Mittwoch, 12. März 2014

Rezension zu "Nr. 13" von Laura Wulff, Thriller, Mira Taschenbuch

Titel: Nr. 13
Autorin: Laura Wulff
Seitenzahl: 364 Seiten
Verlag: Mira TB im Cora Verlag (10.2.14)
Isbn Nr. 13-978-3862788705
Preis: 8,99 Euro


Klappentext:
""Er trug die Kutte eines Mönchs ", so beschreibt die verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Einzig mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker nach einem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wieder frisch im Dienst jedoch nicht anfangen zu ermitteln, ohne einen Eklat zu verursachen. Als Zeichnerin zu dem Fall hinzugezogen, stößt seine Frau Marie auf Hinweise, die ihren Chef in Verbindung mit den Straftätern bringen. Währenddessen beschließt Maries Cousin Ben, um Daniel zu helfen und seine eigenen Dämonen zu besiegen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Wird es ihm gelingen, etwas über den Mord zu erfahren, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen?"

Über die Autorin:
Laura Wulff ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin, die in der Nähe von Köln lebt und arbeitet. Obwohl sie das Gelübde "Bis dass der Tod euch scheidet" ernst nimmt, hofft sie, dass ihr Name trotzdem nie in einer Ermittlungsakte der Kriminalpolizei auftauchen wird. Sie trinkt gerne ein Glas blutroten Wein, findet, dass Neid die Seele vergiftet, und könnte nicht für Schuhe morden, aber für ein gutes Buch.

Eigene Meinung:
Schon der Prolog ist megaspannend, dabei sehr verstörend und brutal. Wir erleben aus der Sicht eines Kindes dessen Vergewaltigung mit. Dann wird im jüdischen Bad eine weibliche Leiche gefunden. Die Ermittler haben Schwierigkeiten, die Leiche zu identifizieren.

In diesem 2. Teil um Marie und Daniel Zucker steht diesmal Daniel im Vordergrund. Seine Vorgesetzten wollen ihn eigentlich los werden. Er bringt sich aber in die Ermittlungen um den Leichenfund im jüdischen Bad ein. Da er mit dem Rollstuhl den Tatort nicht ansehen kann, hilft ihm Leander, der im KK hospitiert. Er nimmt eine Kamera mit hinunter in das Bad. So kann Daniel den Tatort über sein Laptop inspizieren. Leander unterstützt Daniel, wo er kann. Im Haus gegenüber der Nr. 13 will eine alte, etwas verwirrte Frau einen Mord beobachtet haben. Kann man ihr glauben oder nicht? Die Anwohner der Bruchstraße 13 demonstrieren gegen die Wohngemeinschaft, da diese aus einer Gruppe pädophiler Ex-Häftlinge besteht. Zwischen Daniel und Marie kriselt es noch immer. Diesmal steht das Thema Kinder bei den beiden im Vordergrund. Beide machen sich darüber Gedanken, reden aber miteinander nicht darüber 

Benjamin, Maries Cousin, wohnt immer noch bei den Zuckers. Er fühlt sich von seinen Eltern vernachlässigt. Doch auch die Zuckers haben wenig Zeit für den Jungen. Er beschließt, Daniel bei den Ermittlungen zu helfen und lernt in der Bruchstraße 13 einen charismatischen Mann kennen ... 

Verschiedene Handlungsstränge, in denen wir die Ermittlungen von Daniel, die Erlebnisse von Benjamin und den traurigen Leidensweg eines kleinen Jungen mitverfolgen können, bringen uns recht nah an das Geschehen. Laura Wulff beschreibt die Ereignisse sehr detailliert,  was teilweise richtig schockierend  und bestimmt nicht geeignet für schwache Gemüter ist.

Die Protagonisten sind sympathisch, haben aber alle ihre Macken. Auch die Nebendarsteller sind sehr interessante Figuren. Die Dialoge sind mehr als gelungen. Dabei nutzt die Autorin Umgangssprache und teilweise auch Dialekt.

Laura Wulff hat rund um das Thema Pädophilie einen brisanten, sehr spannenden, teilweise mehr verstörenden und fesselnden Thriller geschrieben. 5/5 Sterne für diesen fast noch spannenderen 2. Teil der Zuckerreihe. Ich bin gespannt, was wir mit der Zucker-Familie noch so erleben.



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