Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rezension zu "Kälteeinbruch" von Jan-Erik Fjell, Krimi, Rowohlt TB

Titel: Kälteeinbruch
Autor: Jan-Erik Fjell
Isbn Nr.13-978-3499267406
Seitenzahl.560 Seiten (2.12.13)

Verlag: rororo
Preis: 9,99 Euro

Klappentext:
"Die Nr. 1 aus Norwegen legt nach: Ein neuer Fall für Kommissar Anton Brekke! Kurz vor Weihnachten schmuggelt der Kleinkriminelle Mielkos brisante Ware. Doch in einer Waldhütte bei Oslo wartet er vergeblich auf seinen Auftraggeber. Und statt Drogen findet er im Laster zwei kleine Jungen. Als Mielkos in der Hütte eine schalldichte Kammer entdeckt, ahnt er, was mit den beiden eigentlich geschehen sollte. Zur selben Zeit frönt Kommissar Brekke seinem geheimen Laster: Poker. Doch ein neuer Fall wartet. Ein Lehrer wurde ermordet. Ein unscheinbarer Mann, zurückgezogen, unauffällig. Schon bald zeigt sich: Stille Wasser sind tief. Und schmutzig. Der Ermittler: Name: Anton Brekke Alter: 41 Familienstand: geschieden, 1 Sohn Beruf: Hauptkommissar, Kripo Oslo, Kompetenzschwerpunkt: organisierte Kriminalität Besonderheiten: fragwürdiger Humor, heimliches Laster: Poker"

Über den Autor:
Jan-Erik Fjell (Jahrgang 1982) ist Radiomoderator und Schriftsteller. Für sein Krimidebüt «Der stumme Besucher» wurde er mit dem renommierten Preis des Norwegischen Buchhandels ausgezeichnet – so wie vor ihm Jo Nesbø, Anne B. Ragde, Per Petterson und Jostein Gaarder. Der erste Band um Kommisssar Brekke stand monatelang an der Spitze der norwegischen Bestsellerliste.
 
Eigene Meinung.
Kurz vor Weihnachten ist Bernandos Mielkos mit Schmuggelware auf dem Weg nach Norwegen. Der Kleinkriminelle, der nicht weiß, was er genau schmuggelt, wartet vergeblich auf den Empfänger der Ware. Der Mann, auf den er bei einer abgeschieden gelegenen Waldhütte gewartet hat, ist tot. Er sieht sich in der Hütte um und ihm wird sofort klar, was mit den beiden kleinen Jungs geschehen sollte, die er in seinem LKW findet. Nach einem Telefonat mit seinem Auftraggeber erhält er den Auftrag, die Kinder umzubringen. Er hat Skrupel davor und bringt damit nicht nur sich in Gefahr.
In einem weitereren Erzählstrang lernen wir den Ermittler Anton Brekke kennen. Der soll einen Mord an einem Lehrer aufklären. Bald ist ein Verdächtiger gefunden, doch Anton Brekke glaubt nicht, dass der Verdächtige der Mörder ist und ermittelt einfach weiter.

Dieser Krimi fängt bereits sehr spannend an. Der Leser fiebert mit den beiden Jungs und Mielkos. Leider hat es Mielkos mit einem äußerst brutalen Auftraggeber zu tun, der vor nichts zurückschreckt. Der Kleinkriminelle wird dem Leser fast sympathisch, hat er doch Gewissensbisse und versucht, die beiden Jungs zu retten.

Anton Brekke passt in das Bild eines Klischee-Kommissars und ist ein nicht unbedingt sympathischer Zeitgenosse. Er ist geschieden, hat ein Kind und lässt den "Neuen" seiner Ex überprüfen. Er befördert den jungen Kollegen Torp, der gerne zur Kripo möchte, kurzerhand in sein Team. Torp ist eigentlich im Polizeirevier für den Innendienst vorgesehen. Das stört Brekke gar nicht. Brekke handelt ziemlich unkonventionell und ohne die Vorgesetzten zu informieren, da sind Schwierigkeiten vorprogrammiert. Er hat ein großes Laster, das Pokerspiel. Mit Frauen hat Brekke kein Glück. Mit im Ermittlungsteam ist Brekkes Kollege Kval, dessen Kind seit  Jahren vermisst wird. Er hat immer noch Hoffnung, dass sein Sohn noch auftauchen wird. Im Ermittlungsteam herrscht eine gute Stimmung, ab und an gibt es natürlich ein Geplänkel zwischen den Kollegen.

Die verschiedenen Handlungsstränge wechseln sich ab. Wir erhalten auch einen Einblick in die Absichten des Auftraggebers von Mielkos und sind somit  den Ermittlern und Mielkos immer einen Schritt voraus.

4/5 Sterne für den spannend erzählten Krimi mit einem überraschenden Ende. Hier war mir der Kommissar etwas zu klischeemäßig.




   


 

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