Sonntag, 6. Mai 2012

Autoreninterview mit Hilke-Gesa Bußmann, Autorin von "Lieb mich!"

1    Heute stand mir Hilke-Gesa Bußmann, Autorin von "Lieb mich!" einem Liebesroman, wie der Titel schon ahnen lässt, netterweise für ein Interview zur Verfügung. 

     Infos zu Lieb mich!:
   
I    ISBN Nr. 13- 978-3862547869
     Taschenbuch: 279 Seiten
     Verlag: AAVAA Verlag UG; Auflage: 1., Aufl. (7. November 2011) 
    

     Klappentext:
Die Buchhändlerin Tanja Feldmann ist auf der Suche nach ihrem Traummann und besessen von den zuckersüßen Versprechen aus Liebesromanen. Doch Tanja ist keine Prinzessin, ihr Leben kein Märchen und die wahre Liebe für sie eine Illusion. Bei einem Speeddating lernt sie Alexander Bach, den Inbegriff eines Machos, kennen und hassen. Ihre getrübte Beziehung zur Männerwelt gerät vollends aus den Fugen. Dennoch scheint für einen Augenblick das Märchen perfekt, als sich Alexander in Tanja verliebt. Doch die Realität holt beide ein ...


Über die Autorin:

Hilke-Gesa Bußmann, geboren 1990 in Ostfriesland, hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Ihre norddeutsche Heimat ist Inspiration und Quelle ihrer Leidenschaft zur Literatur. Diese vertieft sie in ihrem Studium der Germanistik an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

    

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1. Wie kamst du zum Schreiben?

Das Schreiben, oder viel mehr die Literatur, ist schon immer Teil meines Lebens gewesen. Literatur ist meine Leidenschaft. Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Mutter einen großen Beitrag dazu geleistet hat, dass ich mich so in Bücher vernarrt habe. Sie war diejenige, die schon früh begonnen hat, mir Geschichten vorzulesen. Es dauerte nicht lange und ich nahm die Bücher und das Lesen selbst in die Hand. Noch heute sind mir die Geschichten, die ich gelesen habe, in Erinnerung. Der Wassermann und seine Frau. Der kleine Wassermann und Unmengen an Pferdegeschichten. Früher gab es solche „Bücherclubs“, wo dir alle 14 Tage oder einmal im Monat ein Buch zugeschickt wurde – in so einem war ich. Dementsprechend sammelte ich bereits früh viele Bücher.
Irgendwann begann ich dann, so im Alter von neun Jahren, meine eigenen Geschichten zu entwickeln. Den ersten richtigen Roman stellte ich mit zwölf fertig. Noch heute muss ich schmunzeln, wenn ich über die Geschichte nachdenke. Richtig süß! Die ersten Erfolge konnte ich mit 16 verzeichnen und seitdem steht eigentlich für mich fest: Ich gebe das Schreiben nie wieder auf, sondern baue mein Talent aus, um meine Leser zu unterhalten. Und ich hoffe, das gelingt mir.


2. Hast du ein bestimmtes Schreibritual?

Nicht nur eins, sondern mehrere. Das strenge Plotten gehört auf jeden Fall dazu. Ich gehöre zu den analytischen Schreibern. Das bedeutet, dass ich mich, bevor ich anfange, am Roman zu schreiben, mit der Handlung auseinandersetze und diese detailliert plane.
Die Situationen, in denen ich schreibe, sind fast nie ganz gleich. Manchmal kann ich beispielsweise gut in Zügen schreiben. Heute ging es super in einem Café. Aber meistens sehne ich mich nach Nacht, einer Schreib-DVD und einem dunklen Zimmer. Dann setze ich mich auf meine Couch oder an meinen Schreibtisch, stelle die Beleuchtung meiner Tastatur runter und fange an zu schreiben! Dann schweben meine Finger über die Tastatur und ich merke, dass ich ganz in meinen Figuren und meiner Geschichte versinken kann.

3. Kannst du uns von einer lustigen Begebenheit bei einer Lesung/mit einem Fan berichten 
    /evtl. auch von einer skurrilen Begebenheit?

Es ist immer ein besonderes Erlebnis, wenn man sieht, dass ein Leser das eigene Buch in den Händen hält. Einmal habe ich tatsächlich jemanden „Lieb mich!“ in der Bahn lesen sehen. Ich war so baff, dass ich tatsächlich die Haltestelle verpasst habe. Aber geoutet habe ich mich nicht!

4. In welchem Genre könntest du dir gar nicht vorstellen, ein Buch zu schreiben und 
    warum?
Ich glaube, es hängt sehr stark von der jeweiligen Entwicklung des Autors ab, welche Genres er schreibt. Ich bin ja eigentlich in den Genres Fantasy und Krimi/Thriller angesiedelt. In der nächsten Zeit werde ich keinen Liebesroman mehr schreiben, das kann ich bereits ankündigen. Aber ich glaube, am unwahrscheinlichsten ist es, dass ich jemals versuche, einen Sci-Fi-Roman zu schreiben. Oder einen historischen Roman. Dies sind Genres, die ich auch gar nicht lese und sie sind mir deswegen sehr fremd. Ansonsten bin ich eindeutig offen für alles. Für Experimente und Versuche! Man kann erst durchs Schreiben herausfinden, ob einem ein Genre liegt oder nicht.

5. Hast du irgendwelche Gemeinsamkeiten mit der Buchhändlerin Tanja?

      Diese Frage wird mir oft gestellt. Ich kann sie besten Gewissens beantworten: Tanja und mich
      verbindet nur die Liebe zu Büchern. Allgemein zu Büchern. Sie selbst ist ja besonders in
      Liebesromane verschossen, ich selbst lese nicht gerne Frauen- oder Liebesromane, sondern doch
      lieber Thriller. Ansonsten – nein. Ich bin weder Buchhändlerin, noch habe ich einen „Alexander“ in
      meinem Leben getroffen. Tanja ist einfach eine Figur, die mir während eines Urlaubs über den Weg
      gelaufen ist. Und seitdem geisterte sie in meinem Kopf herum und wollte geschrieben werden.

    6. Glaubst du an die große Liebe?

    Eindeutig: Ja. Ich denke, man kann die große Liebe finden, man darf nur nicht nach ihr suchen. Und
    das ist ein Fehler, den Tanja begangen hat. Sie hat geglaubt, das Leben sei so, wie es in
    Liebesromanen geschildert wird. Sie hat gehofft, ihr Traumprinz läuft ihr einfach so über den Weg
    und sie könnte dann ein einfaches und glückliches Leben führen. Dass es nicht so ist, sondern
    eigentlich auch die Liebe harte Arbeit sein kann, weil es ein Geben und Nehmen ist, muss sie
    schmerzlich erkennen. Jetzt gerate ich aber, in Spoiler-Gefahr zu kommen! Am Ende des Romans
    geht es Tanja gut. Und sie hat eine ganz andere Sichtweise auf die Liebe bekommen.


    7. War es schwierig einen Verlag zu finden, der dein 1. Buch veröffentlicht?


    Es ging doch relativ zügig. Ich war insgesamt nur acht Wochen auf Verlagssuche. Aber die Arbeit am
    Manuskript im Nachhinein hat noch mindestens ein halbes Jahr in Anspruch genommen.

    8. Hast du irgendwelche Tipps für Neulinge, die sich an ihr 1. Buch wagen?

   Üben. Schreiben. Üben. Schreiben. Austauschen! Andere Autoren kennenlernen und vor allem:
   Nicht verzweifeln. Der Buchmarkt wird überschüttet von neuen Büchern und Nachwuchsautoren
   haben es besonders schwer. Ich bin der Überzeugung, dass wir es gemeinsam einfacher haben,
   wenn wir uns vernetzen. Wer seinen ersten Roman gerade verlegen möchte oder aber Fragen zum
   Schreiben hat, den lade ich ein, mich jederzeit zu kontaktieren. Ich suche die Kommunikation und de
   in Austausch mit meinen Lesern und Autorenkollegen und freue mich über jede anregende E-Mail!


   9. Dein nächstes Projekt ist ..?

   Ein Fantasyroman. Ich widme mich momentan einer Idee, die schon seit einigen Jahren in meinem
   Kopf schlummert. Es ist ein etwas größeres Projekt und ich denke, ich werde auch noch mindestens
   dieses Jahr brauchen, um den ersten Teil fertig zu schreiben. Allerdings arbeite ich parallel an einer
   Serie zu diesem Roman, in dem die Charaktere schon einmal vorkommen und ein bisschen was
   durchblitzt. Ich plane, diese Serie als E-Books zu veröffentlichen. Ihr könnt euch ab Sommer also auf
   spannende Geschichten freuen!

   10. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

         Ein Band mit schottischen Märchen! Die sind sehr empfehlenswert! 

Vielen Dank, liebe Hilke, für die Beantwortung meiner Fragen!



1 Kommentar:

  1. Das ist so lange her xD Mittelrweile sind die Weltentaucher draußen xD Aber ich habs noch nich gelesen :-(

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