Sonntag, 29. Januar 2012

Rezension zu "Angst" von Robert Harris

Titel: Angst
Autor: Robert Harris
Isbn Nr. 978-3-453-26704-6
Seitenzahl: 382
Heyne Verlag







Klappentext: 
Zusammen mit seinem Partner, einem Investmentbanker, hat der geniale Alex Hoffmann eine revolutionäre Form des automatisierten Aktienhandels entwickelt. Künstliche Intelligenz und das Sammeln von Angstparametern im globalen Internet werden in einer hochgeheimen Software verknüpft, die mit geradezu unheimlicher Präzision die Bewegungen der Finanzmärkte vorausberechnen kann. Sein Hedgefond mit Sitz in Genf macht Milliarden. Eines Nachts überwindet ein geheimnisvoller Einbrecher die ausgeklügelten Sicherheitsanlagen seines Domizils am Genfer See und reißt ihn und seine Frau aus dem Schlaf. Damit beginnt ein Albtraum voller Paranoia und Gewalt. In dessen Verlauf Hoffmann mit wachsender Verzweiflung versucht, demjenigen auf die Spur zu kommen, der sein Leben zerstören will. Seine Nachforschungen konfrontieren ihn mit den elementarsten Fragen nach dem Wesen des Menschen. Am Ende jenes Tages wird Hoffmanns Welt - unsere Welt - für immer eine andere sein.

Über den Autor:

Robert Harris wurde 1957 in Nottingham geboren und studierte in Cambridge. Er war Reporter bei der BBC und Redakteur bei großen Tageszeitungen. 2003 wurde er als bester Kolumnist mit dem "British Press Award" ausgezeichnet. Er schrieb mehrere Sachbücher, und seine Romane Vaterland, Enigma, Aurora, Pompeji, Imperium, Ghost und zuletzt Titan wurden allesamt internationale Bestseller. Seine Zusammenarbeit mit Roman Polanski bei der Verfilmung von Ghost (als The Gostwriter) brachte ihm den französischen César und den Europäischen Filmpreis für das beste Drehbuch ein. Robert Harris lebt mit seiner Familie in Berkshire.

Eigene Meinung:
Dem Klappentext nach zu urteilen, könnte es sich um einen hochspannenden, aktuellen Thriller handeln. Dem ist leider nicht so! Spannend und temporeich wird dieser Thriller leider erst im letzten Drittel. Auch hätte ich mehr Hintergrundinfo über das Börsengeschäft, Hedgefonds, etc. erwartet. Das Ende des Thrillers ist vorhersehbar.

Es geht nur um Alex Hoffmann. Dieser superreiche Physiker hat einen Algorithmus kreiert, der ihm und seinen Investoren Milliarden beschert hat (er weiß nicht einmal, wieviele Milliarden er besitzt). Als er in seiner schwer bewachten Villa in Genf überfallen wird, gerät seine Welt aus den Fugen. Er fühlt sich verfolgt, allerdings führen alle Ermittlungen der Polizei zu ihm als Täter, so dass er selbst zu ermitteln beginnt, wer ihn und seine Welt bedroht. Die Figur Alex ist mir nicht sehr sympathisch, ein Physiker, der in seiner eigenen Welt lebt. Er ist nicht sehr sozialkompetent. Geld, Macht und Menschen sind ihm nicht wichtig, nur seine Computer zählen. Sogar seiner Frau ist er ein Rätsel. Während sich die Handlung weiterentwickelt, wird die Vergangenheit von Alex vom ermittelnden Polizeibeamten aufgerollt. Wir erfahren, wie er seine Frau und seinen Partner kennengelernt hat.

Ich vergebe 3/5 Sterne für diesen mittelmäßigen Thriller.

Sonntag, 22. Januar 2012

Mein Buchtipp: Die Entdeckung des Hugo Cabret

http://www.amazon.de/Entdeckung-Hugo-Cabret-Brian-Selznick/dp/3570221180/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1327234676&sr=8-1


Dieses außergewöhnliche Jugendbuch mit vielen tollen Zeichnungen habe ich mir in Schottland während unseres 3 wöchigen Urlaubs in Findhorn in einem Spielzeugmuseum gekauft. Der Betreiber des Museums hat mir das Buch signiert. Er hat bei dem Film, der im Februar ins Kino kommt, mitgewirkt. Diesen Film werde ich mir auf jeden Fall ansehen!

Rezension zu "Feurgott" von Peter Hellinger

Titel: Feuergott
Autor: Peter Hellinger
Isbn Nr. 978-39813059-2-0
152 Seiten

art and words Verlag für Kunst und Literatur


Klappentext:

"Bakun!" schrien die Menschen im Rhythmus der Trommel, "Bakun!" schie auch Toralf, der inmitten des leuchtenden Dampfes stand und mit dem Zeremonienmeister die Luft zerteilte. Er glaubte eine Bewegung jenseits der Schwaden zu erkennen, eine große Gestalt ganz in Silber. Schwankend stolperte das Wesen aus dem Dampf direkt auf ihn zu. Bakun, der Feuergott, war in die Welt zurückgekehrt."

In seinen Kurzgeschichten erzählt der Autor von seltsamen Menschen wie dem Jungen, der keine Angst mehr hatte, Lotte und dem Mirabellenbaum, dem Mann, der im Spiegel verschwand oder dem Maler Gotthard Nerius, dessen Bilder an Realismus nicht zu überbieten waren.

Von Vergnüglich bis Nachdenklich: Unterhaltung auf höchstem Niveau!

Über den Autor:

Peter R. Hellinger, geboren 1961, lebt und arbeitet als Schriftsteller und unabhängiger Verleger in Nürnberg. Nach der Ausbildung zum Planungstechniker war er in verschiedenen Planungsbüros zunächst im Krankenhausbau, dann im Industriebau sowie viele Jahre im Kraftwerksbau tätig. Er schreibt seit 2000 Lyrik, Kurzgeschichten und Erzählungen und hat verschiedene Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften. 2006 gründete er zusammen mit Autoren aus dem Raum Nürnberg die Autorengruppe die Schreiberlinge. 2008 hob er den Verlag art and words aus der Taufe. Im August veröffentlichte er den Lyrikband Wolfswege.


Eigene Meinung: 

Peter Hellinger bietet mit seinen 36 Kurzgeschichten wahrlich Unterhaltung auf höchstem Niveau! Seine Geschichten sind spannend, mystisch, märchenhaft, gruselig, humorvoll, nachdenklich und traurig.

Obwohl die Geschichten oft nur über 2 Seiten gehen, geben sie dem Leser einen Einblick in das Geschehen und lassen ihn mitunter auch etwas verstört zurück. Oft greift der Autor in seinen Geschichten menschliche Ängste, aktuelle Themen auf, in anderen Geschichten treffen Personen auf seltsame Wesen. Manche seiner Geschichten würde ich zu den phantastischen Geschichten zählen.

Ich denke, dass jeder Leser die ein oder andere Lieblingsgeschichte in dieser außergewöhnlichen Kurzgeschichtensammlung finden wird und benote mit 5/5 Sternen!


Freitag, 20. Januar 2012

Rezension zu "Schattenhaut" von Nané Lénard

Titel: Schattenhaut
Autorin: Nané Lénard
Isbn Nr. 978-3-8271-9403-9
346 Seiten
erschienen bei ww.niemeyer-buch.de


Klappentext: 

Als Pfarrer Josef Fraas am Weserufer in Rinteln angespült wird, ahnt noch niemand, warum er sterben musste. Dass sein Körper nicht mehr ganz vollständig ist, gibt Kommissar Wolf Hetzer ein weiteres Rätsel auf.

Doch noch bevor Hetzer sich auf diesen Fall konzentrieren kann, verschwindet der stadtbekannte Politiker Benno Kuhlmann spurlos. Ein mysteriöser Täter spinnt seine Fäden unerkannt im Hintergrund. Und während ihm die Ermittler vom Weserbergland bis weit ins Schaumburger Land verfolgen, hat Heizer das Gefühl, den Schatten des Mörders immer dichter zu spüren.

Ein spannendes Duell beginnt, dessen Ausgang niemand vorhersehen kann, denn die Gegner sind einander ebenbürtig ..

Über die Autorin:

Nané Lénhard alias Nicolé-Annette Leonhard wurde 1965 in Bückeburg geboren und ist Mutter von 2 erwachsenen Kindern. Nach dem Abitur und einer Ausbildung im medizinischen Bereich, studierte sie später Rechts- und Sozialwissenschaften, sowie Neue Deutsche Literaturwissenschaften. Von 1998 an war sie als freie Journalistin für die regionale Presse tätig. Seit 2009 arbeitet sie im Bereich Marketing und Redaktion bei einem Finanzdienstleistungsunternehmen.

Von ihr wurden bereits mehrere Gedichte und Kurzgeschichten sowie gemeinsam mit Claudio di Facero im Ensemblé "Zweins" die Hörbücher "Gleisgesänge", "Erotic Art", die "Fürstenblutreihe" und zwei Kurzfilme auf YouTube veröffentlicht. Beim Literaturwettbewerb von Niedersachsen und Bremen 2010 belegte sie mit "Helmut" den 2. Platz. Platz 3 und 10 erlangte sie beim Wettbewerb "Bückeburg mordet".  Als Zweins" wurde dem Duo mit "Gesicht zeigen" ein Hörspiel-Preis auf der Leipziger Buchmesse verliehen.

Nach "Schattenhaut" erschien ihr Krimi "Schattenwolf" und ein dritter Krimi "Schattengift" ist fast fertig!

Mehr über die Autorin: www.prosa-lyrik.de

Eigene Meinung:

Ein sehr spannender, flüssig geschriebener Regionalkrimi mit witzigen Dialogen der Ermittler Wolf Hetzer und Peter Kruse. Die Hauptfigur, Wolf Hetzer,  ist ein sympathischer, tierlieber Kommissar, der sehr gerne kocht und mit seinen Tieren, der Hündin Gaga, dem Erpel Emil und den beiden Katzenbrüder, in einer alten Kate lebt. Seine Nachbarin Moni kümmert sich um den allein lebenden Kommissar, der gerne abends an seinem Kaminofen sitzt. Er ist noch nicht lange in Todenmann, als er mit dem Mord an dem alten Pfarrer konfrontiert wird und kurz darauf mit der Entführung des Politikers.
Die Gerichtsmedizinerin Mica und Wolf liefern sich in diesem kurzweiligen Krimi intelligente Wortduelle. Mica ist gerne sarkastisch und Wolf steht ihr da in nichts nach.

Die Ermittler tappen im Dunkeln, es gibt keine Spuren, die auf den Mörder und auf den Entführer schließen lassen. Allerdings findet Wolf kleine Geschenke, die mit den Fällen zu tun haben und die immer näher rücken ... Er träumt von den Fällen und hat Vorahnungen.

Die einzelnen Kapitel geben die Ermittlungen, die Sicht der Opfer und Rückblicke  in die Kindheit und Jugend eines Mädchens namens Susi wieder. Was es mit diesen Rückblenden auf sich hat, ergibt sich im Laufe der Geschichte.

Der Schluß regt zum Nachdenken an über Themen wie Rache, Schuld, Isolation, Einsamkeit und Außenseiterdasein.

Ich bin gespannt auf Schattenwolf und Schattengift!

Ich gebe diesem Regionalkrimi, den man sicherlich auch als Thriller bezeichnen könnte, verdiente 5/5 Sternen!

Montag, 16. Januar 2012

Rezension zu "Der Augensammler" von Sebastian Fitzek

Titel: Der Augensammler
Autor: Sebastian Fitzek
Isbn Nr. 978-3-426-19851-3
Droemer Knaur Verlag
442 Seiten (Achtung fängt mit dem Epilog an, dann komm das letzte Kapitel, das ist kein Fehldruck, das ist Fitzek!)




Klappentext:
Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist sirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge.
Bislang hat der Augensammler keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt ..
Während die Polizei Alina misstraut, sieht der Enthüllungsjournalist Alexander Zorbach seine letzte Chance. Selbst ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten, hofft er nun ausgerechnet mit der Visionen einer Blinden seine Unschuld zu beweisen. Visionen, die allerdings seltsame Fehler enthalten ...

Über den Autor:
Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Nach seinen Bestsellererfolgen "Die Therapie", "Amokspiel", "Das Kind", "Der Seelenbrecher" und "Splitter" ist er unbestritten der deutsche Star des Psychothrillers. Seine Bücher werden in über zwanzig Sprachen übersetzt, undals einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Mehr Info über den Autor findet ihr unter: www.sebastianfitzek.de.

Eigene Meinung:

Dieses Buch hatte ich an 2 Abenden durch (ich habe sogar den Tatort, der normalerweise Pflichtprogramm ist, flöten lassen!). Zuerst hat mich das Buch jedoch verwirrt, es beginnt mit dem Epilog, dann kommt das letzte Kapitel und schreitet dann zum 1. Kapitel bis zum Schluß dann die 1. Seite kommt. Zuerst habe ich gedacht, das wäre ein Fehldruck. Habe dann bei Amazon nachgeschaut, da waren alle Bücher so gedruckt.Das ist eben Fitzek! In den einzelnen Kapiteln werden die Perspektiven und der Erzählstil teilweise gewechselt. Nur Alexander Zorbach erzählt in der Ich-Perspektive. Weiterhin sehen wir die Handlung aus der Sicht von Frank Lehmann, dem Volontär, Tobias Traunstein, dem Opfer oder von Philip Stoya, dem Leiter der Mordkommission.

Fitzek schreibt sehr spannend, bildgewaltig und flüssig. Ab und zu bringt er einen Schuss schwarzen Humor mit ins Spiel und eine Brise Sarkasmus, das gefällt mir einfach an Fitzek. Im Augensammler wird der Junge aus "das Kind" erwähnt und der Psychiater aus "der Seelenbrecher".

Die Handlung hat viele Wendungen, teilweise deutet Fitzek an, was später geschehen wird, was noch mehr Spannung erzeugt. Das Ende ist mehr als überraschend, mehr verrate ich dazu nicht.

Da ich "das Kind" erst vor Kurzem gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass die Handlung dort ähnlich ist, auch dort ermittelt eine Privatperson, ein Rechtsanwalt, der sehr schnell zum Hauptverdächtigen wird und so gezwungen ist, heimlich weiterzuermitteln. Bei Alexander Zorbach, dem Polizeireporter im Augensammler,  ist es auch so.

Alexander Zorbach ist Polizeireporter. Er war Polizist, hat durch ein Trauma seinen Beruf aufgegeben, sein Privatleben ist chaotisch, er lässt sich gerade scheiden. Zorbach hat einen Sohn. Durch sein Trauma und dadurch, dass sein Beruf Vorrang vor seiner Familie hatte und noch hat, kam es zur Trennung. Zorbach ist eine sympathische, nicht so einfache Figur mit menschlichen Schwächen. 

Die blinde, sehr selbstbewußte Pysiotherapeutin Alina Gregoriev hat mir hier auch sehr gut gefallen. Sie ist ist sehr geheimnisvoll und mysteriös, hat Visionen unter bestimmten Bedingungen, auch diese Figur ist sehr gut beschrieben. Zusammen mit Alexander Zorbach gerät sie in dieses Abenteuer. Beide haben die Unterstützung von TomTom, dem Blindenhund und dem treuen Volontär Andreas Lehmann.

Ich werde mich jetzt wohl in eine "Therapie" stürzen - natürlich bei Fitzek und vergebe für diesen kurzweiligen Thriller 5/5 Sterne!

Freitag, 13. Januar 2012

Rezension zu "Ewig dein" von Daniel Glattauer

Titel: Ewig dein


Autor: Daniel Glattauer


Isbn-Nr. 978-3-552-06181-1

Seitenzahl: 206 Seiten

Deuticke Verlag








Klappentext: 
Im Supermarkt lernt Judith, Mitte 30 und Single, Hannes kennen, der ihr im Gedränge auf die Ferse steigt. Kurz darauf taucht er in dem edlen kleinen Lampengeschäft auf, das Judith, unterstützt von ihrem Lehrmädchen Bianca, führt.
Hannes, Architekt, ledig und in den besten Jahren, ist nicht nur der Traum aller Schwiegermütter - auch Judiths Freundeskreis ist restlos begeistert. Anfangs genießt es Judith von diesem zielstrebigen Mann, der nur sie im Kopf zu haben scheint, auf einen Thron gehoben zu werden.
Aber nach und nach empfindet sie seine ständigen Liebesbeweise als belastend, seine intensive Zuwendung als erdrückend. Sie fühlt sich von ihm ins Eck gedrängt, eingesperrt und kontrolliert. All ihre Versuche, ihn wieder aus ihrem Leben zu kriegen, scheitern; er verfolgt sie bis in ihre Träume, und wenn sie aufwacht, wartet er schon wieder auf sie, um ihr Gutes zu tun.

Über den Autor:
Daniel Glattauer, geb. 1960 in Wien schrieb u. a. folgende Bücher: Die Ameisenzählung, Darum, Die Vögel brüllen, Der Weihnachtshund, Theo, Mama, jetzt nicht! Mit seinen Romanen Gut gegen Nordwind und alle Sieben Wellen schrieb er zwei Bestseller, die auf der ganzen Welt gelesen werden. Wer mehr von Daniel Glattauer erfahren möchte, er hat auch eine Webseite: www.daniel-glattauer.de

Eigene Meinung: 
Ich hatte noch kein Buch von Daniel Glattauer gelesen.
Seinen Schreibstil fand ich flüssig, teilweise mit einer Brise Humor gewürzt uns sehr spannend. Die einzelnen Kapitel hat er in Phase 1 - 15 eingeteilt. Das Buch ist aus einer distanzierten Sicht geschrieben, allerdings ist es immer Judith`s Perspektive.

Die Hauptpersonen Judith und Hannes sind gut beschrieben, wobei wir von Hannes nicht so viel erfahren, vor allem nichts von seinen früheren Beziehungen, er bleibt bis kurz vor Ende der Geschichte recht geheimnisvoll. Die Figur des Lehrmädchens Bianca mit ihren coolen Sprüchen  und wie sie ihre Chefin unterstützt, hat mir auch sehr gut gefallen.
Judith lernt Hannes im Supermarkt kennen. Sie treffen sich öfter, es bahnt sich eine Beziehung an. Hannes ist ihren Freunden und ihrer Familie sehr sympathisch, er versteht es, bei allen Bekannten von Judith gut anzukommen und hinter ihrem Rücken Kontakte zu ihrer Familie und ihren Bekannten zu knüpfen. Er überrascht Judith ständig mit Liebesbezeugungen, mag jeden Tag mit ihr verbringen, er reagiert etwas seltsam, wenn sie einen Tag ohne ihn verbringen möchte oder sich mit ihrem Ex-Freund unterhält. Als sie mit ihm Schluss macht, nimmt er das zuerst gar nicht wahr, verbündet sich dann mit ihren Freunden und ihrer Familie. Für Judith beginnt ein Alptraum .. Mehr verrate ich euch nicht!

Ich konnte Judith so richtig nachfühlen, wie bedrängend Daniel`s Liebe für sie wurde, wie  ihre Familie und ihre Freunden wurde so gar nicht nachvollziehen konnten, dass Judith diesen tollen Mann gar nicht lieben möchte.

Das Buch hat mich überzeugt, ich gebe 5/5 Sternen und bedanke mich bei Vorablesen für diesen Lesespaß!

Sonntag, 8. Januar 2012

Rezension zu "Revenge" von Preston und Child

Titel: Revenge Eiskalte Täuschung

Autoren: Douglas Preston und Lincoln Child

Isbn-Nr. 978-3-426-19899-5

467 Seiten

Genre: Thriller

2. Teil einer Trilogie

erschienen bei Droemer 

Klappentext: 

Ein erschütterndes Geheimnis bringt die Welt von Special Agent Pendergast ins Wanken - und ihn in tödliche Gefahr!

Wer ist die unbekannte Tote, die in Helen`s Grab gefunden wurde? Und warum ist die Geburtsurkunde seiner Frau verschwunden? Wohl oder übel muss Aloysius Pendergast noch tiefer in die Geschichte Helens eindringen von der er inzwischen ahnt, dass sie ihn niemals geliebt hat - und tatsächlich findet er Erstaunliches über sie und eine geheimnisvolle Organisation heraus, die bereit ist, alles zu tun, um ihre Spuren zu verwischen. Um Pendergast in die Knie zu zwingen, ist ihnen jedes Mittel recht - und zum 1. Mal könnte der sonst so kühl kalkulierende Ermittler die Kontrolle verlieren ...

Über den Autor:

Douglas Preston arbeitete am Naturhistorischen Museum in New York und verfasste Sachbücher. So lernte er den Lektor Lincoln Child kennen. Gemeinsam schrieben sie 1995 den Wissenschaftsthriller RELIC, der ein internationaler Bestseller wurde und die Figur des ebenso kauzigen wie charismatischen Special Agent Aloysius Pendergast berühmt machte. Relic wurde auch verfilmt. Mehr Infos gibt es unter:: www.preston-child.de

Eigene Meinung


Pendergast ermittelt in Revenge privat. Er möchte den mysteriösen Tod seiner Frau Helen aufklären, die angeblich leben soll! Sein Schwager Judson Esterhazy versucht Pendergast auszuschalten und eine skrupellose, mysteriöse Organisation möchte auch erfahren, was Pendergast alles über sie weiß.

Dieses Abenteuer von Pendergast ist flüssig geschrieben, sehr spannend, tempo- und actionreich. Der reiche, extravagante Special Agent Pendergast ist auch in diesem Buch wieder unnahbar, kühl, einfallsreich und kann gegen viele Gegner gleichzeitig kämpfen, er ist fast übermenschlich stark.

Wir lernen Constance kennen, die Tante von Pendergast, eine verurteilte Kindsmörderin, die sich einbildet, 1870 geboren worden zu sein. Sie lebt in einem Sanatorium, betreut von Ärzten, da sie vom Gericht als unzurechnungsfähig eingestuft wurde. Pendergast ist ihr Vormund. Einige Fragen zu Constance bleiben offen.

Bereits am Anfang gerät Pendergast in eine Falle und ist scheinbar tot. D'Agosta, sein Kollege bei der NY Polizei kann das nicht glauben und sucht nach Pendergast.

In Malfourche lernen wir Ned Betterton, einen Reporter kennen, der ein geheimnisvolles Paar interviewt, das vor Jahren verschwunden ist, Selbstmord vorgetäuscht hat und plötzlich wieder aufgetaucht ist. Ned beginnt zu recherchieren.


Zunächst erscheinen die vielen Handlungsstränge und Personen etwas verwirrend zu sein, danach fügen sie sich jedoch wie in einem Puzzle zusammen. Einge Andeutungen und Ereignisse sind mir jedoch noch nicht klar, ich weiß jetzt nicht, ob es daran liegt, dass ich den 1. Teil der Trilogie "Fever" Schatten der Vergangenheit, nicht gelesen habe, oder daran, dass alles im 3. Teil aufgeklärt wird. Dieser Teil ist noch nicht erschienen. Ich empfehle jedem Leser, Fever zuerst zu lesen, leider steht das erst am Ende von Revenge, dass es sich um den 2. Teil einer Trilogie handelt!

Mir gefällt dieses Abenteuer von Special Agent Pendergast ganz gut, allerdings haben mir die Bücher Relic und Cult besser gefallen.

Ich vergebe 4/5 Sterne für diesen actionreichen Thriller.








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Mittwoch, 4. Januar 2012

Rezension zu "die Furcht des Weisen 1" von Patrick Rothfuss

Titel: Die Furcht des Weisen 1

Autor: Patrick Rothfuss

Isbn-Nr. 978-3-608-93816-6

859 Seiten

erschienen im Klett-Cotta Verlag









Klappentext:

"Vielleicht habt ihr von mir gehört" .. von Kothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. An der arkanischen Universität wird es für ihn immer ungemütlicher. Ein intriganter Widersacher quält ihn mit Attacken sympathetischer Magie. Und überdies hat ihn die unberechenbare Pfandleiherin Devi in der Hand.
Schließlich bleibt ihm nichts anderes übrig, als die arkanische Universität zu verlassen und sein Glück als Poet und Banditenjäger am Hof von Maer Alveron zu versuchen ..
Stets hat der junge Kvothe aber sein Ziel vor Augen: die sagenumwobenen Chandrian, die seine Eltern getötet haben, zu finden. Eine Geschichte voller Poesie und Musik, voller Leidenschaft und Intrigen, dunkler Geheimnisse und Magie.


Über den Autor:


Patrick Rothfuss, geb. 1973 in Wisconsin, unterrichtet als Englisch-Dozent am Steens Point College in Wisconsin. Mit "der Name des Windes" legt Patrick Rothfuss den 1. Teil der Königsmörder-Chronik vor, der in den USA bei Kritikern und Fantasylesern begeistert aufgenommen wurde und schon bald einen der vorderen Plätze in der New York Times Bestsellerliste belegt.


Eigene Meinung:

Da mir "Der Name des Windes" sehr gut gefallen hat, habe ich sehnsüchtig dem 2. Tag der Geschichte entgegengefiebert. Wie der 1. Teil schreibt Rothfuss flüssig, spannend, fast poetisch. Da Kvothe, die Hauptperson in dieser Geschichte, recht musikalisch ist, werden hier viele Lieder gesungen und alte Geschichten erzählt. Wie im 1. Teil, erzählt der ältere Kote seine Geschichte einem Chronisten. Die Geschichte des jüngeren Kvothe wird dann entsprechend in der Ich-Form erzählt.

Der reiche Ambrose bereitet ihm diesmal wieder Ärger. Kvothe muss seine Zulassungsprüfung verschieben, er hat wie immer Geldsorgen und muss bei der etwas undurchsichtigen Devi Geld leihen, was er eigentlich vermeiden wollte. Seine Liebe zu Denna bleibt wie im 1. Teil unerfüllt. Denna möchte immer noch unabhängig bleiben und hat einen geheimnisvollen Gönner, der Kvothe Kopfzerbrechen bereitet.
Durch die ständigen Attacken von Ambrose, die er zwar mit Hilfe seiner Freunde übersteht, sieht er sich gezwungen, von der Uni eine Auszeit zu nehmen und reist an den Hof des kranken Maer, der ihn um Hilfe bei seiner Brautwerbung bittet. Auch hier erlebt Kvothe allerhand Abenteuer, trifft seine Angebetete Denna wieder und jagt im Wald nach Banditen.

Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, manchmal zieht es sich jedoch etwas in die Länge, über die Chandrian erfahren wir leider nicht sehr viel Neues. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist dass Kvothe, der als sehr intelligenter Junge dargestellt wird, ab und an recht unüberlegt handelt. Er verärgert seine Denna und bekommt Ärger mit Devi. Ich finde das nicht schlüssig, da Kvothe in seiner Ausbildung schon weit fortgeschritten ist, Lebenserfahrung besitzt trotz seiner Jugend (er hat schließlich im 1. Teil auf der Straße gelebt) und als überdurchschnittlich intelligent dargestellt wird. Er müsste mehr Reife zeigen.

Ich werde dem 3. Band, der im Januar erscheinen soll, natürlich trotzdem lesen, da ich unbedingt wissen möchte, ob Kvothe die Chandrian findet und was es damit auf sich hat, dass Kvothe Königsmörder genannt wird.

Ich vergebe 3/5 Sternen. 

Dienstag, 3. Januar 2012

Rezension zu "Léon und Luise" von Alex Capus

Titel: Léon und Luise


Autor: Alex Capus

Isbn-Nr. 978-1-3-446-23630-1

315 Seiten

erschienen im Hanser Verlag









Klapptentext:

"In der Zeit, da mein Großvater Louise Janvier kennenlernte, war er siebzehn Jahre alt. Ich stelle ihn mir gern als ganz junger Mann vor, wie er im Frühling 1918 in Cherbourg seinen Koffer aus verstärkter Pappe aufs Fahrrad band und das Haus seines Vaters für immer verließ", so beginnt Alex Capus eine Liebesgeschichte, die erst am 10.4.1986 mit Léon Le Galls Trauergottesdienst in Notre-Dame enden sollte. Als geheimnisvolle Zeugin der Vergangenheit taucht an jenem Morgen jene kleine, weißhaarige Dame auf, die sich mit resolutem Schritt ihren Weg durch die Familienmitglieder zum offenen Sarg bahnt. Zwei junge Leute verlieben sich während des 1. Weltkriegs an der Atlantikküste, dann reißt ein Fliegerangriff die beiden auseinander. Sie halten einander für tot; Léon heiratet, doch Luise, von leidenschaftlichem Temperament und unstillbarem Unabhängigkeitsdrang, geht ihren eigenen Weg - bis die beiden sich 1928 zufällig in der Pariser Metro wiederbegegnen.
Alex Capus hat einen großen Roman über das 20. Jahrhundert geschrieben und erzählt zugleich eine wunderbare Geschichte: achtundsechzuig Jahre im Leben zweier Menschen, die nie zusammenkamen und doch ein hinreißendes Liebespaar geworden sind.

Über den Autor:

Alex Capus wurde 1961 in der Normandie geboren, heute lebt er in Olten. 1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählband "Diese verfluchte Schwerkraft",dem seitdem neun weitere Bücher mit Kurzgeschichten, Romanen und historischen Reportagen folgten Zuletzt erschienen "Himmelsstürmer"; "Eine Frage der Zeit" und "Patriarchen".

Eigene Meinung:

Eigentlich lese ich keine Liebesromane. Dies ist auch irgendwie kein typischer Liebesroman. Alex Capus ist ein grandioser Erzähler, seine Liebesgeschichte über Léon und Luise ist spannend, humorvoll, tragisch und detailgenau, er hat wohl sogar eine historische Figur (Herr Knochen) in seine Geschichte mit eingewoben. Teilweise sind die Begebenheiten sogar etwas skurril. Ich bin in die Erzählung eingetaucht, habe mitgefiebert, ob Léon und Luise den Fliegerangriff überleben würden, ob sie sich wieder finden würden. Habe mitgelitten, als die Deutschen in Paris einmarschiert sind, als Léon von Knochen bei seinen Sabotageaktionen überführt wird und konnte mir sehr gut vorstellen, wie Luise Léon in der Hitze Afrika`s Briefe schreibt.

Der Roman wurde aus der Sicht von Léon`s Enkel verfasst. Er beginnt mit dem Begräbnis von Léon. Luise taucht auf und alle Verwandten tuscheln, wer das wohl war, weil sie Luise wohl persönlich nie kennengelernt haben.

Die Figuren Léon und Luise sind sehr gut dargestellt. Léon, den wir mit 17 Jahren kennenlernen, der am Liebsten seinen Tag am Strand beim Sammeln von Strandgut verbringt, der dann als Morseassistent bei der Bahn seinen Arbeitsdienst leistet (obwohl er am Anfang eigentlich gar nicht morsen kann!) und später als tapferer Familienvater, der seine Familie auch dann nicht im Stich lässt, als er seine große Liebe wiedertrifft. Léon, der so tapfer ist, dass er den Deutschen heimlich Widerstand leistet und dabei auffliegt. Er findet dann aber noch eine Möglichkeit zu helfen ..
Louise, die sehr temperamentvoll ist, alleine lebt, aber wohl irgendwie immer mit Léon verbunden ist. Sie scheint mir ein sehr nüchterner Mensch zu sein.Yvonne, Léon`s Frau, die anfangs etwas schwierige Persönlichkeit, mit "leichter Epilepsie", wie Léon`s Vater ihre Stimmungsschwankungen bezeichnen. Anfangs ist Yvonne mir nicht sonderlich sympathisch, da sie eine etwas schwierige Persönlichkeit zu sein scheint und Léon das Leben schwer macht. Sie entwickelt sich zu einer guten Mutter, die die in den Kriegsjahren versucht, ihrer Familie ein so gut es nur geht "normales Leben" zu ermöglichen. Auch die  weiteren Figuren in diesem Roman finde ich sehr gut beschrieben, z. B. Léon`s Vater oder die Concierge.

Ich habe das Buch vom Hanser Literaturverlag für eine Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen. Hierfür möchte ich mich recht herzlich beim Hanser Literaturverlag bedanken. Meine 1. Leserunde hat mir sehr großen Spaß bereitet, ich habe das Gefühl, dass ich mehr in die Geschichte eingetaucht bin, die Personen genauer kennengelernt habe, weil ich mir manches Kapitel noch einmal genauer angeschaut habe.

Für mich ist die Geschichte von Léon und Luise ein außergewöhnlicher Liebesroman, den ich gerne weiterempfehle, ein kleines Juwel, das entdeckt werden möchte!


Ich vergebe hier gerne 5/5 Sterne, da hier wirklich alles passt!

Überraschungspäckchen zu gewinnen

 Auch im Wonnemonat Mai könnt ihr bei mir ein Überraschungspäckchen gewinnen. Was ist denn in dem Päckchen drin? Ein Buch auf jeden Fall...