Dienstag, 17. Juni 2014

Rezension von Katja Kaddel Peters zu "Sternensommer" von Sabrina Qunaj, Carlsen Impress Verlag, Fantasy


Titel: Sternensommer
Autorin: Sabrina Qunaj 
http://www.sabrina-qunaj.at/
Verlag: Impress /Carlsen Verlag (5.6.14)
Seitenzahl:
347 Seiten
ISBN: 978-3-646-60060-5

Preis: 3,99 € (eBook)

Perfekte, fantastische Lovestory, wenn nicht diese grauen, tribbelnden „Hunde“ wären…


Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten):

Dilia Hanreich, 16jährige Highschool-Diva, scharrt am letzten Schultag wieder ihre Clique um sich und stolziert auf ihren Pumps im Designer-Fummel über die Flure und freut sich ihres Lebens, denn ihr Daddy will mit seiner neuen Freundin und ihr in den Urlaub fliegen. Sommer, Sonne, Erholung pur – da kann man es auch wochenlang mit der x-ten neuen Fast-Stiefmutter aushalten, auch wenn die nur ein paar Jährchen älter ist, als man selbst… 

Aber der Tag fängt schon nicht gut an, denn Dilia läuft ihr Schulkamerad Emrys auch noch über den Weg, ein Nerd, der sie so richtig nervt und auch schon gar nicht ihr Typ ist. Dilia verbringt allerdings nach dem letzten Schulgong noch ein wenig (heimlich) Zeit in der Schule, um sich ganz ihrer Leidenschaft, dem Tanz, hinzugeben. Hier kann sie ihr mexikanisches Temperament ausleben und ungestörte Minuten erleben. Zu Hause erhält sie ihren nächsten Dämpfer: Der gemeinsame Urlaub mit Papi, für den sie alles tut, um ein bißchen Aufmerksamkeit zu erhaschen, fällt ins Wasser… die Arbeit wieder einmal. Daddy wird allerdings einen Kurztrip mit seiner Herzallerliebsten in Paris verbringen können und – Überraschung – Dilia darf ins SOMMERCAMP, worauf sie natürlich so gar keine Böcke hat…

Der Chauffeur lädt die kleine aufgetakelte Dame mit ihren großen Koffern als es soweit ist auch im Ferienlager ab und dort huscht ihr als erstes der kleine Schwerenöter Freddy über den Weg. Ein kleiner neunmalkluger Fratz, den Dilia tatsächlich gleich ins Herz schließt… die Eltern, Ed und Laura, sind auch sehr nett zu ihr, aber da gibt es ja noch den älteren Bruder von Freddy, der natürlich EMRYS heißt *gg*

Wer hier jetzt auf eine bittersüße Liebesgeschichte mit Zickenalarm und auf schlagfertige Wortgefechte hofft, liegt genau richtig. Allerdings kommt noch ein gehöriger „fantastischer“ Schuss hinzu, denn Dilia kann in Emrys Augen die Sterne sehen und es scheint fast so, als sei er nicht von dieser Welt…  


Meine Meinung

Zunächst muss ich gestehen, dass ich froh bin, ENDLICH mal wieder einen in sich stimmigen und abgeschlossenen Roman in den Händen gehabt zu haben. Kein Warten auf das nächste Buch, sondern man fängt einfach an zu lesen und wenn die letzte Seite vorbei ist, dann hat auch die Geschichte ein Ende.

Ich habe bereits die Diologie Teufelsherz und Teufelstod von Sabrina Qunaj begeistert gelesen und konnte mich wieder schnell in ihrem flotten Schreibstil zurecht finden. Die Seiten flogen dahin und ich hatte sehr viel Spaß mit den Protagonisten, Dilia und Emrys. Die Randfiguren, hier insbesondere Freddy, Ed und Laura, aber auch die Haushälterin und der Chauffeur von Dilia wurden sympathisch gezeichnet und haben gut ins Gesamtbild gepasst.

In letzter Zeit muss ich feststellen, dass mich einige Bücher aus dem Fantasy-Genre an Kinofilme erinnern. Bei Sternensommer musste ich doch glatt an das „Geblitz-Dingse“ aus Men in Black denken, was aber doch irgendwie anders ablief in diesem Roman. Die Idee fand ich sehr gut und auch, dass hier auch neben den (wenn es sie denn gibt) positiven Aspekten auch die Nachteile aufgeführt und „diskutiert“ werden.

Ich fand das Päarchen einfach nur zuckersüß. In der Highschool und auch im Sommercamp wurden die beiden wirklich als liebenswerte (ja, auch eine Zicke kann liebenswert rüber kommen!) Personen dargestellt, die ich vom ersten Moment an mochte (naja, okay, Dilia erst auf den zweiten Blick *gg*). Die Ortschaften konnte ich mir sehr bildlich vorstellen und war auch immer mitten im Geschehen als stille Betrachterin.

Wie bereits angedeutet geht es hier nicht nur um die Teenie-Liebelei, sondern auch um einen „fantastischen“ Hintergrund. Hierüber möchte ich eigentlich nicht zu viel erzählen und auch nicht unnötig ins Detail gehen, weil ich Angst davor habe, zu viel zu verraten, aber es wurde mir dann doch etwas zu viel, als so kleine graue „Hunde“ darhergedribbelt kamen… das konnte ich für mich überhaupt nicht mit der an sich wirklich schönen Geschichte vereinbaren und musste hier leider, leider, leider wirklich 1 Stern bei der Bewertung abziehen. Es hatte mich einfach gestört und ich war schon fast entsetzt… ist aber alles Geschmacksache!

Und auch bei diesem Jugendbuch muss ich leider feststellen, dass es z.Z. nur als eBook erhältlich ist. Ich persönlich liebe mittlerweile alle Stories, die ein jugendliches Publikum ab 14 Jahren ansprechen sollen. Naja, mit knapp 40 liege ich ja auch noch voll im Rahmen *gg* Die Geschichte ist natürlich auch für weibliche Erwachsene geeignet, die schöne Liebesgeschichten mit fantastischen Elementen mögen. Für Männer wäre diese Lektüre meiner Ansicht nach nicht wirklich etwas…

Ich bedanke mich herzlich beim Carlsen/Impress Verlag für die Bereitstellung dieses eBook-Rezi-Exemplars (als Gast-Rezensentin für Biggis Blog)!

Fazit
Eine Liebesgeschichte im klassischen Sommercamp-Hintergrund mit viel Freude am zeichnen romantischer Szenen. Der fantastische Einschlag war für mich leider ein wenig „zu viel“.
Ich vergebe sehr gute 4/5 Sterne und freue mich natürlich auf weitere Lektüre von Sabrina Qunaj, wobei ich hier nun die historischen Romane anvisiert habe!

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