Montag, 8. Juli 2013

Rezension zu "Joyland" von Stephen King, Heyne Verlag, Roman

Titel: Joyland
Autor: Stephen King
Seitenzahl: 352 Seiten (gebundene Ausgabe, 17.6.2013)
Isbn Nr. 978-3-453-26872-2
Verlag:  Heyne Verlag
Preis: 19,99 Euro


Klappentext:

"Stephen Kings Bestseller Der Anschlag – seine Zeitreise in die Sechzigerjahre – wurde von der Kritik einhellig in höchsten Tönen gelobt. In Joyland nun nimmt der Autor den Leser auf einen Trip in die Siebzigerjahre mit. Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf.

Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht ..."

Über Stephen King:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Eigene Meinung:
Dieser Roman von Stephen King, ist in der Ich-Perspektive des Studenten Devin Jones verfasst. Devin Jones arbeitete im Sommer 1973 im Vergnügungspark "Joyland". Während seiner Tätigkeit dort, trennt sich seine 1. Liebe Wendy per Post von ihm. Er hat Liebeskummer und Selbstmordgedanken quälen ihn. Devin gewinnt in Tom und Erin zwei gute Freunde, mit denen er Jahre später auch noch Kontakt pflegt. Die Tätigkeit im Vergnügungspark macht ihm Spaß, er rettet 2 Menschen das Leben und wird zum "Helden" des Parks. Um seiner ersten Liebe nicht begegnen zu müssen, verlängert er den Aufenthalt in Joyland. Was ihm gar keine Ruhe lässt, ist der Mord, der 1965 in der Geisterbahn geschehen ist. Das ermordete Mädchen soll dort spuken, der Mörder wurde nie gefasst. Devins Freund Tom, der nicht an Übersinnliches glaubt, sieht das Mädchen. Dieses Erlebnis verängstigt ihn. Devin, der den Geist gerne  gesehen hätte, beginnt zu ermitteln. Dadurch setzt er einige Ereignisse in Gang ..

Die wunderschöne Frau mit ihrem behinderten Sohn und kleinem Hund am Strand, die er täglich sieht, beschäftigen Devin und er bekommt Kontakt zu dem Jungen.

Zusammen mit Devin bekommen wir einen Eindruck vom Leben in "Joyland", den verschiedenen Buden mit ihren Besitzern. Die Stimmung, die in den 70er Jahren in Amerika herrschte, hat Stephen King in dieser Erzählung eingefangen. King hat sie sehr gut wiedergegeben und eine tolle Atmosphäre geschaffen.


Stephen King schafft es, uns nach Joyland zu entführen, mit Devin seinen 1. Liebeskummer zu erleben, ungewöhnliche Erlebnisse zu haben und Devin bei seinen Ermittlungen zu begleiten. Die Figur von Devin gelangt während seiner Tätigkeit in Joyland zu einer gewissen Reife. Zum Ende der Geschichte hin wird die bis dahin unspektakuläre Geschichte temporeich und richtig spannend. Natürlich darf das Übersinnliche, Unerklärbare bei King nicht fehlen.

Stephen King spielt in diesem Roman, wie gewöhnlich mit der Sprache. Er bringt knallhart formulierte Sätze, die keiner auszusprechen wagt.

5/5 Sterne für diesen brillant erzählten King, der jedoch nichts für die Horror-Action-King-Fans ist, die würden enttäuscht sein.

Kommentare:

  1. hmm... also nichts für die Horror-King-Fans wie mich??
    Eher so wie Duddits oder Das Mädchen? Eigentlich war ich sehr gespannt, endlich mal wieder Neues vom Meister des Horror zu lesen...
    Na, vielleicht schau ich ja mal rein....
    Danke für die Rezi

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    1. Liebe Mona Lisa,
      dieser Roman kommt ganz ohne Horror aus und trotzdem ist er total klasse! Reinschauen lohnt sich, aber nicht enttäuscht sein. Er ist eher wie Duddits oder das Mädchen, das stimmt.
      Liebe Grüße
      Biggi

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