Dienstag, 31. Juli 2012

Rezension zu "Fluss der Wunder" von Anne Patchett

Titel: Fluss der Wunder
Autorin: Ann Patchett
Seitenzahl: 381 Seiten
Isbn Nr.  978-3-8270-1056-8
http://www.amazon.de/Fluss-Wunder-Ann-Patchett/dp/382701056X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1339071327&sr=8-1


www.bloomsbury-verlag.de http://www.berlinverlag.de/

Klappentext:

Als der Biologe Anders Eckman auf der Suche nach Dr. Swenson im brasilianischen Regenwald verschwindet, soll Swensons ehemalige Studentin Marina Singh dem Fall nachgehen und die eigenwillige Forscherin aufspüren, die sich seit Jahren weigert, Berichte an ihr Institut zu liefern. Marina folgt Eckmans Spuren und wagt sich auf eine gefährliche Reise ins dunkle Herz des Amazonas, um zu klären, was es mit Swensons geheimnisvollen Studien über die Fruchtbarkeit der Ureinwohner auf sich hat. Doch je näher sie ihrem Ziel auf dem Rio Negro entgegenreist, desto klarer wird ihr, dass sie sich nicht nur den Gefahren des Urwalds, sondern auch ihren eigenen Ängsten stellen muss ... Fluss der Wunder ist ein intelligenter Abenteuerroman mit einer faszinierenden Heldin, ein packendes Stück Literatur über Wissenschaft und Moral, den Schrecken der Natur und das Grauen im Herzen eines jeden, der Grenzen überschreitet, an denen kein Mensch jemals rühren sollte.

Über die Autorin:

Ann Patchett hat bisher 5 Romane veröffentlicht. Darunter Bel Canto, ein internationaler Bestseller, für den sie den Orange Price for Fiction erhielt. Sie schreibt regelmäßig für amerikanische Zeitschriften, unter anderem für das New York Times Magazine: Ellé, Paris Review und Vogué. Sie lebt in Nashville, Tennessee, wo sie gerade eine Buchhandlung eröffnet hat.

Eigene Meinung:

Der Schreibstil dieses Abenteuerromans ist flüssig und bildgewaltig. Der Roman dreht sich um die Pharmakologin Marina Singh, die mit ihrem Vorgesetzten Dr. Fox, der sehr viel älter ist als sie, eine Beziehung hat. Die Beziehung halten beide vor ihren Kollegen geheim. Dr. Fox äußert Marina gegenüber, dass sie sich doch lieber einen jüngeren Freund zulegen sollte. Marina ist bereits über 40 und ist unentschlossen, was ihre Beziehung zu Dr. Fox betrifft.  Anders Eckman, ein Kollege von Marina wurde in den brasilianischen Regenwald geschickt,  um die Forschungsergebnisse der etwas eigenwilligen Forscherin Dr. Swenson  anzuschauen. Swenson ist im Regenwald seinem Fieber erlegen und Marina soll auf Bitten seiner Frau hin und auf Anweisung von Dr. Fox, nach Brasilien reisen, um genau berichten zu können, was Anders passiert ist. Marina nimmt ein Malaria-Medikament ein um sich auf die Reise vorzubereiten. Das Medikament verursacht bei ihr Alpträume. Da sie immer wieder von ihrem Vater träumt und von ihren Besuchen als Kind bei ihm in Indien, muss sie sich der Vergangenheit und ihren Gefühlen ihrem Vater gegenüber stellen. Es dauert, bis sie erkennt, dass das Malaria-Medikament Schuld hat an ihren Alpträumen und ihren Schreien, die alle Menschen in ihrer Umgebung wecken. Als Marina in Manaos ankommt, wird sie dort von 2 "Beschützern" von Dr. Swenson aufgehalten, so lange, bis Dr. Swenson dann doch noch in Manaos eintrifft. Marina geht es in Manaos nicht sehr gut, sie bekommt Fieber, das durch ein Medikament eines brasilianischen Schamanen aber geheilt wird. Wir bekommen hier einen Einblick in das Leben und die schwüle Hitze in Manaos. Marina reist mit Dr. Swenson, deren Studentin sie war und mit der sie durch ein Ereignis verbunden ist, an das Marina eigentlich nicht mehr erinnert werden möchte. Dr. Swenson erinnert sich scheinbar nicht an Marina.

Die Reise von Marina endet bei den Lakashi, die bis ins hohe Alter mit Fruchtbarkeit gesegnet sind. Die Forscher um Dr. Swenson hoffen, dem Geheimnis ihrer Fruchtbarkeit auf die Spur zu kommen, so dass sie Frauen in unserer reichen Zivilisation, die erst im fortgeschrittenen Alter einen Kinderwunsch haben, sich diesen egoistischen Wunsch dann auch erfüllen können. Natürlich soll die Kasse des Pharmaunternehmens dabei auch kräftig klingeln.

Dr. Swenson ist eine ältere,etwas verschrobene Wissenschaftlerin, die ihr halbes Leben bei den Lakashi verbracht hat. Sie hält ihre Forschungsergebnisse aus guten Gründen zurück. Im Laufe des Romans stellt sich der Leser fragen, wie Ist es sinnvoll, bis ins hohe Alter Kinder zu bekommen?  Darf man in die Lebensweise von Ureinwohnern eingreifen und wie weit darf man dabei gehen? Was passiert, wenn ein interessanter Wirkstoff im Regenwald entdeckt wird?Wie weit geht bei solch einer Entdeckung dann der Schutz der Ureinwohner und der Umwelt? Welche Medikamente werden überhaupt erforscht und entwickelt, geht es nur um die Verdienstmöglichkeiten der Pharmaindustrie?

Marina erfährt im Laufe der Handlung eine Entwicklung, sie schafft es, sich dem Leben im Regenwald anzupassen und wird von den Lakashi geachtet. Marina wird mutig und eigenständig, ihr Wunsch, nach Hause zurückzukehren, der am Anfang noch vorherrscht, gerät in den Hintergrund. Sie muss sich ihren Ängsten stellen und ihre eigenen Grenzen überschreiten.

Leider fängt das Abenteuer in diesem Abenteuerroman erst nach etwa der Hälfte des Buches an und so richtig spannend und fesselnd ist es nicht. Das Leben am Rio Negro mit all seinen Facetten ist sehr gut beschrieben, teilweise ist der Roman aber etwas langatmig und die Figuren bleiben mir irgendwie fremd.

Ich vergebe 3 Sterne (von 5 möglichen) und bedanke mich bei Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar. : http://www.bloggdeinbuch.de/

1 Kommentar:

  1. Ja es ist immer Schade, wenn ein Buch so lange braucht, bis es Fahrt aufnimmt und vorher nur so dahinplätschert, das macht es unnötig schwer in die Geschichte hineinzufinden, leider ist das ja öfter der Fall.

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