Dienstag, 9. April 2013

Rezension zu "Rattenauge" von Jacqueline Spieweg, phantastische Geschichte, eBook

Titel: Rattenauge - etwas Besseres als den Tod ..
Autorin: Jaqueline Spieweg
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 421 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 206 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l. 
ASIN:  B00BV7Q5GO
Preis: 2,99 Euro


     Kurze Inhaltsangabe:


    "In einer verlassenen Fabrik lebt Patrik zusammen mit 9 Mädchen. Er weiß nicht, woher sie kamen oder warum sie bei ihm an dem Tag auftauchten, als er glaubte, im Sterben zu liegen.
    Patrik sitzt im Rollstuhl, die Kinder und eine verrückte Obdachlose versorgen ihn, bis das geschieht, was Patrik immer befürchtete: Eines der Kinder verschwindet. Die restlichen Mädchen, sich so ähnlich wie Spiegelbilder, versuchen es zu verheimlichen.
    Viktor Winter, ein renommierter Wissenschaftler, findet eines Morgens eine Kinderleiche in seinem Büro. Sie erinnert ihn mit Erschrecken daran, dass es einmal 9 Mädchen gab, die ihm ihre Existenz und ihren Tod zu verdanken hatten."

    Ein atmosphärisch dichter Roman der fantastischen Literatur. Er lädt den Leser ein, den Protagonisten in ihre Abgründe zu folgen, dem Rattenfänger nachzulaufen, der, auf der Suche nach den Kindern, in seinem Kielwasser Wirklichkeit, Sagen und Wahnvorstellungen verwischt, bis sie nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Als das Gewebe wieder getrennt und die Grenzen zwischen realer Welt und Märchen neu gezogen werden, finden sich manche der Romanfiguren am Ende auf der falschen Seite wieder.

    Dieses E-Book ist ohne DRM. Das bedeutet Sie sind beim Lesen nicht an bestimmte Geräte gebunden und können das .mobi Format dieser Datei in eines umwandeln, das ihr Reader lesen kann.

    Auf der Homepage des Romans finden Sie eine XXL-Leseprobe mit ca. 45 Seiten Umfang. jspieweg.de/rattenauge 

    Über die Autorin:

    Jacqueline Spieweg ist Malerin, Grafikerin und Autorin. 1966 in Berlin geboren, studierte sie von 1986 bis 1992 an der Universität der Künste, Berlin, Visuelle Kommunikation. Nach ihrem Diplom erwarb sie den Titel: "Meisterschülerin".
    Sie arbeitete lange Zeit als Art Direktorin des Micky Maus-Magazins, bis sie sich als Grafikerin selbstständig machte.
    Zu malen hat sie angefangen, noch bevor sie laufen konnte und einfach nie damit aufgehört alles, was nach Papier oder Leinwand aussah, mit Farbe zu versehen.
    Mit dem Schreiben wartete sie etwas, zumindest, bis sie das Alphabet gelernt hatte.
    Mit 16 nahm sie am "Workshop Schreiben" für junge Autoren teil und gründete danach mit Freunden eine Gruppe, um gemeinsam an ihren Texten zu arbeiten. Sie nannten sich nach dem Getränk, welches bei diesen Treffen in Unmengen konsumiert wurde: "Teeparty". Die meisten Teeparty-Mitglieder sind noch als Autoren aktiv.
    Neben kleineren Lesungen und ein paar Parodien für Radioproduktionen ist ihr Roman "Rattenauge" ihr erster wirklicher Auftritt als Autorin. Sie brauchte, um ihn fertigzustellen, ja auch nur 22 Jahre. Das Manuskript hat keineswegs die ganze Zeit in der Schublade gelegen, sondern es wurde immer wieder hervorgeholt, umgearbeitet, durchgeknetet, abgefeilt und aufpoliert.
    Die Ratten, die "Rattenauge" den Namen gaben, hoffen, dass der nächste Roman ein klein wenig schneller fertig wird.
    Eigene Meinung:

    Eine Geschichte um ein Experiment ,um einen Fabrikbesitzer, um  Patrik, der in der Fabrikhalle mit 9 Mädchen lebt, im Rollstuhl sitzt und sich von Irina, die gerne Brandbomben legt und das Versteck des  Froschkönigs in die Luft jagt, versorgen lässt. Christina, die blind ist und sich in die Fabrikhalle verirrt.

    Diese phantastische Erzählung ist wunderbar erzählt, bildgewaltig, mit vielen Wortspielereien, fast poetisch und spiegelt eine einzigartige Atmosphäre wider. Was ist hier Märchen, was Wahnvorstellung, was Realität? Der Plot und die Personen sind sehr interessant. 

    Von der Autorin wurden viele  verschiedene Handlungsstränge, viele Personen, von denen wir ihre ganz eigenen Dramen erfahren, und  viele verschiedene Märchen zu einer phantastischen Geschichte zusammengewebt, die den Leser verstört.

    Teilweise wurde die Geschichte durch die vielen verschiedenen Personen, Märchen und Handlungsstränge etwas verwirrend, da die Erzählstränge von Absatz zu Absatz wechselt, fast etwas zu viel an verschiedenen Personen, Märchen und Handlungssträngen.

    3,5/5 Sternen für diese ungewöhnliche surreale, phantastische Geschichte mit Märchenmotiven.

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