Dienstag, 29. Januar 2013

Rezension zu "Die Schriften von Accra" von Paulo Coelho, Diogenes Verlag


    Titel: Die Schriften von Accra
    Autor: Paulo Coelho
    Seitenzahl: 192 Seiten
    Isbn Nr. 13-978-327068481
     Preis: 17,90 Euro 

    Klappentext:
    "Er ist vor langer  Zeit auf die Suche nach Abenteuern und Reichtum in die Welt hinausgegangen und zufällig in Jerusalem gelandet. In einer magischen Nacht, als ein feindliches Heer die Stadt bedroht und alles verloren scheint, antwortet der geheimnisvolle Fremde auf die großen Fragen der Menschheit, die über Jahrtausende immer wieder gestellt werden: Liebe, Sex, Mut, Siegen und Scheitern, Alleinsein können und friedliches Miteinander. 
      Ein Buch darüber, dass man jeden Augenblick so bewusst leben soll, als wäre es der letzte, und dass man seine Träume nicht aufschieben soll."
      Über den Autor:
      Paulo Coelho, geb. 1947 in Rio de Janeiro, ist einer der meistgelesensten Schrifsteller der Welt. Seien Romane, insbesondere: Der Alchimist, Veronika beschließt zu sterben, Brida, Elf Minuten und Aleph wurden Weltbestseller, die in einer Auflage von über 142 Millionen Exemplaren in 73 Sprahen über 160 Ländern erschienen sind. 
       Eigene Meinung: 
      Schon das Cover lässt Vermutungen über den Inhalt des Buches zu und passt sehr gut.
      Ein Ginkgo-Blatt, das das ewige Leben symbolisiert und in China als Tempelbaum verehrt wird. Ein Ginkgo-Baum ging in Hiroshima bei der  Atombombenexplosion 1945 in Flammen auf, im selben Jahr ausgetrieben und weitergelebt.

      Am 14.7.1099 steht vor den Toren Jerusalems das Heer der Kreuzritter. Eine kleine Gruppe verschiedener Menschen versammeln sich um einen Fremden, er wird der Kopte genannt und ist aus Athen. Er antwortet der Gruppe auf ihre Fragen, auf die großen Fragen der Menschheit. 
      Der Erzähler ist erst 21 Jahre, glücklich verheiratet, wird von seinen Eltern geliebt. Es wird wohl sein letzter Abend sein, von dem er uns berichten kann. Im selben Hof, in dem Pontius Pilatus Jesus der Menge zur Kreuzigung übergeben hatte, haben sich verschiedene Menschen aus Jerusalem versammelt um "dem Kopten" zuzuhören. 
      Der Kopte wird als seltsamer Mensch beschrieben, der in jungen Jahren seine Heimatstadt Athen verlassen hat um Abenteuer zu erleben und Reichtum zu erlangen. Halb verhungert kam er in Jerusalem an und wurde freundlich aufgenommen. Er hat sich keiner Religionsgemeinschaft angeschlossen und glaubt nur an die göttliche Kraft und an den Augenblick.
      Die verschiedenen Menschen stellen dem Kopten fragen, über die Niederlage, über die Besiegten, über das Alleinsein, Nicht-Gebraucht-Werden, Angst vor Veränderungen, Sex, die Unsicherheit, welcher Weg eingeschlagen werden soll, Erfolg, Feinde, welche Waffen benutzt werden sollen, wenn alles verloren scheint.
      Der Kopte weiß auf alle Fragen eine Antwort. An Beispielen, die er aus der Natur wählt, weist er den Menschen, die in Fragen, einen Weg. Er rät, im Augenblick zu weilen, keine Angst vor Veränderungen zu haben, da sich die Natur ständig ändert. Er philosophiert über die Liebe zu allem was ist, die wir in allem Tun spüren sollen, ansonsten ist der Augenblick vergeudet. Die Menschen sollen so leben und lieben, als wäre jeder Augenblick ihr letzter. Träume dürfen nicht aufgeschoben werden, sondern müssen gelebt werden.
      Diese Weisheiten können wir in die heutige Zeit übertragen. Würden wir so leben, würde die Erde nicht zerstört werden, grenzenlose Gier würde die Umwelt nicht vernichten und Kriege würden nicht geführt werden. Der Mensch würde erkennen, dass alles göttlich ist und ihre Seele unzerstörbar ist. Der Kopte ist keiner Religionsgemeinschaft zugehörig. Zum Glauben und danach leben, wird keine Religion benötigt. 
      Die einzelnen Fragen sind auf der 1. Seite des entsprechenden Kapitels aufgeführt, so dass der Leser zwischendurch immer mal wieder die Antwort auf eine dieser Frage durchlesen kann, wenn er dazu das Bedürfnis hat.
      5/5 Sterne für diesen sehr weisen, philosophischen Roman über die großen Fragen der Menschheit, die zu allen Zeiten und Lebenslagen Gültigkeit haben. 
       
       

       

       
       

    Montag, 28. Januar 2013

    Rezension zu "Strange Days 1" von Fred Ink, Books on Demand GmbH, Fantasy-Roadmovie

    Titel: Strange Days 1
    Autor: Fred Ink
    Isbn Nr. 13-978-3842351554
    Seitenzahl: 217 Seiten
    Verlag: Books on Demand GmbH
    Preis: 13,90 Euro

    Klappentext:

    Was tust du, wenn dich geflügelte Killer jagen, die niemand außer dir sehen kann? Und was denkst du, wenn sich die deinem Kater entsprungene Einbildung als real entpuppt?

    Alex Venedigs Leben scheint eine Gratwanderung zwischen Wahnsinn und Halluzination zu sein: Eine Verflossene,  gegen die aller Alkohol der Welt nichts hilft, ein blaues Äffchen namens Mojo, das schreckliche Gefahren prophezeit, ein durchgeknallter Polizist, der ihn umbringen will ..

    Aber alles ist real, selbst die Monster, die ihn bis in die Wohnung seines Freundes David verfolgen. Die beiden Jungs müssen verschwinden, und es gibt nur einen Ort, an den sie fliehen können: die Welt des kleinen blauen Affen. Sie ahnen nicht, dass dort noch viel größere Schrecken auf sie lauern ..
    Folge Alex und David in den Beginn einer Fantasy-Trilogie voller Action, Humor, Parallelwelten, Sex, Drogen und Gewalt,  gewürzt mit einer Meserspitze Horror und abgeschmeckt mit einer goßen Prise Lovecraft!

    Über den Autor:
    Fred Ink wurde am 08. Mai 1980 in Tübingen geboren.
    Nach Abitur und Zivildienst absolvierte er eine Ergotherapie-Ausbildung, fasste in diesem Beruf jedoch nie Fuß. Stattdessen verschlug es ihn zum Studieren nach Berlin. Derzeit befindet er sich in den Endzügen eines Biologie-Studiums.
    Seit seiner Kindheit verschlingt Fred Ink fantastische Bücher jeglicher Art. Von der Fantasy kam er über die Science-Fiction zum Horror und schließlich zu knallharten Thrillern. Und als er vor einigen Jahren H.P. Lovecraft für sich entdeckte, reifte in ihm endgültig der Plan, das Positive all dieser Einflüsse in einer einzigen Geschichte zusammenzubringen.
    Somit war die Idee für seinen ersten größeren Roman "Strange Days" geboren, an dem er im Herbst 2008 zu arbeiten begann. Fred Inks Ziel war es, das Manuskript für alle drei Teile zu Papier zu bringen, bevor er sein Studium abschließt. Und dank einer Muse, die ihn unerbittlich antrieb, hat er das auch tatsächlich geschafft. Mehr über den Autor auf Face-Book oder über die Webseite: www.fred-ink.bodautor.de

    Eigene Meinung:

    Fred Ink schreibt jugendlich, frisch, humorvoll, spannend, action-  und temporeich.

    Sein Held Alex ist ein chaotischer Student, der gerne ein Glas zuviel trinkt oder zusammen mit seinem Freund David einen Joint raucht. Sein Leben ist etwas aus den Fugen geraten, da seine große Liebe ihn verlassen hat.
    In Rückblicken erfahren wir in einzelnen erotischen Szenen andeutungsweise etwas über sie.

    Als Alex eines morgens nach einem Alkoholexzess ein blaues Äffchen entdeckt, glaubt er, an Halluzinationen zu leiden. Das Äffchen warnt ihn vor einer Gefahr und wird Recht behalten ..

    Diese Geschichte wirkt sehr surreal, die Parallelwelt ist farbenfroh und bildgewaltig erzählt, teilweise wirken die Figuren wie aus einem Comic oder einem Videospiel entsprungen. Alex und David müssen in den zahlreichen Actionszenen Gefahren überstehen und über sich hinauswachsen. Da hier Lovecraft erwähnt wird, habe ich eine unheimliche, gruselige Geschichte erwartet, die Figuren könnten zwar aus Lovecrafts phantastischen Erzählungen stammen, allerdings ist die Atmosphäre hier eher witzig, frech und modern.

    4/5 Sterne für diese actionreiche, witzige, surreale Fantasy-Geschichte. Ich bin gespannt, wie sie weitergeht!

    Sonntag, 27. Januar 2013

    Rezension zu "Der Sarg" von Arno Strobel, Fischer Taschenbuch Verlag, Psychothriller


    Titel: Der Sarg
    Autor: Arno Strobel
    IsbNr. 978-3-596-19102-4
    Seitenzahl: 384 Seiten
    Verlag:  Fischer Taschenbuch Verlag
    Preis: 9,99 Euro



    Klappentext:



     
    "Sie wacht auf. Es ist dunkel. Zu dunkel. Sie kann nichts erkennen. Kein Lichteschein durch die Jalousien, keine Leuchtziffern auf dem Wecker. Nichts. Sie will sich aufrichten. Es gelingt ihr nicht. Ihr Kopf schlägt dumpf gegen Holz. Sie ist gefangen. Sie liegt in einem Sarg. Und niemand hört sie schreien."


    Über den Autor:

    Arno Strobel, 1962 in Saarlouis geboren, studierte Informationstechnologie und arbeitet heute bei einer großen deutschen Bank in Luxemburg. Mit dem Schreiben begann er im Alter von fast vierzig Jahren. Arno Strobel lebt mit seiner Familie in der Nähe von Trier.

    Eigene Meinung:

    Eva, von Beruf Tochter und Erbin einer großen Kölner Firma, hat immer wieder denselben Traum: Sie erwacht in einem Sarg gefangen und kann sich nicht aus ihm befreien. Sie weiß nicht, wie sie in den Sarg gekommen ist. Nach diesem beängstigenden Traum wacht sie in ihrem Bett auf, hat allerdings verschiedene Verletzungen, die sie sich nicht erklären kann.

    Parallel dazu ermittelt die Kölner Polizei in einem Mord, bei dem das Opfer lebendig begraben wurde. Nur durch Hinweise, die sie vom Täter selbst erfahren, finden sie das Grab. Dann geschieht ein weiterer Mord ..


    Dieser Thriller ist in kurzen Kapiteln gehalten, in denen wir durcheinzelne  Erzählstränge  die verschiedenen Personen kennenlernen. In einem Erzählstrang erleben wir, was Eva im Sarg durchlebt, ihre Ängste und Gedanken, dann lernen wir Britta kennen, die den Täter zu kennen glaubt. In weiteren Kapitel bekommen wir die Gedanken des Täters erzählt und wie er sein zweites Opfer kennenlernt. Wir begleiten das Ermittlungsteam um Bernd, den wir bereits aus dem Buch "Das Wesen" kennen,  bei ihrer Tätigkeit erfahren dabei von Probleme,die zwischen den Kollegen herrschen. 

    Alle Personen, die im Laufe der Handlung auftauchen, scheinen in den Fall verwickelt zu sein . Jeder der Familie Rossbach und ihrer Angestellten halten Infos zurück und haben eigene Interessen wie Machtansprüche oder Geldgier.


    Dieser Psychothriller ist fesselnd und sehr spannend erzählt ohne Cliffhanger. Das Thema ist sehr  interessant und führt in menschliche Abgründe. Ich persönlich habe allerdings mehr erwartet. 

    Die Figuren haben wenig Tiefe, die Dialoge wirken etwas konstruiert.  Eva und der Psychiater wirken etwas unglaubwürdig und mir war ziemlich schnell klar, um was es genau hier geht. Trotzdem bleibt die Story spannend, da ich unbedingt wissen musste, ob ich richtig liege.

    Meine  Erwartungshaltung war hier hoch, da mir "Das Wesen" richtig gut gefallen hat, auch "Das Skript" habe ich verschlungen, daher 4/5 Sterne für diesen Psychothriller. Arno Strobel kann es einfach besser!

    Mittwoch, 23. Januar 2013

    Autoreninterview mit Hans J. Muth / Hannes Wildecker


    • Heute durfte ich Hans J. Muth/Hannes Wildecker interviewen, dessen Thriller "Nahtlos" mir sehr gut gefallen hat:

      Wie kamst du zum Schreiben?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Früher habe ich fachliche Abhandlungen geschrieben, kam dann zur Lyrik, der ich immer noch ein wenig, je nach Zeit, fröne. Insgesamt 11 Gedichte sind in den Anthologien der Frankfurter und Münchener Bibliotheken erschienen. Erst nach Ende meiner Dienstzeit hatte ich die Muße, mit dem Schreiben von Romanen zu beginnen.

      War es schwierig, einen Verlag zu finden für deine 1. Veröffentlichung?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Ja, es brauchte über ein Jahr. Zahlreiche Angebote von sogenannten Druckkostenzuschuss-Verlagen, die mich nicht interessierten und mangelndes Interesse der Verlage an Regio-Krimis, was sich in der Folgezeit ja schlagartig geändert hat. Dann hatte ich plötzlich zwei Verlage, schreibe jedoch derzeit nur für den s.mo-Verlag, weil der zweite Verlag ich auf jährlich 2 Romane festlegen wollte. Das geht gar nicht.

      Wie gehst du bei deinen Recherchen vor?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Das ist unterschiedlich, aber interessant. Meine Hunsrück-Krimis schreibe ich aus dem Ärmel. Die dienstlichen Wege kenne ich, ebenso die Region, in der ich lebe. Mit den Rom-Thrillern ist das anders. Karl May hatte es damals schwer. Aber in der heutigen Zeit hilft das Internet. Google-Earth, Street view und vieles andere mehr sorgen dafür, dass man genau beschreiben kann, wo genau etwas passiert oder wie eine Örtlichkeit aussieht. Ich bin sogar der Meinung, dass man es auf diese Weise besser kann, als wenn man in wenigen Tagen an Ort und Stelle recherchiert. Rezensionen von „Nahtlos“, der ja in Rom, Ägypten und Jerusalem spielen, geben mir da Recht (gut recherchierter Thriller…)usw.

      Was machst du, wenn du nicht schreibst?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Meine Hobbys sind vielfältig, haben sich aber auf das Schreiben reduziert. Früher war ich Karate-Trainer, habe 30 Jahre lang musiziert, mich dann für 10 Jahre in die Kommunalpolitik verlaufen. Heute bin ich nur noch gerne Opa für meinen Enkel Nic.

      Kannst du uns von einem witzigen/kuriosen Erlebnis mit einem Fan bzw. bei einer Lesung berichten?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Hunsrück- und Eifel-Krimis sind Krimis, die auf dem Land spielen mit einer Bevölkerung, die manchmal sehr markig daherkommt. Dass sich ein Eifeler bei einer meiner Lesungen darüber äußerte, dass sich die beiden, nur durch die Mosel getrennten Rheinischen Schiefergebirge, in ihrer Ruppigkeit in nichts nachstehen, amüsierte doch schon.

      Durch die E-Books ist es für angehende Autoren einfacher geworden, ein Buch zu veröffentlichen. Wie beurteilst du den E-Book-Markt?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Mit gemischten Gefühlen. Der eBook-Markt ist nicht mehr aufzuhalten. Das ist auch gut so, denn die Zeit bleibt nicht stehen. Aber ich sage es geradeheraus: Es wird zu viel Schrott zu einem kleinen Preis angeboten, was bedeutet, niemand regt sich darüber auf. Was sind denn schon 99ct.? Weg damit und ein neues kaufen. Ich weiß nicht, wie man das in den Griff bekommen kann, aber irgendwo müsste es eine Kontrolle geben, die über Erscheinen oder Nichterscheinen entscheidet. Ich habe auch einen eBook-Reader. Aber ein richtiges Buch riecht noch nach Buch. Ich hoffe, dass dies noch lange so bleiben wird.

      "Nahtlos" spielt in Rom mit einem italienischen Kommissar  "Commissario Sparacio"als eine der Hauptfiguren. Warum hast du Rom als einen der Hauptschauplätze in diesem Thriller gewählt und einen italienischen Commissario?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Rom fasziniert mich, die Mentalität, der Klerus, der Mythos. Aber gerade deswegen sind meine Rom-Thriller keine Vatikan-Thriller, auch wenn die Geistlichkeit ihren Platz darin findet.
      Biggi: Was hast du mit Commissario Sparacio gemeinsam?
      Hannes Wildecker/Hans J. Muth: Irgendwo sind immer Gemeinsamkeiten zwischen Autor und Romanfigur zu erkennen. Vielleicht habe ich das Gerechtigkeitsdenken mit ihm gemeinsam.
    • Unter dem Pseudonym Hannes Wildecker schreibst du "Hunsrück-Krimis", dein letzter Krimi "Die Brut des Adlers ist Ende letzten Jahres erschienen. Wird es noch weitere Fälle mit Overbeck und Leni geben?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Mein nächster Hunsrück-Krimi „Mords-Reform“ steht vor der Vollendung. Natürlich werden Leni und Overbeck weitere Fälle zu bewältigen haben. Auch Spürmann wird ab und zu einen Gastauftritt haben.

      Du schreibst gerade an einem weiteren Rom-Thriller. Was erwartet uns da?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Es ist der zweite Fall des Commissario Marcello Sparacio. An verschiedenen Orten im Stadtteil San Lorenzo werden männliche Leichen gefunden, denen man einen Teil der Brusthaut entfernt hat. Die Toten werden nach und nach als zum Teil hohe Geistliche identifiziert. Zudem wird die Leiche eines 14-jährigen Jungen gefunden. Als Sparacio den Lebens- und Leidenweg dieses Jungen zurückverfolgt, nehmen auch die ermordeten Geistlichen einen Platz in seinen Ermittlungen ein. Ein Auftragskiller ist derweil unterwegs, die grausamen Spuren einer skandalösen Vergangenheit zu beseitigen.
      Da ich momentan zwei Romane gleichzeitig schreibe, wird demnächst als erster der beiden mein 8. Hunsrück-Krimi mit dem Titel „Mords-Reform“ (Titelvorschlag: Alexandra Zylenas) erscheinen.

      Was kannst du dir gar nicht vorstellen zu schreiben?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth:
      Liebesromane und Fantasy glaube ich, sind nicht mein Ding.

      Wo können dich deine Leser erreichen?

      Hannes Wildecker/Hans J. Muth: Überall im Internet. Bei Facebook, www.hans-muth.de, www.hanneswildecker.de, www.tatort-hunsrueck.de

      Ich bedanke mich ganz herzlich für die interessanten Antworten und wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern!

    Montag, 21. Januar 2013

    Rezension zu "The Curse" Vanoras Fluch von Emily Bold, Romantic Fantasy

    Titel: The Curse Vanoras Fluch
    Autorin: Emily Bold
    Seitenzahl. 382 Seiten, Taschenbuch
    Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (19. Juni 2012)
    Isbn Nr. 13-978-1477678602
    Preis: 9,95 Euro


    Klappentext:

    "Ein Jahrhunderte alter Fluch, ein geheimnisvolles Amulett und eine junge Liebe, die eine längst erloschene Blutfehde neu entfacht. -
    Die Außenseiterin Samantha findet im Nachlass ihrer Großmutter ein altes Amulett. Wenig später führt ein Schüleraustausch die Siebzehnjährige nach Schottland. Kaum bei ihrer Gastfamilie angekommen, wird sie bereits von den Sagen und Mythen des Landes in den Bann gezogen. als sie dann auch noch den attraktiven Schotten Payton kennenlernt, gerät ihre Welt vollends aus der Bahn. Der mysteriöse Highlander erobert Sams Herz im Sturm. Im Strudel der Gefühle bemerkt sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt, denn was sie nicht ahnt: Paytons Vergangenheit birgt ein dunkles Geheimnis. Ein Geheimnis, das die Schicksale ihrer beiden Familien seit Jahrhunderten miteinander verbindet und welches nun auch Sam in Lebensgefahr bringt.

    Über die Autorin:

    Emily Bold lebt mit ihrer Familie in Bayern. Sie schreibt historische Liebesromane und Jugendbücher.
    "Gefährliche Intrigen", ihr erster historischer Liebesroman, erschien im Mai 2011 bei Amazon als Ebook und landete prompt unter den Top 20 Bestsellern dieses Jahres in der Kategorie Romane. Inzwischen ist auch das Taschenbuch erhältlich.
    Bisher von Emily Bold erschienen:
    "Gefährliche Intrigen" (Historical)
    "Mitternachtsfalke - Auf den Schwingen der Liebe" (Historical)
    "Blacksoul - In den Armen des Piraten" (Historical)
    "Vergessene Küsse" (Band 1 der Windham-Reihe, Novelle)
    "The Curse - Vanoras Fluch" (Paranormal Fantasy)
    "The Curse - Im Schatten der Schwestern" (Paranormal Fantasy)
    "The Curse - Touch of eternity" (englischsprachig, Paranormal Fantasy)
    "Zwei Seelen - eine etwas andere Weihnachtsgeschichte" (Kurzgeschichte)
      http://emilybold.de oder auf FB unter "Emily Bold".


    Eigene Meinung:

    Samantha, eine 17 jährige Amerikanerin, findet auf dem Dachboden ein Amulett ihrer Großmutter, das sie von nun an trägt. Samantha und ihrer Freundin Kim schwärmen für  Ryan, dem Herzensbrecher der Schule.  Als Ryan Interesse an Sam zeigt, reagiert sie abweisend. Ihre Freundin Kim verliebt sich plötzlich in Ryans Freund Justin, der ihre Liebe erwidert. Kim würde es klasse finden, wenn Ryan und Sam zusammenkommen würden. Das klappt jedoch überhaupt nicht.

    Da Samanthas Geografienoten ziemlich schlecht sind, rät der Lehrer ihr zu einem Auslandsaufenthalt in Schottland. Dort angekommen, lernt sie Payton kennen und verliebt sich in ihn. Diese Liebe ist problematisch, da Payton ein uralter Highlander ist, der aufgrund eines Fluchs nicht sterblich ist. Sams Berührungen bereiten ihm Schmerzen und er muss erkennen, dass Samantha irgendwie mit dem Fluch in Verbindung steht .....

    Ein leicht zu lesender, spannend und fesselnd geschriebener Jugend-Fantasyroman über die erste große Liebe und die Unsicherheit der Gefühle. Der Roman spielt in der grandiosen Landschaft Schottlands. Die Autorin lässt uns zusammen mit Samantha einige Abenteuer erleben. So nebenbei erkunden wir mit Sam und Payton viele Sehenswürdigkeiten von Schottland. 

    Der Roman ist aus Samanthas Sichtweise in Ich-Form erzählt, so bekommen wir einen umfassenden Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt von Sam.

    Die Figuren von Samantha und Payton sind sehr gut ausgearbeitet, so dass wir uns diese beiden sehr gut vorstellen können.

    Wir bekommen auch einen kleinen Einblick in die Vergangenheit der Highlander und ihre Mythen und Sagen.

    Der Schluss lässt Raum für weitere Abenteuer von  Payton und Sam.

    4/5 Sterne für diesen gefühlvollen Highland-Liebesroman für Jugendliche und Erwachsene. 

    Sonntag, 20. Januar 2013

    Autoreninterview mit Jenk Saborowski für den Krimikiosk

    JENK SABOROWSKI: "Im Übrigen halte ich Frauen für die besseren Ermittler." (Interview)

    © Foto Christof Stieger, München
    Ich habe für den KrimiKiosk mit dem Thrillerautor Jenk Saborowski (BIEST / OPERATON BLACKMAIL) ein Interview geführt und versucht, einen Blick in die Schreibstube eines Autors für Agenten-Thriller zu erhaschen.
    1. Was reizt Sie, ausgerechnet rechercheintensive Agenten-Thriller zu schreiben?
    Ich wollte eine Ermittler-Einheit schaffen, die es mit allen möglichen Formen von Verbrechen und Verbrechern zu tun bekommen kann, eine Art "europäisches FBI", deswegen übrigens auch "Agent Lang". 
    Damit hat jedes Buch für meine Leser, aber auch für mich als Autor, ein neues Thema, das es zu entdecken gilt. Das führt natürlich dazu, dass die Bücher enorm rechercheintensiv sind, aber seit ich festgestellt habe, wie ungeheuer hilfsbereit die meisten Experten sind, macht das auch sehr viel Freude. 
    Obwohl - wenn ich ehrlich bin, frage ich mich auch manchmal, ob es eine Mordkommission nicht auch getan hätte. Natürlich nur ein Scherz.
    2. Krimis mit politischem Bezug verkaufen sich oft schwerer. War es schwierig, einen Verlag für die Veröffentlichung zu finden?
    Ich weiß nicht, ob das stimmt. Es werden auch viel weniger davon geschrieben … 
    Man muss ja nun nicht gerade Politikwissenschaften studiert haben, um meine Bücher zu lesen, im Gegenteil - aber das Thema Europa bringt natürlich zwangsläufig irgendwie die Politik ins Spiel. 
    Und ich glaube, es ist für jeden Autor schwer, einen Verlag zu finden. Ich jedenfalls freue mich sehr über meinen und möchte ihn nicht missen.
    3. Solveigh Lang, Ihre Agentin in OPERATION BLACKMAIL + BIEST, hat Cluster-Kopfschmerzen und einen außergewöhnlichen Geruchssinn. Wie kamen Sie auf diese Idee?
    Solveigh ist eine starke Frau, eine toughe Ermittlerin, die viel Talent für diesen Beruf mitbringt. 
    Und sie ist ein Kontrollfreak. Aufgrund dieser Eigenschaften musste ihre große Schwäche zwangsläufig etwas sein, das sie nicht kontrollieren kann. Das sie jedes Mal erwischt wie eine Naturkatastrophe, daher die Cluster-Kopfschmerzen, die jederzeit und vollkommen plötzlich auftreten können. 
    Der gesteigerte Geruchssinn ist eine Folge der Kopfschmerzen, oder ihr Grund (da streitet die Wissenschaft), jedenfalls hängen die beiden zusammen. Gewissermaßen Fluch und Segen zugleich.
    4. Warum haben Ihre beiden Agenten-Thriller eine weibliche Hauptperson?
    Warum eine weibliche Hauptperson? Vor der Entscheidung habe ich besagte Einheit, die ECSB, das "europäische FBI" konzipiert: Wie wäre so etwas aufgebaut? Wie würden sie arbeiten? 
    Da es sie offensichtlich nicht gibt: Wie würden sie im Verborgenen die lokalen Behörden überzeugen, auf deren Kooperation sie bei jedem Fall angewiesen sind? Was glauben Sie: 
    Wer würde es eher schaffen unsere allseits geliebten Tatort-Kommissare zur Zusammenarbeit zu bewegen: Solveigh Lang oder ihr Chef, ein blasierter Brite mit teuren aber furchtbar geschmacklosen Anzügen? 
    Sehen Sie, das glaube ich auch. Im Übrigen halte ich Frauen für die besseren Ermittler ...
    5. In BIEST geht es um ein Computervirus, das die Programme von verschiedenen europäischen Kernkraftwerken befällt und dort zu unvorstellbaren Schäden führt (ich möchte hier nicht zu viel verraten). Haben Sie Ängste, dass dieses Szenario Wirklichkeit werden könnte?
    Erschreckt habe ich mich als ich mit meinem Plot zu den Experten gegangen bin und die gesagt haben: Klar geht das. Allerdings ist der Aufwand doch enorm. 
    Sagen wir es so: Ich stehe nicht sorgenvoll auf, aber wenn ich an einem Kernkraftwerk vorbeifahre, wird mir trotzdem mulmig.

    6. Wie sieht Ihre Recherchenarbeit aus? Wie gehen Sie vor?
    Jeder Fall fängt für mich mit dem Verbrechen an. Zuerst konstruiere ich einen Plan mit Motiven und einer möglichen Durchführung, der schon möglichst perfekt sein sollte. Dafür recherchiere ich online und in entsprechender Fachliteratur. Das wäre beim Biest zum Beispiel alles, was mit Stuxnet zu tun hat, wofür man das einsetzen könnte usw. 
    Dann suche ich mir möglichst die besten Experten, die ich zu dem Thema auftreiben kann und zeige ihnen den Plan. Anhand ihrer Einschätzungen wird alles nochmal modifiziert. Dann konstruiere ich den gesamten Handlungsstrang mit Orten, verwendeter Technik usw. Bevor ich anfange zu schreiben, suche ich in einer zweiten Runde Experten zu den Randthemen (beim Biest z.B. der israelische Geheimdienst, Vorgehen militärischer Spezialeinheiten, U-Boot-Technik …). 
    Mit manchen rede ich vor dem Schreiben, mit anderen gehe ich halbfertige Texte durch, das hängt ein bisschen davon ab, wie das die Experten wünschen - die machen das schließlich alle freiwillig. Parallel zu alledem versuche ich, möglichst viele Orte, die im Buch vorkommen, zu besuchen. Wenn dann ein Rezensent schreibt: "er ist ein guter Beobachter. Wer schon einmal in Israel war, weiß, was ich meine", dann hat sich die Mühe gelohnt. Freue ich mich jetzt noch drüber ...
    7. Wird es noch weitere Bücher mit der Agentin Solveigh Lang geben?
    Ja, bestimmt. 
    Und das ist das Schöne an einer Ermittlertruppe, für die es keine Grenzen gibt: Langweilig wird's garantiert nicht.

    8. Welche/n Schriftsteller/in, Person der Zeitgeschichte oder fiktive Romanfigur würden Sie gerne mal treffen und was würden Sie sie/ihn fragen bzw. mit ihm/ihr besprechen?
    Autor: Aaron Zorkin, Erfinder und Autor von "The West Wing": "Wie schwer fiel Ihnen als Autor das Ende der zweiten Staffel?"
    Person der Zeitgeschichte: Barack Obama: "Was steht in der Akte? Sie wissen schon, in DER Akte?"
    Romanfigur: Boone Daniels: "Gehen wir surfen?"
    9. Hatten Sie schon einmal ein lustiges/skurriles Erlebnis bei einer Lesung oder mit einem/einer Ihrer Leser(innen)?
    Wahnsinnig gefreut hat mich, dass in Frankfurt bei einer Lesung auf einmal Freunde von mir dastanden, die ich seit über fünfzehn Jahren nicht mehr gesehen hatte. 
    Da kann man mal sehen, wozu Schreiben gut sein kann ...

    10. Welches Buch, das Sie im letzten Jahr gelesen haben, hat Sie nachhaltig beeindruckt?
    Don Winslow: Tage der Toten. Epic!
    Vielen Dank an Jenk Saborowski für den kleinen Einblick in den Alltag eines Thriller-Autoren!

    Samstag, 19. Januar 2013

    Autoreninterview mit Mark Franley, Autor von Psychothrillern und Gruselgeschichten

    Heute habe ich Mark Franley interviewt, dessen "Grimstein" und "Heuchler" ich verschlungen habe. Seine neueste Kurzgeschichte "Des Teufels Kirschblüte" liegt noch auf meinem Sub.

    1. Wie kamst du zum Schreiben?

    Durch die Frage: „Kann ich das auch?". Ich bin ein Mensch, der sich gerne ausprobiert,, und kam vor ein paar Jahren auf die Idee, eine
    Phantasiegeschichte zu schreiben. Die Fertigstellung des Buches hat mit
    mehreren Unterbrechungen bis Anfang 2012 gedauert. Doch seit letztem
    Jahr bin ich mit Ehrgeiz und Begeisterung beim Schreiben angekommen und werde sicherlich noch lange damit weitermachen. Da schlummern noch einige Geschichten in mir:-)

    2. Wann schreibst du?


    Wann immer sich eine ruhige Minute bietet. Feste Rituale habe ich nicht,
    nur Ruhe ist wichtig. Jedes „Angesprochen werden" reißt einen völlig aus
    der Geschichte, was für meine Frau sicher nicht immer einfach ist.

    3. Hast du neben dem Schreiben noch Zeit für andere Hobbys?


    Nicht wirklich. Meine beiden Hobbys Angeln und Mountainbiken, leiden
    schon etwas darunter. Aber wie heißt es so schön: …wer das Eine will, muss
    das Andere mögen!

    4. Mit welcher/welchem Schriftsteller/in würdest du dich gerne einmal
    treffen und was würdest du sie/ihn fragen?


    Mit Patrick Süskind. Mir geistert seit längerer Zeit eine Geschichte
    durch den Kopf, die ich irgendwo zwischen „Das Parfüm" und „Der Medicus"
    einordnen würde. Da wäre seine Meinung sehr interessant.

    5. Du schreibst Psychothriller und Horrorgeschichten. Was kannst du dir
    gar nicht vorstellen zu schreiben?

    Gedichte und Liebesgeschichten. Ewige Dialoge zu schreiben ist einfach
    nur Arbeit, vielleicht weil ich selbst nicht so sehr viel rede.

    6. Dein Psychothriller "Heuchler" spielt zum Teil in Finnland. Warst du da schon einmal?

    Leider nur in Dänemark und Schweden. Eigentlich zieht es mich mehr in
    den Süden, auch wenn ich die nordischen Landschaften phantastisch finde.

    7. Glaubst du an das Übersinnliche?

    Auf jeden Fall! Das bisschen, was wir mit unseren menschlichen Sinnen
    wahrnehmen können, ist sicher nur der Ausschnitt eines großen Ganzen.

    8. Hast du etwas gemeinsam mit Mike aus "Heuchler"?

    Keine einfache Frage, da vermutlich in jeder erschaffenen Figur, etwas
    von einem selbst zu finden ist. (Ich sehe schon mein Umfeld in Deckung
    gehen…den Psychopathen habe ja auch ich erschaffen *lach*)

    Abgesehen von Charakterzügen, habe ich mit Mike gemeinsam, dass ich
    wirklich gerne rauche und meinem Sohn auch kein Abenteuer ausschlagen kann.

    9. Welches Buch liest du denn gerade?

    Keines. Gerade gelesenes würde in mein eigenes Projekt mit einfließen
    und das will ich vermeiden.

    10. Verrätst du uns was über dein neuestes Projekt?

    Es wird um unseren sorglosen Umgang mit dem Internet gehen, und darum,
    dass gerne vergessen wird, dass auf der anderen Seite auch Menschen
    sitzen, bzw. leiden.

    In meinem neuen Thriller macht sich der Täter diesen Umstand zu Nutze
    und so werden hunderte „normale" Menschen zu Mittätern.  

    11. Treffen wir die beiden Kommissare Mike und Peter aus "Heuchler" wieder?

    Ja! Mike geht aus „Heuchler" natürlich deutlich angeschlagen heraus, was
    ihn aber hoffentlich nur noch interessanter macht.

    Wer persönlichen Kontakt zu Mark möchte, er hat eine FB Seite, die könnt ihr liken. 

    Schlusswort:

    Vielen Dank für dieses Interview und ein großes Lob für Deinen Blog! Da
    die gängige Praxis der Kundenrezensionen durch Manipulation gerade sehr
    an Glaubwürdigkeit verliert, ist es umso wichtiger für unsere Leser, in
    Euch Blogbetreibern eine vertrauenswürdige Informationsquelle zu finden.

    Viele Grüße

    Mark Franley

    Vielen Dank, lieber Mark, für deine interessanten Antworten und vielen Dank für dein Schlusswort.

    Donnerstag, 17. Januar 2013

    Rezension zu "Wolfswasser" von Sylvie Wolff, E-Book, Fantasy

    Titel: Wolfswasser
    Autorin: Sylvie Wolff
    Format: Kindle Edition
    Dateigröße: 306 KB
    Seitenzahl der Printausgabe: 201 Seiten
    ISBN-Quelle für Seitenzahl: 14802942721
    Verlag: kdp (29.9.12)
    Verkauf durch Amazon Media Eu Sárl
    ASIN: B009JUBCJKJK 

    Preis des E-Books: 3,99 Euro

     

    Kurzbeschreibung:

    "Was würdest du tun, wenn du dich veränderst, wenn ein Teil von dir zu einem Wolf werden will? Würdest du Gestaltwandlung für möglich halten und dich den Wölfen anschließen? Oder flüchten und hoffen, dass du „nur“ verrückt bist? - Und wenn du ausgerechnet diese Fähigkeiten brauchst, um die zu retten, die du liebst?" 

    Über die Autorin: 

    Sylvie Wolff, geboren 1959, lebte lange in Bonn, bevor sie mit ihrer Familie ins ländliche Baden-Württemberg zog. Dort schreibt sie Romane über Wölfe, Hunde und Menschen – und über Wesen, die diese Grenzen überschreiten. „Wolfswasser“ ist ihr zweiter Fantasy-Roman.
    Mehr unter www.buchschmiede.de oder bei Facebook unter Wolff.Sylvie.

    Eigene Meinung:

    Lena feiert ihren 16. Geburtstag alleine mit ihrem besten Freund  Mark. Beide gestehen sich während der Feier ein, dass mehr zwischen ihnen ist, als nur Freundschaft. Sie kommen sich näher.

    Lena könnte glücklich sein, frisch verliebt in einen Jungen, den sie zwar schon ewig kennt, der aber auch in sie verliebt ist. Doch Lena spürt eine Veränderung, körperlich und auch geistig. Sie hört Stimmen, mit denen sie sich unterhalten kann, hat Schwierigkeiten zu unterscheiden, was Traum und Realität ist. 
    Lenas Vater hat die Familie vor Jahren verlassen, wohl wegen einer geistigen Krankheit. Deshalb lebt Lena mit ihrer Mutter alleine. Lena meint, verrückt zu werden und lässt sich in eine psychiatrische Klinik einweisen. Als sie sich körperlich verändert, flieht sie aus der Klinik in den Wald. Dort trifft sie Goran, der sich um sie kümmert. Goran ist ein Werwolf. Was führt er im Schilde und wer ist Rrou, der angeblich hinter ihr her ist? Und was für ein Wesen ist Lena?


    Eigene Meinung:

    Gewohnt flüssig geschrieben, ist dieser Werwolf-Jugend-Roman um Lena allerdings nicht frech, witzig und humorvoll wie "Die Stadtwölfin", sondern eher etwas bedrückend und melancholisch und gefühlsbetont. Von der 1. Seite an ist der Leser von dieser Story gefesselt. Im Laufe der Handlung wird die Geschichte immer spannender. Der Leser erfährt viel über verschiedene Fantasy-Wesen wie Werwölfe und Gestaltwandler. Auch die Fantasy-Wesen haben einen Mythos, wie wir durch diese Geschichte erfahren.

    Sylvie Wolff schafft es, gefühlvoll und glaubhaft Lenas inneres Zerwürfnis darzustellen. Ihre Zweifel, ihre Angst, ob sie die Geisteskrankheit des Vaters geerbt hat und die Problematik ihrer Liebe zu Mark.

    Ein fesselnder, spannender Jugend-Werwolf-Roman um die 1. Liebe und die Probleme des Erwachsenwerdens,  der von mir 5/5 Sterne bekommt und für alle Altersgruppen geeignet ist.


    Montag, 14. Januar 2013

    Gastrezension von Katja Kaddel Peters zu "Ynsanter" Pfade des Feuers", Aavaa Verlag, Fantasy

    Titel: Ynsanter Pfade des Feuers
    Autorin: Annette Eickert
    ISBN-13: 978-3862548255
    Taschenbuch:
    231 Seiten (auch als eBook u.a. beim Verlag erhältlich)
    Verlag: AAVAA Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Dezember 2012)
    Sprache:
    Deutsch
    Preis: 11,95 Euro

    Ein schöner Ausflug ins Reich der Fantasie!
    Kurzbeschreibung lt. Webseite des Verlags
    "Zanthera – Eine Welt der Mysterien – die Welt der Raukarii, Iyana, Menschen und Drachen.
    Zwanzig Jahre nach ihrer Verbannung taucht Tallex – die verstoßene Tochter des Hohepriesters – wieder auf und sinnt nach Rache. Sie schart Verbündete um sich, darunter den mächtigen Nekromantenzirkel, um das gesamte Land ins Chaos zu stürzen. Aber der Klerus steht ihr im Weg. Denn niemand anderer als ihr Vater ist ihr ein Dorn im Auge, um ihr eigentliches Ziel zu erreichen: das Götterschwert Ynsanter. Mit diesem absoluten Machtsymbol könnte sie über das ganze Volk herrschen. Doch der Feuergott Zevenaar lässt sich von einer Sterblichen nicht vom Thron stoßen. Er benötigt das verschollene Götterschwert, um seine eigene alte Kraft zurückzugewinnen. Aus diesem Grund schickt er eine kleine Gruppe Krieger auf eine gefährliche Reise. Ihre Aufgabe ist es das zu tun, was dem Feuergott verwehrt ist. Dem Vorhaben stehen jedoch viele Hürden und Gefahren bevor. Als plötzlich auch noch die verschwundene Enkeltochter des Hohepriesters auftaucht, nimmt das Schicksal eine unerwartete Wendung
    Eine fantastische Reise für Jung und Alt, über wahrhaften Glauben, Liebe, Mut und Intrigen."

    Kurze Zusammenfassung
    Ynsanter ist das Schwert von Zevenaar, dem Feuergott. Es wurde versteckt und wird nun von einigen Personen aus den unterschiedlichsten Gründen, aber hauptsächlich zur Erreichung von Macht, begehrt.
    Norion ist der Auserwählte und soll das Relikt finden, um es dem rechtmäßigen Eigentümer zurückzubringen. Da er alleine nicht auf diese Reise, u.a. wegen seiner Unerfahrenheit, gehen kann, werden ihm Weggefährten zur Seite gestellt, u.a. ein Dieb und ein Drache.
    Allerdings müssen sie einige Gefahren und Abenteuer überstehen und sie sind nicht die Einzigen, die nach Ynsanter suchen. Und die Gegenspieler sind nicht wirklich als harmlos anzusehen, denn es handelt sich hierbei um ein gefährliches Bündnis, dem u.a. Tallex angehört.
    Wer wird das Götterschwert finden und damit die Macht im guten oder bösen Sinne nutzen können?...
      
    Meine Meinung
    Am Anfang von Ynsanter lernen wir Malea kennen, die bei Adoptiveltern aufwuchs. Der Clan um die Familie lebt von Einbrüchen und bei dem neuesten Coup soll ein Ring von einer Hexe zurückgestohlen werden. Leider geht dieser Bruch gehörig schief und die junge Frau wird verflucht…
    Es werden drei Handlungsstränge aus Sicht einer dritten Person erzählt, die am Ende des Buches zusammengeführt werden. Die Geschichte wurde in 10 Kapitel eingeteilt und mit einzelnen Überschriften versehen. Durch die kurzen Abschnitte von 20 bis 30 Seiten, die rasante Schreibweise und die bildlichen Darstellung der Autorin war ein schneller und kurzweiliger Lesegenuss möglich.
    Womit ich mich am Anfang (wie bei allen Fantasy-Romanen!) schwer getan habe, waren die ungewöhnlichen Namen der Protagonisten und hierbei half es mir leider garnicht, dass diese in einigen Fällen auch noch die gleichen Anfangsbuchstaben hatten. Hier hat Annette Eickert allerdings mitgedacht und im Anschluss an den Roman im hinteren Teil des Buches ein Glossar und auch ein Namensverzeichnis für den Leser bereitgestellt. Am Anfang des Buches ist auch eine detailverliebte Zeichnung/Skizze der Ort-/Landschaft zu finden, was einigen Fantasy-Fans bestimmt positiv aufgefallen sein wird.
    Ähnlichkeiten mit „Herr der Ringe“ sind glücklicherweise nicht aufgetreten, wovor ich ehrlicherweise schon ein wenig Angst hatte… Es gibt einen Auserwählten, am Anfang der Geschichte geht es auch um einen Ring und es kommen noch einige Weggefährten zusammen, damit man sich auf eine Pilgerreise begeben kann, aber das waren dann auch die einzigen Gemeinsamkeiten.
    Diese Geschichte lädt wirklich zum Träumen und Fantasieren ein und hat mich im Bezug aufs Genre nicht enttäuscht. Allerdings dauert es ein wenig, bis sich die komplette Truppe zusammengefunden hat und ENDLICH losziehen darf, um gemeinsame Abenteuer zu bestehen.
    Als bekennender Serienjunkie habe ich mich schon auf dieses 1. Band zur Fantasy-Saga gefreut, allerdings endet die Geschichte etwas abrupt (offenes Ende!), was mich ein wenig traurig zurückgelassen hat. Ich werde mir auf jeden Fall auch die 2. Folge dieser Geschichte zulegen, um zu erfahren, wie es weitergeht und hoffe natürlich, dass das Gute hierbei gewinnen wird.

    Das Cover wurde sehr gut ausgewählt und wurde in erdfarben gehalten. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mir keine einzige Person im Roman so vom Aussehen her vorgestellt habe, wie den Mann, der auf dem Titelblatt zu sehen ist. Sehr angetan bin ich dieses Mal (nach Sträflingskarneval!) von der Beschaffenheit des Buches. Die Broschüre liegt besser in der Hand und die Qualität des Papiers kann sich dieses Mal sehen lassen!
    Ich warte bereits gespannt auf den Abschluss der Geschichte, der noch 2013 erscheinen soll.
    Dies war nach Sträflingskarneval das zweite Buch der Schriftstellerin, das ich gelesen habe und ich bin ein Fan geworden. Die Ausführungen der Kampfszenen , die Kennenlerngeschichten der einzelnen, gut und sympathisch ausgearbeiteten Charaktere und nicht zu vergessen die Ausschmückung der schwierigen Überquerung des Flusses haben mir wieder einmal gezeigt, warum ich den Schreibstil von Annette Eickert so liebe.
    - Ich danke der Autorin für die signierte TB-Ausgabe, die ich bei ihr direkt bestellt und gekauft habe. -

    Fazit
    Ynsanter 1 – Pfade des Feuers ist der gelungene Auftakt einer Fantasy-Saga, die selbst Nicht-Fantasy-Leser wie mich zum Träumen und Fantasieren einlädt.
    Ich vergebe von Herzen 5 von 5 Sternen und warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung!

    Sonntag, 13. Januar 2013

    Interview mit Oliver Fehn, Autor von "Die Klavierbrücke" und "Keiner will mehr nach San Francisco"


    Oliver Fehn stand mir netterweise für ein Interview zur Verfügung:

    1. Wie kamst du zum Schreiben?
    Es gab zwei Dinge, die schon immer meine große Liebe waren: Sprache, also Bücher, und Musik. Darum war es auch immer mein größter Ehrgeiz, Geschichten zu schreiben, die nicht nur Text haben, sondern auch Melodie.

    2. Wie sieht dein Tagesablauf aus?
    Inzwischen recht diszipliniert. Ich stehe gegen Mittag auf, arbeite ca. 6 Stunden an meinen Übersetzungen, widme mich dann den Menschen, die mir wichtig sind, dann gehe ich wieder schlafen. Ganz im Gegensatz zu früher: Da habe ich ein richtiges Bohème-Leben geführt.

    3. "Die Klavierbrücke" ist ein besonderer Krimi, der aus der Masse der Bücher herausragt. 
          Wie kamst du auf diese Geschichte?
    Vieles darin ist wirklich passiert. Früher waren fast alle meine Storys pure Erfindung; heute orientiere ich mich immer mehr an Erlebtem, wirklich Geschehenem. Ich betrachte es als meine ganz persönliche Kunstform.

    4. Wie entsteht bei dir aus einer Idee eine Geschichte?
    Indem ich Episoden oder Dinge, die mir begegnen, einfach in Gedanken weiterspinne. Das Leben ist so voll mit Möglichkeiten.

    5. Der Erzähler in "Die Klavierbrücke" hat einen Teil seines Lebens in Amerika verbracht. 
        Was verbindet dich mit Amerika, was fasziniert dich an diesem Land?
    Meine US-amerikanischen Wurzeln, und die Tatsache, dass ich tatsächlich eine Zeit lang in New York gelebt habe. Amerikaner sind sehr emotionale Menschen, die deutsche Mentalität ist bei aller Liebenswürdigkeit doch ziemlich karg. Das zeigt sich auch in der Kunst wie Romanen oder Filmen.

    6. Was hast du mit dem Jungen aus "Die Klavierbrücke" gemeinsam?
    Er ist gewissermaßen eine Art „Alter ego“ von mir, aber er ist trotzdem nicht die Hauptfigur des Romans – das sind Lissi, Mom, Wolfi und all die anderen. Der Junge ist viel mehr Beobachter als Teilnehmer.

    7. Du hast Theologie und Religionswissenschaften studiert. Zu welcher Erkenntnis kamst du in 
       Bezug auf Glauben und Religion?
    Vor allem zu einer: Jeder von uns, sogar jedes Kind hat ein paar nützliche Wahrheiten zu verkünden, aber jeder, der sich wissend nennt, ist in Wirklichkeit nur damit beschäftigt, die Trümmer seines eigenen Lebens zu entsorgen.

    8. Hast du einen Autor als Vorbild? Was würdest du ihn fragen, wenn du ihn persönlich treffen
        dürftest?
    Ich habe keine Vorbilder, da sie immer vom eigenen Weg ablenken. Der Himmel hat uns als Unikate erschaffen.

    9. Dein neuestes Buch mit dem Titel "Keiner will mehr nach San Francisco" erscheint in den 
        nächsten Tagen. Magst du uns etwas zu diesem Buch erzählen?
    Es enthält neue und alte Texte aus etwa 35 Jahren; insofern spiegelt es natürlich eine gewisse Entwicklung wider: Es gibt eine Zeit zum Glücklichsein, und es gibt eine Zeit zum Glücklichmachen. Oder wie Rilke sagt: „Wer jetzt nicht reich ist, da der Sommer geht, wird ewig warten und sich nie besitzen.“ In diesem Satz steckt fast alles, was man wissen muss.
    Es wird auch für lange Zeit mein letztes eigenes Buch bleiben – ich habe der Schriftstellerei bis auf weiteres Adieu gesagt, um mich Menschen und Dingen in meinem Leben zuzuwenden, die im Moment eindeutig Vorrang haben. Es wird, wie ich finde, sowieso zu viel geschrieben.

    10. Du hast also kein neues Projekt in Planung?
    Nein, dazu muss man eine Geschichte zu erzählen haben. Etwas in sich spüren, dass sich seinen Weg nach außen bahnen will. Und ich bin kein sehr mitteilungsbedürftiger Mensch.

    Vielen Dank, lieber Oliver und alles Gute!

    Freitag, 11. Januar 2013

    Rezension zu "Calendar Girl" von Franziska Hille, E-Book Kindle Edition, Erotikthriller



    Titel: Calendar Girl
    Autorin: Franziska Hille
    Format: Kindle Edition
    Dateigröße: 482 KB
    ASIN: B00AWJ8B7I
    Preis: 4,99 Euro 



    Kurze Inhaltsbeschreibung: 

    "Caro – frisch getrennt, ständig pleite, jobbt als Fitnesstrainerin und Erotikmodell. Drei Männer bringen Unruhe in ihr Leben: Fokko, ihr bester Freund, Yoshi, ihr Ex und Philipp van Bergen, Inhaber einer Werbeagentur.
    Dann geschieht ein Mord und alle sind verdächtig. Caro muss entscheiden, wem sie vertraut und wem nicht – auf dem Spiel steht ihr Leben."


    Eigene Meinung:

    Da ich die Bücher von Susanne Gerdom sehr gerne lese, habe ich mich an diesen Erotikthriller herangewagt. Ich wurde nicht enttäuscht.

    Die Hauptfigur Caro ist liebenswert, chaotisch. Eine gutaussehende Fitnesstrainerin, meist chronisch pleite. Caro hat sich von ihrem Freund getrennt, der das aber noch nicht so richtig kapiert hat. Sie wohnt bei Fokko, ihrem besten Freund. Als Fokko Erotikfotos von Caro macht, da eines seiner Models ausgefallen ist, merkt er, dass er von Caro mehr will,  als ihr bester Freund sein. Caro hat jedoch ein Problem damit und fängt eine Affaire mit einem ihrer Kunden Philipp an.

    Als ein Model von Fokko ermordet wird, gerät nicht nur Fokko unter Verdacht, auch die beiden anderen Männer in Caros Leben und Caro in Gefahr.

    Die Geschichte liest sich flüssig und wird von Seite zu Seite spannender, so dass man das Buch an einem Stück verschlingen könnte. Wir erfahren mehr über Caro und ihre Vergangenheit, so dass ihre Reaktionen nachvollziehbar werden.

    Mir hat dieser Mix aus Liebesgeschichte, Erotikroman und Thriller sehr gut gefallen. Daher gibt es 5/5 Sterne von mir.


    Montag, 7. Januar 2013

    Rezension zu "Corvidae" von Simone Keil, E-Book, Phantastische Literatur

    Titel: Corvidae
    Autorin: Simone Keil
    Format: Kindle-Edition
    Dateigröße: 472 KB
    Seitenzahl der Print-Ausgabe: 258 Seiten
    ASIN:  B008BVN08O
    Preis: 2,99 Euro 
    auch als Taschenbuch erhältlich für 8,99 Euro


    Kurze Inhaltsangabe:


    "Ein mysteriöses Dorf im Moor. Die Bewohner scheinen einer anderen Epoche entsprungen zu sein. Sie sind ungewöhnlich, sonderbar. Andersartig.
    Risse in der Realität haben die Welten wandelbar gemacht. Nichts ist mehr sicher, alles kann sich ändern. Selbst die Vergangenheit.
    Eine junge Frau begibt sich auf eine gefährliche Reise, die sie in ihre Vergangenheit führt, in Welten, die keinen Bestand mehr haben, und tief in sich selbst."

    Über die Autorin:
    Simone Keil, geboren 1971, lebt und arbeitet in Hessen. Seit den ersten Leseversuchen hat sie ihr Herz an Märchen und phantastische Geschichten verloren. Zum Schreiben fand sie relativ spät, kann es aber seit dem nicht mehr lassen.
    www.SimoneKeil.com
    www.ClockworkCologne.de


    Eigene Meinung:
    Cat trifft sich mit ihrer Schwester im Haus der Großmutter, das sie von ihr geerbt hatten, aber schon seit über 20 Jahren nicht betreten haben. Während Cat das Haus behalten möchte, möchte ihre Schwester es unbedingt behalten. Cat versucht ihre Schwester dazu zu überreden. Während einer Wanderung geraten sie in ein Unwetter und landen in einem  mysteriösen Dorf mit sonderbaren Bewohnern, die Geheimnisse zu haben scheinen. Es gibt hier Risse, die in andere Welten führen, auch die Vergangenheit ist veränderbar .. 

    Durch eine Empfehlung der Autorin Susanne Gerdom bin ich auf dieses Buch gestoßen.

    Was für ein Buch! Spannend, fesselnd, märchenhaft, phantastisch, mysteriös und geheimnisvoll. Wunderbar bildgewaltig erzählt, zieht die Geschichte um die junge Frau Cat, ihre Schwester und  das Dorf im Moor seine Leser in den Bann. Zusammen mit Cat begibt sich der Leser  auf eine Zeitreise in andere Welten.

    Der Autorin gelingt es, eine intensive Atmosphäre zu schaffen. Sprachlich auf höchstem Niveau mit einem Hauch Poesie, ist dieses Buch etwas Besonderes!

    Mir gefallen die Landschaftsbeschreibungen besonders gut. Das Kopfkino und die Fantasie des Lesers wird hier richtig toll angeregt, ohne dass die Geschichte langatmig wird.

    Für alle Freunde des Phantastischen 5/5 Sterne für diesen außergewöhnlichen Lesespaß! Unbedingt lesen.



    Sonntag, 6. Januar 2013

    Gewinnspiel + Autoreninterview mit Birgit Otten, Autorin von Fantasy-Romanen


    Auch in 2013 möchte ich euch mehrere Autoren vorstellen.
    Birgit Otten, deren E-Book "Der alte Weg" ich erst vor kurzem gelesen und rezensiert habe, stellte sich netterweise zur Verfügung.

    Ihr könnt ein Buchpaket mit 3 ihrer E-Books (von insgesamt 9) gewinnen.

    Wie könnt ihr gewinnen:

    Schreibt einfach einen Kommentar zu diesem Interview, in dem ihr angebt, welche 3 E-Books ihr unbedingt von Birigt lesen müsst und warum. Ihr bekommt dann einen Amazon-Gutschein zugeschickt, mit dem ihr die E-Books herunterladen könnt. Zur Auswahl stehen:


    "Der alte Weg", "Falkenmagie", "Die Nacht der Eule", "Der Stein von Vaira", "Wie Wind durch das Gras - Gedichte", "Die Augen der Göttin", "Jeannie - oder der Frosch in der Bowlenschüssel",  "Feuerbande" und "Winterlied".  Auf ihrer Autorenseite und auf Amazon könnt ihr mehr über ihre Bücher erfahren.

    Einsendeschluss ist der 31.1.2013
    Ihr solltet über 18 sein oder die Einwilligung eurer Eltern haben.
    Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 
    Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich.
    Die Auslosung erfolgt über random.org

    Hier meine Fragen:

    1. Wie kamst du zum Schreiben?
    Sprache und Schrift haben schon immer eine magische Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Ich hab mir das Lesen selbst beigebracht und als Kind alle Bücher verschlungen, die in meine Reichweite kamen. Mit der Pubertät kam dann der Drang, selbst Dinge zu Papier zu bringen.

    2. Warum schreibst du?
    Vor fast dreißig Jahren habe ich auf diese Frage geantwortet: „Weil ich das brauche“. Leider kam dann eine lange Zeit, in der ich kaum geschrieben habe, mein kreativer Tiefschlaf, sozusagen. Daraus bin ich nun wieder erwacht – und sage nun: „Weil es ein Teil von mir selber ist, den ich leben muss, um ich selbst zu sein. Ganz und gar, gleich, was es mich kostet. Ich möchte mit Worten Welten erbauen, die andere Menschen betreten sollen, um sie hoffentlich ebenso neugierig zu erkunden wie ich selbst bei ihrer Erschaffung war.“

    3. Bleibt neben Beruf, Familie und dem Schreiben noch Zeit für andere Hobbies?
    Fürs Lesen weniger, als mir lieb ist, anderes habe ich schon komplett zurückgefahren oder mache es gar nicht, obwohl ich’s gern würde. Der Tag hat einfach zu wenig Stunden.

    4. Woher nimmst du deine Ideen zu deinen Büchern?
    Ist unterschiedlich – sie können urplötzlich auftauchen oder durch etwas, das ich gelesen oder gesehen habe, entstehen. Wenn ich denke, eine Idee könnte was hergeben, notiere ich sie auf einem Zettel und verwahre sie in einer Kiste. So kann nichts verloren gehen, auch wenn ich bestimmt das Meiste davon nie verwenden werde.

    5. Entwickeln deine Figuren ein Eigenleben während deiner Schreibphase?
    Jein. Ihre Charakterzüge und Hintergründe habe ich von Anfang an fertig, und so verhalten sie sich dann auch – selbst, wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, was sie machen, können sie es mir doch immer schlüssig erklären.

    6. Hattest du schon mal ein witziges oder kurioses Erlebnis mit einem Fan/während einer 
        Lesung?
    Während meiner kreativen Tiefschlafphase hat mir einmal eine völlig unbekannte Frau auf den Anrufbeantworter daheim gesprochen. Sie würde selbst Geschichten schreiben und wollte sie mir zuschicken, damit ich ihr dann meine Meinung dazu sagen könne. Ich solle sie doch mal unter der Telefonnummer xy zurückrufen. – Manche Menschen haben ein recht eigenartiges Verständnis von Privatleben und Freizeitgestaltung anderer.

    7. Welchen Autoren/in würdest du gerne einmal treffen und was würdest du sie/ihn fragen?
    Viele, die ich gern einmal getroffen hätte, leben nicht mehr, zum Beispiel das große Idol meiner Kindheit, Astrid Lindgren. Ansonsten bin ich nicht festgelegt, ich begegne generell gern anderen kreativen Menschen, finde es immer interessant, wie die ihr Leben so gestalten.

    8. Welches Buch liegt auf deinem Nachttisch?
    Kein Buch, der Kindle – gefüllt mit Bergen von eBooks als SUB, die jetzt glücklicherweise keiner mehr sehen kann...

    9. Ein Buch in welchem Genre können wir nicht von dir erwarten?
    Erotik.

    10. Verrätst du uns etwas über dein aktuelles Projekt oder ist das streng geheim?
    Momentan kämpfen mehrere Projekte in mir um die Oberhand, da sich durch die lange Auszeit so viele Grundideen angestaut haben. Es ist schwierig, weil alle gute Argumente vorbringen, warum ich ihnen Gehör schenken sollte. Aber das bekomme ich auch noch gelöst.
    Wo kann man dich erreichen? Homepage/FB-Adresse
    Homepage: www.birgit-otten.de
    Facebook-Autorenseite: www.facebook.com/BirgitOtten

    Vielen Dank, liebe Birgit, für das interessante Interview und das Gewinnspiel.

    Samstag, 5. Januar 2013

    Rezension zu "Geld blutet nicht, dachte der Investor der Mafia" von Elna Utermöhle, E-book, kindle-Edition, Mafia-Krimi


    Titel: Geld blutet nicht, dachte der Investor der Mafia
    Autorin: Elna Utermöhle
    Format: kindle-Edition
    Datiegröße: 394 KB
    Seitenzahl der Printausgabe: 123 Seiten
    ASIN:  B009FJ70E6
    Preis: 5,05 Euro



    Kurze Zusammenfassung:

    „Geld blutet nicht, dachte der Investor der Mafia“

    "Roberto Madonia, gut aussehend und gebildet, hat alles, was seiner
    Meinung nach zu einem erfolgreichen Leben gehört - eine hübsche Frau,
    zwei niedliche Kinder, ein Ferienhaus in der Toskana, eine Yacht und
    eine Geliebte. Seine Investmentfirma zählt zu den renommierten Italiens.
    Eines Tages besucht ihn ein schlichter Mann und bittet ihn, sein Geld
    gewinnbringend zu investieren. Bald geht es um immer größere Summen.
    Madonia jongliert weltweit mit Milliarden, doch der Kunde fordert bei
    ihren Treffen in Rom, in der Toskana, beim Formel-1-Rennen oder in
    einer Kandinsky-Ausstellung immer neue, waghalsige und nicht immer
    legale Abenteuer auf den Finanzmärkten.
    Als Madonia realisiert, wessen Kapital er investiert, ist es zu spät.
    Er ist längst ein wichtiges Werkzeug im stillen Umbau der Cosa Nostra
    zur Cosa Internationale geworden.
    Mit seiner Hilfe wandelt sich die sizilianische Mafia vom lokalen
    Gangstersyndikat zum global operierenden Konzern. Mehr investieren,
    weniger schießen heißt die Devise. Gelenkt wird die Neuorientierung vom
    „Professore“, der seine Ideen und Befehle mit codierten Bibelsprüchen
    an ein Triumvirat weitergibt. Die drei Männer spiegeln den Umbruch der
    Cosa Nostra wieder – lokale und internationale Macht, archaische
    Traditionen und modernes Management, kriminelle Geschäfte und legale
    Investitionen, brutale Morde und weltläufiges Auftreten.
    Einer von ihnen, Rosario Grande, ist der Auftraggeber des
    Finanzberaters in Rom.
    Dass auch die neue Mafia nicht vor Gewalt zurückschreckt, wenn es
    opportun erscheint, muss der Investor erfahren, als er versucht, aus
    dem Milliardenspiel auszusteigen."

    Über die Autorin:

    Elna Utermöhle ist Journalistin, hat lange in Rom und Brüssel gelebt und ist jetzt in der Toskana zu hause. Dieser Mafia-Krimi ist ihr Debütroman.

    Eigene Meinung: 

    Ein flüssig zu lesender, spannender Krimi über die Mafia und ihre
    Methoden. Die Autorin schreibt auf sprachlich hohem Niveau, was mir sehr gut gefällt.

    Die "Familie" hat sich gewandelt zu einem großen
    Finanzkonzern, allerdings bleiben ihre Methoden gleich: Druck
    auszuüben, Erpressung und Mord. Der Leser bekommt die Vorgehensweise
    der Mafia hautnah mit. Die Gegensätze der Mafiosi, die sich weltgewand, gebildet, offen gegenüber neuen Geschäften geben, dabei an alten Strukturen und an ihrer Macht festhalten, dabei extrem gewaltbereit sind um ihre Interessen durchsetzen zu können. Natürlich machen sich die hohen Herren nicht die Hände schmutzig, dafür haben sie genügend Handlanger.

    Mir persönlich fehlt eine sympathische Hauptfigur in diesem Krimi. Ich
    konnte mich nicht sehr für diesen gut aussehenden und gebildeten
    Roberto Madonia erwärmen, er ist zu gierig, kalt und berechnend.

    4/5 Sterne für diesen von der 1. Seite an spannend zu lesenden Mafiakrimi um Geld und
    Macht.
     



    Donnerstag, 3. Januar 2013

    Gewinner meiner Blog-Geburtstagsaktion



    Leider waren es nicht sehr viele, die sich an meinem Gewinnspiel beteiligt haben.

    Hier die Gewinner, die per Ramdom.org ermittelt wurden:

    Die DVD "Ziemlich beste Freunde" hat gewonnen:

    Jane Dorian

    "Das Grauen in den Bergen", signiert, hat gewonnen:

    Erdbeergift

    "Grimstein" E-Book hat gewonnen:

     Little demon





    "Heuchler" E-Book hat gewonnen:

    Lesemaus 29


    Bitte teilt mir mit, in welchem Format epub oder mobi ihr das E-Book möchtet. 

    Ich gratuliere den Gewinnern ganz herzlich, bitte teilt mir eure Postadresse mit, damit ich euch die DVD und den Tee schicken kann.

    Viel Spaß mit euren Gewinnen! Und vielen Dank an die Autoren, die mir ihre Bücher zur Vergüugung gestellt haben.

    Mittwoch, 2. Januar 2013

    Rezension zu "Die Klavierbrücke" von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag


    Titel: Die Klavierbrücke
    Autor: Oliver Fehn
    Seitenzahl: 152 Seiten
    Verlag: Pandämonium
    Isbn Nr. 978-3981348248
     Preis: 11,90 Euro



    Kurze Beschreibung:
    "Ein Dorf, in dem es scheinbar nicht mit rechten Dingen zugeht – und ein 15-jähriger Junge der dort bei seiner verschrobenen Tante Lissi wohnt und nur eins will: Hinaus in die Welt der Städte. Um seiner Langeweile beizukommen, hat er die Gabe entwickelt, sämtliche Dorfbewohner an der „Musik“ zu identifizieren, die ihre Füße auf der Klavierbrücke spielen – einem morschen Holzsteg, der direkt an Lissis Haus vorbeiführt. Als eines Nachts ein Mord geschieht, erkennt er den flüchtenden Täter an seinen Schritten – doch keiner will ihm glauben. Als dann noch sein bester Freund, der freche Rotschopf Wolfi, in Verdacht gerät, spitzen die Dinge sich zu."

    Über den Autor:
    Oliver Fehn veröffentlichte 2002 das erste Buch eines deutschen Autors zum Thema Satanismus - "Satans Handbuch". Er outete sich darin als Anhänger der Philosophie von Anton LaVey und ergänzte sie durch eigene Vorschläge zur praktischen Anwendung. Es folgten mehrere Sachbücher, eine Essaysammlung, zwei Erzählungen, mehrere Romane und seine Autobiographie "Satans Hofnarr".
    Nach abenteuerlichen und oft turbulenten Jahren in Berlin und New York City lebt Oliver Fehn heute wieder in seinem Geburtsort und führt ein eher stilles Leben. Inzwischen sieht er den Schwerpunkt seines Schaffens in der Belletristik.


    Eigene Meinung: 

    Der 15 jährige Junge, der bei seiner Tante Lissi auf dem Dorf wohnt, steckt mitten in der Pubertät. Zusammen mit seinem Freund Wolfi möchte er in Bruderstadt, wo auch seine "Mom" wohnt, 1. Erfahrungen mit Mädchen machen. Doch eigentlich zieht es ihn noch weiter weg - nach Amerika. Als ein Mädchen, das neu ins Dorf kam, ermordet wird und er den Mörder an seinen Schritten erkennt, glaubt ihm keiner. Sein Freund Wolfi gerät in Verdacht und verlässt das Dorf ..

    Ein ungewöhnlicher Krimi, intensiv, fesselnd und spannend, der in der Ich-Perspektive des 15 jährigen Jungen geschrieben ist.

    Die Hauptpersonen Wolfi, Mom, Lissi und der Junge, dessen Namen nicht genannt wird, sind intensiv beschrieben.

    Die Dörfler sprechen in ihrem Dialekt, der gut verstanden wird, Wolfi und der Junge reden in ihrer Jugendsprache miteinander. Das passt zu dieser Geschichte, in der der Mord eher eine Nebenhandlung ist, bzw. der Auslöser für weitere Geschehnisse.

    Eine besondere Geschichte, die den Leser noch lange beschäftigt, wunderbar, poetisch geschrieben. Ein Buch über Freundschaft, Liebe, Abschied, Sehnsucht nach der weiten Welt, Machtmissbrauch, Erwachsen werden und  Geheimnisse, die man leider auch mit in die Ferne trägt ..

    5/5 Sterne  und unbedingte Leseempfehlung für diesen außergewöhnlichen Roman, für alle Leser ab 15 aufwärts. Ein Highlight unter der Bücherflut, der mich irgendwie an den Film "Stand by me" erinnert.

    1. Lesung von Petra Durst-Benning im Cafèhaus Veit in Reutlingen

    Am Mittwochabend war Premiere der Caféhauslesungen von Petra Durst-Benning im Caféhaus Veit in Reutlingen. Die Gäste der restlos ausver...