Montag, 27. August 2012

Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly, Familienroman, Gegenwartsliteratur, Arche Verlag

Titel: Goldmacher
Autorin: Gisela Stelly
Isbn Nr. 978-3-7160-2677-9
Seitenzahl 415 Seiten
Verlag: www.arche-verlag.de



Klappentext:
In der Hitler-Jugend treffen sie aufeinander: der Aufklärung suchende Anton Bluhm und der wunderwaffengläubige Franz Münzer. Es ist der Beginn einer lebenslangen Freundschaft, geprägt von Rivalitäten, Liebesbegehren und familiären Brüchen in den Zeiten der Beschleunigung und der großen Lust auf Leben. Goldmacher umspannt die Zeit vom Heraufdämmern und Ausbruch eines gespenstischen Wunderglaubens in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts und seinen dramatischen Folgen bis zu seiner modernen Wiederholung, dem Glauben an das Wunder einer unbegrenzten Vermehrung von Geld und Gütern zu Beginn des neuen Jahrtausends.

Über die Autorin:
Die Schriftstellerin, Filmerin und Autorin Gisela Stelly  ist im Berlin der 50er und 60er Jahre aufgewachsen, hat Anfang der 70er Jahre für die Zeit (Redaktion Modernes Leben) geschrieben, in den 70er und 80er Jahren Dokumentar- und Spielfilme gedreht (Drehbuch und Regie), Anfang der 90er Jahre ihren 1. Roman veröffentlicht, zuletzt erschien Moby (2005). Sie war von 1972 bis 1992 mit Rudolf Augstein verheiratet. Gisela Stelly lebt in Hamburg und Berlin. Mehr über die Autorin: www.giselastelly.de.

Eigene Meinung:

Das Buch ist in 4 Kapitel unterteilt: Der Goldmacher 1924 - 1945, Die Geldmacher 1946 - 1967, Lehrlinge und alte Meister 1968 - 1989 und Entfesselte Geisster 1990 - 2001. Einen Stammbaum mit allen Familienmitgliedern und eine Chronik der Ereignisse ist auf der 1. und letzten Seite zu finden.

Gisela Stelly hat mit dieser spannenden Familiensaga um die Familien von Anton Bluhm und Franz Münzer eine großartige, kurzweilige, sehr interessante Geschichte mit sehr lebendigen und starken Hauptfiguren geschaffen. Anton Bluhm, der ein Anhänger der Vernunft ist, die Wahrheit erkennen und diese verbreiten möchte und der gegensätzliche Franz Münzer, der an die Wunderwaffe glaubt, und sich gegen seinen übermächtigen Vater durchsetzen muss, sind zwei gelungene Protagonisten, die uns durch die deutsche Zeitgeschichte führen.

Gisela Stelly hat einen großen Teil deutscher Geschichte sehr spannend, humorvoll und informativ wiedergegeben.Den Fokus der Geschichte setzt sie uf den Wunderglauben im 3. Reich.  Der Leser kann die Wiederholung des Wunderglaubens in Form des Glaubens an das Geld in der heutigen Zeit erkennen.

5/5 Sterne für diese großartige Unterhaltung.



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