Mittwoch, 12. Dezember 2012

Rezension zu "Die Plantage" von Catherine Tarley, DTV Verlag

Titel: Die Plantage
Autorin: Catherine Tarley
Isbn Nr. 13-978-342324930
Seitenzahl: 880 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1.12.2012)
Preis: 16,90 Euro


Klappentext:

"South Carolina, 1781. Die junge Witwe Antonia Lorimer ist auf ihre vom Krieg zerstörte Plantage Legacy am Plain River zurückgekehrt. Eines Nachts findet sie in den leeren Stallungen einen schwerverwundeten britischen Soldaten, der sich mit letzter Kraft hierhergeflüchtet hat. Obwohl sie sich in höchster Gefahr bringt, wenn sie einem Feind Hilfe gewährt, beschließt sie, ihn gesund zu pflegen. Immer mehr lässt sie sich in den Bann dieses außergewöhnlichen Mannes ziehen und ahnt nicht, welch fatale Begebenheit sie miteinander verbindet."

Über die Autorin:

Catherine Tarley, geboren 1957, arbeitete nach ihrem Studium als Dramaturgin für einen US-amerikanischen Filmproduzenten. Im Jahr2001 kam sie als Produkmanagerin zu einem süddeutschen Buchverlag. Sie lebt mit ihrer Familie in München. "Die Plantage" ist ihr erster Roman.

Eigene Meinung: 

Dieser spannende Südstaatenroman spielt in der Zeit des Unabhängigkeitskrieges.  Antonia, die junge Witwe von Henry Lorimer, verliebt sich in den verwundeten Engländer Wiliam und pflegt den schwerverletzten, der Folterspuren aufweist, zusammen mit der Indianerin Vier Federn. Die Indianerin sieht in William eine alte indianische Legende verwirklicht. William hilft Antonia die zerstörte Plantage wieder aufzubauen, dabei haben sie einige Gegner, wie z. B. Antonias Schwager, der früher in Antonia verliebt war Antonia ist eine Freidenkerin, die freigelassene Sklaven beschäftigt, was den anderen Plantagenbesitzern nicht gefällt. Wiliam Marshall hat mit einem Kriegserlebnis zu kämpfen und muss zwischen seiner Liebe zu Antonia und seinem Wunsch nach England zurückzukehren, wählen ...

Ein großartiger Südstaatenroman mit Intrigen, mysteriösen Morden, großer Liebe, Zurückweisung, Rache, falschen Anschuldigungen und treue Freundschaft.

Der Roman ist flüssig und bildgewaltig erzählt. Dadurch können wir uns das Leben der Menschen zu dieser Zeit sehr gut vorstellen.  Die Charaktere sind sehr spannend und haben oft zwei Seiten, die die Autorin uns glaubhaft vermittelt.Die schöne Antonia wird hier mehr zur Randfigur, um die verschiedene Gentlemen werben. Insbesondere die Charaktere Roscoe und Reed sind sehr interessante, vielschichtige Persönlichkeiten. Wiliam macht im Laufe der Handlung eine persönliche Entwicklung durch.

Die Geschichte ist unterteilt in 11 verschiedene Teile, die uns die Sichtweise der verschiedenen Hauptpersonen und deren Geschichte wiedergeben. Wir tauchen ab in die Vergangenheit einzelner Personen, nehmen Anteil an deren persönlicher Geschichte und beobachten, wie die Hauptpersonen im letzten Teil noch einmal zusammentreffen. Die Geschichte hat Elemente von einem Thriller, von einem historischen Roman und von einem Liebesroman.

Am Schluss des Buches finden wir eine Landkarte und einen Anhang. 

5/5 Sterne für diesen großartigen Roman, der mir mit seinem 860 Seiten viele spannende Lesestunden bereitet hat. Absolute Leseempfehlung!

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