Dienstag, 22. Mai 2012

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Ein letzter Job" von Adrian McKinty

Titel: Ein letzter Job
Autor Adrian McKinty
Seiten: 397 Seiten
Isbn Nr. 13-978-351846372
Verlag: www.suhrkamp.de/


Das Cover wird hauptsächlich von einer Wiese an der Küste mit einem Keltenkreuz auf einem Hügel eingenommen. Im Hintergrund ist ein in gelb gehaltener Sonnenuntergang zu sehen.
Der Buchtitel EIN LETZTER JOB ist in weißen, dicken Blockbuchstaben in drei Zeilen abgedruckt worden. Der Autorname (Adrian McKinty) ist wesentlich kleiner und in gelber Schrift in den Zwischenräumen des Titels zu sehen.
Ich fand das Buchcover auf dem ersten Blick sehr ansprechend und es strahlt etwas Mystisches für mich aus. Der Roman wäre mir bestimmt anhand dieses Bildes im Buchladen aufgefallen und ich hätte zumindest den Klappentext gelesen.


***INFOS ZUM BUCH/AUTOR***

EIN LETZTER JOB ist ein in sich abgeschlossener Roman mit 397 Seiten und ist als Suhrkamp Taschenbuch erschienen. Adrian McKinty hat bereits mehrere Bücher (u.a. zwei Reihen) geschrieben und hat vor seiner Schriftstellerlaufbahn als Journalist und Übersetzer gearbeitet.

***INHALT/KLAPPENTEXT***

Klappentext:

„Ein gnadenloser Killer jagt die Exfrau eines mächtigen Unternehmers und einen wortgewandten Gangster durch Irland. Ein atemloses Katz-und-Maus-Spiel, an dessen Ende alle ihren Frieden finden und sei es im Tod.
Killian ist ein Spezialist darin, Menschen zu finden, die nicht gefunden werden wollen. Richard Coulter, Besitzer einer Fluglinie mit Beziehungen zu den höchsten politischen Kreisen Irlands, bietet ihm eine halbe Million Pfund, wenn er seine Exfrau Rachel und die beiden Töchter zu ihm zurückbringt. Killian wittert den Job seines Lebens, doch er stellt bald fest, dass er nicht der erste ist, der sich an Rachel die Zähne ausbeißt.
Als er merkt, dass ein russischer Killer auf ihn angesetzt wurde, und ihm klar wird, dass es um mehr als eine Familienangelegenheit geht, muss Killian sich entscheiden, auf wessen Seite er steht.“

Zum Inhalt des GESAMTEN Buches kann ich nichts, sondern nur zu den ersten 152 Seiten etwas sagen, da ich keinen Nerv mehr aufbringen konnte, weiterzulesen

Das Hauptaugenmerk wird am Anfang des Buches auf Rachel gerichtet, die mit ihren beiden Töchtern auf der Flucht vor ihrem Exmann ist. Dieser lässt sie von seinen Schergen suchen, die ziemlich stümperhaft bislang ans Werk gegangen sind. Rachel wird zwar entdeckt, kann aber fliehen. Diese Szene wird in der Leseprobe eindrucksvoll beschrieben. Es wird hier auch auf die Beschreibung der einzelnen Personen Wert gelegt. Ich habe sehr mitgefiebert, als die junge Mutter mit ihren Kindern im Auto durch die Barrieren der Verfolger brach und entkommen konnte. Das war es dann aber auch mit der Spannung im Buch für mich.
Nach dieser Szene wird nun ein Experte, Killian, vom Exmann beauftragt, nachdem dieser ihm empfohlen wurde. Für diesen Job wird ihm eine halbe Million Pfund angeboten und er träumt davon, seine Existenz zu sichern und die vorhandenen Schulden abzubezahlen. Dies ist der Hauptgrund, warum Killian den Job annimmt.
Es wird nun berichtet, wie der neue Verfolger Unterlagen über Rachel erhält und einiges an Hintergrundinfos erfährt, seine Reise nach Irland, Treffen mit dem Auftraggeber und Informanten, bla bla bla, gähnende Langeweile.


***MEINE MEINUNG***

Die Leseprobe beinhaltete die 27 Seiten vom Romananfang und hatte mich wirklich angesprochen. Spannend, flüssig und leicht zu lesen. Kein Vergleich zu den noch folgenden 125 Blättern, die immer zäher wurden… Ich musste mich immer wieder „zwingen“, überhaupt zum Buch zu greifen, was mir sehr selten passiert. Da es sich um ein Rezi-Exemplar von vorablesen.de gehandelt hat, wollte ich unbedingt (wie bei HIMMELSTAL) die Zähne zusammenbeißen und einen ordentlichen und vollständigen Leseeindruck abgeben. Aber wie bereits erwähnt: Ich musste das Handtuch leider werfen und habe die restlichen 245 Seiten an Lesestoff einfach zur Seite gelegt.

Ich würde dieses Buch in die Kategorie „Irland-Krimi“ einordnen wollen. Mein persönlicher Lesegeschmack wurde nicht getroffen und ich werde  nach dieser Lektüre einen großen Bogen um die Autoren aus diesem Land machen.

Der Schriftsteller erzählt diese Geschichte in der Vergangenheit aus der Sichtweise mehrerer Protagonisten; am Anfang wird auf Rachel und später hauptsächlich auf die andere Hauptfigur, Killian, zurückgegriffen.
Da ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe, kann ich nicht sagen, ob mir die beiden ans Herz gewachsen wären, aber ich hegte mehr Sympathiepunkte für den männlichen Part.

Was mich auch in meinem Lesefluss sehr gehemmt hat, ist, dass viele irische Ausdrucksweisen (u.a. Aye) verwendet wurden. Ich kam mit dem Schreibstil nach einiger Zeit überhaupt nicht mehr klar und war genervt davon, dass auf diverse Traditionen, etc. eingegangen wurde, die ich nicht kannte und mit denen ich persönlich nichts anfangen konnte. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch nicht das Gefühl, diese Abschweifungen könnten der Geschichte in irgendeiner Weise dienlich sein.



***FAZIT***


Ein Krimi, vielleicht geeignet für Irlandkenner oder –liebhaber, aber mit Sicherheit nicht für mich!
Ich vergebe 1 miserablen von 5 Sternen und werde dieses Buch und auch den Autor nicht weiterempfehlen
P.S.: Bei vorablesen.de möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich das Buch nicht zu Ende lesen konnte. Ich musste mich aber auch zu dieser Rezi durchringen und hoffe, dass meine Begründung hierfür ausreicht. Und ich möchte noch die lange Lieferzeit bemängeln, da der Roman bereits im Buchhandel zu erhalten war, als er endlich in meinem Briefkasten landete. Da ist für mich der Sinn von „vorablesen“ nicht mehr gegeben… Obwohl ich glücklich bin, dass ich kein Geld für EIN LETZTER JOB ausgeben musste.

Schade, Katja Kaddel Peters, dass dir das Buch gar nicht gefallen hat! Vielen Dank für deine ausführliche Rezension!

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