Freitag, 25. Mai 2012

Rezension zu "Menschenhafen" von John Ajvide Lindqvist

Titel: Menschenhafen
Autor: John Ajvide Lindqvist
Isbn Nr. 978-3-7857-6006-2
Seiten: 555 Seiten
Verlag: www.luebbe.de











Klappentext: 
"Papa was ist das? Da drüben auf dem Eis!" Ein strahlend schöner Wintertag. Anders steht mit seiner sechsjährigen Tochter im Leuchtturm der Insel Gävasten und schaut aufs Meer hinaus. Eis, überall Eis. Und Schnee. Was hat seine Tochter in der Ferne erspäht? Da ist doch nichts. Kurz darauf läuft Maja hinaus, um nachzusehen - und der Alptraum beginnt. Obwohl sie auf der freien Eisfläche nicht verschwinden kann, passiert genau das. Plötzlich ist sie weg. Spurlos verschwunden. Anders und seine Frau haben kein Kind mehr .. Jahre später erreichen Anders mysteriöse Botschaften. Lebt Maja etwa noch?

Über den Autor:

John Ajvide Lindqvist, geboren 1968, ist aufgewachsen  in Blackeberg, einem Vorort von Stockholm. Nach einer Karriere als TV-Standup-Comedian hat er mit dem Schreiben von Thrillern mit Horrorelementen begonnen. John Ajvide Lindqvist gilt in Schweden als eines der größten Talente der Literaturszene. 2008 wurde er mit dem Selma Lagerlöf-Literaturpreis ausgezeichnet.Von diesem Autor sind noch erschienen: "So finster die Nacht" und "Wolfskinder"

Eigene Meinung:

Dieser Autor ist ein grandioser Erzähler! Er beschreibt die Geschehnisse sehr detailiert, kreiiert starke Hauptpersonen und schafft es, eine schaurig, depressive Stimmung heraufzubeschwören. Was ist Wahrheit, was ist Einbildung?

Anders kehrt Jahre nachdem seine kleine Tochter Maja verschwunden ist, auf die Insel zurück. Der Alkoholiker bildet sich ein, Botschaften von seiner Tochter zu erhalten. Seine Ehe ist zwischenzeitlich in die Brüche gegangen. Er versucht seinen Schmerz mit Alkohol zu betäuben und taucht immer tiefer in die Geschehnisse auf der Insel in Vergangenheit und Gegenwart ein. Maja ist nicht die Einzige, die einfach verschwunden ist!
Der Haupterzählstrang ist die Suche von Anders nach seiner Tochter Maja. Weitere Erzählstränge sind Simons Geschichte, seine Liebe zu Anna-Greta und die Vergangenheit der Inselbewohner. Wir erfahren viel aus der Jugendzeit von Anna-Greta und Anders. Diese Reise in die Vergangenheit ist überschattet von mysteriösen Begebenheiten, die bis in die heutige Zeit hineinreichen. 

In weiteren Kapiteln lernen wir Erin kennen, Henrik und Björn und noch viele weitere Inselbewohner, deren Geschichte und Schicksal. Eigentlich ist dieses Buch eine Sammlung von Kurzgeschichten der Inselbewohner, ein Kapitel führt uns ganz tief in die Vergangenheit der Insel.

Lindqvist schreibt annähernd poetisch, schafft eine geheimnisvolle Stimmung und lässt uns zwar am Ende mit mancher Frage zurück, trotzdem gefällt mir der Schluß ganz gut. Es ist eben nicht alles, was geschieht einfach erklärbar .. Ich vergebe für diesen mysteriösen Thriller mit subtilen Gruselelementen 5/5 Punkten. Geisterfjord-Fans werden begeistert sein!

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