Dienstag, 6. November 2012

Rezension zu "Noir" von Jenny-Mai Nuyen, Rowohlt-Polaris-Verlag, Fantasy

Titel: Noir
Autorin: Jenny-Mai Nuyen
Isbn Nr.  978-3862520282
Seitenzahl: 384 Seiten

Verlag:http://www.rowohlt.de/verlag/rowohlt-polaris
Preis: 14,95 Euro






Klappentext:

  
"Nino Sorokin ist dabei, als der Unfall geschieht. Seine Eltern sterben, ihm bleibt eine besondere Gabe: Er sieht den Tod eines jeden ­Menschen voraus. Auch den eigenen. Von nun an ist er besessen von der Frage, wie man das Schicksal überlisten kann. Er weiß, er wird nur 24 Jahre alt – und sein Geburtstag rückt immer näher. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ninos Suche führt ihn zu einem geheimen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln. Und er begeht den größten Frevel, den der Zirkel kennt: Er verliebt sich in eine der Seelenlosen. In die geheimnisvolle Noir, die bereits auf der Schwelle zum Jenseits steht ..."

Über die Autorin:

Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren.
Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, mit zehn folgte das erste Drehbuch, mit dreizehn ihr erster Roman. Seit ihrem literarischen Debüt „Nijura – das Erbe der Elfenkrone“ gilt sie als eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre.
Nach einem abgebrochenen Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin und widmet sich ganz dem Schreiben.

 
Eigene Meinung:

Nino Sorokin verliert während eines Verkehrsunfalls seine Eltern. Seit diesem Ereignis sieht er den Tod eines jeden Menschen voraus. Er weiß, dass er mit 24 sterben wird, aber nicht wie. Er will sein Schicksal überlisten, daher versucht er mittels einer geheimnisvollen Droge Styxx und über Gläserrücken seine Fragen an die Geisterwelt zu stellen. Er gerät über diese Droge an einen Zirkel von Mentoren, die Seelen sammeln und sehr interessiert an seiner sind. Er verliebt sich in die geheimnisvolle Noir und die Ereignisse überstürzen sich.

Die Geschichte ist aus der Sicht von Nino geschrieben, der verzweifelt versucht, nicht sterben zu müssen. Einzelne Kapitel sind in der Gegenwart geschrieben, die Zeit, die er mit Noir erlebt. Der Rest der Geschichte ist in der Vergangenheit erzählt. Der Roman ist toll erzählt, sehr wortgewaltig, sehr philosophisch und sehr atmosphärisch. Leben, Tod und die Liebe diese zentralen Themen, stehen hier im Vordergrund. Die Spannung hält sich allerdings in Grenzen, trotzdem ist die Geschichte fesselnd. Gegen Ende wird die Spannung doch noch etwas aufgebaut, der Schluß ist jedoch sehr überraschend und offen.

Das Buch ist sicherlich nicht für die Leserschaft üblicher Fantasyromane gedacht. Wer jedoch wortgewaltige, philosophische Romane über zentrale Themen, die zum Nachdenken anregen, mag, kann dieses Buch beruhigt lesen, er wird nicht enttäuscht sein.

4/5 Sterne für diesen etwas anderen Fantasy-Roman auf sprachlich sehr hohem Niveau.

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