Montag, 14. April 2014

Rezension zu "Die Illusion des Getrenntseins" von Simon Van Booy, Suhrkamp Insel Verlag,Roman

Titel: Die Illlusion des Getrenntseins
Autor:  Simon Van Booy
Isbn Nr. 13-978-3-458-17592-6
Seitenzahl: 207 Seiten gebunden (14.4.14)
Verlag: Suhrkamp Verlag
Preis: 18,95 Euro

Klappentext:

"Eine kleine Bäckerei in Paris, mitten in den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Ein Soldat, dem in einem Akt der Güte das Leben geschenkt wird und der damit das Richtige tut. Eine mutige junge Frau, die offene Arme hat für ein Neugeborenes ohne Namen. Und ein Autor, der die Geschichte dieser Menschen in einer wunderbar zarten, eleganten Prosa erzählt – und dabei die unglaubliche Wucht menschlichen Schicksals entfaltet.
Als Martin schon fast alt genug für die Schule ist, erzählen ihm seine Eltern, dass ihnen vor einigen Jahren, mitten in den Kriegswirren, ein Fremder ein Baby auf den Arm gedrückt hat: ihn selbst. Er braucht Jahre, um seine Herkunft zu begreifen – und er braucht sein ganzes Leben, um dem Mann zu begegnen, der ihn einst gerettet hat. Und auch dann weiß er nicht, wer da vor ihm steht.
Simon van Booy erzählt davon, wie unsere Leben untrennbar miteinander verbunden sind. Davon, dass die Welt nur scheinbar ein fremder Ort ist und die Menschen darin uns näher sind, als wir ahnen."
Über den Autor:
Simon van Booy, geboren und aufgewachsen in Wales, lebt mit seiner Frau und Tochter in Brooklyn. Er ist der Autor von zwei Erzählungsbänden und zwei Romanen sowie drei Philosophiebüchern und schreibt u. a. für die New York Times, den Guardian und die BBC. Sein Werk wurde in vierzehn Sprachen übersetzt.

Eigene Meinung:
Wir erleben die Geschichte von Martin,  Mr. Hugo und einigen weiteren Personen in der Zeit von 1939 bis 2010.   
Simon van Booy hat die bewegenden Schicksale verschiedener Menschen zu einem grandiosen Roman verwebt. Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen.  Es geht in diesem Buch um Menschen, die sich in den Kriegswirren des 2. Weltkrieges nicht darum kümmern, ob die andere Person, auf die sie durch Zufall treffen,  ein Freund oder ein Feind ist. Sie beweisen Mut und helfen dem anderen, auch wenn sie dabei ihr eigenes Leben riskieren. Dabei springen die einzelnen Szenen in die Gegenwart, wo wir Einzelheiten über eine Person beispielsweise von deren Enkelin erfahren.

Die Geschichten sind sehr philosophisch und sehr weise. Der Autor erzählt wunderbar einfühlsam und bewegend und trotzdem sehr spannend. Das Buch stimmt nachdenklich und ist trotz manchen furchtbaren Erlebnissen und Schicksalschlägen der Protagonisten positiv und lebensbejahend.

Ich vergebe  5/5 Sterne und meine absolute Leseempfehlung für dieses sprachlich sich auf höchstem Niveau bewegende Buch. Dieses Buch eignet sich sehr gut zum Verschenken.

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