Montag, 2. April 2012

Rezension zu "Sommerfest" von Frank Goosen

Titel: Sommerfest
Autor: Frank Goosen
Seiten: 317 Seiten
Isbn Nr. 978-3-462-04386-0
 Verlag: Kiepenheuer und Witsch
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3462043862/kiwi-verlag-21

Klappentext:
Just an dem Wochenende, als die Sperrung der A40 im Ruhrgebiet zum kulturellen Ereignis wird, muss Stefan zurück nach Bochum, um das Haus seiner Eltern verkaufen. Zwei Tage soll der Heimaturlaub maximal dauern. Doch zwischen Schrebergarten und Selterbude trifft er auf alle, mit denen er aufgewachsen ist. Omma Luise und Tante Änne, kleinkriminelle Kumpels, Berufsjugendliche, Provinzsirenen. Und Charlie. Mit keiner Frau verbindet Stefan so viel - und wegen keiner Frau ist er so viele Jahre einem Ort ferngeblieben ....

Über den Autor: 
Frank Goosen hat neben seinen erfolgreichen Romanen, darunter "Liegen lernen", "Pokorny lacht" und "So viel Zeit", zahlreiche Kurzgeschichten und Kolumnen veröffentlicht. Seine Bestseller-Erzählbände "Weil Samstag ist" und "Radio Heimat" entwickelten sich darüber hinaus zu erfolgreichen Bühnenprogrammen, mit denen er neben seinem Programm "A40" als Kabarettist durch Deutschland tourt. Frank Goosen ist leidenschaftlicher Anhänger des VFL Bochum und lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Bochum.
Weitere Infos unter wwww.frankgoosen.de.

Eigene Meinung:
Stefan, Schauspieler (man muss ihn aber nicht kennen), fährt für 2 Tage zurück nach Bochum, da Onkel Hermann gestorben ist, der seit dem Tod von Stefans Eltern in deren Reihenhaus gelebt hat.
Stefan will schnell wieder zurück nach München, zu seiner Freundin Anka, mit der es zur Zeit Probleme gibt. Am Montag muss er zum Vorsprechen für eine Vorabendserie, also kann er gar nicht lange in Bochum bleiben.

Stefan triftt alle seine alten Bekannten in Bochum wieder, er muss viel Bier trinken, einen Schrank in Dortmund abholen, was sich als nicht ganz ungefährlich herausstellt. Er wird von Toto bei Hassan, dem alten Griechen, zu "Curry Pommes Schlamm eingeladen" und bekommt von Toto den neuesten Klatsch "Stories, die auf der Straße liegen" erzählt.

Mir gefallen diese teils sehr skurrilen Figuren in diesem humorvollen, tiefgängigen, nostalgischen Roman sehr gut. Ich kann mir jede einzelne Person aus Stefans Vergangenheit gut vorstellen. Den Versager Toto, der ständig Geschichten erzählt und gerne nachplappert, was sein brutales Herrchen Diggo für Weisheiten von sich gibt. Frank, der die tolle Karin geheiratet hat und die unverwüstliche Omma. Auch Charlie, Stefans Jugendliebe, die er zuerst nicht so gerne treffen will, kann ich mir gut vorstellen. Sie geben das bunte Leben im Ruhrpott treffend wieder.


Ich war dabei, beim Spiel der Spielervereinigung, durfte den Murat kennenlernen, der nicht vergessen hat, wo er herkommt und mit Stefan zusammen in seinen Jugenderlebnissen schwelgen.


Stefan muss sich entscheiden, was ihm nicht so ganz leicht fällt. Seine Kumpels - ob Kleinkriminelle oder Berufsjugendliche - geben  natürlich alle ihren Senf zu dem Verkauf seines Elternhauses ab. In dem Punkt sind sie sich einig - das Elternhaus verkauft man nicht.

Ich habe zusammen mit Stefan und seinen Freunden das Fest auf der A8 besucht und Diggos Freundin kennengelernt.  Stefan kommt ins Grübeln, über sein Alter, über seine Chancen in München, über Charlie, Anka und über die Heimat.

Ich vergebe für diesen urkomischen, kurzweilig erzählten Roman mit Tiefgang 5/5 Sterne. Ich kann mir diesen Roman auch sehr gut als Film vorstellen.

Vielen Dank an das Team von  www.bloggdeinbuch.de, das mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

1 Kommentar:

  1. Urkomisch - das passt! Und als Film könnte ich mir den Plot auch gut vorstellen. Doch soweit ich weiß, ist da nichts in Planung.

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