Samstag, 14. April 2012

Rezension zu "Fragmente des Wahns" von Michael Schmid

Titel: Fragmente des Wahns
Autor: Michael Schmid
Isbn Nr. 978-3-8459-0004-9
Seitenzahl: 282
Verlag: www.aavaa-verlag.com







Klappentext: 
Was würdest du tun, wenn dein Leben völlig aus den Fugen gerät? Wie weit würdest du gehen, um es zurückzubekommen? Wärst du bereit für die Wahrheit?

Als Alex nach einem harmlosen Autounfall in einem Regensburger Krankenhaus erwacht, ahnt er noch nicht im Entferntesten, was ihn und seine Familie erwarten wird. Nichts in seinem Leben und in seiner Gedankenwelt wird mehr so sein, wie es einst war. Denn das Grauen und furchtbare Haluzinationen warten nur darauf, sachte an die Oberfläche zu treten und einen Wahn ohnegleichen auszulösen.

Und am Ende stellt sich nur eine Frage: Wie viel Schmerz kann ein Mensch ertragen, bis er zerbricht?

Über den Autor. 

Michael Schmid wurde am Valentinstag 1984 in Regensburg geboren, wo er auch lebt.

Mit dem Schreiben begann er im Alter von 15 Jahren. Anfangs waren es kleine Episoden zu Lieblingsserien, bis daraus Kurzgeschichten wurden. Über mehrere Jahre hinweg schrieb er Geschichten, die später zu einem Buch werden sollten.

Nachdem seine ersten Geschichten im Genre Fantasy anzusiedeln sind, wuchs sein Interesse in den letzten Jahren an Thrillern, die der begeisterte Leser verschlingt.
Mit "Fragmente des Wahns" hat sich Michael Schmid an seinen 1. Thriller herangewagt, der im Aavaa-Verlag veröffentlicht wurde.Sein 2. Thriller mit dem Arbeitstitel "Schnitzeljagd, wenn dein Leben stirbt" ist gerade in Arbeit. Wer mehr wissen möchte: http://www.michael-schmid-autor.de/.

Eigene Meinung:

Alex ist auf dem Weg von der Arbeit nach Hause. Seine Tochter Lilli feiert zwei Tage später ihren dritten Geburtstag und Alex telefoniert mit seiner Frau Lisa. Er soll frisches Brot und Nutella mitbringen. Leider schafft er es nicht nach Hause. Alex wacht im Krankenhaus auf. Er hatte einen Autounfall und kann sich erst einmal gar nicht erinnern, wie es zu dem Unfall kam. Die Ärzte tippen auf ein Schädelhirntrauma, stellen ansonsten keine schwerwiegenden Verletzungen fest. Alex möchte unbedingt den Geburtstag seiner Tochter miterleben und daher so schnell wie möglich aus dem Krankenhaus entlassen werden. Ihn beunruhigt nur, dass er sich so gar nicht an den Unfall erinnern kann. Aber es kommt noch schlimmer, Alex bekommt regelrechte Ausfälle, er träumt wirres Zeug, ist sehr müde und leicht reizbar. Ihm fällt es immer schwerer, Realität und Fantasy auseinanderzuhalten ...Mehr möchte ich zur Story nicht sagen, da ich euch die Spannung nicht nehmen möchte.

Dieser spannende Psychothriller, der genau 14 Tage von Alexs Leben ab dem Unfalltag wiedergibt,  beginnt recht harmlos.Wir bekommen einen Blick in das Familienleben von Alex, lernen seine Frau Lisa und seine Tochter Lilli kennen. Alex lernen wir sehr gut kennen, er träumt sehr viel. Durch diese Träume erhalten wir einen Einblick in Alexs Vergangenheit, seine Beziehung zu seinem Vater und seinem Bruder. Wir erfahren, wie er Lisa kennengelernt hat.



Die Träume und Wahnvorstellungen sind kursiv gedruckt, das hat mir sehr geholfen unterscheiden zu können, was Alex träumt oder sich vorstellt und was Realität ist. Allerdings schwappen diese Träume später in die Realität über. Alex beginnt sich zu verändern, er wird zu einem anderen Menschen, was natürlich auch auf seine Ehe Auswirkungen hat. Er kann nicht mehr unterscheiden, was Realität und was seine Vorstellung ist.

Ab und an war ich etwas verwirrt, mir war nicht klar, was Alex da jetzt für Träume, Visionen oder ob das Wahnvorstellungen sind. Mein Tipp: Lasst euch einfach einmal darauf ein! Am Schluß klären sich alle Fragen und alle Unklarheiten auf!

Bei den Dialogen benutzt der Autor die Umgangssprache, das hat mich nicht weiter gestört und Wiederholungen kommen da ja auch vor. Einen Kritikpunkt habe ich: Die Sprache seiner dreijährigen Tochter Lilli fand ich nicht so gelungen. Mit drei Jahren spricht ein Kind doch schon in vollständigen, grammatikalisch richtigen Sätzen, oder? Manchmal haben sie mit einigen Konsonanten noch Probleme, z. B. mit dem b, da sprechen sie dann eher ein d. 

Mir hat dieser erfrischend andere Psychothriller sehr gut gefallen. Er fing gemächlich an und hat sich zum Ende hin sehr gesteigert. Der Autor schafft es, eine spannende Atmosphäre aufzubauen und mit recht einfachen Mitteln und mit nur einer Hauptperson. Ich vergebe 4/5 Sterne für diesen kurzweiligen Psychothriller.

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