Montag, 6. Mai 2013

Mein Autoreninterview mit Heike Denzau für den Krimikiosk

Für den Krimikiosk habe ich Heike Denzaus Krimi "Tod in Wacken" rezensiert, der mir sehr gut gefallen hat. Netterweise war die Autorin bereit, mir einige Fragen zu beantworten:

HEIKE DENZAU über die Herausforderung, die Spannung vom Anfang bis zum Ende zu halten (Interview)


Biggi Friedrich war wieder einmal kriminell neugierig für uns und hat bei Krimi-Autorin Heike Denzau, deren neuer Krimi TOD IN WACKEN sie begeistert hat, nachgefragt:

Warum haben Sie mit dem Schreiben begonnen? 
Eine aus dem Moment heraus entstandene Kurzgeschichte fand so viel Anklang, dass ich mich traute, sie für eine Anthologie beim Rowohlt-Verlag einzureichen. Als dann die Zusage des Verlages kam, hatte ich Blut geleckt. Wobei es in der damaligen Kurzgeschichte keinesfalls um Kriminelles ging, im Gegenteil: Protagonist war ein einflügliger Engel.
Was fasziniert Sie am Schreiben von Kriminalromanen? 
Die Faszination liegt in den entstehenden Figuren und deren Motivation. Warum ist der Täter ein Täter? Was brachte ihn dazu, den Mord zu begehen? Welche Geschichte steckt dahinter? Wie erlebt das Umfeld des Opfers den Verlust? 
Und natürlich ist es die Herausforderung, bei einem Ermittlerkrimi – wie meine bisherigen Lyn-Harms-Krimis es sind - die Spannung vom Anfang bis zum Ende zu halten.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ausgerechnet einen Krimi, der auf dem Wacken-Open-Air Festival spielt, zu schreiben? 
Diese Frage ist schnell beantwortet: Meine Kommissarin Lyn Harms ermittelt bei der Mordkommission der Kripo Itzehoe. Und da Wacken im Zuständigkeitsbereich der Kripo Itzehoe liegt, lag es auf der Hand, dieses Mega-Festival in einen Fall einzubauen. Die Ausmaße des Festivalgeländes und die Menschenmassen bieten einfach eine geniale Kulisse.
Welche Musik hören Sie normalerweise gerne? Sind Sie nach Wacken zum Heavy Metal Fan geworden? 
Heavy Metal ist definitiv nicht die Musik, die ich bei einem Glas Rotwein auf meinem heimischen Sofa genieße. Die Bands und ihre Performance live vor Ort zu erleben, hat da schon einen anderen Charakter. Im Übrigen bin ich nicht auf eine Musikrichtung festgelegt. Ich mag viele Songs aus den Charts, ich höre sehr gern Adele, Katie Melua, Bryan Adams…Und bei Griegs „Morgenstimmung“ lässt es sich nicht nur gut auf dem Sofa liegen, sondern auch Bügeln.
Wird es noch mehr Fälle mit Lyn und Hendrik geben? 
Definitiv! Die Idee für den vierten Fall ist bereits geboren und wartet darauf, genährt zu werden. Und meine Leser warten darauf, zu erfahren, wie es in Lyns Privatleben weitergeht. Aber bevor ich mich an die Recherche mache, muss ich zuerst mein laufendes Projekt beenden. Zweigleisig zu fahren ist für mich keine Option.
Ist während einer Ihrer Lesungen irgendwann einmal etwas Bemerkenswertes/Lustiges/ Skurriles passiert? 
Bis auf die obligatorischen peinlich berührten Gesichter der Lesungsgäste, deren Handy klingelt, und die ich dann auch gern bitte, doch ranzugehen, ist es bisher eher unspektakulär zugegangen.

In welchem Genre können wir kein Buch von Ihnen erwarten? 
Sachbuch. 




Gibt es eine/n Autoren/in oder Person der Zeitgeschichte, die Sie gerne einmal treffen möchten und was würden Sie sie/ihn fragen? 
Sollte mir Joanne K. Rowling einmal über den Weg laufen, würde ich ihr sagen, dass „Harry Potter“ für mich ein Meisterwerk an Phantasie ist. Ich habe die Bände seinerzeit meiner Tochter vorgelesen, und wir haben diese Stunden genossen und die Bilder vor unseren Augen auferstehen lassen. Als dann später die Filme kamen, haben wir viele nette Details aus den Büchern vermisst.
Was lesen Sie selbst gerade? 
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand.



Verraten Sie uns etwas über Ihr aktuelles Projekt? 
Nur so viel: Es ist kein Krimi, sondern ein Mystery. Spannung und Witz sind garantiert. Und wer meine Kommissarin Lyn Harms mag, der wird auch diese Protagonistin lieben.

Vielen Dank an Heike Denzau und Biggi Friedrichs für diesen kurzen Blick ins Autorenleben.

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