechen den Versuch ab, übrig bleiben ein Mann und eine Frau, die den Versuch wagen. Die Studenten lesen also quasi zusammen mit dem Leser diese Patientenakte. Sie stellen sich die gleichen Fragen, die der Leser sich stellt, was ist hier Wahrheit, was ist erfunden?

Hauptfigur des Thrillers ist Caspar, ein Patient, der sich nicht mehr daran erinnern kann, wer er ist. Caspar ist eine sehr sympathische Figur und man leidet mit ihm. Er übernimmt im Laufe der Schreckensnacht die Rolle des Anführers der eingeschlossenen Truppe und erinnert sich schrittweise im Laufe der Geschichte, wer er ist und warum er sein Gedächtnis verloren hat. Manch einer glaubt ihm nicht, dass er sein Gedächtnis verloren hat.

Sehr geschickt bringt Fitzek immer neue Wendungen ins Geschehen, so dass der Leser immer wieder eine neue Spur verfolgen kann. Er schaffte es, dass ich teilweise während des Lesens eine Gänsehaut bekam, so fesselnd ist die Schreckensnacht beschrieben. Ich muss gestehen, ich konnte nicht erraten, wer der Täter ist! Gerade das liebe ich an den Thrillern von Fitzek, der Täter ist nicht vorhersehbar. Das Ende ist sehr überraschend, aber auch schlüssig, es wirkt nicht konstruiert.

Von mir bekommt dieser Thriller die absolute Höchstpunktzahl:
5 Sterne

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