Sonntag, 29. April 2012

Rezension zu "Hab keine Angst" Krebstagebuch von Brigitte Lauterberg

Titel: "Hab keine Angst" Krebstagebuch von Brigitte Lauterberg
Autorin: Brigitte Lauterberg
Herausgeber: Robert und Ulrike Lauterberg
Isbn Nr. 978-3-942516-03-3
Seitenzahl: 149 Seiten
Verlag: www.traumstunden-verlag.de








Klappentext: 
Letztendlich habe ich vor dem Tod keine Angst, eher vor der langen Leidenszeit, dem Ausgeliefertsein, der totalen Hilflosigkeit." Brigitte im Juli 2006, veröffentlicht im September 2006.

Eigene Meinung:

Dieses Buch handelt von Krankheit, Leid, Hoffnung, Lebensmut und Tod.
Brigitte Lauterberg bekam 2004, nachdem sie ein Jahr lang über Schmerzen und Müdigkeit geklagt hatte und von Arzt zu Arzt gereicht wurde, die Diagnose: Eierstockkrebs. Ein unendlicher Leidensweg mit OPs, Krankenhausaufenthalten, Chemotherapien folgte. Brigitte zeichnete diesen Weg voller Schmerzen, voller Hoffnung,ihrer Freude an Kleinigkeiten, guten Freunden, die sie begleiten, in einem Büchlein, das sie von ihrer Schwester Monika kurz nach der Diagnose bekam, auf.

Wir bekommen einen Einblick in unser "Gesundheitssystem", wenn eine Frau ein Jahr lang über Schmerzen im Bauchraum u. Müdigkeit klagt und sie dann mit der Diagnose "Reizdarm" allein gelassen wird, frage ich mich, wie dann ein Jahr später ein 14x15 cm großer Tumor, der bereits gestreut hat, da sein konnte?  Brigitte nimmt Chemotherapien in Kauf, kurz nach der Chemo werden Metastasen gefunden. Da muss ich mich leider auch fragen, wirkt eine Chemo überhaupt?

Auch die Erfahrungen, die Brigitte mit einigen Ärzten gemacht hat, kann ich nur bestätigen, manche haben so überhaupt gar kein Einfühlungsvermögen (mein Vater verstarb leider auch, nachdem er mit "Herzbeschwerden" in die Klinik kam, ein Jahr später austherapiert an Magenkrebs).

Dieses Buch kann ich nur jedem anraten zu lesen, der sich mit der Thematik auseinandersetzen mag, es gibt Hoffnung, Lebensmut und einen Einblick, wie es der geliebten Person, die diese Krankheit mit ihren Folgen aushalten muss, wirklich geht.

Ich vergebe 5/5 Sterne für dieses sehr berührende Tagebuch.

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