Mittwoch, 2. Mai 2012

Rezension zu "Die letzte Flucht" von Wolfgang Schorlau

Titel: Die letzte Flucht
Autor: Wolfgang Schorlau
Isbn Nr. 978-3-462-04279-5
Seiten: 344 Seiten
Verlag: www.kiwi-verlag.de



Klappentext:
Spannung und Aufklärung - diese einzigartige Kombination ist das Markenzeichen der Kriminalromane von Wolfgang Schorlau um den Stuttgarter Privatermittler Georg Dengler.

Der 6. Fall führt Dengler nach Berlin. Professor Dr. Bernhard Voss, Arzt an der Charité, wird eines schrecklichen Verbrechens verdächtigt. Sein Verteidiger bittet Dengler um Unterstützung. Dieser steht plötzlich vor einem Abgrund an Manipulation ....

Fast beiläufig erzählt Schorlau zugleich eine Geschichte über den Widerstand gegen Stuttgart 21, in dem Denglers Sohn Jakob aktiv ist.

"Ich habe diesen Roman geschrieben, um zu verstehen, wie unser Gesundheitswesen funktioniert", sagt Wolfgang Schorlau im Nachwort. "Nun weiß ich es. Die Pharmaindustrie wird von einer beispiellosen kriminellen Energie getrieben."


Über den Autor:
Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet. Von ihm sind bei Kiepenheuer u. Witsch erschienen: Die blaue Liste, Denglers 1. Fall 2003, Sommer am Bospurus - ein Istanbul Roman, 2005, Das dunkle Schweigen, Denglers 2. Fall, 2205, Fremde Wasser, Denglers 3. Fall, 2008, Das Münchenkomplott, Denglers 3. Fall, 2099, als Herausgeber: Stuttgart 21, die Argumente 2010. Wer noch mehr wissen möchte: www.schorlau.com.

Eigene Meinung: Dieser spannende Krimi ist in verschiedenen Handlungssträngen erzählt.. Im 1. Handlungsstrang kehrt Georg Dengler, Privatermittler und ehemaliger Zielfahnder des BKAs, von einem FBI-Seminar aus Amerika zurück. Er freut sich auf seine Geliebte Olga. Da bekommt er einen Anruf aus Berlin. Der Verteidiger von Prof. Dr. Bernhard Voss bittet ihn, nach Berlin zu kommen. Dem Professor wird vorgeworfen, ein neunjähriges Mädchen entführt, vergewaltigt und ermordet zu haben. Die Beweiskette ist lückenlos. Dengler lässt sich überreden nach Berlin zu fahren und den Professor im Untersuchungsgefängnis kennenzulernen (dafür muss sich Dengler als Anwaltsgehilfe ausgeben). Erst nachdem er den Professor gesehen hat, möchte er entscheiden, ob er den Fall übernehmen möchte. So richtig Lust dazu hat er nicht. Dengler gerät bald auch unter Mordverdacht und muss untertauchen. Seine Freundin Olga hilft ihm dabei.

Im 2. Handlungsstrang lernen wir Dirk Assmuss kennen, den Leiter des Pharmaunternehmens Peterson und Peterson. Assmuss bekommt von seinem Entführer, der sich Henry nennt, die Frage gestellt, was er verkauft. Wenn er diese Frage beantworten kann, wird er freigelassen.

Im 3. Handlungsstrang lernen wir die Ermittlerin Finn Kommareck kennen. Sie ist Ermittlerin bei der Kripo in Berlin und soll den Fall in den der Professor verwickelt ist, lösen. Sie kann Dengler überhaupt nicht leiden.

Der 4. Handlungsstrang erzählt von Jakob, Denglers Sohn, der mit einigen Jugendlichen an einer Demo zu Stuttgart 21 teilnimmt. Zusammen mit Dengler, der seinen Sohn auszureden versucht am Widerstand teilzunehmen, geraten sie in den "schwarzen Donnerstag" im Stuttgarter Schlosspark und lernen die willkürliche Polizeigewalt kennen.

Mir hat dieser sehr spannende Krimi von Wolfgang Schorlau sehr gut gefallen. Hier stimmt einfach alles! Die Hauptfiguren sind gut gezeichnet. Dengler ist sehr sympathisch, auch Olga ist eine spannende Persönlichkeit. Ich habe den Krimi an einem Tag durchgelesen!
Klasse finde ich, dass ich während einer spannenden Unterhaltung Infos so nebenbei bekomme und zwar schockierende Infos über unser Gesundheitssystem, über die Pharmaindustrie, über die Machenschaften um Stuttgart 21!  Wolfgang Schorlau hat zwei Jahre lang recherchiert und war danach schockiert über die kriminelle Energie der Pharmaindustrie. Ich kann das verstehen!

Ich vergebe 5/5 Sterne für diesen spannenden, informativen Krimi und finde den Autoren ganz schön mutig, diese Misstände so offen anzuprangern!

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