Mittwoch, 22. Mai 2013

Autoreninterview mit Catherine Shepherd, Autorin von "Der Puzzlemörder von Zons" und "Der Sichelmörder von Zons"

Heute hat Catherine Shepherd meine Fragen beantwortet: 
 
1. Wie kamst du zum Schreiben?
Schreiben ist ein Hobby, das ich neben dem Beruf ausübe. Hauptberuflich bin ich bei einer Bank tätig, also in einem ganz anderen Bereich. Ich wollte einfach mal etwas anderes machen. Ich habe aber schon in der Schulzeit gerne geschrieben. In meiner Schublade befinden sich noch verschiedene Fantasy Skripte, die für eine Veröffentlichung allerdings zu kurz sind. Da mich mit zunehmenden Alter Thriller mehr fasziniert haben als Fantasy-Romane, habe ich mich zuerst auf dieses Genre gestürzt.  Die letzten beiden Werke habe ich veröffentlicht, nachdem ich gesehen hatte, dass es für Autoren bei Amazon KDP recht einfach ist, ein Buch zu veröffentlichen.

2. Was reizt dich am Schreiben?
Mich reizt vor allem, eine Geschichte zu erzählen, die spannend ist. Ich möchte meine Leser in den Bann ziehen und an die Geschichte fesseln. Ich sehe jede Szene erst wie einen Film in meinem Kopf ablaufen, bevor ich sie zu Papier bringe und alleine dieses eigene „Durchleben“ meiner Geschichte reizt mich am Schriftstellerdasein.

3. Wie kamst du auf die Idee zu einem Thriller, der in zwei Zeitzonen spielt?
Ich lebe mit meinem Mann in Zons. Ein einziger Spaziergang bei Nacht durch die engen dunklen Gässchen hat ausgereicht und die Idee des Puzzlemörders von Zons war plötzlich in meinem Kopf. Da Zons ein mittelalterliches Städtchen ist, wollte ich unbedingt eine Geschichte erzählen, welche die düstere Vergangenheit, aber auch die lebendige Gegenwart einbezieht. Ich liebe Geschichten über Zeitreisen und so lag es einfach nahe, den Thriller – mal ganz anders – in zwei Zeitzonen spielen zu lassen.

4. Wie sieht bei dir die Recherchearbeit aus?
Da in meinen Büchern auch tatsächliche historische Ereignisse beschrieben werden, nutze ich alle Quellen, die verfügbar sind. Die Orte, die ich in meine Geschichte aufnehme, wähle ich vorher sehr sorgfältig aus. Oft besuche ich die Schauplätze zu verschiedenen Tageszeiten und stelle mir die einzelnen Szenen dann „live“ vor. Auch historische Figuren werden von mir gründlich recherchiert, bevor sie in meinem Roman mitspielen dürfen.

5. Hast du damit gerechnet, dass "Der Puzzlemörder von Zons" so oft heruntergeladen wird?
Nein, dass war ein absoluter Überraschungserfolg für mich. Ich bin natürlich sehr glücklich darüber. Auch hätte ich nie damit gerechnet, das Buch als Taschenbuch herauszubringen. Aber nach kurzer Zeit hatte ich so viele Anfragen von Buchhandlungen, dass sich mittlerweile die dritte Auflage verkauft und ich sogar schon mehrere Lesungen und Signierstunden gehalten habe.

6. Können wir noch mehr eBooks von dir erwarten?
Ja, der Nachfolgeroman „Der Sichelmörder von Zons“ ist Anfang März 2013 erschienen und ich schreibe zur Zeit an der Vollendung der geplanten Triologie. Die Idee für mein viertes Buch geistert ebenfalls schon seit Monaten in meinem Kopf herum und ich bin froh, wenn ich endlich die Zeit finde, es auf Papier zu bringen.

7. Wie wichtig ist für dich der Kontakt mit deinen Lesern über FB, Homepage, Sozial Media?
Der Kontakt und das Feedback sind mir sehr wichtig. Ich nehme auch gerne Anregungen meiner Leser auf. Die Foltermethoden aus dem Sichelmörder stammen beispielsweise von einem Leser, der gleichzeitig auch ein guter Bekannter von mir ist. Auf meiner Facebook-Fanseite haben sich mittlerweile über 550 Fans angemeldet und auch auf Twitter habe ich etliche Follower. Zur Zeit sind es knapp über 400.

8. Was machst du, wenn du nicht schreibst?

Wenn ich nicht schreibe, arbeitete ich in einer Bank. Allerdings nicht als Verkäufer von Bankprodukten, sondern Projektmanagement und Einkaufsbereich. Ich gehöre also nicht zu den potenziellen Mordopfern des Sichelmörders, die sich der Todsünde „Reichtum ohne Arbeit“ schuldig gemacht haben.

9. Was liest du denn gerne, gedrucktes Buch oder eBook?
Ich lese gerade das neue Buch von Tess Gerritsen „Abendruh“ als ebook auf meinem Kindle.

10. Verrätst du uns etwas über dein aktuelles Projekt?

In meinem aktuellen Projekt geht es um einen jahrhundertealten Fluch, der in regelmäßigen Abständen in einer Zonser Familie immer wieder auftaucht und das Gute und Böse dieser Welt widerspiegelt. Eine junge Frau aus der Gegenwart versucht diesem Familienfluch zu entkommen. Sie hat sich wirklich eine geschickte Taktik ausgedacht und wir werden sehen, ob es ihr gelingt, das Böse zu besiegen. Ansonsten wird es im Polizeirevier Neuss einen Skandal geben. Kommissar Oliver Bergmann wird daraufhin nach Frankfurt/Oder versetzt, aber der Leiter der Kriminalkommission Hans Steuermark stellt schon bald fest, dass er ohne seinen besten Ermittler verloren ist.

Wer mehr über Catherine und ihre Bücher wissen möchte wird hier fündig: http://www.catherine-shepherd.com/
 
Vielen Dank, liebe Catherine. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern.

"Der Sichelmörder von Zons" hat mich total begeistert. Eine Rezension zu diesem eBook findet ihr auf meinem Blog. 

1 Kommentar:

  1. Eine rationale Handlung darf man bei diesem mystisch angehauchten Krimi nicht erwarten, aber spannend ist er trotzdem.

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