Montag, 28. Oktober 2013

Rezension zu "Hitzemond " von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag, Kurzgeschichtensammlung

Titel: Hitzemond
Autor: Oliver Fehn
Isbn Nr. 13- 978-3981348293
Verlag: Pandämonium Verlag 1. Auflage (9/13)
Seitenzahl: 212 Seiten, broschiert

Preis: 17,95 Euro

 Klappentext:

"Lesen Sie das Buch nicht, wenn Sie soeben ein seelisches Tief durchlaufen oder sich allgemein leicht ängstigen“, warnt der Autor seine Leser in der Vorbemerkung. Doch in dem neuen Buch von Oliver Fehn geht es keineswegs um Geister, Vampire und Monster – nein, die Ängste, Abgründe und Schattenseiten des Menschen sind Thema dieser 12 Geschichten, die in trostlosen Dörfern, alten Schulhäusern, unheimlichen Dachböden, einsamen Bars, gigantischen Städten bei Nacht – und manchmal auch in ganz schlichten Kinderzimmern spielen. Der Autor, bekannt für seine bedrückenden Schilderungen des Bösen und Morbiden, führt hier seine Erzählkunst in neue Höhen, und das Risiko, bei vielen seiner Leser verschüttete Albträume zu neuem Leben zu erwecken, nimmt er dabei gern in Kauf."

Über den Autor:
Oliver Fehn, geboren 1960, ist Autor zahlreicher Romane und Sachbücher. Im Pandämonium-Verlag erschienen bisher sein Roman "Die Klavierbrücke", der Kurzgeschichtenband "Keiner will mehr nach San Francisco", sowie seine Übersetzung von Mark Twains Roman "Der geheimnisvolle Fremde". Neben seiner Autorentätigkeit arbeitet er vor allem als Übersetzer von Büchern aus dem Musikfachbereich.

Eigene Meinung: 

Oliver Fehn hat hier zwölf Kurzgeschichten geschaffen, die uns in die Abgründe der menschlichen Seele führen. Auch hier begegenen wir wieder  Oliver Fehns poetischem, geheimnisvollem Erzählstil, der hier jedoch etwas düster gehalten ist. Manche Geschichten sind leicht psychodelisch, surreal, manche nicht so richtig greifbar. In den  Geschichten spielt das Böse und Morbide eine größere Rolle.

Wie bereits in "Keiner will mehr nach San Francisco", begleitet Oliver Fehn uns durch seine Kurzgeschichtensammlung, indem er jede einzelne Geschichte durch einige Sätze einführt. Es entsteht so der Eindruck, Oliver würde neben uns sitzen und uns die Geschichten erzählen.

Besonders gut gefallen haben mir z. B. die Geschichten "Teen Angel" und "Schmuddelbuddel". In "Teen Angel" erzählt ein Junge ziemlich schonungslos einer Person namens "Azraela" seine ganz persönliche, ziemlich brutale Wahrheit. "Schmuddelbuddel" handelt von einem Freund eines Jungen, der nur für den Jungen sichtbar ist. "Vergessen, wie die Rosen" und "Türen aus Rauch" hängen zusammen und handeln von einer geliebten Lehrerin. Auch der "Ich"-Erzähler aus der "Klavierbrücke" ist in diesem Band vertreten.

4,5/5 Sterne für diese verstörende Kurzgeschichtensammlung. Gegruselt habe ich mich allerdings nicht, auch nicht unbedingt geängstigt. Ganz klare Leseempfehlung!




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