Dienstag, 29. April 2014

Rezension zu "Schattenmädchen" Das Geheimnis einer Familie von Laila El Omari, Coppenrath Verlag, historischer Roman

Titel: Schattenmädchen - Das Geheimnis einer Familie
Autorin: Laila El Omari
Seitenzahl: 320 Seiten, gebundene Ausgabe
Verlag: Coppenrath, F. 1. Auflage (2/14)

Isbn Nr. 13-978-3649615279
Preis: 16,95 Euro
Vielen Dank an  Blogg dein Buch

Klappentext:

"Mit dem plötzlichen Auftauchen des charismatischen Engländers Adrian Frost gerät das eintönige Leben der wohlbehütet aufgewachsenen Maya Cameron völlig aus den Fugen. Doch auch wenn sich Maya ihrem romantischen Gefühlen für den reichen Erben der Frost-Ländereien verliert, so spürt sie gleichzeitig eine scheinbar undurchdringliche Düsternis, die mit Adrian Einzug auf Leighs End, der Teeplantage ihrer Familie, hält. Maya glaubt nicht an Zufall, und schon bald kommt sie einem lang gehüteten Geheimnis auf die Spur, das ihre heile Welt Stück für Stück zerbrechen lässt"

Über die Autorin:
Laila El Omari, geboren in Münster als Kind eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter, studierte Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster und Bonn. Sie hat bereits mehrere faszinierende Romane in der Belletristik veröffentlicht, die in der Zeit vom 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts spielen. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bonn.
 

Eigene Meinung:
Die sechzehnjährige Maya Cameron lebt mit ihren Eltern, ihrer Großmutter, ihrer ein Jahr älteren Schwester Irene und ihren jüngeren Geschwistern Edward und Elisabeth auf einer Teeplantage in Ceylon. Ende des 19. Jahrhundert bietet das Leben für ein Mädchen im Teenageralter nicht sehr viel Abwechslung. Eine junge Dame muß sich gut benehmen und gut aussehen, damit sie einen passenden Mann findet.  Maya erwartet viel mehr vom Leben.  Abwechslung bieten Maya  Ausritte mit ihrer Stute und ab und an hilft sie ihrem Vater im Kontor.  Da kommt der gutaussehende Verwandte Adrian Frost aus England zurück nach Ceylon. Adrian wurde nach Ceylon geschickt, da seine Verwandten in England einen Skandal vertuschen wollen. Maya ist fasziniert von Adrian. Die beiden treffen sich heimlich nachts und versuchen herauszufinden, was mit Mayas Tante Hester und mit Adrians Mutter geschah, die beide spurlos verschwunden sind.

Die Autorin besitzt einen sehr fesselnden Erzählstil, der mir sehr gut gefällt.  Sie beschreibt Ceylon sehr detailliert, die Farben und die Düfte kann man fast sehen, bzw. riechen. So dass man meint, man befände sich mitten auf der Teeplantage und reitet mit Maya zusammen aus oder erforscht die Räume des Gutshauses. Die Figuren Maya, Adrian und Irene sind glaubhaft und lebendig dargestellt. Die beiden jüngeren Geschwister, die ständig lauschen oder die Großmutter ärgern, bringen Humor in die Geschichte. Maya ist eine sympathische Siebzehnjährige, die versucht, sich  den strengen Regeln und gesellschaftlichen Zwängen der jungen Mädchen im 19. Jahrhundert zu widersetzen, was zu Auseinandersetzungen mit ihren Eltern und insbesondere mit ihrer sehr strengen Großmutter führt.

Ihre ältere Schwester Irene hütet ein Geheimnis. Maya ist irritiert, da sich die Schwestern immer alles erzählt haben. Der charismatische Adrian wirkt anfangs wie ein Playboy, das könnte allerdings täuschen.  Die Großmutter, die auf alte Sitten und Gebräuche beharrt, ist mir total unsympathisch. Ella, die Frau eines Teehändlers aus England, die auf den gesellschaftlichen Veranstaltungen in Mayas Umfeld auftaucht, spiegelt die selbstbewusste, selbstbestimmte Frau wieder.

Laila El Omari hat für uns Leser noch einige Überraschungen und Wendungen eingebaut, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hätte.

5/5 Sterne für diesen spannenden und interessanten Einblick in das Leben der Engländer im 19. Jahrhundert in Ceylon verknüpft mit einer Liebesgeschichte und einem düsteren Familiengeheimnis.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

März-Überraschungspäckchen zu gewinnen

Habt ihr gedacht, ich hätte vergessen, eine März-Überraschungs-Päckchen-Verlosung zu veranstalten? Nein, habe ich nicht. Es war einfac...