Mittwoch, 14. November 2012

Rezension zu "Der Gefangene des Himmels" von Carlos Ruiz Zafón,S. Fischer Verlag

Titel: Der Gefangene des Himmels
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Isbn Nr. 978-3-100954022
Seitenzahl: 416 Seiten
Verlag: S. Fischer Verlag
Preis: 22,99 Euro


Klappentext: 
"Barcelona. Weihnachten 1957. Ein Fremder betritt die Buchhandlung Sempere und Söhne. Er ersteht das teuerste Buch im Laden eine Ausgabe des Grafen von Monte Christo, und widmet sie Fermin, über den er mehr zu wissen scheint, als gut ist. Für Fermin und Daniel Sempere, den Helden aus "Der Schatten des Windes", ist es der Auftakt einer dramatischen Gesichte von Verfolgung und Heimsuchung, die sie an schmerzliche Punkte der Vergangenheit führen und ihr ganzes Glück bedrohen wird. Fermin muss sich seiner dunkelsten Zeit stellen und ein anderer werden, um schließlich ganz er selbst zu sein. Mit erzählerischen Furor, seinem Humor und seiner ganzen Kunst führt Carlos Ruiz Zafón im dritten Roman die Fäden seines Werkes über Barcelona zusammen"


Über den Autor:
Carlos Ruiz Zafón begeisterte mit "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" bereits ein Millionenpublikum auf der ganzen Welt. "Der Gefangene des Himmel" ist der dritte Roman in der großen Barcelona-Trilogie um den Friedhof der Vergessenen Bücher. Auch "Marina", der Roman, den er kurz vor den großen Barcelona-Romanen schuf, stand wochenlang auf der "Spiegel"-Bestseller-Liste. Seine ersten Erfolge feierte Carlos Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen "Der dunkle Wächter", "Der Fürst des Nebels" und "Mitternachtspalast", die bei Fischer FJB erschienen sind.

Eigene Meinung:

Dieser grandios erzählte Roman entführt den Leser in das alte Barcelona und lässt ihn zusammen mit alten Bekannten aus den beiden Büchern der Barcelona-Trilogie "Der Schatten des Windes" und "Das Spiel des Engels" , Daniel Sempere und Fermin,  geheimnisvolle Abenteuer erleben.

Diesmal spielt Fermin die Hauptrolle. Wir erfahren in "der Gefangene des Himmels" Fermins Geschichte. Wie ein Sog werden wir in die Geschichte hineingezogen und fiebern mit, ob es Fermin schaffen wird, seinen grausamen Gegenspielern zu entkommen und ob er sein Glück finden wird.

Carlos Ruiz Zafóns Erzählstil ist einzigartig. humorvoll, spannend, atmosphärisch und etwas unheimlich.

Zafón hat großartige Figuren geschaffen. Der wortgewandte, schlagfertige uns sehr sympatische Fermin ist eine starke Figur, die wir neben Daniel Sempere bereits "Im Schatten des Windes" lieb gewonnen haben. Hier erfahren wir mehr über ihn, insbesondere, wie er den Autoren David Martin kennengelernt hat. Auch die Gegenspieler, wie den Gefängnisdirektor Mauricio Valls, sind starke Figuren. Valls ist so abgrundtief böse, geldgierig und machthungrig, das man meinen könnte,  er wäre ein Dämon in Menschengestalt. Der Leser hofft darauf, dass diesem Dämonen Einhalt geboten wird.

Natürlich spielen Bücher und der Friedhof der vergessenen Bücher in dieser Geschichte wieder eine besondere Rolle.

Das Ende des Romans ist bereits der Beginn einer neuen Geschichte, diesmal wird wohl Daniel mehr über seine Mutter und ihrer Verbindung zu dem Autoren David Martin  erfahren.

5/5 Sterne für diese großartige, wortgewaltige, spannende und geheimnisvolle Geschichte, die uns in das alte, teilweise sehr dunkle Spanien entführt. Fast unerträglich ist es, dass wir nun auf wohl etwas auf die neue Geschichte warten müssen ..

Die Bücher kann man zwar unabhängig voneinander lesen, ich würde trotzdem empfehlen mit "Der Schatten des Windes" anzufangen (gibt es jetzt übrigens als Taschenbuch):

Ich gestehe, ich bin Zafón-Fan, auch diese großartig erzählte Geschichte hat mich nicht enttäuscht.  Ihr ahnt sicher,  woher mein Blog seinen Namen hat?

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