Montag, 4. Februar 2013

Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Mädchenwiese" von Martin Krist, Ullstein Taschenbuch, Thriller

Da mir dieses Buch außerordentlich gut gefallen hat (es war eines meiner Thriller-Highlights 2012), habe ich es meiner Gastrezensentin zu Weihnachten geschenkt. 

Ihre Rezension beweist wieder einmal, dass jeder doch seinen eigenen Buchgeschmack hat:

Titel: Die Mädchenwiese
Autor: Martin Krist
ISBN-13: 978-3548283531 
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Erscheinungstermin: 10. August 2012
Sprache: Deutsch
Genre: Thriller (für mich eher ein Krimi)
Preis: 9,99 Euro
(auch als eBook erhältlich)


Kurzbeschreibung lt. Verlagsseite

"Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die toten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu. Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. Als auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.
Kurze Zusammenfassung
Lisa, ein junger Teenager, verschwindet in einem Dorf. Ihre Mutter, Laura, macht sich große Sorgen und setzt alles in Bewegung, um ihr Kind suchen zu lassen. Für sie ist Frank, Bruder ihres Ex-Mannes, die erste Anlaufstelle, da er Polizist ist. Sam, Lisas Bruder, wartet sehnsüchtig auf seine Schwester, denn er weiß, wohin sie wollte und sie hat ihm doch versprochen, dass sie sich nach dem Wochenende wieder sehen.
Alex Lindner, ehemaliger Kriminalbeamter und Besitzer der Dorfkneipe, fühlt sich an eine Mordserie erinnert, die Jahre zurückliegt und die ihn nicht loslässt. Er versucht zu helfen.
Berta, die alte wunderliche „Dorfhexe“, spricht mit sich selber, wird von den Jugendlichen gehänselt und findet die Leichen. Ihr Leben war nie leicht und sie muss mit ihrem Wissen klar kommen…"

Meine Meinung
Wieder einmal mehrere Handlungsstränge in einem Buch. Ich liebe es, verschiedene Geschichten in einem Roman vorzufinden und zu verfolgen, wie sie ineinander fassen und zu einem glaubwürdigen Ende finden.
Bei Die Mächenwiese muss ich allerdings sagen, dass ich beim Lesen meine Probleme hatte. Das Buch ist zwar in mehrere Kapitel unterteilt, von sehr kurz bis etwas länger gehalten, allerdings wird innerhalb der Leseabschnitte zwischen den Geschichten hin und her gesprungen, manchmal ohne erkennbare Absätze, was meinen Lesefluss doch sehr beeinträchtigt hat. Ich lese eigentlich nur 20-50 Seiten am Stück und musste hier mehrmals 1-2 Seiten zurückblättern, um wieder in den gerade beschriebenen Handlungsstrang hinzukommen.
Ich muss Martin Krist allerdings zu Gute halten, dass er eine sehr gute Ausdrucksweise hat und das Buch war ansonsten sehr angenehm zu lesen. Die beschriebenen Szenen konnte ich mir sehr gut und bildlich vorstellen. Es wird hauptsächlich in der dritten Person erzählt, aber auch in Ich-Form u.a. aus Sicht von Lisa.
Angenervt war ich vom Verhalten einzelner Personen gegenüber dem etwas naiven Bruder und dem ehemaligen Polizisten und jetzigen Dorfkneipier. Ich denke mal, wenn Frank oder Laura eins ums andere Mal besser oder ÜBERHAUPT zugehört hätten, wäre die Polizei schon eher auf die Spur des Täters gekommen… dann wäre das Buch allerdings auch sehr schnell zu Ende gewesen. Ich fand diese Darstellung wirklich unrealistisch.
Dieses Buch wurde mir von mehreren Personen empfohlen und die guten Bewertungen haben mich auf einen wunderbaren Lesegenuss hoffen lassen. Allerdings war ich dann doch von dem Inhalt dieses Krimis (für mich war es definitiv KEIN Thriller!) etwas enttäuscht, mag allerdings auch an meiner hohen Erwartungshaltung gelegen haben.
Die Folterszenen wurden nicht bis ins kleinste Wiedergegeben und auch die Beschreibung der gefundenen Leichen hielt sich in Grenzen, was allerdings kein negativer Punkt für mich ist.
Die Geschichten werden zum Schluss gut aufgelöst und finden auch zusammen, die Täterauswahl hat mich hier allerdings auch wieder etwas enttäuscht, da sie mir zu offensichtlich gewesen ist. Für mich gab es da keine wirkliche Alternative.
Das Cover ist sehr schön für dieses Genre ausgewählt und hätte mich im Laden sehr angesprochen. Es ist in einem schönen dunklen Blau gehalten. Allerdings frage ich mich immer noch, was Schmetterlinge mit diesem Buch zu tun haben…


Der Berliner Autor Marcel Feige hat hier unter einem Pseudonym geschrieben und ich habe bei amazon.de lediglich dieses eine Buch unter „Martin Krist“ entdecken können.

- Ich danke Biggi sehr für dieses Weihnachtsgeschenk. -

Fazit
Ein Krimi, der zumindest wegen des Covers und wegen der nervigen Verhaltensweisen von Laura und Frank in meinem Gedächtnis haften bleiben wird.
Ich vergebe gute 3 von 5 Sternen bin gespannt auf das neue Werk von Martin Krist!

Vielen Dank für deine ausführliche Rezension, liebe Kaddel!

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