Donnerstag, 27. September 2012

Rezension zu "Der Anschlag " von Stephen King, Heyne Verlag

Titel: Der Anschlag
Autor: Stephen King
Isbn Nr. 978-3453267541
Seitenzahl: 1056 Seiten

Verlag: www.heyne.de

Kurzbeschreibung:

Wenn die Vergangenheit grausam zuschlägt – Stephen King schreibt die amerikanische Geschichte neu

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. Stephen Kings neuer großer Roman ist eine Tour de Force, die ihresgleichen sucht – voller spannender Action, tiefer Einsichten und großer Gefühle.

Jake Epping lebt ein normales Leben, bis sein Freund Al ihm ein großes Geheimnis enthüllt: Er kennt ein Portal, das ins Jahr 1958 führt. Und Al gewinnt ihn für eine wahnsinnige Mission. Jake soll in die Vergangenheit zurückkehren und das Attentat auf John F. Kennedy vereiteln, um den Gang der Geschichte positiv zu korrigieren. Und so beginnt für Jake ein neues Leben in einer für ihn neuen Welt. Es ist die Welt von Elvis und JFK, von großen amerikanischen Autos und beschwingten Highschool-Tanzveranstaltungen. Es ist die Welt des gequälten Einzelgängers Lee Harvey Oswald, aber auch die der Bibliothekarin Sadie Dunhill, die Jakes große Liebe seines Lebens wird – eines Lebens, das gegen alle normalen Regeln der Zeit verstößt. Und je näher Jake seinem Ziel kommt, den Mord an Kennedy rückgängig zu machen, desto bizarrer wehrt sich die Vergangenheit dagegen – mit aller gnadenlosen Gewalt, die sich auch gegen Jakes neue Liebe richtet ...
 

Über den Autor:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Eigene Meinung:
Dieser Thriller beschreibt uns die Erlebnisse des Lehrers Jake Epping aus der Ich-Perspektive. Durch seinen totkranken Freund Al, der ein Zeittor entdeckt hat, und der ihn bittet, das Attentat auf Kennedy zu verhindern, stolpert Jake in ein Abenteuer. Er gewinnt Freunde in der Vergangenheit und stellt fest, dass seine Zeitreise auch ungewollte Auswirkungen haben kann ... 
Stephen King hat sich in diesem Zeitreise-Roman den Kennedy Mord und das Leben des Attentäters Oswald vorgenommen. Er beschreibt das Leben der Menschen in den USA in den 60er Jahren sehr detailiert, so dass man mittendrin ist, beim Footballspiel, beim Feiern, im Alltag der Menschen. Die Personen sind unglaublich gut charakterisiert. Das Leben in den 60ern scheint perfekt zu sein, besser als heute. Bei genauerem Hinsehen, kann man die damaligen Probleme erkennen.

Mancher Leser könnte Kings Detailverliebtheit auch als langatmig empfinden.

King ist ein sehr genauer Beobachter und Menschenkenner, was sich in diesem Thriller widerspiegelt. Er erweckt eine Idylle zum Leben, die dann in einer einzigen Andeutung Zweifel im Leser hervorrufen. Irgendwann stellt der Leser dann fest, dass die Zweifel berechtigt waren, die Idylle bricht zusammen, das Böse schlägt zu.
Auch in diesem Roman schafft King es, den Leser zu fesseln, Spannung aufzubauen, Heile Welt vorzugaukeln, dem Leser eine Verschnaufpause zu gewähren, bevor sich die Ereignisse überstürzen, den Leser zu gruseln und ihm leichte Schauer über den Rücken zu jagen (insbesondere wenn man den Thriller in einem einsamen, knarrenden Holzhaus in Schweden liest ..). Er bringt uns große Ereignisse der amerikanischen Geschichte nahe und wir kommen ins Grübeln. Was wäre wenn, es uns möglich wäre, durch die Zeit zu reisen? Wo würden wir Einfluß üben? Was würden wir an Jakes Stelle tun?

Zu erwähnen wäre da noch der Handlungsort Derry. Jake verbringt einen Teil seiner Zeit in Derry, dem Schauplatz von Stephen Kings Buch "Es". Die Sache mit dem Clown ist dort kurz zuvor passiert und entsprechend misstrauisch sind die Bewohner von Derry.

Für alle King-Fans und Leser, die auf unterhaltsame Weise mehr über Amerikas Geschichte und  den Kennedy-Attentäter wissen möchten, ein Muß (King hat sehr gut und lange für diesen Roman recherchiert)!  Für diesen großartige Zeitreiseroman und Geschichtsunterricht nach King Manier 4,5/5 Sterne.

Dienstag, 25. September 2012

Interview mit Pat McCraw Autorin der Duocams, Erotic-Fantasy und Gay-Romance

Interview mit Pat McCraw für das LitMag

LiTMag: Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Pat McCraw:

Nach dem Tod meines Mannes 2010 schrieb ich meine Autobiografie. Nach 700 Seiten merkte ich, dass ich diese niemals veröffentlichen würde. Aber ich war zum ersten Mal über eine Kurzgeschichte hinaus gekommen. Dann traten die Duocarns in mein Leben. Seit 2 Jahren stehen sie neben meinem Schreibtisch und drängen darauf, dass ich ihre Geschichte schreibe. Habe ich keine Zeit zu schreiben kehren meine Gedanken automatisch zu der Stelle zurück, an der ich die Jungs verlassen habe. Irgendwann wird der Druck zu stark und ich fahre mit der Story fort.Tage an denen ich schreibe sind glückliche Tage. :)

Ich habe in den letzten Jahren sehr viel an meinem Stil gearbeitet und eine Menge gelernt. Das ist es was mich an diesem Beruf fasziniert: Man lernt nie aus – und lernen hält jung.
Ich lebe mit meinen drei erwachsenen Kindern und deren Partnern in einem uralten Haus auf dem Land, habe 2 kleine Hunde und Bienen.Ich denke ich bin ein Arbeitspferd.

LiTMag: Sie schreiben Erotic-Fantasy und Gay-Romance. Wie kamen Sie auf diese Genres?

Pat McCraw:
Ich bin ein großes Fan von phantastischen Erzählungen, Vampir-Romanen und Liebesgeschichten.
Da ich keine Vampire als Helden wollte, boten sich Außerirdische an. Ich wollte meinen eigenen Traum-Mann entwerfen. Aber welcher einzelne Mann kann schon so vielen Wünschen gerecht werden? Also wurden es fünf. :)
Als ich meiner Tochter die Geschichte erzählte, meinste sie: Du, das sind aber nicht alles Heteros. Das ist langweilig!

LiTMag: Die Handlung Ihrer Geschichten um die Duocarns spielt in Kanada. Gibt es
                hierfür einen  besonderen  Grund?

Pat McCraw:
Ja. Ich suchte auf der Karte ein "zivilisiertes" Land, in dem ein Raumschiff ungesehen landen kann. Da bot sich Kanada an.

LiTMag: Was fasziniert Sie am Schreiben?

Pat McCraw:
Wenn ich schreibe tauche ich in meine Geschichte ein, erlebe sie mit.
Schreiben hat einen gewissen Suchteffekt.Man muss lernen damit umzugehen.
Aber schreiben ist nur 20% der Arbeit eines Autors. Danach kommen 30% Korrektur und 50% Marketing.

LiTMag: Können Sie uns etwas über den Entstehungsprozess Ihrer Bücher erzählen?

Pat McCraw:

Da gibt es nicht viel zu erzählen. Ich schreibe Notizen in eine Editor Datei, die ich immer wieder aktualisiere, je nach Fortschreiten den Geschichte.Ab einer gewissen Seitenzahl brauche ich meinen Helden nur noch die Handlung vorgeben. Die Charactere sind dann soweit ausgefeilt, dass sie diese von selbst ausfüllen.

LiTMag: Gibt es einen bestimmten Rhythmus in Ihrer Tagesplanung? Wann nehmen Sie sich die 
                 Zeit zu schreiben, oder schreiben Sie wenn Ihnen danach ist?

Pat McCraw:

Ich schreibe sobald ich mal einige freie Stunden habe und fit genug bin. Meine Halswirbelsäule gibt das zeitliche Limit vor. Der Brotjob hat bisher Priorität.

LiTMag: Was sagt Ihre Familie dazu? Dürfen Sie stören, wenn Sie schreiben?


Pat McCraw:

Meine Familie interessiert wenig was ich schreibe. Mit meiner jüngsten Tochter arbeite ich zusammen, denn sie ist Grafikerin und hat bereits meine Erotic Fantasy Kurzgeschichten illustriert. Wir planen weitere gemeinsame Projekte. Stören sollte man mich beim Schreiben besser nicht ;)

LiTMag: War es schwierig, einen Verlag für die Veröffentlichung Ihres 1. Buches zu finden?

Pat McCraw: Nein. Mein Lebensmotto ist "Wo ein Wille auch ein Weg".

LiTMag: Haben Sie irgendwelche Tipps für angehende Autoren?
 

Pat McCraw: Auf meiner Homepage http://www.duocarns.com gibt es eine Menge Tipps für Autoren

LiTMag: Wie sehen Sie die deutsche Literaturlandschaft?

Pat McCraw:  Sie ist in Bewegung. Digitaler Druck sowie die Möglichkeiten durch Amazon haben den
                        Markt aufgemischt.

LiTMag: Die überwiegende Meinung ist, dass Autoren/innen selbst viel lesen sollten. Würde Sie
                dem zustimmen?

Pat McCraw: Wer viel schreibt, Geld verdienen muss, Haus, Garten und Familie hat, der kommt kaum zum
                        Lesen. Leider, denn Lesen inspiriert.

LiTMag: Wen oder was wollen Sie mit Ihrem Geschriebenen erreichen?
 

Pat McCraw:
Ich möchte unterhalten. Möchte in meine Welten entführen. Wenn mir jemand schreibt, dass er das Buch nicht aus der Hand legen konnte weil es ihn/sie so gefesselt hat, habe ich mein Ziel erreicht. Ich höre öfter, dass Leserinnen geweint haben. Ich habe beim Schreiben auch gelacht und geweint. Solange es so ist bin ich auf dem richtigen Weg.

LiTMag: Was können Sie sich gar nicht vorstellen zu schreiben?

Pat McCraw: Krimis

LiTMag: Können Sie uns ein lustiges oder skurriles Erlebnis bei einer Lesung berichten?   
                 Alternativ ein lustiges/skurriles Erlebnis mit einem Fan?
 

Pat McCraw: Ich habe mich besher erfolgreich vor Lesungen gedrückt.

LiTMag: Welche/n Schriftsteller/in würden Sie gerne treffen und was würden Sie sie/ihn fragen?
Pat McCraw: Ich würde gerne Wolfgang Hohlbein bei seiner Arbeit über die Schulter schauen.
                       Fragen an ihn hätte ich sicher hunderte.

LiTMag: Verraten Sie uns etwas über Ihr neuestes Projekt?


Pat McCraw: Ein mittelalterlicher Liebesroman und ein Folgeroman der Duocarns, der die Liebschaft
                       Tervenarius/David näher beleuchtet.

LiTMag: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?

Pat McCraw: Nur mein Kindle mit 35 ungelesenen Büchern...

LiTMag: Wie kann man Sie erreichen?

Pat McCraw:
http://www.duocarns.com sowie über den Verlag http://www.elicit-dreams.de


LiTMag: Wir danken Ihnen für dieses Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Pat McCraw: Danke :)

Montag, 24. September 2012

Rezension zu "Die Mädchenwiese" von Martin Krist, Ullstein Verlag

Titel: Die Mädchenwiese
Autor: Martin Krist
Seitenzahl: 416 Seiten

Isbn Nr. 978-3548283531
Verlag: Ullstein Taschenbuch Verlag
Preis: 9,99 Euro

Inhalt:
Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.

Über den Autor:
Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers (Marcel Feige). Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1998 lebt er als Schriftsteller in Berlin.
www.martin-krist.de

Eigene Meinung:

Dieser Thriller, der mysteriöse Elemente beinhaltet,  verspricht Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Er zeichnet sich aus durch mehrere Erzählstränge aus, die bereits innerhalb des Kapitels wechseln, was beim Lesen etwas Konzentration erfordert. Martin Krist hat kurze Kapitel gewählt und lässt die Erzählstränge immer dann aufhören, wenn die Spannung am höchsten ist. Dadurch kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen.

Der Autor hat sehr interessante Figuren gewählt. Eine Person, die ihr  Leben aus der Ich-Perspektive erzählt. Alex, der Ex-Kommissar, der jetzt eine Kneipe in Finkenwerda hat und diese mittels eines alten Gurkenrezeptes, das er an eine große Firma verkaufen möchte, wieder auf Vordermann bringen möchte. Unterstützt wird Alex von seinen Freunden, Paul, dem Reporter und Ben, dem Sozialarbeiter, der einen guten Draht zu den Jugendlichen des Dorfes hat.
Sam, der Bruder von Lisa, die übers Wochenende nach Berlin zu ihrem neuen Freund möchte  und von dort nicht zurückkehrt. Sam ist ein kleiner Junge, wird von den Kindern im Dorf gemieden und spielt dadurch alleine im Wald. Seine Mutter denkt, er wäre etwas zurückgeblieben, was nicht stimmt, denn Sam zieht Schlüsse aus den Telefonaten, die Lisa führte und kombiniert richtig. Er avanciert zum Helden, denn er beschließt seine Schwester zu suchen, da er bei den Erwachsenen kein Gehör findet.  Die alte Frau, die im Dorf als Hexe verschrien ist und sich seltsam benimmt. Laura, die in Scheidung lebt und mit den beiden Kindern Lisa und Sam komplett überfordert ist.Lauras Schwager, ein etwas unsympathischer Polizist, der helfen will, aber nicht zuhört. Auch der Bösewicht ist eine sehr interessante Figur, die man richtig hassen lernt.
Alex wird vom Täter in den Fall hineingezogen und muss ermitteln. 
Auch wenn man ahnt, wer hier in der Ich-Perspektive erzählt, bleibt dieser Thriller ein Pageturner bis zum Schluß.
Zu erwähnen ist, dass die Gewaltszenen in diesem Thriller nicht überhand nehmen und nicht detailiert geschildert werden, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Für diesen superspannenden, intelligenten Thriller 5/5 Sterne. Unbedingt lesen!


Sonntag, 23. September 2012

Rezension zu "Die ferne Tochter" von Renate Ahrens, zeitgenössische Literatur,

Titel: Die ferne Tochter
Autorin: Renate Ahrens
Seitenzahl: 288 Seiten

Isbn Nr. 978-3426510933
Verlag:Knaur TB Verlag 
Preis: 9,99 Euro
erscheint am 1.10.12

Kurzbeschreibung:
Judith hat alle Brücken zu ihrer Vergangenheit abgebrochen und lebt seit langem in Rom. Dort arbeitet sie als Restauratorin von Fresken der Renaissance, Engel sind ihre Spezialität. Mit Francesco führt sie eine glückliche Ehe, nur Kinder sind ihnen versagt geblieben. Von ihrem früheren Leben ahnt er nichts. So hätte es bleiben sollen. Nie mehr, das hatte sie sich geschworen, wollte sie nach Hamburg zurückkehren.
Aber nach einem Anruf aus ihrer alten Heimat muss sie zurück, muss sich mit dem Tod des Vaters, der kranken Mutter und dem Menschen auseinandersetzen, an den sie die letzten 20 Jahre jeden Tag gedacht hat. Wie soll sie ihrem Mann erklären, dass ihr gemeinsames Leben auf einer Lüge basiert?

Über die Autorin:
Renate Ahrens, 1955 geboren, studierte Anglistik und Romanistik und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 als freie Autorin zu arbeiten begann. Sie schreibt Romane, Theaterstücke und deutsch-englische Kinderbücher. 2002 gingen sie und ihr Mann für ein Jahr nach Rom, heute leben sie abwechselnd in Dublin und Hamburg. Renate Ahrens ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland.Nähere Informationen zur Autorin unter: www.renate-ahrens.de

Eigene Meinung:

Renate Ahrens schreibt flüssig, der Erzählstil ist spannend und fesselnd und in der Ich-Perspektive gehalten. Die Kapitel sind kurz.  Die Hauptfigur Judith ist sympathisch, allerdings hat sie ein großes Geheimnis,  das es gilt zu lösen und dem sich Judith im Laufe der Handlung stellen muß. Für Judith ist das nicht einfach, hat sie doch vor 20 Jahren alles zurückgelassen. Sie muß dabei über ihren Schatten springen und sich ihren Ängsten stellen. Dabei wird auch ihre Ehe auf die Probe gestellt. Das Thema um das es sich in diesem Roman dreht ist aktuell.

Ein gelungener Roman über eine mutige Frau, die sich ihrer Vergangenheit stellt.  5/5 Punkte für Judiths Geschichte! Ich bedanke mich beim Team des Knaur Verlages recht herzlich, das mich als Testleserin ausgesucht hat.

Mittwoch, 19. September 2012

Das Grauen in den Bergen, Horrornovelle von Fred Ink

Titel: Das Grauen in den Bergen
Autor: Fred Ink
Seitenzahl: 138 Seiten

Isbn Nr. 978-1478377085
der Autor hat das Buch selbst verlegt. Bei Amazon erhältlich, Preis: 6,95 Euro
 auch als E-Book erhältlich

Klappentext:

Ein Mann wird aus der Nervenheilanstalt entlassen und erfährt von einem mysteriösen Erbe. Die Suche nach seinen Wurzeln führt ihn tief in die Berge Neuenglands, wo zahlreiche seiner Vorfahren auf grausige Weise ums Leben kamen. Was erwartet ihn auf dem nebelverhangenen Gipfel? Welche Macht zieht unwiderstehlich an ihm und hat seine Familie ins Verderben gestürzt? 



Über den Autor:

Eine Horrornovelle, die er schon länger in der Schublade hatte, für die sich aber lange kein geeignetes Zuhause finden wollte. Also hat er schließlich beschlossen, mit dem "Grauen" Amazon Create Space anzutesten.
War alles etwas fummelig und umständlich, aber die fertigen Bücher sehen super aus, sind sehr gut verarbeitet ... und der Preis ist total fair, ohne dass groß an seiner Marge hätte gespart werden müssen. M.M.n. eine echte Alternative! :). Mehr über den Autor: www.fred-ink.jimdo.com.



Eigene Meinung:

Ganz klar! Fred Inks Vorbilder sind Lovecraft und Poe! 
Die klassische Horrornovelle lässt uns teilhaben an dem sich langsam entwickelnden Grauen, das Roderick in den Bergen erlebt. Roderick, angeblich ein Waisenkind, bekommt Post von einem Anwalt, der ihm mitteilt, dass er der Erbe der Familie Coldlowe ist. Um dieses Erbe antreten zu können, muss er jedoch eine Bedingung seines Vaters erfüllen. Rodericks Neugier steht der Erfüllung dieser Forderung  allerdings im Weg und das Grauen nimmt seinen Lauf ..

In Form von Briefen an seine Geliebte Magdalene, die er warnt, nicht nach ihm zu suchen, erfahren wir, was Roderick, der jahrelang  in einem Sanatorium war, in den Bergen erlebt. Roderick findet alte Aufzeichnungen seiner Vorfahren. Durch diesen Tagebucheinträgen bekommen wir einen Einblick in die Vergangenheit der Familie Coldlowe.

Fred Ink schafft es, dass der Leser die gruselig, schaurige Atmosphäre, die das einsam gelegene Dorf, in den Bergen umgibt, wahrnimmt. Wie Roderick, will der Leser natürlich genauso wissen, mit welchem Wesen Roderick es zu tun hat, deshalb kann man das Buch kaum aus der Hand legen, so geheimnisvoll und spannend ist die Novelle.
Die etwas altertümliche, sehr bildhafte Sprache passt hier natürlich sehr gut. 

Trotzdem fragt man sich natürlich, was ist Realität oder ist das alles nur Teil von Rodericks Wahnsinn?

Für alle Fans von Poe und Lovecraft mal wieder eine richtig gute Gruselgeschichte, der es gelang, mir Schauer über den Rücken zu jagen.  5/5 Sterne für diese Horrornovelle im Stil der alten Großmeister des subtilen Grauens. Ich will mehr!

Dienstag, 18. September 2012

Die unwahrscheinlich Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce, erschienen im Krüger Verlag, zeitgenössische Literatur


Titel: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
Autorin: Rachel Joyce
Seitenzahl: 384 Seiten
Isbn Nr. 978-3810510792Verlag: Krüger Verlag
Preis:  18,99 Euro für die gebundene Ausgabe

Klappentext: 

Ein unvergesslicher Roman, der die ganze Welt erobert. »Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.« Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle. Ein ganz außergewöhnlicher und tief berührender Roman – über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.

Über die Autorin:
Rachel Joyce weiß, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. >Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry< ist ihr erster Roman. Er erscheint in über 30 Ländern auf der ganzen Welt. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land.


Eigene Meinung:

Harolds Pilgerreise hat mich begeistert. Das Buch ist unwahrscheinlich feinfühlig und hintergründig, mal traurig, mal humorvoll, wie das Leben selbst.  Der Schreibstil ist fast poetisch, besonders die Naturbeschreibungen haben mir sehr gefallen. Es ist leicht zu lesen, sehr fesselnd  und auf seine Weise spannend, möchte der Leser doch wissen, ob Harold seine Reise gelingt, ist dieser doch in Segelschuhen und im Anzug ohne Wanderausrüstung aufgebrochen.

Die Figur des Harolds entwickelt sich im Laufe seiner Reise. Anfangs noch etwas naiv, nicht sehr bewegungsfreudig und langweilig, beginnt Harold offen zu werden, interessiert sich für die Außenwelt, für seine Mitmenschen. Er beginnt richtig lebendig zu werden. Bis er am Schluß des Buches die Kraft hat, sich der Realität zu stellen und nicht mehr zu flüchten.
Auch Maureen, Harolds Frau erfährt eine Entwicklung. Am Anfang des Buches besteht ihr Lebensinhalt im Saubermachen. Lebensfreude ist bei ihr nicht zu spüren. 

Ein Buch, das den Leser lange beschäftigt, das er gerne weiterverschenkt und weiterempfiehlt, stecken doch so viele Wahrheiten und Erkenntnisse in der Geschichte. Diese sind so gut verpackt, dass es ein Vergnügen ist, Harold auf seiner Reise durch England zu begleiten. Jede Begegnung, die Harold auf dieser Reise hat, ist eine eigene kleine Geschichte.

5/5 Sterne für diese kurzweilige, liebevolle und weise Geschichte. Toll finde ich die Aktion des Verlages, dieses Buch als Wanderbuch auf die Reise zu schicken. Der Leser schreibt eine Widmung in das Buch und darf im Buch seine Spuren in Form von Anmerkungen hinterlassen. Meinen Dank an Bianca Rösch, durch die ich einen Teil von Harolds Pilgerreise werden konnte.

Interview mit Sylvie Wolff, Autorin von "Die Stadtwölfin" für LiTMag



Hier mein Interview mit Sylvie Wolff für das LitMag, das es jetzt leider nicht mehr gibt:





LiTMag: Bitte stellen Sie sich kurz vor:

Sylvie Wolff: Ich bin 52 Jahre alt und von Beruf Bankkauffrau und Sozialpädagogin. Im normalen Leben heiße ich Sylvia Stuckmann und schreibe Jugendbücher, aber da meine Fantasy-Reihe für diese Zielgruppe nicht geeignet ist, habe ich sie unter dem Namen Sylvie Wolff herausgebracht.  Bis vor einigen Jahren habe ich in Bonn gelebt, jetzt wohne ich zusammen mit meinem Mann im ländlichen Baden-Württemberg und bin von Wäldern und Feldern umgeben. Ich liebe Hunde, Wölfe und Drachen, reise gerne in fremde Länder und mag die Natur, wo immer ich ihr begegne.

LiTMag: Was fasziniert Sie am Schreiben?

Sylvie Wolff: Schreiben ist für mich ein Weg, Ordnung in meine Gedanken und Ideen zu bringen, und das ist dringend notwendig. Mein Alltag ist voller Situationen, bei denen ich mich frage: Und was wäre jetzt, wenn …? Das ist vielleicht DIE ultimative Frage überhaupt. Dazu kommt, dass mir beim Schreiben keine Szene davonläuft und keine Seite unbetrachtet bleibt, die mich interessiert hätte.

LiTMag: Können Sie uns etwas über den Entstehungsprozess Ihres E-Books erzählen?


Sylvie Wolff: Die Stadtwölfin ist eigentlich aus einem Traum heraus entstanden, von dem ich leider nur noch den Schluss wusste: Zwei selbstbewusste, attraktive Frauen im Business-Anzug, die am Ende eines erfolgreichen Arbeitstages über ihre Pläne bezüglich Männer und Abendgestaltung sprachen, und deren Reißzähne sie als städtische Werwölfinnen outeten – köstlich. Ich versuchte, die Geschichte zu dieser Szene zu finden, und die „Stadtwölfin“ ist das Ergebnis.
LiTMag: In Ihrem 1. E-Book geht es um Werwölfe. Zur Zeit sind sehr viele Bücher, in denen es um Werwölfe und Vampire geht, auf dem Markt. Was ist das Besondere an Ihrer Geschichte?
Sylvie Wolff: „Die Stadtwölfin“ ist ein Genremix: gleichzeitig frecher Frauenroman und Fantasy. Sie spielt auch nicht wie üblich im fernen Amerika oder den schottischen Highlands, sondern hier bei uns  in Deutschland, vor der eigenen Haustür sozusagen. Was wäre, wenn … deine Freunde, Kollegen, Verwandten … ein bisschen mehr als nur Nachbarn wären?

LiTMag: Auf Ihrer FB-Seite stehen viele Meldungen über Wölfe. Spielen Wölfe in Ihrem Leben eine Rolle und wenn ja, welche?

Sylvie Wolff: Ich finde Wölfe ausgesprochen spannend und denke, dass sie zu Unrecht einen schlechten Ruf haben. Sie sind sehr intelligent und sozial, leben wie wir Menschen in Familienverbänden und verhalten sich auch sonst sehr ähnlich - In meinem eigenen Leben spielen sie leider nur in Form von Geschichten und Berichten eine Rolle.

LiTMag: Gibt es einen bestimmten Rhythmus in Ihrer Tagesplanung? Wann nehmen Sie sich die Zeit zu schreiben, oder schreiben Sie wenn Ihnen danach ist?

Sylvie Wolff: Eigentlich schreibe ich immer und überhall, zumindest meinen Freunde und Familie das. Wenn ich an einer Geschichte arbeite kann es vorkommen, dass ich mitten im Gespräch oder Film plötzlich Stift und Kladde zücke und etwas aufschreibe. Andererseits brauche ich absolute Ruhe, wenn ich diesen Ideen und Skizzen in die Geschichte einbaue,  am liebsten an meinem Schreibtisch.

LiTMag: Bleibt Ihnen neben dem Schreiben und Ihrem Beruf noch Zeit für andere Hobbys und welche sind das?

Sylvie Wolff: Reisen, lesen, Laufen.

LiTMag: Darf die Familie/Freunde stören, wenn Sie schreiben?

Sylvie Wolff: Besser nicht … (;-)

LiTMag: Haben Sie irgendwelche Tipps für angehende Autoren?
Sylvie Wolff: Lesen, lesen, lesen. Und ganz genau hinhören, wenn jemand sich kritisch zu den Texten äußert, denn oft treffen sie einen ohnehin wunden Punkt.

LiTMag: Wie sehen Sie die deutsche Literaturlandschaft?
Sylvie Wolff: Ich beobachte fasziniert, wie E-Books das Lese- und Schreibverhalten der Menschen beeinflussen. Die sofortige Verfügbarkeit auch topaktueller Titel, das unkomplizierte Lesen immer und überall, die Tatsache, dass beim E-Books auch geht, was in den etablierten Verlagen nicht gegangen wäre – all das verändert Lesen.

LiTMag: Die überwiegende Meinung ist, dass Autoren/innen selbst viel lesen sollten. Würde Sie dem zustimmen?
Sylvie Wolff: Jepp. Für mich war es wichtig, mir klar zu machen, warum ich manche Bücher weglegen wollte und andere nicht.

LiTMag: Wen oder was wollen Sie mit Ihrem Geschriebenen erreichen?
Sylvie Wolff: Menschen ab 16 bis 88, die Lust am Spiel mit Rollenbildern haben. Wer ist der böse Wolf, wer das Rotkäppchen, wer vernascht wen und was bleibt am Ende übrig?

LiTMag: Was können Sie sich gar nicht vorstellen zu schreiben?


Sylvie Wolff: Geschichten über Menschen, die alles haben und mit nichts zufrieden sind. Mein Thema war schon immer das Anders-Sein in unterschiedlichsten Facetten.

LiTMag: Können Sie uns ein lustiges oder skurriles Erlebnis bei einer Lesung berichten? Alternativ ein lustiges/skurriles Erlebnis mit einem Fan?
Sylvie Wolff: Eines Tages begrüßte mich eine Bekannte mit den Worten: „Ich habe Ihr Buch gelesen und gleich meinem Chef geschenkt. Damit er endlich mal weiß, was er an mir hat – und dass es viel, viel schlimmer hätte kommen können!“ Das hat mir gefallen …

LiTMag: Welche/n Schriftsteller/in würden Sie gerne treffen und was würden Sie sie/ihn fragen?
Sylvie Wolff: Patricia Briggs. Ich würde sie fragen, in welcher Autowerkstatt sie ihre Autos reparieren lässt ... (Die Heldin ihrer Mercy Tomson-Reihe hat eine, aber ob ich da mein Auto hinbringen würde? …)

LiTMag: Was haben Sie mit Ihrer Protagonistin Eva gemeinsam?
Sylvie Wolff: Den Namen, die Begeisterung für die Stadt Bonn und die Liebe zu Wölfen.

LiTMag: Verraten Sie uns etwas über Ihr neuestes Projekt?
Sylvie Wolff: Es wird wieder eine Geschichte, in der das Wolfswandler-Thema aufgegriffen wird, aber diesmal nicht als Komödie sondern als Entwicklungsroman.

LiTMag: Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?


Sylvie Wolff: Nina Blazon: Die Totenbraut

LiTMag: Wie kann man Sie erreichen? (Internetadresse)

Sylvie Wolff: via Facebook unter http://www.facebook.com/Wolff.Sylvie (die Website sylvie-wolff.de ist noch in Vorbereeitung) oder unter der Homepage von Sylvia Stuckmann: www.buchschmiede.de

LiTMag: Wir danken Ihnen für dieses Interview und wünschen

Ihnen weiterhin viel Erfolg.

 

Montag, 17. September 2012

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Der Knochenbrecher" von Chris Carter, Ullstein Verlag

Titel: Der Knochenbrecher
Autor: Chris Carter
Seitenzahl: 416 Seiten
Isbn Nr. 978-3548284217
Verlag: Ullstein Verlag
Preis: 9,99 Euro




***INHALT/KURZBESCHREIBUNG *** 


Laut Klappentext:
Er ist der Mann ohne Gesicht.
Er ist ein Killer.
Und er wird Dich kriegen.

Wenn es Nacht wird in Los Angeles, gibt es einen Mann, der keinen Schlaf findet. Von Alpträumen geplagt, ist er auf der Suche. Er ist ein kaltblütiger Killer.
Nur einer kann ihn aufhalten: Robert Hunter – Polizist, Profiler, Held des LAPD. Er weiß, wo er suchen muss. Und die Jagd hat längst begonnen.

Schlaf schön L.A.! ...


Meine eigenen Worte:

Die Leiche einer jungen Frau wird entdeckt und in die Rechtsmedizin gebracht. Der Mund und der Genitalbereich sind zugenäht worden, ansonsten weist das Opfer auf den ersten Blick keine Spuren eines Gewaltverbrechens auf. Bei der Obduktion macht Dr. Winston eine schreckliche Entdeckung und bevor er seinen Gedanken auch nur in Worte fassen kann, werden die Räumlichkeiten von einer gewaltigen Explosion erschüttert. Der Rechtsmediziner und sein Assistent haben keine Chance, und auch die Beweismittel werden vernichtet.
Ein neuer Fall für Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia vom Morddezernat I (zuständig für besonders grausame Gewaltverbrechen bzw. Serientäter), der ihnen doch nahe geht, denn dieser Vorfall hat zumindest einem Menschen, Dr. Winston, den sie beide näher kannten, das Leben gekostet.
Weitere Todesfälle lassen nicht lange auf sich warten. Die Opfer sind alle weiblich. Vor dem Tod wurde ihnen etwas in den Leib eingeführt. Ein neuer Serienkiller treibt sich in Los Angeles um.
Die Nachforschungen erweisen sich als schwierig, denn es gibt kaum Anhaltspunkte. Die Privatermittlerin Whitney Meyers scheint ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Sie sucht nach vermissten jungen Frauen und es zeichnen sich doch ein paar Gemeinsamkeiten ab.
Können sie es schaffen, den Serienkiller zusammen zur Strecke zu bringen?




***MEINE MEINUNG***

Chris Carter erzählt diesen gut durchdachten Thriller und dritten Teil der Hunter-Reihe wieder in der dritten Person, mit Hauptaugenmerk auf die Opfer, das Ermittlerteam und den Täter.

Haben mich die beiden Vorgänger (Der Kruzifix-Killer und Der Vollstrecker) schon überzeugen können, bin ich durch diesen Roman vollends zum Fan des Autors geworden.
Endlich mal wieder ein Pageturner für mich. Ich konnte das Buch stellenweise nicht mehr aus der Hand legen.
Die Ereignisse am Anfang des Buches in der Rechtsmedizin wurden sehr plastisch,  und wie ich finde auch realistisch dargestellt. Diese Textpassage wurde u.a. von vorablesen.de für eine Leseprobe ausgesucht, durch die ich auf das Buch aufmerksam geworden bin.

Der Leser wird wieder auf die Besonderheiten der Charaktere von Robert (schlafloser Einzelgänger, mit Schlag bei Frauen) und Carlos (glücklich verheiratet) aufmerksam gemacht, die sich wieder sehr gut ergänzen.
Die beiden Hauptpersonen, die ich von Anfang an in mein Herz schließen konnte, werden diesmal durch eine dritte weibliche Figur unterstützt, wobei alle drei sympathisch und pflichtbewusst auf mich wirken.

Die Kapitel sind kurz und knackig gehalten, was sich natürlich auch sehr positiv auf meinen Lesefluss ausgewirkt hat. Es wird wieder gekonnt mit wörtlicher Rede und mit einfacher, aber auch fachlicher Sprache gearbeitet.

Die Story hat mich bereits ab der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Eine nicht alltägliche Tötungsart und eine Auflösung des Mörders, die mich sehr berührte und sprachlos machte. Die entscheidende Szene zur Motivauflösung wird zum Ende des Buches sehr genau beschrieben und ich war wie paralysiert und konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Meine Empfindungen dabei gingen von Mitgefühl über Ekel bis zu Ungläubigkeit.
Ich hatte das Gefühl, durch die Augen des Täters sehen zu können und mitten im Geschehen zu sein, was noch eine Spur erschreckender für mich war.

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass mir dieses Buch sicherlich noch die nächsten Jahre durch die Anfangssequenz und die eben erwähnte Passage im Gedächtnis hängen bleiben wird.

Das Buch hat hundertprozentig meinen Lesegeschmack getroffen, konnte es stellenweise nicht mehr aus der Hand legen und es hat daher für mich die absolute Höchstnote (5/5 Sterne) verdient.



***COVER/BUCHTITEL***

Das Cover unterscheidet sich sehr krass von den ersten beiden Titeln der Hunter-Serie, die in schwarz gehalten wurden.
DER KNOCHENBRECHER ist ganz im Gegensatz dazu in weiß und rot gehalten. Die rote Farbe wirkt an der weißen Fliesenwand an einigen Stellen wie verschmiertes Blut oder Tropfen und man weiß daher eigentlich auf den ersten Blick, dass es sich um einen Thriller handelt; für etwas „begriffsstutzige“ Leseratten wurde es dann aber auch noch schriftlich erwähnt.
Gute Coverauswahl würde ich sagen, fand es aber schade, dass es sich so grundsätzlich von den anderen Büchern der Reihe unterscheidet! Näheres erkennt ihr auch auf dem Pic, das ich hochgeladen habe.

Ich werde auch noch ein paar Worte zur Titelauswahl verlieren, denn… er hat so GARNICHTS mit der Geschichte zu tun. Bei DER KNOCHENBRECHER denkt man doch zumindest, dass auch nur ansatzweise die Bedeutung näher beschrieben wird oder bei der Art des Gewaltverbrechens irgendwas darauf schließen lässt… aber nein… Mir erschließt sich nicht, warum so ein Titel ausgesucht wurde.
Ähnlich ging es mir gerade als ich die Originalüberschrift (The Night Stalker) im Inneren des
Romans entdeckt habe *achselzuck* Manche Sachen muss man dann als Leser wohl einfach nicht verstehen…



***INFOS***

DER KNOCHENBRECHER macht seinem Genre alle Ehre und ist wirklich ein Thriller im wahrsten Sinne des Wortes. Der dritte Teil wird zum Glück nicht der letzte sein, der sich um das Ermittlerteam Hunter und Garcia drehen wird und ich fiebere bereits dem April 2013 entgegen. Habe eben in einer anderen Rezension im Internet gelesen, dass dann die nächste Veröffentlichung in Deutschland erwartet wird und ich hoffe, diese Angabe stimmt auch.

Chris Carter ist Ende 40 und lebt in Los Angeles, dem Schauplatz seiner Buchhandlungen. Seinen eigenen Aussagen zufolge ist er eines Tages aufgewacht und hatte eine Geschichte im Kopf. Er erzählte seiner damaligen Freundin davon und sie ermutigte ihn dazu, diese aufzuschreiben.

Als Übersetzerin wurde wieder Sybille Uplegger verpflichtet, die u.a. auch an den Werken von Tania Carver und Julia Crouch arbeitet. Ich sage ja immer: Ein richtig gutes Buch im Original ist auch nur dann in Deutsch klasse, wenn die richtigen Leute an der Umformulierung arbeiten und hier trifft es für mein Befinden zu (obwohl ich die Bücher nicht in Englisch gelesen habe).

DER KNOCHENBRECHER ist am 11.05.2012 als Taschenbuch beim Ullstein Taschenbuch Verlag erschienen (ISBN: 978-3548284217). Es ist aber auch als ebook erhältlich.
Die Printausgabe umfasst 416 Seiten und ist in 115 (!) Kapitel unterteilt. Die kurzen, prägnanten Abschnitte sind mit Nummern versehen.
Das TB ist für 9,99 EUR (eBook als Kindle-Edition bei amazon.de: 8,99 EUR) käuflich zu erwerben. Ich habe mein Exemplar für sagenhafte 4,00 EUR inkl. Porto als gebrauchtes Buch in einer Facebook-Büchergruppen kaufen dürfen.
An einigen Stellen in diesem Roman wird schon sehr ins Detail gegangen bei der Beschreibung der Verbrechensart. Es handelt sich daher eindeutig um ein Erwachsenenbuch, dass nichts in den Fingern von Jugendlichen zu suchen hat.

Ich bedanke mich bei vorablesen.de und meinen Leseratten bei facebook. Ohne die Leseprobe und -empfehlungen wäre ich evtl. nicht auf diese tolle Bücherserie aufmerksam geworden!



***FAZIT***

Ich bin ein Serienjunkie, auch bei Büchern, und ich LIEBE Thriller und Krimis. Wer Cody McFadyen, Simon Becket, Arno Strobel, etc. mag, dem werden die Mordfälle um Robert Hunter von mir wärmstens ans Herz gelegt. ICH werde auf jeden Fall am Ball bleiben und freue mich schon auf 2013 und den vierten Teil dieser Reihe.
Ich vergebe wie bereits erwähnt fantastische 5 von 5 Sternen und werde dieses Buch weiterhin weiterempfehlen!

Samstag, 15. September 2012

Rezension zu "Das Wesen" von Arno Strobel, Psychohriller

Titel: Das Wesen
Autor. Arno Strobel
Seitenzahl: 368 Seiten
Isbn Nr.: 13- 978-3596186327
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag





Klappentext:
Die Aachener Kripo erhält einen anonymen Hinweis: Ein Mädchen soll verschwunden sein. Bei ihren Recherchen erleben die Kommissare Seifert und Menkhoff eine große Überraschung. Der Vater des angeblich verschwundenen Kindes ist der Psychater Dr. Joachim Lichner, den sie viele Jahre zuvor wegen Mordes an einem kleinen Mädchen verhaftet hatten und der in einem spektakulären Indizienprozess zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden war. Als die Beamten ihn mit erneuten Verdächtigungen konfrontieren, leugnet Dr. Lichner, überhaupt ein Kind zu haben. Er sei unschuldig, genau wie damals. Will ihn jemand zum 2. Mal hinter Gitter bringen? Für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Warum setzt Kommissar Menkhoff nach all den Jahren, alles daran, Lichner ein weiteres Gewaltverbrechen nachzuweisen? Und warum verstrickt sich der Psychater bei jedem Verhör in immer stärkere Widersprüche, als es um seine frühere Lebensgefährtin geht?  Ein unerbittliches Psychoduell nimmt seinen schrecklichen Lauf ..


Der Autor:
Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg.Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast 40 Jahren. "Das Wesen" ist sein 2. Psychothriller nach "Der Trakt" und "Das Script". Im Frühling 2013 soll "Der Sarg" erscheinen. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier. Mehr unter:  http://www.arno-strobel.de/

Eigene Meinung:
Dieser spannende, mysteriöse  Psychothriller ist aus der Ich-Perspektive von Kommissar Seifert geschrieben. Die kurzgehaltenen Kapitel wechseln zwischen den Ermittlungen im Mordfall an einem Mädchen im Jahr 1994 und der angeblichen Entführung der Tochter von Dr. Lichner 2009 ab. Arno Strobel lässt den Leser am Ende eines Kapitels immer etwas im Ungewissen, so dass der Leser angehalten wird, die Kapitel schnellstmöglich zu lesen. Arno Strobel scheint ein Meister von Cliffhangern zu sein.   Der Psychater Dr. Lichner bleibt eine geheimnisvolle Figur, seine Reaktionen im Verhör bleiben meist etwas mysteriös. Er bleibt eine unsympathische, überhebliche Figur. Kommissar Seifert zweifelt an den Ermittlungsergebnissen und am Täter, sein Kollege Menkoff reagiert sehr emotional und hasst den Psychater.

Ab circa Mitte des Thrillers glaubt der Leser genau Bescheid zu wissen. Das tut der Spannung keinen Abbruch, da der Leser nun wissen möchte, ob er richtig liegt und wieso es zu der Tat kam.  Er hat da allerdings nicht mit Arno Strobels falschen Fährten gerechnet.

5/5 Sterne für diesen temporeichen, spannenden, glänzend erzählten Pageturner.Ganz klare Leseempfehlung für diesen superspannenden Psychothriller.

Montag, 10. September 2012

Urlaubsbericht 3 Wochen Schweden vom 17.8 - 9.9.

3 Wochen Schweden
 Land der 1000 Seen und urigen Ronja-Räubertochter-Wälder!








Am Freitag, 17.8., ging es in aller Frühe 4.30 los nach Rostock. Unterwegs haben wir eine Geocachertour an der Mecklenburgischen Seenplatte gemacht und in einer rustikalen, günstigen Gaststätte, die wir jetzt zum 3. Mal besucht haben, zu Abend gegessen, bevor es dann um 22.00 Uhr auf die Fähre von Rostock nach Trelleborg ging. Da wir uns viel Zeit gelassen haben, und die Cachertour eingeplant hatten, war der Anfahrtstag recht stressfrei, ungefähr wie ein Tagesausflug.
6.30 Uhr hat die Fähre dann angelegt. Da wir erst um 16.00 Uhr an der Ferienwohnung auf der Halbinsel Öknö bei Mönsteras sein mussten, haben wir auch hier eine kleine Cacherrunde eingelegt (für alle, die nicht wissen was Geocachen ist: Wir suchen kleine Dosen mit Logbüchern, in die wir uns dann eintragen. Die Koordinaten für das GPS Gerät erhalten wir über eine Internetseite. Ist so ein bißchen wie Schatzsuche. Da die Geocaches meist von ortskundigen Geocachern an ihren Lieblingsplätzen versteckt werden, gelangt man dadurch an Geheimtipps und braucht so gut wie kein Reiseführer mehr!).

Das Besondere an dieser Tour war, dass die Caches auf einer Insel in einem See versteckt waren, die nur per Handfähre erreichbar war. Wir mussten uns an einem Seil rüberziehen. Das hat Spaß gemacht!

Die Ferienwohnung für die 1. Urlaubswoche am Meer haben wir über Novasol gebucht. Sie bestand aus einem Häuschen mit Wohnküche, 2 Zimmern mit Einzelbetten, einem Bad und einem Häuschen mit unserem Schlafzimmer. Die Häuschen waren über eine Terrasse miteinander verbunden.
Von dieser Ferienwohnung aus haben wir einige Cachertouren in der näheren Umgebung gestartet, sind im Meer baden gegangen (auf der Halbinsel hat es 5 Badeplätze, einen sogar mit Sprungturm). Wir haben eine Kanutour auf dem Meer gestartet, was etwas schwierig war, da es etwas stürmisch war an dem Tag und es ziemlich viele Wellen hatte. Einen Ausflug nach Öland hatten wir als Programmpunkt. Dort gibt es ein schönes Naturreservat, mit uralten Bäumen, natürlich auch mit Geocaches. Um die Reisekasse nicht zu stark zu strapazieren, haben wir viel gegrillt, die Espressomaschine haben wir von zu Hause mitgebracht, so dass es Cappucchino auf unserer Terrasse gab. Eine Reittour musste natürlich auch sein. Ich durfte Oskar reiten, einen Isländerwallach, den ich vor einigen Jahren lieben gelernt hatte, als wir zum 1. Mal bei Mönsteras waren u. bei dem ich das Gefühl hatte, mit dem Pferd loszufliegen! Einfach traumhaft sein Renn-Pass - natürlich auch sein Tölt!

Nach einer tollen, noch recht warmen Woche mit wenig Regen ging es weiter nach Ölsremma, in der Nähe von Jonköping. Dort hatten wir für 2 Wochen ein Häuschen auf einer Waldlichtung, das für 8 Personen ausgelegt war. Das Häuschen hat uns sehr stark an Michels Kattult-Hof erinnert (Michel heißt in Schweden übrigens Emil). Der Schreibstisch im Wohnzimmer sah aus, wie der Schreibtisch, an dem Michels Mutter seine Streiche aufgeschrieben hat. Hier hatten wir einen eigenen Badesee mit Ruderboot, eine Sauna, Grillstelle am See, Fahrräder, die wir benutzen durften, einen offenen Kamin und Holz zur freien Verfügung, sowie einem Grill.
Zum nächstgelegenen Ort mit kleinem Supermarkt waren es ca. 7 km.

Das Tanken in Schweden gestaltete sich als schwierig, da es fast nur noch Automaten gibt, an denen man fast nur mit Kreditkarte bezahlen konnte, vereinzelt auch mit einer EC-Scheckkarte. Ich habe meine Kreditkarte durch Falscheingabe meiner Pinn-Nr. gleich mal deaktiviert. Das 1. Mal tanken bei Ölsremma hat uns eine 50 km Tour zur Tankstelle beschert ..
Bei Isaberg konnten wir Kanus und Kajaks ausleihen und über den See dümpeln (mit dem Kajak ist das gar nicht so einfach!). Bei einer Reittour habe ich eine Elchkuh mit Kälbchen gesehen, meinen ersten Elch seit wir nach Schweden fahren! Eine Draisinenfahrt stand natürlich auch auf dem Programm! Essen gehen beim Thailänder war auch etwas abenteuerlich, da die Speisekarte auf Schwedisch war. Durch Ableitung konnten wir dann Gerichte bestellen, Grönsaker heißt Gemüse, Anka Ente, Kyckling Hühnchen, Kött Fleisch, so reimt man sich das Gericht dann zusammen. Auf der Rückfahrt zur Fähre haben wir einen Jahrmarkt mit Flohmarkt besucht. Hier konnte an den Losbuden und an dem Glücksrad 2 kg Marabou-Schokolade u. Pralinen gewonnen werden, keine Kuscheltiere! Wir haben uns hier mit Blaubeermarmelade für zu Hause eingedeckt, da wir kaum mehr Blaubeeren gefunden haben, nur vereinzelt zum Naschen unterwegs
In Ölsremma war eine alte Getreidemühle in Betrieb, die wir besichtigt haben. Hier wurden auch Oldtimer ausgestellt. Am Wochenende fahren die Schweden gerne mit alten amerikanischen Straßenkreuzern spazieren, was unseren Jungs natürlich sehr gefallen hat.

Natürlich kam das Lesen auch nicht zu kurz, abends wurde gelesen, Siedler, Phase 10 oder Cosmic Encounter gespielt, ab und an mal ein Film geschaut - Sat-Fernsehen war in jeder Ferienwohnung. Stephen Kings "Der Anschlag" wurde etwas gruselig, ich weiß nicht, ob das an unserem Häuschen lag, das nachts oft knarzte und ächzte.. "Das Wesen" von Arno Strobel, "Goldmacher", "Die Tribute von Panem Teil 2 und 3", "Eifelzorn" von Elke Pistor, "Das Samstagshuhn" von Regina Mengel, "Der Heiler" haben uns nach Schweden begleitet. Rezis folgen!


Was kann man in Schweden sonst noch unternehmen? Pilze suchen, Beeren sammeln, die Seele baumeln lassen, an den unzähligen Badeseen baden gehen, Angeln, einen Outlet-Center besuchen (die schießen gerade wie Pilze aus dem Boden ..), einen Ausflug in die Schären machen, eine Elch- oder Biebersafari machen, Vimmerby besuchen, dort gibt es einen Lindgren-Park, in diesem waren wir bei einem anderen Urlaub in Schweden.  Es finden dort im Park an den verschiedenen Plätzen, z. b. Kattult oder in der Räuberburg von Hauptmann Matties Theaterstückchen statt (mein Mann behauptet, dass es insbesondere die Mütter sehr eilig hatten zur Räuberburg zu gelangen u. ihre Kinder mitgezerrt haben oder die Kinderwägen im Stechschritt dort hin geschoben haben). Uns hat es sehr gut gefallen, auch wenn die Stücke natürlich auf Schwedisch waren.Natürlich gibt es auch Freizeitparks oder einen Westernpark.

Da es sehr viele Stechmücken in diesem Jahr gab, war Anti-Brumm ein Muß. Wir haben festgestellt, dass diese Lotion auch noch nach Jahren wirkt (wir haben eine uralte Lotion dabei gehabt). Richtig widerlich sind die Elchfliegen, die aussehen wie größere Zecken oder Spinnen und sich richtig festkrallen. Die Experten streiten sich noch, ob die den Menschen stechen oder beißen, Tatsache ist jedoch, dass sie den Menschen anfliegen, sich festkrallen und ihre Flügel abwerfen, brrrr.






 1. Ferienwohnung

2. Ferienwohnung (glaubt ihr mir das?)







2. Ferienwohnung

Mittwoch, 5. September 2012

Rezension zu "Das Samstagshuhn oder wie kommt die Margerite in den Brautstrauß,von Regina Mengel, E-Book, Liebeskurzgeschichten



Titel: Das Samstagshuhn oder wie kommt die Margerite in den  
            Brautstrauß
Autorin: Regina Mengel
Dateigröße: 392 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 51 Seiten

Ebook
1,49 Euro

Kurzbeschreibung:
Das Samstagshuhn oder Wie kommt die Margerite in den Brautstrauß:

Lisa ist glücklich. In einer Woche wird sie endlich ihren David heiraten. Doch dann, während ihres Junggesellinnenabschieds, taucht ausgerechnet ihr Exfreund auf, der sie damals wegen eines Huhns verlassen hat ...

Willkommen in Sehnsucht. Entfalten Sie sich.:

An diesem Tag ist alles anders. Eigentlich konzentriert sich Emilia nur auf die Schule, doch heute kann sie ihren Blick nicht von diesem Gaukler lassen, der auf dem Domplatz seine Kunststücke vorführt. Eine mintgrüne Traumgeschichte ...

Dat Glück ist mit die Doofen:

Mark trifft seine Traumfrau und verliebt sich. Die rosarote Brille sitzt fest auf seiner Nase. Doch dann fahren sie gemeinsam in den Urlaub - eine Bewährungsprobe für jede Beziehung ...


Über die Autorin:

Regina Mengel erblickte 1966 pausbackig und fröhlich das Licht der Welt. Nach einer stinknormalen Kindheit im regenreichen Wuppertal zog sie aus das Glück zu finden. Über diverse Stationen im Bergischen Land landete sie schließlich in Köln. Zum Glück sind die Kölner Fremden gegenüber aufgeschlossen. Allerdings verschwieg Regina Mengel ihre berufliche Vergangenheit in Düsseldorf und ihre jahrelangen Karnevalserfahrungen in der von Kölnern so geliebten Landeshauptstadt. So erschwindelte sie sich schließlich ein Dauervisum und nun bekommen die Kölner sie nicht wieder los.
Jahrelang verdiente Regina Mengel ihr tägliches Brot als Wortjongleurin im Vertrieb. Doch Geschichten begleiteten schon immer ihr Leben und sie träumte davon, sich diesem Hobby einmal gänzlich zu widmen. Endlich im Jahr 2010 konnte sie sich diesen Traum verwirklichen. Von da an konzentrierte sie sich - dank großzügigem Ehegattensponsoring - nur noch auf die Schriftstellerei.
Das Schreiben jedoch schüttelt man nicht einfach aus dem Ärmel. Darum nahm Regina Mengel zunächst einmal an einem Schreibkurs bei Rainer Wekwerth teil. Daraus entstand ein Romankonzept, an dem sie nach Kursende weiter geschrieben hat. Das Ergebnis, ein Urban-Fantasy-Roman mit dem Titel "Wunden der Zeit - auf dem Rücken des Nordwinds", ist seit Mai 2011 als E-Book-Serial erhältlich.
Damit Regina Mengel das Schreiben im stillen Kämmerlein nicht gar zu einsam wurde, suchte sie sich einen Ausgleich, bei dem es ordentlich menscheln sollte. Eine ehrenamtliche Tätigkeit musste her. Seitdem gibt sie jugendlichen Flüchtlingen, die ohne Erziehungsberechtigte nach Deutschland gekommen sind, Nachhilfe in der Deutschen Sprache und hat natürlich auch ein offenes Ohr für deren Sorgen. Darüber hinaus wirkt sie sporadisch beim Ulla-Hahn-Haus in Monheim mit.
Neben der Veröffentlichung ihres ersten Romans hat Regina Mengel einige ihrer Texte in Anthologien, Literaturzeitschriften oder als Hörbuch veröffentlicht. Weitere Informationen, Leseproben sowie Spannendes über ihre laufenden Projekte gibt es zu entdecken auf ihrer Homepage unter:
www.wortentbrannt.jimdo.com

Eigene Meinung:
Diese 3 Kurzgeschichten rund um die Liebe sind spannend, fesselnd, frech, frisch, kurzweilig, amüsant und phantastisch - auf jeden Fall lesenswert. Regina Mengel schafft es, mit ihrer bildhaften, wortgewandten Sprache das Kopfkino des Lesers anzuregen. Für alle Leser, die freche, phantasievolle Geschichten mögen. Von mir bekommen diese Geschichten 5 Sterne (von 5 möglichen Sternen).

Rezension zu "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck, Blanvalet Verlag, Roman

Titel: Wie der Wind und das Meer Autorin: Lilli Beck Seitenzahl: (512 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 18.9.17) Isbn Nr. 13-978-3-...