Montag, 16. Januar 2012

Rezension zu "Der Augensammler" von Sebastian Fitzek

Titel: Der Augensammler
Autor: Sebastian Fitzek
Isbn Nr. 978-3-426-19851-3
Droemer Knaur Verlag
442 Seiten (Achtung fängt mit dem Epilog an, dann komm das letzte Kapitel, das ist kein Fehldruck, das ist Fitzek!)




Klappentext:
Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist sirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge.
Bislang hat der Augensammler keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt ..
Während die Polizei Alina misstraut, sieht der Enthüllungsjournalist Alexander Zorbach seine letzte Chance. Selbst ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten, hofft er nun ausgerechnet mit der Visionen einer Blinden seine Unschuld zu beweisen. Visionen, die allerdings seltsame Fehler enthalten ...

Über den Autor:
Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Nach seinen Bestsellererfolgen "Die Therapie", "Amokspiel", "Das Kind", "Der Seelenbrecher" und "Splitter" ist er unbestritten der deutsche Star des Psychothrillers. Seine Bücher werden in über zwanzig Sprachen übersetzt, undals einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Mehr Info über den Autor findet ihr unter: www.sebastianfitzek.de.

Eigene Meinung:

Dieses Buch hatte ich an 2 Abenden durch (ich habe sogar den Tatort, der normalerweise Pflichtprogramm ist, flöten lassen!). Zuerst hat mich das Buch jedoch verwirrt, es beginnt mit dem Epilog, dann kommt das letzte Kapitel und schreitet dann zum 1. Kapitel bis zum Schluß dann die 1. Seite kommt. Zuerst habe ich gedacht, das wäre ein Fehldruck. Habe dann bei Amazon nachgeschaut, da waren alle Bücher so gedruckt.Das ist eben Fitzek! In den einzelnen Kapiteln werden die Perspektiven und der Erzählstil teilweise gewechselt. Nur Alexander Zorbach erzählt in der Ich-Perspektive. Weiterhin sehen wir die Handlung aus der Sicht von Frank Lehmann, dem Volontär, Tobias Traunstein, dem Opfer oder von Philip Stoya, dem Leiter der Mordkommission.

Fitzek schreibt sehr spannend, bildgewaltig und flüssig. Ab und zu bringt er einen Schuss schwarzen Humor mit ins Spiel und eine Brise Sarkasmus, das gefällt mir einfach an Fitzek. Im Augensammler wird der Junge aus "das Kind" erwähnt und der Psychiater aus "der Seelenbrecher".

Die Handlung hat viele Wendungen, teilweise deutet Fitzek an, was später geschehen wird, was noch mehr Spannung erzeugt. Das Ende ist mehr als überraschend, mehr verrate ich dazu nicht.

Da ich "das Kind" erst vor Kurzem gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass die Handlung dort ähnlich ist, auch dort ermittelt eine Privatperson, ein Rechtsanwalt, der sehr schnell zum Hauptverdächtigen wird und so gezwungen ist, heimlich weiterzuermitteln. Bei Alexander Zorbach, dem Polizeireporter im Augensammler,  ist es auch so.

Alexander Zorbach ist Polizeireporter. Er war Polizist, hat durch ein Trauma seinen Beruf aufgegeben, sein Privatleben ist chaotisch, er lässt sich gerade scheiden. Zorbach hat einen Sohn. Durch sein Trauma und dadurch, dass sein Beruf Vorrang vor seiner Familie hatte und noch hat, kam es zur Trennung. Zorbach ist eine sympathische, nicht so einfache Figur mit menschlichen Schwächen. 

Die blinde, sehr selbstbewußte Pysiotherapeutin Alina Gregoriev hat mir hier auch sehr gut gefallen. Sie ist ist sehr geheimnisvoll und mysteriös, hat Visionen unter bestimmten Bedingungen, auch diese Figur ist sehr gut beschrieben. Zusammen mit Alexander Zorbach gerät sie in dieses Abenteuer. Beide haben die Unterstützung von TomTom, dem Blindenhund und dem treuen Volontär Andreas Lehmann.

Ich werde mich jetzt wohl in eine "Therapie" stürzen - natürlich bei Fitzek und vergebe für diesen kurzweiligen Thriller 5/5 Sterne!

1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Tolle Rezension. Ich habe mir das Buch aus der Bibliothek ausgeliehen und freue mich schon sehr drauf, es zu lesen.

    Alles Liebe, Jule

    Magst du mal bei mir vorbeischauen? Ich würde mich sehr freuen :)
    http://good-books-never-end.blogspot.de/

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