Mittwoch, 2. Januar 2013

Rezension zu "Die Klavierbrücke" von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag


Titel: Die Klavierbrücke
Autor: Oliver Fehn
Seitenzahl: 152 Seiten
Verlag: Pandämonium
Isbn Nr. 978-3981348248
 Preis: 11,90 Euro



Kurze Beschreibung:
"Ein Dorf, in dem es scheinbar nicht mit rechten Dingen zugeht – und ein 15-jähriger Junge der dort bei seiner verschrobenen Tante Lissi wohnt und nur eins will: Hinaus in die Welt der Städte. Um seiner Langeweile beizukommen, hat er die Gabe entwickelt, sämtliche Dorfbewohner an der „Musik“ zu identifizieren, die ihre Füße auf der Klavierbrücke spielen – einem morschen Holzsteg, der direkt an Lissis Haus vorbeiführt. Als eines Nachts ein Mord geschieht, erkennt er den flüchtenden Täter an seinen Schritten – doch keiner will ihm glauben. Als dann noch sein bester Freund, der freche Rotschopf Wolfi, in Verdacht gerät, spitzen die Dinge sich zu."

Über den Autor:
Oliver Fehn veröffentlichte 2002 das erste Buch eines deutschen Autors zum Thema Satanismus - "Satans Handbuch". Er outete sich darin als Anhänger der Philosophie von Anton LaVey und ergänzte sie durch eigene Vorschläge zur praktischen Anwendung. Es folgten mehrere Sachbücher, eine Essaysammlung, zwei Erzählungen, mehrere Romane und seine Autobiographie "Satans Hofnarr".
Nach abenteuerlichen und oft turbulenten Jahren in Berlin und New York City lebt Oliver Fehn heute wieder in seinem Geburtsort und führt ein eher stilles Leben. Inzwischen sieht er den Schwerpunkt seines Schaffens in der Belletristik.


Eigene Meinung: 

Der 15 jährige Junge, der bei seiner Tante Lissi auf dem Dorf wohnt, steckt mitten in der Pubertät. Zusammen mit seinem Freund Wolfi möchte er in Bruderstadt, wo auch seine "Mom" wohnt, 1. Erfahrungen mit Mädchen machen. Doch eigentlich zieht es ihn noch weiter weg - nach Amerika. Als ein Mädchen, das neu ins Dorf kam, ermordet wird und er den Mörder an seinen Schritten erkennt, glaubt ihm keiner. Sein Freund Wolfi gerät in Verdacht und verlässt das Dorf ..

Ein ungewöhnlicher Krimi, intensiv, fesselnd und spannend, der in der Ich-Perspektive des 15 jährigen Jungen geschrieben ist.

Die Hauptpersonen Wolfi, Mom, Lissi und der Junge, dessen Namen nicht genannt wird, sind intensiv beschrieben.

Die Dörfler sprechen in ihrem Dialekt, der gut verstanden wird, Wolfi und der Junge reden in ihrer Jugendsprache miteinander. Das passt zu dieser Geschichte, in der der Mord eher eine Nebenhandlung ist, bzw. der Auslöser für weitere Geschehnisse.

Eine besondere Geschichte, die den Leser noch lange beschäftigt, wunderbar, poetisch geschrieben. Ein Buch über Freundschaft, Liebe, Abschied, Sehnsucht nach der weiten Welt, Machtmissbrauch, Erwachsen werden und  Geheimnisse, die man leider auch mit in die Ferne trägt ..

5/5 Sterne  und unbedingte Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen Roman, für alle Leser ab 15 aufwärts. Ein Highlight unter der Bücherflut, der mich irgendwie an den Film "Stand by me" erinnert.

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