Montag, 1. Juli 2013

Rezension zu "Gelöscht" von Tery Terry, Jugendbuch, Dystopie, Coppenrath Verlag



Titel: Gelöscht
Autorin: Tery Terry
Seitenzahl: 432 Seiten (gebundene Ausgabe, 1. Aufl. (Juni 2013)
Isbn Nr. 13-978-3649611837
Verlag: Coppenrath Verlag
Preis: 17,95 Euro 


Klappentext:
"Kylas Gedächtnis wurde gelöscht,
ihre Persönlichkeit ausradiert,
ihre Erinnerungen sind für immer verloren.
Kyla wurde geslated.
Aber die Stimmen aus der Vergangenheit lassen die Sechzehnjährige nicht los hat sie wirklich unschuldige Kinder bei einem Bombenanschlag getötet? Zählte sie zu einer Gruppe von gefährlichen Terroristen? Und warum steht ein Bild von ihr auf einer geheimen Webseite mit vermissten Kindern?
Kyla wird immer wieder von Flashbacks aus ihrem früheren Leben eingeholt und merkt allmählich, dass ihre wahre Identität ein großes Geheimnis birgt. Gemeinsam mit Ben, einem anderen Slater, in den sie sich verliebt, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen?"

Info über die Autorin:
Teri Terry lebte in Frankreich, Kanada, Australien und England, und hat dabei drei Abschlüsse, eine ganze Sammlung von Reisepässen und mehr Adressen, als sie zählen kann, erworben - und ganz nebenbei kam sie auch noch zu einem seltsamen Namen. Ihre häufigen Umzüge als Kind und auch als Erwachsene haben Teri häufig in eine Beobachterrolle gezwungen. Seitdem interessiert sich sehr für Personen, die in eine fremde Umgebung kommen oder sich dort eingliedern müssen, wie Kyla in ihrem Debüt Gelöscht.

Teri hat vor Kurzem ihre Anstellung als Bibliothekarin in Buckinghamshire aufgegeben, um sich voll und ganz auf ihre Arbeit als Autorin konzentrieren zu können. Zudem verfasst sie eine Masterarbeit über die Darstellung des Terrorismus in aktuellen Dystopien für Jugendliche.

Der erste Band ihrer Trilogie Gelöscht hat sich innerhalb von kürzester Zeit zu einem Bestseller entwickelt und wurde bereits in zehn Sprachen übersetzt.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Autorin: www.territerry.com 

Eigene Meinung:

Wir befinden uns im Jahr 2054 in England. Die Grenzen sind zu, das Land bekämpft den Terrorismus. Verbrecher unter 16 Jahren werden geslated, ihr Erinnerungsvermögen wird durch eine Operation gelöscht. Diese Slater müssen ein elektronisches Armband, ein Levo tragen, das ihre Gefühle kontrolliert.

So ein Slater ist Kyla. Sie bekommt ihre allerletzte Chance durch das Slaten. Doch Kyla ist anders als die übrigen Slater. Sie träumt und hat Erinnerungen an ihr früheres Leben. Außerdem ist Kyla sehr intelligent und stellt neugierige Fragen. Slater dürfen das nicht. Slater haben zu gehorchen. Das fällt Kyla schwer.

Diese spannende Dystopie wird uns aus der Sicht von Kyla in der Ich-Perspektive erzählt, so dass wir die Träume und Gedanken von Kyla hautnah miterleben. Von der ersten Seite an war ich vom Erzählstil der Autorin Teri Terry gefesselt. Sie zeichnet eine düstere Zukunft, einen Überwachungsstaat. Jeder Bürger ist unter Kotnrolle. Jeder hat Angst vor den Lordern, das sind Wächter, die alle kontrollieren. Obwohl die Autorin verzichtet, detailgenau das Leben dieser Bewohner zu erzählen, bekommen wir die Problematik der Bewohner dieses Zukunftsromans durch Kyla sehr intensiv mit. Für Kyla ist alles neu in dieser Welt, ihre Eltern, ihre Mitschüler, ihr ganzes Leben. Sie muss sich darin zurechtfinden und sie muss erkennen, wem sie vertrauen kann.

Temporeiche Actionszenen fehlen hier komplett. Solche Szenen würden hier auch nicht passen, denn das Leben in dieser Welt ist zu kontrolliert. Hier muss jeder Mensch aufpassen, was er sagt, er wird sonst verhaftet und verschwindet. Diese Stimmung und die Problematik wurde von der Autorin sehr gut beschrieben.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Intensiv, fesselnd, spannend 5/5 Sterne und meine Leseempfehlung für Jugendliche und Erwachsene, die mehr auf die leisen Zwischentöne stehen. Ein tolles Debüt und Auftakt einer Trilogie. Ich bin gespannt auf die weiteren Bände.

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