Montag, 5. August 2013

Rezension zu "Solange die Welt noch schläft", Petra Durst-Benning, Ullstein Verlag, historischer Roman



Titel: Solange die Welt noch schläft
Autorin: Petra Durst Benning
Seitenzahl: 496 Seiten
Isbn Nr. 978-3548285412
Verlag: www.ullstein-taschenbuch.de
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:

"Berlin, um 1890. Eine Gesellschaft, in der Männer die Zukunft bestimmen und Frauen gefälligst die Pedale einer Nähmaschine und nicht die eines Fahrrads zu treten haben. Doch der Jahrhundertwind fegt durch die Straßen und flüstert verheißungsvoll von Aufbruch und Abenteuer. Drei Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein können: Josefine, die Tochter eines Hufschmieds bricht in die Männerdomäne des Radfahrens ein und wird bitter dafür bestraft. Die brave Apothekertochter Clara will endlich frei sein von der Tyrannei ihrer Eltern. Und die Fabrikantentochter Isabelle sehnt sich nach der großen Liebe. Die Konventionen der Kaiserzeit, Standesdünkel und Vorurteile machen den jungen Frauen das Leben schwer. Doch der Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit ist unbezähmbar. Mutig macht sich das Freundinnentrio auf seinen Weg in eine neue, bessere Zukunft."

Über die Autorin:

Petra Durst-Benning ist eine der erfolgreichsten und profiliertesten deutschen Autorinnen. Seit über 15 Jahren laden ihre historischen Romane die Leserinnen ein, mit mutigen Frauenfiguren Abenteuer und große Gefühle zu erleben. Auch im Ausland und im TV feiern ihre Romane große Erfolge. Petra Durst-Benning lebt mit ihrem Mann bei Stuttgart.

Eigene Meinung:

Petra Durst-Benning hat mit ihrem historischen Roman "So lange die Welt noch schläft" einen total interessanten, fesselnden Roman geschrieben, der sich um den Beginn des Fahrradfahrens dreht.

Drei Freundinnen, die aus verschiedenen Gesellschaftsschichten kommen, sind völlig fasziniert vom Fahrradfahren. Für Josefine ist solch ein Rad, wie es der Vater ihrer Freundin besitzt, unerschwinglich. Sie darf sich das Fahrrad anfangs noch vom Vater ihrer Freundin leihen. Der Vater fürchtet jedoch um den schlechten Einfluss auf seine Tochter Isabelle, die eine gute Partie ist und schnellstmöglichst verheiratet werden soll. Doch Isabelle denkt überhaupt nicht daran, zu heiraten. Die Apothekerstochter Clara hingegen hilft ihrem Vater beim Salbenmischen und würde gerne an der Uni Medizin studieren. Sie verliebt sich in einen jungen Arzt und möchte ihn heiraten.

Anhand dieser drei jungen Frauen bietet uns Petra Durst-Benning einen spannenden Einblick ins Leben der Frauen um die Jahrhundertwende. Das Radfahren steht natürlich im Mittelpunkt, bedeutet es für die Frauen doch neu gewonnene Freiheit. Das Radfahren ist in dieser Zeit eigentlich nur den Männern erlaubt, was zu Spannungen zwischen den Geschlechtern führt.

Das Buch ist sehr schön illustriert mit Bildern von alten Rädern, Radrennen und passender Bekleidung für Fahrradfahrer.

Die Protagonistin Josefine, die es nicht leicht hat mit ihrer Familie, ist eine sehr sympathische Figur, so dass wir von der ersten Seite an hoffen, dass es das Schicksal gut mit ihr meint und sie ihre Träume verwirklichen kann. Auch die beiden Freundinnen von Josefine sind der Autorin sehr gelungen und bringen Spannung in die Geschichte, da jede der Freundinnen einen anderen Lebensweg beschreiten möchte.

Das bunte Treiben auf den Straßen von Berlin hat die Autorin wunderbar beschrieben. Wir radeln quasi mit Josefine durch die Straßen oder erleben ein Fahrradrennen. 

5/5 Sterne für diesen von der ersten Seite an fesselnden historischen Roman über Lebensträume, die verwirklicht werden wollen, die Liebe und Frauen, die sich über alle Konventionen hinwegsetzen.

Kommentare:

  1. Mein historisches Highlight von 2012!!! Ein tolles Buch und ich freu mich schon auf die Fortsetzung, die im herbst erscheint!
    Martina

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  2. Klingt ja klasse! Vor allem, weil das ein Zeitalter ist, an das sich bisher nicht so viele Autoren rangetraut haben. Meist sind historische Romane auf das Mittelalter beschränkt. Danke für den Tipp

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