Dienstag, 3. Juni 2014

Rezension zu "Judith und Jolanthe" von Oliver Fehn, Pandämonium Verlag, Novelle

Titel: Judith und Jolanthe
Autor: Oliver Fehn
Seitenzahl: 104 Seiten (30.4.14
Verlag: Pandämonium Verlag
Isbn Nr. 13-978-3944893044
Preis: 8,99 Euro




Klappentext:
"Zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Jolanthe, die bäuerlich-herbe Raumpflegerin in der Nachtbar 49th Parallel, und die Serviererin Judith – jung, attraktiv und alles andere als ein Kind von Traurigkeit. Die beiden Frauen werden Freundinnen und erzählen sich aus ihrem Leben – doch als Judiths 12jähriger Sohn Levin auftaucht, der jede Nacht nach Sperrstunde zauberhafte Klänge auf dem Barpiano spielt, gerät Jolanthes Welt jäh aus den Fugen. Sie beginnt, den Jungen auf fanatische Weise zu vergöttern, und zeichnet ein Bild von ihm, dem Levin nicht gerecht werden kann.

Oliver Fehns erste längere Arbeit seit der „Klavierbrücke“ – eine Novelle voller Fantasie und Farben, die von Liebe handelt, von der Musik und vom versäumten Leben. Zu „Judith und Jolanthe“ komponierte der Autor auch vier Klavierstücke (Levin’s Theme, Judith’s Rag, Jolanthe’s Waltz und In Search of My Father), die er vielleicht irgendwann auf CD einspielen wird."

Über den Autor:
Oliver Fehn, geboren 1960, ist Autor zahlreicher Romane und Sachbücher. Im Pandämonium-Verlag erschienen bisher sein Roman "Die Klavierbrücke", die Kurzgeschichtenbände "Keiner will mehr nach San Francisco" und "Hitzemond", sowie seine Übersetzung von Mark Twains Roman "Der geheimnisvolle Fremde". Neben seiner Autorentätigkeit arbeitet er vor allem als Übersetzer von Büchern aus dem Musikfachbereich.

Eigene Meinung: 
Judith, die als Bedienung in der Bar "49th Parallel" arbeitet, ist jung, schön, eben Lebensfreude pur. Sie lernt die Raumpflegerin Jolanthe kennen, die in derselben Bar arbeitet.Jolanthe hatte ein hartes Leben, was man ihr anmerkt.  Die beiden total gegensätzlichen Frauen freunden sich an. Als Judiths zwölfjähriger Sohn Levin zu Besuch kommt, scheint Jolanthe aufzublühen. 

Auch diese Novelle über zwei Frauen und das Leben, das doch gelebt werden möchte, ist von Oliver Fehn wunderbar erzählt. Er hat interessante Figuren erschaffen und lässt uns Nächte im "49th Parallel" in einer wunderschönen Atmosphäre verbringen. Levins Musik verzaubert uns genauso wie Jolanthe. Wenn wir genau hinhören, können wir seine Musik ganz leise zwischen den Zeilen heraushören.

5/5 Sterne für diesen fast schon etwas zu kurzen, sehr stimmungsvollen Lesespaß, der in uns eine Saite zum Erklingen bringt und noch lange nachhallt. 

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