Donnerstag, 28. März 2013

Rezension zu "die schöne Philippine Welserin" von Brigitte Riebe, Gmeiner Verlag

Titel: Die schöne Philippine Welserin
Autorin: Brigitte Riebe
Seitenzahl: 337 Seiten

Isbn Nr. 978-3839213513
Verlag: Gmeiner, Auflage: 1 (4.3.2013)
Preis: 14,99 Euro

  Klappentext:

"DAS FEUER DER LILIE  Die Bürgerstochter und der Kaisersohn – eine verbotene Liebe, die im 16. Jahrhundert alle Standesgrenzen sprengt und am Hof der Habsburger Skandal über Skandal heraufbeschwört. Philippine Welser und Ferdinand II. verlieben sich, heiraten heimlich und bekommen vier Kinder. Doch je stärker ihre Verbindung wird, desto größer werden auch die Widerstände. Schließlich erkrankt Philippine an einem unheilbaren Leiden. Man munkelt, sie sei vergiftet worden …
Das Porträt einer klugen, mutigen Frau, die sich gegen Standesgrenzen zur Wehr setzte. Die Aufzeichnungen einer Forscherin, die sich mit Naturmedizin befasste, ganz in der Tradition der Hildegard von Bingen. Und zugleich die wohl schönste Liebesgeschichte des 16. Jahrhunderts."
Über die Autorin:
Brigitte Riebe, geboren 1953 in München, ist promovierte Historikerin. Nach ihrer Tätigkeit als Verlagslektorin arbeitet sie seit 1991 als freie Schriftstellerin. Sie ist bekannt für ihre akribische historische Recherche, die Liebe zum Suspense und den Mut, Geschichte literarisch gegen den Strich zu bürsten. Brigitte Riebe lebt mit ihrem Mann in München.  www.brigitte-riebe.com

Eigene Meinung:


Die Bürgerstochter Philippine Welser ist in den Kaisersohn Ferdinand verliebt. Er auch in sie. Doch leider wird ihre Liebe von seiner Familie nicht akzeptiert. Die beiden heiraten heimlich und bekommen 4 Kinder. Philippine hat Probleme damit, ihre Kinder immer auffinden zu müssen, um diese dann quasi adoptieren zu können. Als ihre Zwillinge im Kleinkindalter sterben, zerbricht sie fast daran. Ständig ist Philippine auf der Hut vor Giftanschlägen. Sie widmet sich der Kräuterkunde und bald kommen viele kranke Menschen zu ihr. Manche sagen ihr allerdings nach, sie hätte den Kaisersohn Ferdinand verhext ..

Die promovierte Historikerin Brigitte Riebe hat hier einen wunderbar erzählten historischen Roman um das Leben der Philippine Welser gesponnen.

Jedes Kapitel beginnt mit einer Zeichnung eines zum Kapitel passenden Heilkrauts und einer Beschreibung der entsprechenden Pflanze und ihrer Wirkung.

Die Geschichte ist abwechselnd in der Ich-Perspektive in Form eines Tagebucheintrages von Philippine und im auktorialen Erzählstil geschrieben, so dass wir Philippine, ihren Sorgen und Nöten sehr nahe kommen und uns in ihre Figur hineinversetzen können. Philippine leidet sehr unter der verbotenen, geheimen Liebe.

Das Leben an Philipines Hof  ist sehr bildhaft und lebhaft wiedergegeben.

Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet. Philippine ist eine sehr interessante historische Figur, die ihre Interessen gegenüber allen Standesgrenzen durchzusetzen versuchte.

Einziger Kritikpunkt: die Bezeichnung historischer Kriminalroman ist etwas unpassend. Es handelt sich hier um Philippines Lebensgeschichte. Sie hat zwar mit Intrigen zu kämpfen und es wird mehrmals versucht sie zu vergiften, aber die Geschichte ist definitiv kein Kriminalroman.

 5/5 Sterne für diesen außergewöhnlichen historischen Roman um eine interessante, starke Frau, die ihrer Zeit stark voraus war.  

1 Kommentar:

  1. Hallo Biggi,

    stimmt als Kriminalroman ist die Geschichte etwas unpassend formuliert.

    Denn wer vergiftet wird/werden soll ist ja von Anfang an klar....

    Es ist mehr das Leben/der Leidensweg, wenn man es so ausdrücken darf/kann. Den sie durch ihre Liebe und die Umstände ihrer Zeit ein Schattenleben führen zu müssen/leben muss. Mit dem sie sich einfach nicht anfreunden kann...

    Besonders schön, finde ich auch im Buch enthaltenen Zeichnung der Heilkräuter mit den interessanten Erklärungen. Gegen alles und jedes scheint die Natur , da ein Mittel parat zu machen oder?

    LG..Karin..

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