Mittwoch, 6. März 2013

Gastrezension von Katja "Kaddel" Peters zu "Höllental" von Andreas Winkelmann


Titel: Höllental
Autor: Andreas Winkelmann
ISBN-13: 978-3442475612
Infos zum gelesenen Buch
Taschenbuch:
352 Seiten
(auch als eBook und Hörbuch erhältlich) Verlag: Goldmann Verlag
Erscheinungstermin: 18. Februar 2013
Sprache: Deutsch
Genre: Thriller (für mich eher ein Krimi)
Preis:8,99 Euro



Kurzbeschreibung lt. Buchrücken:
Die Angst treibt sie in einen einsamen Tod – und ihr letzter Blick schickt einen Mann auf die Suche nach dem Mörder ...
Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick – ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Er macht sich daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird ...

Kurze Zusammenfassung:
Sie geht zielstrebig den Berg hinauf und weiß genau, was sie tun wird. Ihr Ziel ist die Brücke über der Höllentalklamm. Sie sieht keinen Ausweg mehr. Und nun steht sie da, auf dem Geländer und breitet die Arme aus. So findet Roman Jäger die junge Frau vor, nachdem er sich als Bergretter gewundert hat, dass sich jemand hinauf traut bei diesem Unwetter/Schneetreiben und den Spuren im Schnee gefolgt ist. Er versucht sie noch zu retten. Sie springt. Roman erhascht ihre Hand, hält sie fest, sieht die Panik in ihren Augen. Sie windet sich aus seinem Griff und fällt in den Tod.
Roman kann nicht verstehen, warum sich so ein junges Wesen in den Selbstmord stürzt. Was kann sie so Schlimmes erlebt haben, dass sie keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat? Er stellt Nachforschungen an bzw. hilft der Polizei bei der Arbeit. Auch die Familie und die beste Freundin Mara können das Verhalten von Laura nicht verstehen. Bis Roman entdeckt, dass es ein einschneidendes Erlebnis gewesen ist, dass das Leben der jungen Frau völlig verändert hat…

Meine Meinung:
Fängt als Krimi an, hört als Thriller auf!
Dies war nach Wassermanns Zorn, der mich schon begeistert hat, der zweite Roman von Andreas Winkelmann, den ich gelesen habe.
Am Anfang hat mich die Geschichte und der Erzählungsstrang sehr an einen Krimi erinnert. Es plätscherte so vor sich hin. Der Leser weiß im Grunde genommen genau, worauf es hinauslaufen wird. Der Schreibstil des Autors ist jedoch sehr angenehm, so dass mich das nicht weiter störte.
Der Roman wird in der dritten Person und u.a. aus Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt: Laura am Anfang, Roman, Mara, der Clique und natürlich des „Täters“. Die Abgrenzung hierzu erfolgte in Kapitel, die hauptsächlich mit Datumsangaben versehen waren.
Es werden noch einige Rückblenden aufgezeigt, die den Leser nach Afghanistan entführen. Diese Passagen wurden zur bessern Abgrenzung kursiv gehalten und es wird zum Ende hin klar, warum diese eingebaut wurden.
Im Laufe des Werks entwickelte sich eine Steigerung in der Spannung, die zum Schluss für mich nur als Pageturner zu bezeichnen ist. Der „Unbekannte“ treibt weiter sein Unwesen und fordert seine Opfer, wobei jede einzelne Begegnung bzw. Tat bis ins Detail beschrieben wird.
Ich hatte mich sehr auf das neueste Werk von Andreas Winkelmann gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Ab spätestens dem zweiten Drittel befand ich mich wahrhaft in einem Thriller und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Die Hintergründe, die noch für mich überraschende Wendungen beinhalteten, wurden gut aufgelöst. Die Täterauswahl war wieder vorhersehbar, da nicht wirklich viele Personen zur Auswahl standen, aber für mich nicht unbedingt störend.
Das Cover ist sehr schön für dieses Genre ausgewählt und es hätte mich im Laden sehr angesprochen und zum Kauf animiert. Es ist in schwarz gehalten und es befinden sich Pilze mit lila Köpfen im Vordergrund. Ich hätte allerdings anhand des Bildes erwartet, dass die Geschichte im Wald spielen würde. Der Titel verweist aber schon gut auf die Berge …
Es liegen noch mindestens zwei Bücher auf meinem SUB (Stapel Ungelesener Bücher) von Herrn Winkelmann auf mich, die unbedingt gelesen werden müssen.

Fazit:
Ein Thriller, der sich langsam aber sicher entwickelt und mich gut unterhalten hat.
Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen und finde, den Namen Winkelmann sollte man sich bei den deutschen Autoren unbedingt merken!

Vielen Dank, liebe Kaddel, für die ausführliche, schöne Rezension! 

1 Kommentar:

  1. Das klingt sehr interessant. Ich werde das Buch auch bald beginnen und bin schon sehr gespannt auf mein erstes Buch von Andreas Winkelmann. Die Rezension hat mich neugierig gemacht und ich freue mich schon sehr auf den Thriller.
    Schöne Rezi, vielen Dank ;)

    LG Jens
    http://jens-niemeyer.blogspot.de/

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