Dienstag, 28. Januar 2014

Autorinneninterview mit Britta Orlowski, Autorin der St. Elwine Trilogie

Heute habe ich Britta Orlowski einige Fragen gestellt:

Wie kamst du zum Schreiben?
Es kam eher zu mir. Seit ich denken kann wabern Geschichten durch meinen Kopf. Da war es nur logisch, sie irgendwann zu Papier zu bringen und sie anderen zu erzählen.

Was fasziniert dich am Schreiben?
Darüber denke ich nicht nach. Ich tue es einfach, so, wie wenn ich atme.

St. Elwine ist eine fiktive Kleinstadt an der Küste in den USA. Warst du schon einmal in den USA oder hast du dir das Städtchen einfach so ausgedacht? 
Ich habe mir alles nur ausgedacht. Meine Fantasie ist ziemlich ausgeprägt, ich sehe alles sehr deutlich vor meinem geistigen Auge.

Wie ist die Idee zu deinen St. Elwine-Geschichten entstanden? 
Eines Tages war sie einfach da, ohne dass ich es näher erklären könnte. So ist es immer mitmeinen Geschichten. Und ist die Idee erst einmal da, lasse ich sie eine gewisse Zeit reifen, wie guten Wein, und mache mich dann daran sie aufzuschreiben.

Hast du eine bestimmte Vorstellung von deinen Figuren oder führen die während deiner Schreibphase ein Eigenleben?
Tja beides, irgendwie. Ich lege mir vorab eine Karteikarte an mit einem Profil für die Person. Für den Fall, dass ich nochmals etwas nachlesen muss. Und während des Schreibens kommt es sehr oft vor, dass ich noch andere Seiten meiner Protagonisten entdecke. Aber wir kommen alle zusammen klar.

Ist dir einer deiner Figuren unsympathisch? Gibt es so etwas überhaupt? 
Natürlich, die Bösewichte. Das sollen sie ja auch. Wenn sie mir unsympathisch sind, sind sie es den Leserinnen auch. Die Leserinnen fühlen, wasich während des Schreibens empfand. Die eine mehr, als die andere, vielleicht. Jedenfalls hoffe ich, dass es so ist.

Hast du eine bestimmte Schreibzeit?
Nein, immer dann wie es Brotjob und Privatleben erlauben. Ich nutze die Zeit, die mir zur Verfügung steht, egal welche Uhrzeit.Da bin ich knallhart und eisern. Sonst bekommt man auch keinen 500 Seiten Roman fertig.

Welchen Schriftsteller/in würdest du gerne einmal treffen und was würdest du sie/ihn fragen?
Inzwischen habe ich bereits viele getroffen und tolle und wertvolle Gespräche geführt. Daher weiß ich, dass alle normale Menschen sind, die auch nur mit Wasser kochen.

Hattest du schon einmal ein witziges Erlebnis mit einem Fan? 
Oh, ja, einige. Und auch sehr schöne Momente, die mich zutiefst berührt haben. Das ist unbeschreiblich. Mein schönster Lohn.

In welchem Genre werden wir nie etwas von dir lesen dürfen?
SF und Urban Fantasy – da kann ich mich nicht reinversetzen – ich habe es mehr mit der Realität und mag es sehr authentisch zu schreiben, so, als hätte sich die Geschichte tatsächlich zugetragen

Was machst du, wenn du nicht schreibst oder quiltest? 
Hausarbeit, lesen, im Garten arbeiten, dekorieren, telefonieren, Interviewfragen beantworten, Rad fahren, spazierengehen oder faul sein (letzteres allerdings selten).

Welches Buch liest du denn gerade? 
Die Bücherdiebin

Magst du uns neugierigen Lesern etwas über dein neuestes Projekt erzählen?
Nun, da gibt es einige. Zunächst erscheint im Oktober 2014 mein erster historischer Roman und ich freue mich sehr darüber. Vor allem bin ich gespannt, wie meine Leserinnen ihn aufnehmen werden. Es ist ein bisschen ein Genre Crossover: historisch, Krimi, romantische Lovestory mit Thrill-Elementen und Regionales. Natürlich ist vor allem die wörtliche Rede ganz andersdarzustellen. Ich wollte ausprobieren, ob ich so etwas auch kann. Zum ersten Mal habe ich auch einen Handlungsort gewählt, den es tatsächlich gibt und in dem ich meine ersten Lebensjahre verbracht habe. Ein kleines Dorf, direkt an der Havel, ein Schauplatz, um Jack the Ripper wieder auferstehen zu lassen.

Vielen Dank, liebe Britta, dass du meine Fragen beantwortet hast.

Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern (ich bin total gespannt auf deinen neuen Roman).

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