Freitag, 31. Mai 2013

Autoreninterview mit Laura Wulff /Sandra Henke, Autorin von "Leiden sollst du"



      Da mir Laura Wulffs Thriller "Leiden sollst du" so gut gefallen hat und ich eine leidenschaftliche Geocacherin bin (es geht in "Leiden sollst du" unter anderem um ein Geocache-Spiel), habe ich die Laura Wulff  um ein Interview gebeten. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Sandra  meine Fragen beantwortet hat. Hier das Interview:


        Foto:c) Ricarda Ohligschläger / HerzgedankeFotografie



   1. Wie kamst du zum Schreiben?

Schreiben übte für mich schon immer einen besonderen Reiz aus. Als Kind verfasste ich (schlechte) Gedichte, als Jugendliche phantastische Kurzgeschichten und als Erwachsene wagte ich mich an meinen ersten Roman. Es entwickelte sich ganz natürlich.

2. Du bist Deutschlands erfolgreichste Erotik-Autorin. Warum war es diesmal ein Thriller?

Krimis und Thriller waren für mich von je her ein Faible. Ich rätsele gerne mit und liebe Spannungsromane! Auch in meinen erotischen Liebesromanen flossen immer mehr Thrillerelemente ein. Schleichend wuchs in mir der Wunsch, mal einen richtigen Krimi zu schreiben. Den habe ich mir mit „Leiden sollst du“ erfüllt. Und nicht nur das. Ich habe bereits Verträge für drei weitere Bände meiner Zucker-Krimireihe und soeben ist der Einzelkrimi „Opfere dich“ im Dotbooks Verlag erschienen. Ein Traum!

3. Wie hast du für deinen Thriller recherchiert?

Zum einen durch einschlägige Lektüre, zum anderen durch Vorortrecherche in Köln und Interviews mit Kriminalkommissaren, Schutzpolizisten und Rechtsmedizinern. Es macht irre viel Spaß, ist aber auch Zeitaufwendig und man sollte Detail verliebt sein, da alles sitzen muss.

4. Wie kam dein Thriller bei deinem Verlag an?

Da ich bereits seit 2007 erotische Liebesromane für den Mira Taschenbuch Verlag schreibe, bestand der Kontakt in den Verlag bereits. Als ich ihnen meine Idee „Leiden sollst du“ vorstellte, waren sie sofort begeistert und nicht nur das, sie wollten gleich eine Reihe daraus machen. Ein Glücksfall!

5. Deine beiden Hauptermittler sind ein ungewöhnliches Duo. 
    Daniel im Rollstuhl, Marie (seine Frau) ist eine Gerichtszeichnerin. 
    Wie ist die Idee zu den beiden Figuren entstanden?

Das weiß ich leider selbst nicht mehr.  Ich hatte die Idee neben dem Schreiben an meinen erotischen Liebesromanen skizziert und erst einmal, aufgrund von Zeitmangel, liegen lassen. Leider kann ich mich beim besten Willen nicht daran erinnern, wie ich auf sie kam. Ich denke, es ist wie mit jeder kreativen Idee. Sie ist plötzlich da und man weiß oft nicht, woher sie sich in die Gedankenwelt stahl.

6. In deinem Thriller kommt ein Geocache-Spiel vor. Hast du das auch schon einmal versucht?


Ja, und ich finde es toll! Wie ich schon erwähnte, mag ich Rätsel und eine Schnitzeljagd mit GPS-Gerät bietet genau das. Dafür muss man nicht einmal wegfahren, sondern braucht nur aus der Haustür zu gehen. Durch Geocaching lernt man seine Umgebung von einer neuen Seite kennen, denn man sieht Orte, an denen man vorher noch nicht war.

7. Du schreibst nicht nur Thriller und Erotik-Romane, du hast auch eine Gestaltwandler-Serie geschrieben. Was reizt dich an diesen total verschiedenen Genres?

Die Vielfalt. Ich kann mir nicht vorstellen, nur ein einziges Genre zu bedienen. Auch jetzt kitzeln mich einige Ideen in völlig neuen Genres, doch leider habe ich keine Zeit, sie umzusetzen. Die Zukunft bleibt jedenfalls spannend! Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte ab und zu bei mir vorbeischauen: http://www.sandrahenke.de

8. Welches Genre reizt dich überhaupt nicht?



Es gibt einige Genres, die ich nicht lese, daher würde ich auch keine Bücher dieser Art schreiben, wie z.B. Historische Romane oder Chick lit.

9. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Leider bin ich derart in Arbeit eingebunden und Familie, Freunde und Haus fordern auch Aufmerksamkeit, dass ich kaum noch Zeit für andere Dinge habe. Selbstverständlich lese ich viel, denn ich bin nicht nur eine passionierte Autorin, sondern auch eine Büchereule. Ich habe kürzlich mit dem traditionellen Bogenschießen angefangen. Mein Mann hat mich infiziert. Zudem bin ich gerne in der Natur, weil ich nur da vollkommen entspannend kann. Außerdem treibe ich mich viel zu oft auf Facebook herum. ;) Hier kann man es Schwarz auf Weiß sehen: https://www.facebook.com/sandra.henke.autorin

10. Welches Buch liest du denn gerade?

„Im Namen des Blutes“ von Lin Anderson.

11. Werden wir noch mehr von Marie und Daniel hören bzw. lesen können?

Auf jeden Fall und darüber freue ich mich sehr! Sie werden, so viel steht fest, drei weitere Abenteuer zusammen erleben. Der zweite Band heißt „Nr. 13“ und wird Anfang 2014 im Mira Verlag erscheinen.

12. Magst du uns neugierige Leser etwas über dein neuestes Projekt erzählen?

Über ungelegte Eier spreche ich nicht ;) Aber ich kann gerne etwas zu meinem brandneuen Krimi „Opfere dich“ sagen. Er ist etwas anders geschrieben als „Leiden sollst du“, amerikanischer. Es geht um einen Psychopathen, der nicht nur grausame Spiele mit seinen weiblichen Entführungsopfern spielt, sondern auch die ermittelnde Kommissarin Storm Harper darin verstrickt:
„Wenn du mich wirklich aufhalten willst, dann komm zu mir“, lockte er mit gefährlich dunkler Stimme. „Komm zu mir, sei mein letztes Opfer.“
Nähere Informationen kann man hier finden: http://www.laurawulff.de/Krimi/%22Opfere_dich%22.html

Vielen Dank, liebe Sandra, dass du meine Fragen beantwortet hast.

Mittwoch, 29. Mai 2013

Rezension zu "Der Schauermann" von Martin Barkawitz, eBook, historischer Thriller

Titel: Der Schauermann
Autor: Martin Barkawitz
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 336 BK
Seitenzahl der Printausgabe: 157 Seiten
Verlag: story2go, Auflage: 1.1. (17.3.2013)
ASIN:  005NSZFTU 
Preis: 3,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Nackte Angst macht sich breit, als im Hamburger Hafen im heißen August des Jahres 1892 eine schöne junge Frau grausam ermordet wird. Beunruhigende Gerüchte machen die Runde – ist wirklich ein Vampir für ihren Tod verantwortlich?
Polizei-Offiziant Lukas Boysen glaubt nicht an einen Blutsauger als Täter. In einer Stadt, die unter einer schlimmen Cholera-Epidemie leidet, gleicht die Kriminalermittlung einem Tanz auf dem Vulkan. Als Boysen eine heiße Spur aufnimmt, wird er schon bald von seinen Vorgesetzten gestoppt. Mächtige Interessengruppen scheinen den Mörder schützen zu wollen. Der Fahnder kommt einem furchtbaren Geheimnis auf die Spur.
Boysen ist ganz auf sich allein gestellt. Unterstützung bekommt er nur von der resoluten jungen Schönheit Anna Dierks, die Zeugin eines Mordversuchs geworden ist. Zwischen Hurenhäusern und Opiumhöhlen, Schiffs-Laderäumen und eleganten Bürgersalons kommt es zu einer atemberaubenden Mörderjagd durch das choleraverseuchte Hamburg"

Über den Autor:
Martin Barkawitz wurde am 22. Februar 1962 in Hamburg geboren. Nach einer kaufmännischen Berufsausbildung und diversen Formen des Leistungsbezuges beim Arbeitsamt studierte er auf dem Zweiten Bildungsweg Literaturwissenschaft und Soziologie. Job-Highlights waren bis zu diesem Zeitpunkt:
- Parkplatzwärter
- Hilfs-Fließbandarbeiter
- Junior-Texter in einer Werbeagentur
Da dem Autor diese Tätigkeit einen Heidenspaß bereitet hatten, kam eine ersthaftige wissenschaftliche Laufbahn keinesfalls in Frage.
Barkawitz ließ sich daher von der leichten Muse küssen und beschloss, sein Leben ab sofort dem Schreiben von Unterhaltung zu widmen. Er spezialisierte sich auf Krimis, Western, Grusel sowie Schicksalsreporte für Frauenzeitschriften. Und weil er beim Schreiben stets nur wie erstarrt vor dem PC sitzt, findet man ihn in seiner Freizeit vorzugsweise beim Degenfechten auf der Planche - und zwar in Bewegung.


Eigene Meinung:
Polizei-Offiziant Lukas Boysen . hat es mit einem Mörder zu tun, der es auf Freudenmädchen abgesehen hat. Die Polizei tappt im Dunkeln, die Bevölkerung tippt auf einen Vampir. Lukas Boysen hat dabei doch alle Hände damit zu tun gegen die Cholera-Epidemie, die sich in Hamburg breitmacht, zu kämpfen. Er bekommt von seinem Vorgesetzten die unsinnige Aufgabe, den Hamburger Hafen und das Armenviertel mit Warnungen vor der Cholera zu plakatieren, obwohl der Hauptteil der Einwohner gar nicht lesen kann. Anna Dierks, die aus gutem Hause stammt, und die Bibeln an die Freudenmädchen verteilt, hilft ihm bei seinen Ermittlungen, ist sie doch Zeugin eines Mordversuches geworden und möchte den Mörder überführen.  Als Lukas auf eine heiße Spur stösst, wird er von seinem Vorgesetzten zurückgepfiffen. Ein  Unschuldiger soll zum Sündenbock gemacht werden. Doch Lukas und Anna lassen nicht locker ..

Dieser fesselnde, historische Thriller, der uns in das 19. Jahrhundert nach Hamburg entführt, ist schnell gelesen, ist er doch flüssig geschrieben und spannend von der ersten Seite an. Der Autor hat gut recherchiert und wir bekommen durch seine Beschreibungen ein Bild vom Cholera-verseuchten Hamburg, das von Auswanderern nach Amerika nur so wimmelt. Die Kluft zwischen armer und reicher Bevölkerung wird uns deutlich vor Augen geführt.

 5/5 Sterne für diesen gut recherchierten, fesselnden und spannenden historischen Thriller, der uns zusammen mit den sympathischen Hauptprotagonisten Lukas und Anna im historischen Hamburg auf Mörderjagd gehen lässt.  

Montag, 27. Mai 2013

Rezension zu "Little Life-Changing Booklet von Felix Plötz, Sachbuch Lebensratgeber

TItel: Little Life-Changing Booklet 10 Denkweisen, die dein Weltbild auf den Kopf stellen werden
Autor: Felix Plötz 
Seitenzahl: 112 Seiten (TB)
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (25. Februar 2013)
ISBN-13: 978-1482608342
Preis:  9,99 Euro

Kurze Inhaltszusammenfassung:

Ist es Zeit für eine Veränderung in Ihrem Leben?

Dieses Buch ist ein Manifest für mutige – aber notwendige – Schritte.

Es ermutigt, rüttelt auf und zeigt neue Wege.
Sie wissen nicht, was sich ändern muss, nur dass?
Dies ist kein in-30-Tagen-garantiert-zum-Erfolg-Ratgeber, dies ist eigentlich gar kein Ratgeber.
Es ist der notwendige Anstoß, um den ersten Schritt zu machen.
Zu einem besseren, schöneren oder einfach freieren Leben.

Über den Autor:
Felix Plötz, *1983, kündigte seinen gut bezahlten Job als Area Sales Manager in einem Großkonzern, um sein eigenes Unternehmen zu führen.
Dieser Schritt wäre niemals denkbar gewesen. Niemals - bis zu dem Tag, an dem seine Freundin ihn nach 6 Jahren vor die Tür gesetzt hat.
Der Verlust führte dazu, dass er sein Weltbild überdenken musste und offen für mutigere Wege wurde.
Er begann, sein eigenes Unternehmen aufzubauen, fand ein neues Glück und verließ schließlich den ursprünglich vorgezeichneten Karriereweg.
Heute lebt er in einer internationalen WG in der Nähe von Bonn.

Eigene Meinung:

Felix Plötz hat in mit diesem Booklet, das mit seinen 112 Seiten, vielen Bildern und vielen klugen Sprüchen von berühmten Persönlichkeiten, einen schnell und leicht zu lesenden Lebensratgeber geschaffen, der Denkanstöße gibt. Die angesprochenen  Denkweisen sind nicht unbedingt nagelneu, sie treffen jedoch den Nagel auf den Kopf.

Für manche Menschen bietet das Buch sicherlich Hilfestellung, über ihr jetziges Leben nachzudenken, sich auf Neues einzulassen und eventuell etwas mitzunehmen.

Man kann das Büchlein sicherlich öfter zur Hand nehmen und den einen oder anderen Denkanstoß noch einmal durchlesen. Es ist auch gut zum Verschenken geeignet. Allerdings ist der  Preis mit 9,99 Euro für 112 Seiten schon etwas hoch.

4/5 Sterne für diese kurzweilige Zusammenfassung von verschiedenen, hilfreichen Anregungen, sein Leben zu überdenken.



Sonntag, 26. Mai 2013

Rezension zu "Hetzjagd am Grünen See" von Elke Schwab, Krimi


Titel: Hetzjagd am Grünen See
Autorin: Elke Schwab
Seitenzahl: 302 Seiten, (Erstausgabe 25.9.2009)

Isbn Nr. 978-3936950953
Verlag: Conte Verlag
Preis: 12,90 Euro



Klappentext:

"Die enthauptete Leiche liegt mitten im Forstrevier von Harald Steiner auf dem Oberlimberg. Ursprünglich wollte der ehemalige Leiter eines SEK als Waldhüter von seinem letzten, auf tragische Weise misslungenen Einsatz Abstand gewinnen. Doch die Vergangenheit verfolgt ihn bis in die Tiefen des dichten Dschungels von Wallerfangen: Der Tote war in Steiners letztem Fall ein wichtiger Zeuge. Deshalb hält Kommissar Jürgen Schnur seine ehemaligen Kollegen für verdächtig. Für Steiner beginnt der Kampf gegen einen unheimlichen Mörder, der mit weiteren Bluttaten den großen Wald zu seinem Spielplatz und ihn selbst zur Marionette macht. Was dann ans Tageslicht kommt, übertrifft alles Erwartete."

Über die Autorin:

Elke Schwab ist am 3.6.1964 in Saarbrücken geboren und im Saarland aufgewachsen. Nach dem Gymnasium hat sie über zwanzig Jahre im Saarländischen Sozialministerium in der Abteilung Altenpolitik gearbeitet. Die Nähe zu Frankreich hat sie genutzt und sich ein altes Bauernhaus gekauft. Dort lebt sie mit ihrem Lebensgefährten, ihren Pferden, ihrem Esel und ihren Katzen. Von ihren Tieren und der friedlichen Umgebung lässt sie sich zu schauerlichen Kriminalromanen inspirieren.
Inzwischen gibt es von ihr zwei Krimireihen:
Die Kullmann-Reihe mit den Kommissaren Norbert Kullmann, Anke Deister, Erik Tenes und Jürgen Schnur und die Baccus-Borg-Reihe mit den Kommissaren Lukas Baccus und Theo Borg.
Im Februar 2013 wurde sie mit dem "Saarländischen Autorenpreis in der Kategorie Krimi" ausgezeichnet! Mehr über die Autorin: www.elkeschwab.de

Eigene Meinung:

Harald Steiner, ehemaliger Leiter des SEKs, ist nun Wildhüter. Nach seinem letzten, misslungenen Einsatz hat er seinen Beruf an den Nagel gehängt. Im Dorf hat er keinen einfachen Stand, war doch ein Einheimischer auf seinen Posten scharf. Er hat es mit Wilderern zu tun und als er eine kopflose Leiche in seinem Revier findet, wird er auch noch von Kommissar Jürgen Schur verdächtigt. War der Tote doch ein Beteiligter bei Harald Steiners letztem Fall. Es geschehen weitere Morde. Auf Harald Steiner scheint es der Mörder auch abgesehen zu haben, oder will der nur ablenken?
 

Wir erfahren die Geschichte aus der Sicht von Harald Steiner, dessen letzter Fall anfangs noch sehr geheimnisvoll bleibt, so dass wir immer neugieriger werden, was denn da genau passiert ist. In einzelnen Kapiteln ermitteln wir mit Kommissar Schur und seinem Team oder wir erfahren Wichtiges aus der Sichtweise von weiteren Figuren.

Die Kapitel sind kurz. Elke Schwab schafft es, die Spannung durchweg oben zu halten, da sie uns nur stückchenweise Harald Steiners letzten Fall präsentiert und das ganze Dorf von Verdächtigen zu wimmeln scheint. Dabei hat  fast jeder der Dorfbewohner ein Geheimnis, das nicht herauskommen soll.  Steiner ist nicht beliebt bei den Dorfbewohnern, es herrscht dort Neid und Missgunst.

Elke Schwab scheut sich nicht in diesem Krimi, eine sympathische Figur ins Nirvana zu befördern und überrascht uns mit einer unerwarteten Auflösung des Falles.

5/5 Sterne für den spannenden Krimi mit Lokalkolorit (der Krimi spielt im Jagdrevier rund um den Limberg),  sympathischen Ermittlern, spannendem Plot und vielen Verdächtigen. Ganz klar, Elke Schwab versteht ihr Handwerk!

Freitag, 24. Mai 2013

Rezension zu "Der Ring des Nibelungen" - Ein Opern(ver)führer von Ruprecht Frieling

Titel: Der Ring des Nibelungen - Ein Opern(ver)ührer
Autor: Wilhelm Ruprecht Frieling
Seitenzahl: 192 Seiten
Verlag: Internet-Buchverlag; Auflage: 1.0 (2. Januar 2013), TB
ISBN Nr.: 978-3941286511
Preis: 12,80 Euro 


  Kurze Inhaltszusammenfassung: 
"Richard Wagners »Gesamtkunstwerk«, die monumentale, ergreifende und bodenlos tiefe Geschichte vom Ring des Nibelungen, wird von Wilhelm Ruprecht Frieling atemlos, destilliert und völlig neuartig übersetzt und erzählt – als spannendster Krimi der Opernwelt. Der Autor geht dabei wie der Schöpfer der Oper vor, er präsentiert die vier Teile des insgesamt rund dreizehnstündigen Bühnenfestspiels: »Das Rheingold«, »Die Walküre«, »Siegfried« und schließlich »Götterdämmerung«. Es heißt, Geld verderbe den Charakter. Die Meinungen darüber sind geteilt. Armut beispielsweise ist kein Garant für »Charakter«, und ein mittleres Vermögen trägt ebenso wenig zur Charakterstärke bei. Doch wer bereits einen schlechten Charakter hat, kann der im Goldrausch noch tiefer fallen? Durchaus, er kann! Der Wirbel um das sagenhafte Rheingold beweist, dass in der auf Gold basierenden Macht Verderben ruht. Der unwiderstehliche Zauber, den das edle Metall ausübt, ist der Fluch, an dem die Menschheit zugrunde geht. Dies ist die zentrale Botschaft des Dramas vom Ring des Nibelungen. Mit dem Raub des Rheingoldes wird ausnahmslos alles entfesselt, was die Welt bis zum heutigen Tag in Atem hält: unbändige Gier, grenzenlose Liebe, abgründiger Hass, zehrender Neid, drängender Kampf um persönliche Freiheit. Antipoden krachen aufeinander: Menschen, Götter, Zwerge, Riesen, sphärische Wesen und grollende Naturgewalten. Mit einem Vorwort von Rüdiger Offergeld sowie einem Nachwort von Horst A. Bruno."

Über den Autor:
Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi ist als Autor und Verleger aktiv. Der Berliner veröffentlichte in deutschen und amerikanischen Magazinen; er publizierte dutzende teilweise hoch erfolgreiche Print-Bücher und E-Books. Frieling betreibt mehrere Medien-, Kunst-, Literatur- und Musik-Blogs. Er leitet das Portal www.literaturzeitschrift.de und wirkt als Produzent im Kulturbereich.


Eigene Meinung:

Ich bin kein Fan von Opern, höre Rock- und Popmusik, besuche gerne Musicals und Indie-Club-Konzerte.

Wagner erinnert mich immer etwas an ein Stück unschöne deutsche Vergangenheit.
Diese Zusammenfassung der Wagnerschen Ring-Tetralogie hat mich allerdings neugierig gemacht, hat Wagner hier doch sämtliche Motive aus der germanischen Sagen- und Götterwelt zu einer gigantischen Oper verwoben. Der Autor beschreibt recht kurzweilig die einzelnen Szenen, macht Anmerkungen zur Musik und zu den einzelnen Gestalten um die es geht. Teilweise in moderner Sprache und teilweise auch in der Sprache der Zeit, in der Wagner lebte.
Fantasy-Fans kommen hier auf ihre Kosten, hat Wagner Alben, Riesen, Drachen, Götter, Halbgötter und Menschen, schöne Frauen und edle Helden in sein Werk eingesponnen. Es geht um Neid, Missgunst, Verrat, Machthunger und Täuschung. Die einzelnen Figuren gieren nach Zaubergegenständen wie einer Tarnkappe, einem Ring, der Macht verspricht und natürlich nach dem Nibelungen-Gold. Helden und Götter, die allzu menschlich reagieren und letztendlich scheitern, sind Teil dieser Tragödie. Um es kurz zu machen, sehr spannend, diese Oper, 4/5 Sterne für das interessante Stück Allgemeinbildung!

Donnerstag, 23. Mai 2013

Rezension zu "Untat" von Guido Rohm, Krimi, Conte Verlag

Titel: Untat
Autor: Guido Rohm
Seitenzahl: 140 Seiten, Paperback
Isbn Nr. 978-3-941657-78-6

Verlag: Conte Krimi
Preis: 10,90 Euro 
Rezensionsexemplar über http://www.bloggdeinbuch.de/

 Klappentext:
"Wir sind nervös. Natürlich. Das wären Sie doch sicherlich auch, wenn sie sich in wenigen Minuten einem Verbrecher anvertrauen würden, oder?"
"Wie wird man zum Verbrecher? Zwei Journalisten heuern bei Oscar, einem "bösen Buben" an, und werden Augenzeugen einer Kindesentführung. Doch statt zu einer packenden Reportage entwickelt sich dieses Abenteuer zu einem Albtraum: Sind die Journalisten selbst Opfer - oder doch Täter? Ist Oscar ein Psychopath oder Aufschneider? Aus der vermeidlichen Distanz des Beobachters wird man hineingezogen in ein beängstigendes und brutales Geschehen."

Über den Autor:

Guido Rohm über sich:
Am Anfang stand meine Geburt im Jahre 1970. Später ergaben sich Kindheit und Jugend, die ich irgendwann abschütteln konnte. Ich rauche und schreibe in Fulda. Der Tod scheint mir unvermeidlich. Bis es soweit ist, trinke ich Kaffee und genieße die Aussicht von meinem Balkon.

Eigene Meinung:

Der Autor lässt die beiden Journalisten, von denen wir überhaupt nichts näheres erfahren, in der Wir-Form erzählen.
Wie es zu dem Kontakt der Journalisten mit Oscar kommt, der eine Kindesentführung plant, wird uns nicht erzählt.
Die Geschichte ist in kurzen Kapiteln mit kurzen Sätzen geschrieben. Das gibt dieser Geschichte Spannung und Tempo. Wir erleben die 6 Tage, die die beiden Journalisten mit dem Entführer verbringen, mit. Die Journalisten führen keinerlei Gespräche miteinander. Sie schauen weg, wenn Oscar etwas mit dem Mädchen im Keller vorhat. Sie schauen da lieber DVDs, die Oscar von dem Geld, das er von ihnen "geliehen" hat, besorgt hat. Und trinken mit Oscar zusammen Bier und essen Chips. So langsam verkommen die Journalisten, waschen sich nicht mehr, rasieren sich nicht mehr, fangen das Rauchen an, trinken den ganzen Tag lang Bier und schauen Pornos an. Oder ist es Oscar? Oder sind wir damit gemeint, die Leser, die zusehen, wie Oscar das Mädchen entführt?

Der Schreibstil von Guido Rohm gefällt mir. Sein schwarzer Humor, seine Kritik an der Gesellschaft, an der Zivilcourage von uns allen, unserem zu schnellen Wegsehen und Akzeptieren von Gewalt. Blos nichts tun müssen, wir bleiben da lieber bei Bier und Chips und sehen uns Pornos an - normalerweise machen wir das ja nicht, wir sind ja zivilisiert.

Allerdings ist die Geschichte relativ schnell erzählt, das Ende wirft Fragen auf. Wir dürfen uns ein Ende überlegen, das uns gefällt, oder hat er uns ein Ende vorgegeben?

Ein ungewöhnliches Buch. Allerdings würde ich dieses Buch eher als Kurzgeschichte bezeichnen. Mit 10,90 Euro ist es ganz schön viel Geld für 133 Seiten, die in 1 h gelesen sind. 

4/5 Sterne für diese ungewöhnliche, schwarzhumorige, ziemlich beklemmende und brutale Kurzgeschichte, die uns im Ungewissen lässt. 

Mittwoch, 22. Mai 2013

Autoreninterview mit Catherine Shepherd, Autorin von "Der Puzzlemörder von Zons" und "Der Sichelmörder von Zons"

Heute hat Catherine Shepherd meine Fragen beantwortet: 
 
1. Wie kamst du zum Schreiben?
Schreiben ist ein Hobby, das ich neben dem Beruf ausübe. Hauptberuflich bin ich bei einer Bank tätig, also in einem ganz anderen Bereich. Ich wollte einfach mal etwas anderes machen. Ich habe aber schon in der Schulzeit gerne geschrieben. In meiner Schublade befinden sich noch verschiedene Fantasy Skripte, die für eine Veröffentlichung allerdings zu kurz sind. Da mich mit zunehmenden Alter Thriller mehr fasziniert haben als Fantasy-Romane, habe ich mich zuerst auf dieses Genre gestürzt.  Die letzten beiden Werke habe ich veröffentlicht, nachdem ich gesehen hatte, dass es für Autoren bei Amazon KDP recht einfach ist, ein Buch zu veröffentlichen.

2. Was reizt dich am Schreiben?
Mich reizt vor allem, eine Geschichte zu erzählen, die spannend ist. Ich möchte meine Leser in den Bann ziehen und an die Geschichte fesseln. Ich sehe jede Szene erst wie einen Film in meinem Kopf ablaufen, bevor ich sie zu Papier bringe und alleine dieses eigene „Durchleben“ meiner Geschichte reizt mich am Schriftstellerdasein.

3. Wie kamst du auf die Idee zu einem Thriller, der in zwei Zeitzonen spielt?
Ich lebe mit meinem Mann in Zons. Ein einziger Spaziergang bei Nacht durch die engen dunklen Gässchen hat ausgereicht und die Idee des Puzzlemörders von Zons war plötzlich in meinem Kopf. Da Zons ein mittelalterliches Städtchen ist, wollte ich unbedingt eine Geschichte erzählen, welche die düstere Vergangenheit, aber auch die lebendige Gegenwart einbezieht. Ich liebe Geschichten über Zeitreisen und so lag es einfach nahe, den Thriller – mal ganz anders – in zwei Zeitzonen spielen zu lassen.

4. Wie sieht bei dir die Recherchearbeit aus?
Da in meinen Büchern auch tatsächliche historische Ereignisse beschrieben werden, nutze ich alle Quellen, die verfügbar sind. Die Orte, die ich in meine Geschichte aufnehme, wähle ich vorher sehr sorgfältig aus. Oft besuche ich die Schauplätze zu verschiedenen Tageszeiten und stelle mir die einzelnen Szenen dann „live“ vor. Auch historische Figuren werden von mir gründlich recherchiert, bevor sie in meinem Roman mitspielen dürfen.

5. Hast du damit gerechnet, dass "Der Puzzlemörder von Zons" so oft heruntergeladen wird?
Nein, dass war ein absoluter Überraschungserfolg für mich. Ich bin natürlich sehr glücklich darüber. Auch hätte ich nie damit gerechnet, das Buch als Taschenbuch herauszubringen. Aber nach kurzer Zeit hatte ich so viele Anfragen von Buchhandlungen, dass sich mittlerweile die dritte Auflage verkauft und ich sogar schon mehrere Lesungen und Signierstunden gehalten habe.

6. Können wir noch mehr eBooks von dir erwarten?
Ja, der Nachfolgeroman „Der Sichelmörder von Zons“ ist Anfang März 2013 erschienen und ich schreibe zur Zeit an der Vollendung der geplanten Triologie. Die Idee für mein viertes Buch geistert ebenfalls schon seit Monaten in meinem Kopf herum und ich bin froh, wenn ich endlich die Zeit finde, es auf Papier zu bringen.

7. Wie wichtig ist für dich der Kontakt mit deinen Lesern über FB, Homepage, Sozial Media?
Der Kontakt und das Feedback sind mir sehr wichtig. Ich nehme auch gerne Anregungen meiner Leser auf. Die Foltermethoden aus dem Sichelmörder stammen beispielsweise von einem Leser, der gleichzeitig auch ein guter Bekannter von mir ist. Auf meiner Facebook-Fanseite haben sich mittlerweile über 550 Fans angemeldet und auch auf Twitter habe ich etliche Follower. Zur Zeit sind es knapp über 400.

8. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Wenn ich nicht schreibe, arbeitete ich in einer Bank. Allerdings nicht als Verkäufer von Bankprodukten, sondern Projektmanagement und Einkaufsbereich. Ich gehöre also nicht zu den potenziellen Mordopfern des Sichelmörders, die sich der Todsünde „Reichtum ohne Arbeit“ schuldig gemacht haben.

9. Was liest du denn gerne, gedrucktes Buch oder eBook?
Ich lese gerade das neue Buch von Tess Gerritsen „Abendruh“ als ebook auf meinem Kindle.

10. Verrätst du uns etwas über dein aktuelles Projekt?

In meinem aktuellen Projekt geht es um einen jahrhundertealten Fluch, der in regelmäßigen Abständen in einer Zonser Familie immer wieder auftaucht und das Gute und Böse dieser Welt widerspiegelt. Eine junge Frau aus der Gegenwart versucht diesem Familienfluch zu entkommen. Sie hat sich wirklich eine geschickte Taktik ausgedacht und wir werden sehen, ob es ihr gelingt, das Böse zu besiegen. Ansonsten wird es im Polizeirevier Neuss einen Skandal geben. Kommissar Oliver Bergmann wird daraufhin nach Frankfurt/Oder versetzt, aber der Leiter der Kriminalkommission Hans Steuermark stellt schon bald fest, dass er ohne seinen besten Ermittler verloren ist.

Wer mehr über Catherine und ihre Bücher wissen möchte wird hier fündig: http://www.catherine-shepherd.com/
 
Vielen Dank, liebe Catherine. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern.

"Der Sichelmörder von Zons" hat mich total begeistert. Eine Rezension zu diesem eBook findet ihr auf meinem Blog. 

Sonntag, 19. Mai 2013

Rezension zu "Schuldig!, Krimireihe Kommissar Hartmann", Jens R.Willmann, Krimi, CreateSpace Independent Publishing Platform




Titel: Schuldig! Krimireihe Kommissar Hartmann, Band 4
Autor: Jens R. Willmann
Isbn Nr. 978-1482380163
Seitenzahl: 222 Seiten TB 
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 2 (8. Februar 2013)
Preis: 6,32 Euro



Klappentext:
"Beim Anblick des gefesselten Opfers sind die Ermittler der Mordkommission Wuppertal schockiert. Hauptkommissar Hartmann tappt wie sein gesamtes Team im Dunkeln, auch noch, als ihm die Parallelen zu früheren Hinrichtungen mit derselben historischen Foltermethode auffallen. Anonyme Drohungen machen dem sonst so souveränen Hauptkommissar ebenso zu schaffen wie familiäre Schwierigkeiten. Zu allem Überfluss lässt das nächste Mordopfer nicht lange auf sich warten, und Hartmann droht völlig aus der Bahn geworfen zu werden."

Über den Autor: 
Jens R. Willmann lebt und schreibt in Kiel. Sein 1. Buch "Ausflug ins Jenseits" veröffentlichte er bereits 2002, es folgte 2003 der 2. Krimi "Im Tal der Korruption" und 2005 bereits der 3. Wuppertal-Krimi "Skrupellos und ohne Reue". Der fünfte Hartmann-Krimi "Jenseits der Idylle", der in Kiel spielen wird, soll im Sommer 2013 erscheinen.
 


Eigene Meinung:
 "Schuldig!" ist der 4. Band der Krimi-Reihe um den in Wuppertal agierenden Hauptkommissar Marc Hartmann. Marc Hartmann, Einzelgänger und Familienmensch in einer Person (diesen Gegensatz wähle ich mit Absicht, denn genau das wirft Probleme auf) und Kettenraucher,  soll in einer Korruptionssache aussagen und wird bedroht.

Gleichzeitig muss er in einem Mordfall ermitteln, bei dem der Mörder altertümliche Foltermethoden angewandt hat. Hartmann und sein Team haben keinerlei Ansätze und bald geschieht ein weiterer Mordfall, der Hartmann ganz schön an die Nieren geht, weil er persönlich betroffen ist.

Der Schreibstil von Jens R. Willmann ist flüssig. Er schafft es, durch verschiedene Erzählperspektiven eine Spannung aufzubauen, die bis zum Schluss anhält. Die Themen Korruption und Selbstjustiz, um die sich dieser solide Krimi dreht, sind interessant und zeitgemäß.

Marc Hartmann ist ein Einzelkämpfer mit unkonventionellen Ermittlungsmethoden, der die meisten Zeugenbefragungen alleine vornimmt, sich von keinem seiner Kollegen helfen lässt und seine Kontakte nutzt, um die Fälle aufzuklären. Die vielen Dialoge machen den Krimi sehr lebendig.

Da viel Bezug auf die vorhergehenden Bände genommen wird, empfehle ich, die 3 Vorgänger-Hartmänner zu lesen, um einen Bezug zu der Figur des jetzigen Marc Hartmanns zu bekommen. Wir erfahren zwar sehr viel Persönliches über Marc Hartmann, trotz allem bleibt er mir etwas fremd, was ich auf die Entwicklung von Marc über die 3 Vorgängerbände zurückführe.

4/5 Sterne für diesen soliden Wuppertal-Krimi  mit komplexer Story um den coolen Marc Hartmann, der in diesem Krimi ziemlich viel einstecken muss. Ich bin gespannt auf den Kieler-Hartmann.
 






Donnerstag, 16. Mai 2013

Rezension zu "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes, Roman, Rowohlt Polaris

Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Autorin: Jojo Moyes
Seitenzahl: 512 Seiten
Isbn Nr. 978-3-499-26703-1 
Verlag: rororo 21.3.2013rororo  21.03.2013
Preis: 14,99 Euro



 
Klappentext:
 "Lou und Will

 Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt.
Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.

Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will.
Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird.

Eine Frau und ein Mann.
Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will"


Über die Autorin:

Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex.

Eigene Meinung: 

Louisa, Familienmensch mit etwas eigenwilligem Modegeschmack,  arbeitet in einem Café in einer Kleinstadt in England. Sie lebt noch  bei ihrer Familie und hat seit 7 Jahren einen Freund, Patrick, ein völliger Marathonfanatiker. Als der Besitzer des Cafés sein Café aufgibt,  sehen Louisas Jobperspektiven schlecht aus. Ihre Familie, die mit Opa und ihrer Schwester und deren Sohn auf engstem Raum lebt, ist auf Louisas Verdienst angewiesen. Der vermittelte Job in der Hähnchenfabrik beschert Lou Albträume. Der Jobvermittler hat tolle Alternativen, wie z. B. Tänzerin in einer Tabledance-Bar. Als ihr ein Job als Pflegerin angeboten wird, nimmt sie ihn notgedrungen an, obwohl sie keinerlei Erfahrung im Pflegebereich hat und sie auch kein gutes Gefühl dabei hat. Sie soll jedoch nicht die Pflege übernehmen, sondern Will, der im Rollstuhl sitzt und mit seinem Schicksal hadert, Gesellschaft leisten. Doch Will möchte eigentlich gar keine Gesellschaft haben ....

Anfangs erinnerte mich die Geschichte von Lou und Will sehr stark an den Film "Ziemlich beste Freunde". Es gibt viele Parallelen, z. B. stammt Lou auch aus einem total anderen sozialen Milieu als Will, unterscheidet sich von der Bildung, ihren Reiseerfahrungen und ihren Hobbys  auch sehr stark von Will. Auch die Unbekümmertheit, an die Lou an ihren Job herangeht und Will direkt die Meinung sagt, ist ähnlich wie in diesem Film.

Dennoch ist dieses Buch total anders.

Die Autorin schaffte es, mich von der ersten Seite an zu fesseln.

Lou erzählt uns ihre Sicht der Dinge in der Ich-Perspektive, ab und an kommen in einzelnen Kapitel weiter Figuren zu Wort, wie z. B. die Mutter von Will oder Treena, Lous Schwester.

Die Figuren in diesem Roman sind sehr lebendig dargestellt. Man sieht Louisa und Will direkt vor sich und erlebt deren Geschichte intensiv mit. Auch die Gefühle der Figuren kann uns die Autorin sehr gut vermitteln.

Wills Sarkasmus und schwarzen Humor ist so typisch Englisch. Ich mag diese Art von Humor.  Louisas frische, lebenslustige, etwas naive Art, sowie die Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit im Laufe der Geschichte, stehen im Gegensatz zu Will, der sein Leben vor seinem Unfall in vollen Zügen genossen hat und jetzt nur noch leidet.Diese Gegensätze bringen eine Spannung in die Geschichte.

Auch die weiteren Figuren  werden vor unserem inneren Auge lebendig. Treena, die ihrer Schwester Lou hilft, und dann wieder in totaler Konkurrenz zu ihr steht, kommt in manchen Szenen richtig sympathisch herüber, in der nächsten dann wieder total unsympathisch und egoistisch. Auch das macht die Story sehr real und lebendig, kann man sich das doch sehr gut vorstellen, wenn man eigene Geschwister hat.
 5/5 Sterne für dieses sehr berührende, mal traurige, mal total humorvolle Buch um eine ungewöhnliche,  tragische Liebe. Dieses Buch bringt uns die Themen, Freundschaft, Selbstbestimmung und Toleranz mit einer Brise englischem Humor näher. Es lässt keinen Leser kalt, stimmt ihn eher nachdenklich.  

Unbedingt lesen, ein absolutes Lesehighlight!







Freitag, 10. Mai 2013

Rezension zu "Leiden sollst du" von Laura Wulff, Mira Taschenbuch Verlag, Thriller

Titel: Leiden sollst du
Autorin: Laura Wulff
Isbn Nr. 978-3-86278-497-4
Seitenzahl: 400 Seiten

Verlag: Mira Taschenbuch
Preis: 8,99 Euro




Klappentext:
"Ein Mörder mit einem perfiden Plan, eine junge Frau auf Abwegen und ein Kommissar im Rollstuhl: der erste Fall für die Zuckers!
War es wirklich ein Unfall? Die 17-jährige Julia, monatelang vermisst, wird plötzlich tot am Kölner Rheinufer angespült. Gerichtszeichnerin Marie Zucker lässt das Ganze keine Ruhe - denn ihr Cousin Ben war mit der Toten befreundet, und jetzt scheint ihn ihr Tod kaltzulassen. Marie bittet ihren Mann Daniel um Hilfe, einen Kriminalkommissar, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist. Doch er zögert, wieder in den aktiven Dienst zurückzukehren, und zwingt sie so, zunächst auf eigene Faust ermitteln. Sie findet heraus, dass Ben seit Wochen bedroht und verfolgt wird. Und dann taucht die nächste grausam entstellte Leiche auf. Ist Marie dem Mörder etwa den entscheidenden Schritt zu nahe gekommen?"

Über die Autorin: 
Laura Wulff ist das Pseudonym der bekannten deutschen Autorin Sandra Henke, die in der Nähe von Köln lebt und arbeitet. Obwohl sie das Gelübde "Bis dass der Tod euch scheidet" ernst nimmt, hofft sie, dass ihr Name trotzdem nie in einer Ermittlungsakte der Kriminalpolizei auftauchen wird. Sie trinkt gerne ein Glas blutroten Wein, findet, dass Neid die Seele vergiftet, und könnte nicht für Schuhe morden, sondern für ein gutes Buch.


Eigene Meinung: 
Wir erleben im Prolog mit, wie Julia gequält und ermordert wird. Ihre Leiche wird am Rheinufer angespült. Julia war eine Freundin von Ben, dem Cousin von Marie. Ben hat ein Problem mit einem Geocache-Spiel, der Spielleiter legt scheinbar unerreichbare Caches und bedroht Ben, wenn er den Cache nicht findet.  Als Ben  Marie  von seinem Problem erzählt, will sie ihm helfen. Eine weitere Leiche taucht auf, die scheinbar nicht mit dem Fund von Julias Leiche zu tun hat. Die Ermittlungen gestalten sich für Ben und Julia extrem schwierig und sind auch sehr gefährlich ..

Ein interessantes Ermittlerduo, die Gerichtszeichnerin Marie Zucker und der Kriminalhauptkommissar Daniel, der im Rollstuhl sitzt und mit seinem Leben hadert. Auch seinen Beruf wird er wohl nie wieder ausüben können. Die beiden Hauptfiguren sind auch sonst sehr verschieden, Daniel hatte eine schwere Kindheit, Marie stammt aus gutem, reichem Hause, hatte allerdings eine eiskalte Mutter mit fragwürdigen Erziehungsmethoden. Beide Ehepartner haben einige Probleme aufzuarbeiten.

Neben den Ermittlungen stehen die Eheprobleme und Daniels Akzeptanz seiner Querschnittslähmung im Vordergrund, wodurch wir viel über Marie und Daniel erfahren.

Die Autorin hat eine sehr jugendliche Sprache gewählt, was zu diesem Thriller sehr gut passt. Die Geschichte erfahren wir durch verschiedenen Erzählperspektiven der Hauptpersonen. Die Szenen sind sehr lebendig beschrieben und wir lernen Köln näher kennen.

Wer der Mörder ist, und was wirklich passiert ist, konnte ich zwar ungefähr nach 200 Seiten erahnen, allerdings hat es an der Spannung nichts geändert, da ich unbedingt wissen musste, ob ich richtig liege,  und ob die Zuckers den Mörder finden und überführen können.

Fesselnd, spannend, einige ziemlich heftige Szenen, mit ungewöhnlichen, sympathischen Ermittlern und mit Lokalkolorit. 5/5 Sterne für den 1. Fall mit der Familie Zucker. Für mich als Geocacherin natürlich noch interessanter! Ich bin gespannt auf den 2. Fall von Marie und Daniel. 

Donnerstag, 9. Mai 2013

Rezension zu "Dein totes Mädchen", Alex Berg, Knaur Verlag, Thriller


Titel: Dein totes Mädchen
Autor: Alex Berg
Seitenzahl:352 Seiten

Isbn Nr.  978-3426513453
Verlag:  Knaur TB (2. Mai 2013)
Preis: 9,99 Euro
    Klappentext:
     "Caroline kann es immer noch nicht glauben, dass ihre Tochter Lianne tot ist. Ein tödlicher Verkehrsunfall hat die 26-Jährige aus dem Leben gerissen. Tage später stirbt auch der schuldige Autofahrer. Zerrissen von Trauer und Wut, flieht Caroline aus Hamburg in die Einsamkeit der schwedischen Wälder. Als sie das Haus ihrer Familie am See erreicht, wird sie von Erinnerungen überwältigt. Achtundzwanzig Jahre liegt ihr letzter Besuch zurück, doch es ist, als wäre sie nie fort gewesen. Und schnell wird klar, dass Caroline Schuldgefühle plagen, die über die Trauer weit hinausgehen. Umgeben von der tiefen Ruhe der schneebedeckten Wälder, entzieht sie sich immer mehr der Realität. Bis Kriminalkommissar Ulf Svensson, auftaucht, mit einem entsetzlichen Verdacht …"


    Über die Autorin:

    Alex Berg, geboren 1963, hat viele Jahre für norddeutsche Tageszeitungen als freie Journalistin geschrieben, bevor sie ihre ersten Spannungsromane verfasste. Mit ihrem Thriller "Machtlos" gelang Alex Berg ein hoch spannender und brisanter Auftakt zu der Reihe um die Hamburger Staatsanwältin Valerie Weymann und den BND-Agenten Eric Mayer. Hinter dem Pseudonym Alex Berg verbirgt sich die Autorin Stefanie Baumm.

    Eigene Meinung:

    Lilly kehrt nach Jahren zurück in ein abgeschieden liegendes Dorf in Schweden, wo sie ihre Kindheit verbracht hat. Ihre Tochter wurde bei einem Unfall getötet und wir Leser müssen annehmen, dass sie den Tod ihrer geliebten Tochter aufarbeiten möchte in der Abgeschiedenheit der schwedischen Wälder. Ulf, Kriminalkommissar in Stockholm und Lillys Jugendliebe,  bekommt über ein Radarfoto mit, dass seine Jugendliebe zurückgekehrt ist und reist auch in seine Heimatstadt zurück. Dort treffen sich die beiden und versuchen die Vergangenheit aufzuarbeiten.
    Der Autorin gelingt es von der ersten Seite an uns Leser zu fesseln. Sie bringt über Andeutungen und verschiedene Erzählstränge der beteiligten Personen Spannung in die Geschichte. Die Figuren werden vor unserem Auge lebendig. Wir tauchen in die Vergangenheit der vier Freunde ein und erfahren so langsam, was wirklich passiert ist.
    Von Anfang an ist klar, dass die Ulf und Lilly noch immer voneinander fasziniert sind, ihre Liebesbeziehung aber nur tragisch enden kann.

    5/5 Sterne für diese tragische, spannende Liebesgeschichte mit Thrillerelementen.

    Montag, 6. Mai 2013

    Mein Autoreninterview mit Heike Denzau für den Krimikiosk

    Für den Krimikiosk habe ich Heike Denzaus Krimi "Tod in Wacken" rezensiert, der mir sehr gut gefallen hat. Netterweise war die Autorin bereit, mir einige Fragen zu beantworten:

    HEIKE DENZAU über die Herausforderung, die Spannung vom Anfang bis zum Ende zu halten (Interview)


    Biggi Friedrich war wieder einmal kriminell neugierig für uns und hat bei Krimi-Autorin Heike Denzau, deren neuer Krimi TOD IN WACKEN sie begeistert hat, nachgefragt:

    Warum haben Sie mit dem Schreiben begonnen? 
    Eine aus dem Moment heraus entstandene Kurzgeschichte fand so viel Anklang, dass ich mich traute, sie für eine Anthologie beim Rowohlt-Verlag einzureichen. Als dann die Zusage des Verlages kam, hatte ich Blut geleckt. Wobei es in der damaligen Kurzgeschichte keinesfalls um Kriminelles ging, im Gegenteil: Protagonist war ein einflügliger Engel.
    Was fasziniert Sie am Schreiben von Kriminalromanen? 
    Die Faszination liegt in den entstehenden Figuren und deren Motivation. Warum ist der Täter ein Täter? Was brachte ihn dazu, den Mord zu begehen? Welche Geschichte steckt dahinter? Wie erlebt das Umfeld des Opfers den Verlust? 
    Und natürlich ist es die Herausforderung, bei einem Ermittlerkrimi – wie meine bisherigen Lyn-Harms-Krimis es sind - die Spannung vom Anfang bis zum Ende zu halten.

    Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ausgerechnet einen Krimi, der auf dem Wacken-Open-Air Festival spielt, zu schreiben? 
    Diese Frage ist schnell beantwortet: Meine Kommissarin Lyn Harms ermittelt bei der Mordkommission der Kripo Itzehoe. Und da Wacken im Zuständigkeitsbereich der Kripo Itzehoe liegt, lag es auf der Hand, dieses Mega-Festival in einen Fall einzubauen. Die Ausmaße des Festivalgeländes und die Menschenmassen bieten einfach eine geniale Kulisse.
    Welche Musik hören Sie normalerweise gerne? Sind Sie nach Wacken zum Heavy Metal Fan geworden? 
    Heavy Metal ist definitiv nicht die Musik, die ich bei einem Glas Rotwein auf meinem heimischen Sofa genieße. Die Bands und ihre Performance live vor Ort zu erleben, hat da schon einen anderen Charakter. Im Übrigen bin ich nicht auf eine Musikrichtung festgelegt. Ich mag viele Songs aus den Charts, ich höre sehr gern Adele, Katie Melua, Bryan Adams…Und bei Griegs „Morgenstimmung“ lässt es sich nicht nur gut auf dem Sofa liegen, sondern auch Bügeln.
    Wird es noch mehr Fälle mit Lyn und Hendrik geben? 
    Definitiv! Die Idee für den vierten Fall ist bereits geboren und wartet darauf, genährt zu werden. Und meine Leser warten darauf, zu erfahren, wie es in Lyns Privatleben weitergeht. Aber bevor ich mich an die Recherche mache, muss ich zuerst mein laufendes Projekt beenden. Zweigleisig zu fahren ist für mich keine Option.
    Ist während einer Ihrer Lesungen irgendwann einmal etwas Bemerkenswertes/Lustiges/ Skurriles passiert? 
    Bis auf die obligatorischen peinlich berührten Gesichter der Lesungsgäste, deren Handy klingelt, und die ich dann auch gern bitte, doch ranzugehen, ist es bisher eher unspektakulär zugegangen.

    In welchem Genre können wir kein Buch von Ihnen erwarten? 
    Sachbuch. 




    Gibt es eine/n Autoren/in oder Person der Zeitgeschichte, die Sie gerne einmal treffen möchten und was würden Sie sie/ihn fragen? 
    Sollte mir Joanne K. Rowling einmal über den Weg laufen, würde ich ihr sagen, dass „Harry Potter“ für mich ein Meisterwerk an Phantasie ist. Ich habe die Bände seinerzeit meiner Tochter vorgelesen, und wir haben diese Stunden genossen und die Bilder vor unseren Augen auferstehen lassen. Als dann später die Filme kamen, haben wir viele nette Details aus den Büchern vermisst.
    Was lesen Sie selbst gerade? 
    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand.



    Verraten Sie uns etwas über Ihr aktuelles Projekt? 
    Nur so viel: Es ist kein Krimi, sondern ein Mystery. Spannung und Witz sind garantiert. Und wer meine Kommissarin Lyn Harms mag, der wird auch diese Protagonistin lieben.

    Vielen Dank an Heike Denzau und Biggi Friedrichs für diesen kurzen Blick ins Autorenleben.

    Freitag, 3. Mai 2013

    Rezension zu "Danach" von Koethi Zan, Psychothriller, Scherz Verlag

    Titel: Danach
    Autorin: Koethi Zan
    Seitenzahl: 448 Seiten (1. Auflage 25.4.2013)
    Verlag: Scherz Verlag
    Isbn Nr. 978-3-651-00045-2
    Preis: 14,99 Hardcover

    Klappentext:

    "Du denkst, du hast das Schlimmste überlebt. Doch das wahre Grauen beginnt jetzt - Danach

    "In den ersten 12 Monaten und 11 Tagen unserer Gefangenschaft waren wir dort unten zu viert. Und dann nur noch drei. Es war still im Keller, und wir fragten uns, wer wohl als Nächstes dran sein würde.""


    Über die Autorin:
    Koethi Zan stammt aus Alabama und hat in Yale Jura studiert. Sie arbeitete als Anwältin für Film, Fernsehen und Theater, zuletzt beim Musiksender MTV. Heute konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben und hat bereits zahlreiche Ideen für weitere Thriller. Koethi Zan lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hudson im Bundesstaat New York.


    Eigene Meinung:

    Sarah und ihre Freundin Jennifer wurden nach dem Verkehrsunfall von Jennifers Mutter richtige Kontrollfreaks. Sogar einen Taxiservice bezahlen sie im Voraus, um jederzeit auf diesen Dienst zurückgreifen zu können. Eines abends nach einer Highschoolparty finden sie sich in einem Taxi wieder und stellen fest, dass sie zu einem Fremden ins Auto gestiegen sind. Pfefferspray und alles, was sie für den Notfall eingepackt haben, nützt ihnen nichts mehr. Sie finden sich in einem Verlies wieder. Nackt und angekettet. Jennifer ist in "der Kiste". Vor dieser haben die beiden Kellerbewohnerinnen, Christine und Tracy am meisten Angst. Jennifer kommuniziert anfangs noch über Klopfzeichen mit Sarah, dann nicht mehr. Die Mädchen sind den Gewaltfantasien eines Fremden, den wir später noch kennenlernen werden, ausgeliefert.
    10 Jahre nach dem 3jährigen Kelleraufenthalt soll "Jack" auf Bewährung frei kommen. Er hat geheiratet. Sarah, die noch immer in Therapie ist, kaum ihre Wohnung verlässt und keinem Menschen in die Augen blicken kann sollte etwas tun, damit Jack nicht wieder frei kommt.
    Ganz langsam erfahren wir Stück für Stück die Geschichte von Sarah, Jennifer, Tracy und Christine vor ihrem Aufenthalt im Kellerverlies. Sarah gelingt es, über ihren Schatten zu springen und Nachforschungen über Jack und seine Ehefrau anzustellen. Dabei muss sie sich mit ihrer Vergangenheit konfrontieren, was ihr natürlich überhaupt nicht leicht fällt. Der Leser leidet mit Sarah, kann ihre Ängste verstehen und hofft, dass Jack im Gefängnis bleiben wird

    Dieser unglaublich gut geschriebene Psychothriller lässt uns aus der Ich-Perspektive von Sarah an deren Geschichte teilhaben. Wir erleben ihre Ängste mit, die für uns nachvollziehbar sind. In Rückblicken, Gesprächen und Träumen erfahren wir, was Sarah und die anderen Mädchen erleiden mussten, dabei schafft es die Autorin unser Kopfkino zum Laufen zu bringen. Die Autorin geht bei den Schilderungen nicht ins Detail, dennoch wird der Leser das Grauen spüren, dem die Mädchen ausgeliefert sind. Die Atmosphäre im Verlies, das Konkurrenzdenken der Mädchen, ihre Angst vor Jack, die Erleichterung, wenn ihre Folterungen vorbei sind, sind für den Leser intensiv spürbar.

    Mittels Andeutungen, was Tracy z. B. in der Vergangenheit erlebte,  oder wie Sarah frei kam lässt sie den Leser Vermutungen anstellen und erzeugt eine unglaubliche Spannung. Wir wissen ja, dass Sarah frei kam, allerdings nicht wie. Zum Ende des Thrillers hin müssen wir feststellen, dass die Autorin noch einige Überraschungen bereit hält ...

    5/5 Sterne für diesen fesselnden, intensiven, hochspannenden Psychothriller mit glaubhaften Figuren - ein absolutes Thriller-Highlight. 

    Mittwoch, 1. Mai 2013

    Rezension zu "Benutzt", von Mark Franley, eBook, Psychothriller



    Titel: Benutzt
    Autor: Mark Franley
    eBook
    Taschenbuch: 332 Seiten
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (1.3.2013)
    Isbn Nr. 978-1482665055
    Preis TB: 10,97 Euro
    eBook: 2,69 Euro

     





    Kurze Inhaltszusammenfassung:
    2. überarbeitete Auflage 
    "Fassungslos müssen die beiden Kommissare Köstner und Groß dabei zusehen, wie tausende Menschen in den perfiden Plan eines Entführers hineingezogen werden. In seinem Spiel „Die Drei", nutzt er die abgestumpfte Sensationsgier der Medien gnadenlos aus und bringt Menschen wie dich und mich dazu, folgenschwere Entscheidungen zu treffen. Im Laufe der Ermittlungen wird der Fall immer undurchsichtiger. Die Grenzen zwischen Opfern und Täter verschwimmen mehr und mehr, denn „Unschuld" ist nur noch ein leeres Wort! „BENUTZT" ist hart, quälend und hinterlässt Spuren!" Nach den ersten, berechtigten Kritiken wurde das Buch einem professionellen Korrektorrat unterzogen und steht nun fehlerfrei zum Download bereit."

    Über den Autor:
    Lange Zeit hatte Mark Franley (Jahrgang 1972) nichts mit dem Schreiben im Sinn, fühlte sich aber neben seiner beruflichen Tätigkeit immer zu kreativen Hobbys hingezogen. Bevor er damit begann, Bücher zu schreiben, stellte er Holzschmuck her und widmet sich bis heute der Ölmalerei, mit der er auch an einigen Vernissagen teilnahm.
Lange Zeit versuchte er die Bilder in seinen Gedanken als Gemälde umzusetzen und fand dann im geschriebenen Wort ein Ventil, diesen Gedanken Leben einzuhauchen.
In seinem Debütwerk „Der heilige Arkh“ gebraucht Mark Franley nun erstmals Worte, um seine Gedanken in Bilder zu fassen. Mehr über den Autor erfahrt ihr hier: http://www.mark-franley.de/.

    Eigene Meinung:

    Kommissar Köstner und sein Partner Groß haben es mit einem kniffligen Fall zu tun. Ein Mann wurde von einem Auto überfahren. Handelt es sich hier um einen Unfall? Auf einem Video, das sie bekommen, scheint es sich um einen Unfall zu handeln. Die Rechtsmedizin stellt fest, dass der Mann vor seinem Tod gefoltert wurde. Der Tote ist der Sohn einer Richterin und deren Tochter wurde ebenfalls entführt. Zwei weitere Mädchen werden entführt. Sie scheinen den Entführer zu kennen.

    Der Entführer hat ein Spiel erfunden, an dem er die Internetgemeinde teilhaben lässt. Die Zuschauer sollen entscheiden, welches der Mädchen bestraft werden soll.

    Mark Franleys 2. Fall der Kommissare Köstner und Groß, schafft es von Anfang an den Leser in seinen Bann zu ziehen, man kann das Buch kaum aus der Hand legen, so spannend und fesselnd ist es!

    Raffiniert lässt uns Mark Franley in verschiedenen Erzählsträngen mit den entführten Mädchen leiden,  die weitere Vorgehensweise des Täters erfahren,   mit den beiden sympathischen Kommissaren ermitteln, im Laufe der Handlung das Motiv des Täters erfahren oder dajnter zu kommen,  wie die beteiligten Personen mit dem Täter in Verbindung stehen.

    Dabei hat der Autor unterschiedliche, mehr oder weniger sympathische,  glaubhafte  Figuren geschaffen, die teilweise Täter und Opfer in einer Person sind.

    Mit seinem Psychothriller übt er Gesellschaftskritik. Die Macht der Medien und die Mediengeilheit der Massen wird uns vor Augen geführt.

    Der Fall bringt die beiden Kommissare an ihre persönlichen Grenzen, insbesondere Kommissar Groß überschreitet eine Grenze. Uns Lesern wird ein temporeicher,   superspannenden Showdown beschert.

    Hier stimmt einfach alles! Plot, Motiv,  Figuren, Spannung!  5/5 Sterne für diesen megaspannenden, brutalen Psychothriller, der nichts für zartbesaitete Gemüter ist.



    Rezension zu "Ein angesehener Mann" von Abir Mukher Jee, übersetzt von Jens Plassmann, Heyne Verlag, historischer Kriminalroman

    T itel: Ein angesehener Mann Autor: Abir Mukher Jee Übersetzt von: Jens Plassmann Seitenzahl: 512 Seiten ( TB, 10.7.17) ISBN N...