Montag, 21. Mai 2012

Gastrezension von Mara Becker zu "Blutsommer" von Rainer Löffler

Gastrezension von Mara Becker


Titel: Blutsommer
Autor: Rainer Löffler
Isbn Nr. 13-978-3499257278
Seiten: 496 Seiten 
Verlag: http://www.rowohlt.de/
erscheint am 1.6.2012

 

 

Kurzbeschreibung

Das 1x1 des Grauens Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.

Über den Autor

Rainer Löffler lebt mit seiner Frau, seinen beiden Töchtern und dem Sohn in Hemmingen bei Stuttgart. Blutsommer ist das Debüt des Autors, der Auftakt einer Serie um den Fallanalytiker Martin Abel.
Die Meinung von Mara:

Ein sehr gelungener Debütroman

Die Überschrift des Klappentextes lautet "Das 1 x 1 des Grauens" und trifft auf dieses Buch wirklich zu. Der Depütroman beeinhaltet von Forensik bis psychologischer Taktik alles, was zu einem guten Thriller gehört.
Rainer Löffler hat mit diesem Thriller bewiesen, das er zu den ganz Großen des Genre gehören kann. Selbst thrillererfahrene Leser stoßen bei diesem Buch an ihre Grenzen, wenn sich die eben noch klaren Fakten in Nichts auflösen, mutmaßliche Täter zu armen Opfer werden und nette Menschen einem das Grauen lehren.

Der Hauptprotagonist Martin Abel wird als Fallanalytiker nach Köln beordert, um die Polizei im Fall des "Metzgers" zu unterstützen.Durch seine Arbeit mit Serienmördern und seinen privaten Problemen ist er so abgestumpft und einsam geworden, dass er durch sein selbst aufgebautes Schutzschild sehr unsympathisch wirkt und auch bei seinen Kollegen kein gern gesehener Mensch ist. Doch Martin Löffler schafft es durch seinen fantastischen und lebhaften Schreibstil, aus diesem schwierigen Menschen einen absoluten Sympathieträger zu machen.
Sein Vorgesetzter und wohl einziger Freund, Frank Kessler, zieht Abel nicht nur von einem aktuellen Fall ab, sondern setzt ihn auch noch die sehr junge Hauptkommisarin Hannah Christ vor die Nase, mit der er in Köln zusammenarbeiten muß. Durch ihre offene Direktheit und beruflichen Erfahrungen beweist sie Abel, dass man auch mit Lebenden sehr gut kommunizieren kann.

In Köln eckt Abel mit seinem ruppigen Verhalten sogleich bei dem ermittelnden Haupkommisar Konrad Greiner an, der von moderner Fallanalytik nicht viel hält. Die bissigen Kommentare der beiden Männer reizt die Spannung bis ins unermessliche, so das man am liebsten selbst auf den Tisch hauen möchte um beiden zu sagen, daß sie sich gegenseitig mit ihrem sturen Verhalten behindern.
Dabei merken beide nicht, wie nah sie dem Täter sind, bis einer von beiden in seine Falle tappt.
Auch der Mörder bekommt seinen Part, wenn aus seiner Vergangenheit berichtet wird, die so grausam ist, daß man mit ihm Mitleid bekommen kann und schnell vergisst, warum er der Metzger genannt wird.

Blutsommer beeinhaltet einfach alles, was einen sehr guten Thriller ausmacht und ich empfehle dieses Buch mit voller Punktzahl 5/5 sehr gerne weiter.

Vielen Dank, liebe Mara, für deine tolle Gastrezension!

1 Kommentar:

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