Sonntag, 24. Juni 2012

Autoreninterview mit Susanne Gerdom

Nachdem ich das neue Buch "Last days on earth"  von Susanne Gerdom rezensieren durfte, habe ich sie um ein Interview gebeten, was sie mir gern gewährt hat. Hier meine Fragen:

 1. Wieso hast du "Last days on earth" unter dem Pseudonym Julian Frost geschrieben? Unter Frances G. Hill soll im Juli "Drachenhaut" erscheinen. Wieso benutzt du 3 verschiedene 
  Namen?

Eigentlich schreibe ich immer unter meinem Namen – das bin ich, damit fühle ich mich wohl. Dass nachher auf dem Cover ein Pseudonym erscheint, ist immer eine Verlagsentscheidung, nicht die meine. Und das hängt mit der „Verlagspolitik“ zusammen. Hier bei „Last Days“ war es der Umstand, dass dieses Buch keine „epische Fantasy“ ist, sondern eher Urban Fantasy, noch dazu ein Thriller/Krimi. Das Pseudonym sollte dafür sorgen, dass „meine“ LeserInnen nicht irritiert werden.


2. Wie kamst du auf die Idee, einen Weltuntergangs- Fantasy-Thriller zu schreiben?

Durch den Programmleiter von Piper – er hat sich sowas gewünscht. :-) Es hat sehr viel Spaß gemacht und mich in dem Entschluss bestärkt, der klassischen epischen Fantasy für eine Weile den Rücken zu kehren.

3. Wie gingst du hier bei den Recherchen vor? 

Ich habe mich intensiv mit der Kalenderrechnung beschäftigt – vor allem der der Maya. War spannend! Die Schrift der Maya ist wunderschön, wenn ich viel Zeit hätte, würde ich versuchen, sie zu lernen.

4. Was hast du mit Karla gemeinsam?

Keine Ahnung. Das müsstest du jemanden aus meiner Umgebung fragen. Ich stecke aber in allen meinen Figuren (somit wäre die Frage erlaubt, was ich mit Brad gemeinsam habe … *g*)


5. Glaubst du an diese Weltuntergangs-Prophezeiungen um  2012?

Um Himmels Willen! Ich bin doch nicht gaga. Ich schreibe Fantasy, aber das heißt nicht, dass ich jeden Blödsinn glauben muss. (Im Übrigen: Noch nicht mal die Maya glauben an den Quatsch. Die wissen nämlich, dass nichts weiter passiert als das Ende einer langen Zählung. Was nichts weiter heißt, als dass die nächste lange Zählung anfängt.)

6. Welche Schauspielerin könntest du dir bei einer Verfilmung  deines Fantasy-Thrillers in der 
    Rolle von Karla vorstellen?

Darüber hab ich überhaupt noch nicht nachgedacht. Manchmal kann ich meine Figuren „besetzen“ … aber hier? Hm. Wahrscheinlich so jemand wie Veronika Bayer oder Barbara Nüsse. Eine starke Frau mit einer guten Stimme. :-)

7. Kannst du uns über ein lustiges oder skurriles Erlebnis bei  einer Lesung berichten?  
    Alternativ ein lustiges/skurriles  Erlebnis mit einem Fan?

Gib mir ein lustiges oder skurriles Erlebnis bei einer Lesung und ich werde NIE wieder eine Lesung machen. Ich hab Lampenfieber. :-)
Lustig? Hm. Ich habe viele unglaublich nette, interessante, freundliche LeserInnenkontakte – aber skurril war da bisher noch nichts.

8. Welche/n Schriftsteller/in würdest du gerne treffen und  welche Fragen würdest du ihm/ihr
     stellen?

Wozu? Wenn ich Terry Pratchett mal treffen würde, wäre ich wahrscheinlich viel zu beeindruckt, um auch noch Fragen zu stellen. Ich würde mir ein Autogramm geben lassen. Und ansonsten: ich treffe andauernd KollegInnen – virtuell und in Wirklichkeit.

9. "Drachenhaut" soll ja im Juli erscheinen. Verrätst du uns  etwas darüber?

Es war eine schöne Produktion – wie immer bei ArsEdition – es hat wieder ein sagenhaft schönes Cover und ich erinnere mich nicht genau an den Inhalt. Ist schon so lange her. ;-) Aber im August läuft bei Leserunden.de die Leserunde dazu (mal wieder schön voll und turbulent, denke ich). Da werde ich es wohl besser vorher noch mal lesen.
Drachenhaut spielt im „Orient“, ich habe dafür ein bisschen von persische Märchen und Mythen beeinflussen lassen.

10. Welches Buch liest du denn gerade?

Ein paar Bücher übers Schreiben, weil ich jetzt vermehrt Coaching mache, da schadet es nicht, die Theorie auch noch mal aufzufrischen, den Umbruch für das nächste Ueberreuter-Buch (Æthermagie, das erscheint im Herbst) und dann liegt da ein Riesenstapel von angefangenen Romanen. Ich bin sehr ungeduldig beim Lesen, es ist selten, dass ich ein Buch durchstehe. Das letzte war „Löcher“ von Louis Sachar (tolles Buch!) und „Corvidæ“ von Simone Keil – eine liebe Kollegin, die sehr dichte, atmosphärische Phantastik schreibt. Das Buch kann ich übrigens sehr empfehlen!


Vielen Dank, liebe Susanne, dass du dir Zeit für meine Fragen genommen hast.


Ich danke dir!

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