Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rezension zu "61 Stunden Ein Jack-Reacher-Roman" von Lee Child, Blanvalet Roman, Thriller

Titel: 61 Stunden - Ein Jack-Reacher-Roman
Autor: Lee Child
Seitenzahl:  448 Seiten (gebundene Ausgabe)
Isbn Nr.: 13-978-3764504182
Verlag: Blanvalet Verlag (14.10.13)
Preis: 19,99 Euro

Klappentext:


"South Dakota im tiefesten Winter. Der Bus, in dem Jack Reacher unterwegs ist, gerät auf einer Brücke ins Schleudern und landet im Straßengraben. Weiterfahrt ausgeschlossen. In der nahen Kleinstadt Bolton schlüpft Reacher vorübergehend bei einem Cop unter - und erfährt, dass die örtliche Polizei eine Seniorin zu schützen versucht, die Zeugin eines Drogendeals wurde. Seine Alarmglocken schrillen, als kurz vor der Gerichtsverhandlung erst eine Gefängnisrevolte ausbricht und dann auch noch ein stillgelegtes Army-Flugfeld vor den Toren der Stadt von Schnee und Eis befreit wird. In der klirrenden Kälte krempelt Reacher die Ärmel hoch ..."

Über den Autor:

Lee Child wurde in den englischen Midlands geboren, studierte Jura und arbeitete dann zwanzig Jahre lang beim Fernsehen. 1995 kehrte er der TV-Welt und England den Rücken, zog in die USA und landete bereits mit seinem ersten Jack-Reacher-Thriller einen internationalen Bestseller. Er wurde mit mehreren hoch dotierten Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem "Anthony Award", dem renommiertesten Preis für Spannungsliteratur. Zuletzt von Lee Child bei Blanvalet: Underground: Ein Jack-Reacher-Roman


Eigene Meinung:  

Jack Reacher ist mit einem Reisebus voller Rentner unterwegs, als der Bus verunglückt. Es dauert sehr lange, bis Hilfe kommt. Eine brenzlige Situation, da der Unfall kurz vor einem Schneesturm passiert und einige Rentner dabei verletzt wurden. Jack, der Medizinkenntnisse besitzt, bietet natürlich sofort seine Hilfe an. Die Reisegruppe muss bis zum nächsten Tag  mit der Fortsetzung ihrer Reise warten, da erst dann ein neuer Bus die Gruppe erreichen kann. Im ganzen Städtchen sind die Motels und Pensionen ausgebucht, so dass die Rentner bei Privatpersonen untergebracht werden und Reacher bei einem Polizisten übernachten kann. Während er auf dem Polizeirevier wartet, bis der Polizist  seinen Dienst beendet hat, bekommt Reacher mit, dass Bolton so überlaufen ist, weil Besuchstag im Gefängnis ist. In diesem Gefängnis wartet der Chef eines Drogenrings auf seinen Prozess. Eine ältere Dame möchte als Zeugin gegen ihn aussagen. Diese Dame wird streng bewacht von der örtlichen Polizei, da vermutet wird, dass ein Anschlag auf die Zeugin geplant ist. Da die Polizei von Bolton verpflichtet ist, bei Alarm aus dem Gefängnis alle ihre Einsatzkräfte zu mobilisieren, wird wahrscheinlich von dort aus ein Ablenkungsmanöver gestartet werden. Der Polizeichef bittet Jack um Hilfe. Bald bricht die vermutete Revolte aus.

Dieser Thriller ist sehr fesselnd erzählt und verspricht Spannung von der ersten Seite an. Jack Reacher ist ein sympathischer Kämpfer für die Gerechtigkeit. Diese hat er beim Militär wohl nicht erfahren. Enttäuscht hat er dem Militär den Rücken gekehrt und reist jetzt ohne festen Wohnsitz und ohne Gepäck (er kauft alle 3 Tage neue Kleider) durch die USA. Doch wenn Hilfe gebraucht wird, bietet er diese an und gibt wirklich alles. Er ist eine sympathische, sehr eigenwillige Figur, unglaublich intelligent, was er uns und seiner Nachfolgerin beim Militär dadurch beweist, dass er ihr per Telefon einen Fall zu lösen hilft.
Die Telefonate zwischen Jack und seiner Nachfolgerin, die er Amanda nennt, sind gnadenlose Wortgefechte, leicht zynisch gehalten - ein Vergnügen, diese zu lesen!
Jack stößt auf skrupellose Drogenhändler und auf eine Bikerbande, die sich am Rande der Stadt niedergelassen hat und seltsamerweise von der Polizei geduldet wird. Er enthüllt so nach und nach eine politisch sehr brisante Angelegenheit, deren Ursprung in der Vergangenheit liegt.

Wir erfahren die Geschichte nicht nur aus Jacks Sichtweise, auch die Gegner lassen uns teilhaben an den Ereignissen.  Wir bekommen einen skrupellosen, kalten Drogenboss der sich "Plato" nennt zu Gesicht, der uns seine Pläne ganz langsam enthüllt.

Die Spannung in diesem Thriller steigert sich noch. Der Autor hat um uns zu verwirren, einige Überraschungen eingebaut, mehr kann ich ohne zu spoilern nicht verraten.

Wir zittern zusammen mit dieser netten, älteren Dame, die als Zeugin gegen einen Drogenboss aussagen möchte, und hoffen, dass sie überleben wird. Wir wollen die Bösewichte hinter Schloss und Riegel sehen und hoffen, dass der angesetzte Killer entlarvt und gestoppt werden kann. In einem atemberaubenden Finale in der Kälte,  muss Jack seine Intelligenz, seinen Mut und seinen Kampfgeist beweisen. Dabei wird Abschnittweise von den 61 Stunden ausgehend bis zum Finale heruntergezählt.  

5/5 Sterne für diese fesselnden, grandios spannenden Thriller, der ohne viel Blutvergießen auskommt, dafür tempo- und actionreich ist, mit einem interessanten Plot und raffinierten Dialogen. Spannendes Lesevergnügen pur!


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