Samstag, 27. Oktober 2012

Interview mit Fred Ink, Autor von "Strange Days" und "Das Grauen in den Bergen"



     Ich war von Fred Inks Gruselroman "Das Grauen in den Bergen" total begeistert, endlich mal wieder eine Geschichte, die mir Schauer über den Rücken jagte.  Natürlich wollte ich mehr über diesen Gruselgeschichten-Autoren erfahren. Ich habe ihn gefragt, ob er Lust auf ein Interview hätte, das hatte er, seht selbst:

    1. Wie kamst du zum Schreiben? 
     
    Ich schätze, angefangen hat es schon in der Schule. In der Mittelstufe war ich berühmt-berüchtigt für meine skurrilen Aufsätze. Danach habe ich lange Zeit nicht mehr viel in der Richtung gemacht; ab und an mal eine kleine Story oder ein angefangener Roman, es wurde jedoch nie etwas „Gescheites“ draus. So richtig angefangen habe ich erst dank meiner Freundin, die selbst schreibt und mich innerhalb kürzester Zeit wieder für dieses Hobby begeistern konnte. Dazu kamen einige Erlebnisse, die ich gerne verarbeiten wollte ... und mein Fantasy-Roman „Strange Days – Band 1“ stand in den Startlöchern.


    2. Warum schreibst du Gruselgeschichten im Stil von E. A. Poe und  Lovecraft?

     Ich schreibe generell nur Geschichten, die ich als Leser auch gerne vorgesetzt bekommen würde. Nun ist mein Geschmack ziemlich speziell und ich bin auch nicht leicht zufriedenzustellen. Aber Poe und Lovecraft schaffen das immer mit Leichtigkeit. Diese beiden Autoren haben in meinen Augen einige der besten Stories abgeliefert, die bis dato das Licht der Welt erblicken durften. Und sie haben die Welt der Literatur – natürlich speziell den Horror-Bereich – nachhaltig geprägt. Es war mir einfach ein Anliegen, ihnen etwas Respekt zu zollen, indem ich versuche, ihnen nachzueifern. Und ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass meine Novelle überall so gut ankommen würde – zu kauzig, zu altbacken für das breite Publikum erschien sie mir. Es ist klasse, dass die alten Meister noch längst nicht vergessen sind!

    3. Wie kamst du auf die Story?

    Ich wollte schon länger eine Geschichte über ein Haus schreiben, das seine Bewohner verspeist – allerdings mit guten, überraschenden Begründungen, ohne die üblichen Klischees.
    Die Idee ist nach und nach gewachsen, wurde durch den Boden einer Menge Biergläser betrachtet ... und irgendwann hatte ich den Plot im Kopf. Ich mache so etwas nicht bewusst; die besten Ideen habe ich, wenn ich eigentlich anderweitig beschäftigt bin (im Fall von „Das Grauen in den Bergen“ hätte ich eigentlich an meiner Diplomarbeit werkeln sollen).


    4. Wann schreibst du? Hast du einen bestimmten Tagesablauf?

    Am besten läuft es morgens nach dem Frühstück – oder nachts. Da beides aufgrund meines Jobs derzeit kaum möglich ist, bemühe ich mich, nachmittags nach Feierabend noch ein paar Seiten zu schaffen. Wirklich glücklich bin ich damit aber nicht.


    5 Was passiert, wenn man dich beim Schreiben stört?

    Dooooom!
    Nein, im Ernst: Das mag ich tatsächlich nicht besonders, weil es mich total aus der Welt herausreißt, die ich gerade zu erschaffen versuche. Ich brauche dazu Ruhe, muss abtauchen können. Wenn ich erst mal „draußen“ bin, ist es nicht so einfach, wieder in den Schreibfluss zu kommen. Aus diesem Grund schreibe ich auch meist bei totaler Stille. Wenn mich also jemand stört, sollte er besser einen guten Grund haben. ^^


    6. Welche/n Autorin/en würdest du gerne treffen und was würdest du sie/ihn fragen?

    Überraschung: H.P. Lovecraft! Und ich würde ihn fragen, was Danforth gesehen hat, als er die Spiegelung des verbotenen Berges jenseits der Hochebene von Leng sah. ;)
    Falls es jemand sein soll, der noch lebt: Dean Koontz. Ich würde wissen wollen, was zum Geier er immer mit diesen Golden Retrievern hat! Und was aus dem Buch der gezählten Leiden geworden ist, aus dem er früher so gern zitiert hat.

    7. Hattest du ein kurioses/witziges Erlebnis mit einem Fan oder bei einer Lesung?

    Ich weiß nicht, ob das als „kurios“ gilt. Aber ich wurde vor kurzem über meine Facebook-Autorenseite von einer Ägypterin angeschrieben, die wissen wollte, wie sie in ihrem Heimatland an meine Bücher käme. Das hat sich eingeprägt, denn es macht mich schon ein wenig stolz, dass man am Nil von mir gehört (bzw. –lesen) hat.

    8. Hast du einen Gruselfilmtipp für uns?

    „Die Neun Pforten“ von Roman Polanski. Und wenn’s nicht ausschließlich Grusel sein soll: „Sunshine“ von Danny Boyle. Beginnt als Sci-Fi-Drama und wandelt sich zum absoluten Albtraum. Toll besetzt, klasse gespielt, wundervoll bebildert und sogar der Soundtrack ist spitze. Ein total unterschätzter Film!

    9. Kannst du dir "Das Grauen in den Bergen" auch als Film vorstellen? Wer wäre dein Wunsch-Roderick?
        Und wer sollte die Regie führen?

    Hm, es wäre vermutlich nicht gerade einfach zu verfilmen (wegen der zahlreichen Tagebucheinträge), aber möglich wäre es sicherlich. Hätte ich die freie Auswahl, würde ich Christopher Nolan als Regisseur verpflichten – seine Filme sind meist so herrlich raffiniert. Und als Hauptdarsteller ... Johnny Depp hätte das sicherlich drauf, aber er wäre mir ein bisschen zu sehr Frauen-Magnet für die Rolle. Edward Norton könnte passen.

    10. Ein Buch zu schreiben in welchem Genre könntest du dir so gar nicht vorstellen?

    Liebes-Schnulze. Schaue ich mir nicht gerne an, lese ich nicht gerne, könnte ich ergo nicht schreiben.

    11. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

    Viel zu viel. Selbstverständlich lese ich eine Menge, außerdem versuche ich, regelmäßig Sport zu treiben. Ich kümmere mich um meine Aquarien und Bonsais, bemale Miniaturen, bin großer Brettspiel-Fan, möchte bald endlich wieder Motorrad fahren, hege seit neuestem eine große Leidenschaft für schottischen Whisky, gehe gern auf Rockkonzerte und –Festivals ... und am allerliebsten verbringe ich Zeit mit meiner wundervollen Freundin. Wenn dann noch ein paar Minuten übrig sind, gehe ich Zocken.

    12.. Welches Buch liest du gerade?

    „Cult – Spiel der Toten“ von Preston & Child
     
    13. Verrätst du uns etwas über dein aktuelles Projekt?

    Es wird ein schnörkelloser, rauer Thriller über einen ehemaligen Boxer, dessen Frau entführt wurde. Die Kidnapper stellen vollkommen abstruse Forderungen, und um die zu erfüllen, muss sich der Protagonist seiner düsteren Vergangenheit stellen ...
    Mehr sage ich (noch) nicht! ;)

     14. Wie kann man dich erreichen?

    Auf meiner Homepage gibt es ein Kontaktformular:
    http://www.fred-ink.jimdo.com
    Außerdem kann man natürlich meine Facebook-Seite „liken“, wie das so schön auf Neudeutsch heißt, und mir dort eine Nachricht hinterlassen:
    http://www.facebook.com/fredink

    Vielen Dank, lieber Fred, dich zu interviewen hat richtig Spaß gemacht.  Da ich auch schottischen Whisky mag, treffen wir uns das nächste Mal dann zum Interview bei einem guten Gläschen.

    Aktuell gibt es "Das Grauen in den Bergen"  von Fred Ink oder C. M. Singers "...Und der Preis ist dein Leben" zu gewinnen und zwar hier: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=423638481019192&set=a.224511000931942.51019.224503820932660&type=1&theater
     
    Schnell mitmachen, ich kann euch beide Bücher empfehlen, eine Rezension zu den Büchern findet ihr auf meinem Blog.

    1 Kommentar:

    Rezension zu "Ein angesehener Mann" von Abir Mukher Jee, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, historischer Kriminalroman

    T itel: Ein angesehener Mann Autor: Abir Mukher Jee Übersetzt von: Jens Plassmann Seitenzahl: 512 Seiten ( TB, 10.7.17) ISBN N...