Montag, 4. November 2013

Rezension zu "Drecksspiel" von Martin Krist, Ullstein Verlag, Thriller

Titel: Drecksspiel
Autor: Martin Krist
Isbn Nr. 13-978-3548285375
Seitenzahl: 394 Seiten
Verlag: Ullstein Verlag (11.10.13 TB)
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
 "Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! – Hannahs Tochter schläft im Zimmer nebenan.
Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall ..."


Über den Autor:
 Martin Krist ist das Pseudonym des erfolgreichen Autors Marcel Feige. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften und lebt seit 1998 als Schriftsteller in Berlin. Weitere Infos unter: www.martin-krist.de


Eigene Meinung:
Zu den unzähligen Handlungen in diesem Thriller möchte ich nichts  verraten, da die Gefahr zu spoilern zu groß ist und ich die Puzzleteile, die den Leser erwarten, nicht zusammenfügen möchte, das macht ihr mal schön selber!

Dieser Thriller erfordert einiges an Konzentration, da Martin Krist  hier mit sehr kurzen Kapiteln und kurzen Dialogen arbeitet,  die oft mehr Fragen aufwerfen, als beantworten.  Seine Sprache ist sehr einfach gehalten. Eine der unzähligen Protagonisten in diesem Thriller Toni benutzt bei jedem seiner Auftritte in dem Buch "verfickte Scheiße", so dass es irgendwann nervt. Akzeptiert werden können diese Ausdrücke von den Ganoven, die es in diesem Thriller ziemlich viele gibt, die sparen aber auch nicht mit Flüchen und Ausdrücken, aber von Toni?

Wir begegnen in diesem Thriller sämtlichen möglichen Verbrechen einer Großstadt, wie z. B. Erpressung, Entführung, Korruption, Drogenmissbrauch, Drogenhandel, Mord und Folter um einige zu nennen. Kaum ein Verbrechen wird ausgelassen, alle irgendwie nur angeschnitten.

Zum Ende hin werden die unzähligen Personen und Handlungsstränge dann geschickt miteinander verwoben. Die entstandenen Unklarheiten werden beseitigt Mir wirkt das Ganze trotzdem etwas zu konstruiert, nur kurz angerissen.

Ein Personenverzeichnis am Anfang des Buches hilft uns bei dieser großen Anzahl von Personen etwas weiter. Leider sind die Personen dabei auch nur kurz beschrieben, z. B. "Caro sieht dem Tod in die Augen" und wer ist jetzt Caro?

Die beiden Anfangsszenen werden erst ganz zum Schluss wiederholt und es empfiehlt sich, diese Seiten noch einmal am Ende zu lesen.

Wir begeben uns in diesem Thriller nach Berlin, besuchen dort unzählige Schauplätze, Bordelle, Kneipen, und Restaurants.

Nach der "Mädchenwiese" war ich sehr gespannt auf Martin Krists neuen Thriller, da mir dieser Thriller total gut gefallen hat, vor allem der Erzählstil von Martin Krist. In diesem Thriller ist der Erzählstil total anders, teilweise wirken die kurzen Sequenzen ziemlich abgehackt.

3/5 Sterne für diesen ungewöhnlichen, durch die kurzen Kapitel sehr rasanten Thriller, der uns mit der Berliner Unterwelt bekannt macht und vermuten lässt, dass wir noch mehr Fälle mit David Gross als Ermittler verfolgen können.



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