Donnerstag, 21. Juni 2012

Rezension zu "Aoife" von Anja Ollmert

     
        Titel: Aoife
        Autorin: Anja Ollmert
        Seitenzahl: 207 Seiten
        Isbn Nr. 978-3862549856
        Verlag: www.aavaa-verlag.de

Kurzbeschreibung: 
Aoife, eine junge Irin, steht als Mitbegründerin einer Werbeagentur mit beiden Beinen fest im Leben. Ihr Interesse gilt den Geschichten der Tuatha de Daanan und anderen Sagen und Mythen der alten Kelten. Ein von der Großmutter geerbtes Buch fesselt sie besonders. In der Samhainnacht wird sie bei der Lektüre auf unerklärliche Weise in die Geschehnisse des Buches gesogen. Sie trifft dort am Samhainfeuer auf Cúchulainn, den bewundernswerten Helden der keltischen Mythologie.

Über die Autorin:

Anja Ollmert, geb. 1966 schreibt seit einigen Jahren überwiegend Kurzgeschichten, Prosagedichte und spirituelle Texte. Sie lebt mit ihrem Mann im Herzen des Ruhrgebietes und hat drei erwachsene Kinder. Die Autorin arbeitet ehrenamtlich als geistliche Leiterin des katholischen Frauenverbandes kfd und ist Leiterin eines Kinderchores. In ihrem vorliegenden Debütroman Aoife verknüpft sie das persönliche Interesse an keltischer Mythologie und christlicher Tradition zu einer Fantasyromanze. Den Schauplatz ihres Buches hat sie mehrfach selbst bereist. Mehr über die Autorin und eine Leseprobe zu einem neuen Roman, der fast fertig ist, findet ihr hier:http://anjaollmert.jimdo.com/


Eigene Meinung:

Aoife, eine junge, schöne Irin, die zusammen mit ihrer Freundin Cathy eine Werbeagentur in Ennis führt,   liest in der Samhainnacht ein altertümliches Buch über keltische Sagen und Mythen. Das Buch hat sie von ihrer Großmutter geerbt. Aoifes Verlobter Daniel ist im Falklandkrieg gefallen. Sie lebt alleine in einem kleinen Haus in Doolin und genießt es, in einem Ohrensessel am warmen Kaminfeuer zu schmöckern.

Das Buch das sie liest, handelt von Cúchulainn (gesprochen Kulinn), dem irischen Helden. Aoife kann nicht aufhören zu lesen, da die Geschichte um Cúchulainn so spannend ist. Als ihr schwindelig wird und ihr die Augen kurz zufallen, schiebt sie das auf ihre Müdigkeit. Als sie die Augen wieder öffnet,  bemerkt sie jedoch, dass sie nicht mehr in ihrem Häuschen ist, sondern an einem Lagerfeuer.  Neben ihr liegt ein fremder Mann, der ebenfalls kurz die Augen geschlossen hatte und als er sie öffnete, sehr darüber verwundert ist, dass eine schöne Unbekannte an seinem Feuer liegt. Es ist Cúchulainn, der die Samhainnacht alleine außerhalb des Trubels am Hofe verbringen wollte. Er nimmt Aoife mit an den Hof, wo sie nicht nur Bewunderer hat.
In einem weiteren Handlungsstrang sucht Aoifes Freundin Cathy nach ihr. Als sie das Buch entdeckt, ist auch sie gefesselt von der spannenden Heldengeschichte. 

Anja Ollmert gelingt es mit dieser Zeitreise-Liebesgeschichte um Aoife und den irischen Helden Cúchulainn die keltische Mythen- und Sagenwelt mit den Anfängen der christlichen Religion in Irland zu verbinden.

Ihre Hauptperson Aoife ist eine sympathische, schöne, rothaarige Irin, die sich in den Helden Cúchulainn verliebt und durch ihre Reise in das Sagenbuch mit den Gepflogenheiten und Lebensgewohnheiten am Hofe zu dieser Zeit auseinandersetzen muss. Die Autorin schreibt in einer sehr schönen, etwas altertümlichen Sprache, wie wir sie von Sagen her kennen. Das passt sehr gut zu der Geschichte. Aoife hingegen drückt sich für diese Zeit sehr modern aus und muss ihre Sprache und ihr oft unzeitgemäßes Handeln erklären.

Mir hat dieser spannende Ausflug nach Irland in die keltische Sagen- und Mythenwelt zusammen mit Aoife und Cúchulainn sehr gut gefallen und ich vergebe 5 Sterne (von 5). Ich bin gespannt, wie das Abenteuer der beiden weitergeht.

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