Mittwoch, 20. August 2014

Rezension zu "Vergessen" von Elke Pistor, Ullstein Verlag, Kriminalroman

Titel: Vergessen
Autorin: Elke Pistor
Isbn Nr. 13-978-3548286105
Seitenzahl: 304 Seiten

Verlag: Ullstein Taschenbuch (8.8.14)
Preis: 9,90 Euro




Klappentext:
"Kommissarin Verena Irlenbusch steht unter Druck: Während sie einen hochintelligenten Psychopathen jagt, verschlimmert sich die Alzheimererkrankung ihrer Großmutter. Außerdem wurde ihr der schlechtgelaunte Kollege Christoph Todt an die Seite gestellt, dem sie jede Information aus der Nase ziehen muss. Doch Verena bleibt liebevolle Enkelin und professionelle Ermittlerin – auch wenn es sie fast zerreißt. Als sie schließlich auf die Spur des Mörders kommt, verfängt sich Verena in ein Netz aus lang vergessener Schuld und neuem Hass. Wird sie diesen Fall heil überstehen?"

Über die Autorin:
Elke Pistor, Jahrgang 1967, ist in Gemünd in der Eifel aufgewachsen. Nach dem Abitur in Schleiden zog es sie zum Studium nach Köln, wo sie nach einem Zwischenstopp am Niederrhein bis heute lebt. Schon seit sie als Kind einen Steinmetz der Dombauhütte bei der Arbeit beobachten durfte, ist sie von "Kölns größter Baustelle" und ihren Geheimnissen fasziniert. Sie arbeitet als freie Seminartrainerin in der Erwachsenenbildung und leitet Schreibworkshops. Nach Kurzgeschichten und Kurzkrimis erschien ihr erster Eifel Krimi "Gemünder Blut" im Herbst 2010 im Emons Verlag. Mehr unter: http://www.elke-pistor.de/
Eigene Meinung:

Ein Zahnarzt foltert einen Patienten, verletzt seine Zahnarzthelferin und springt dann aus dem Fenster. Ein kleines Mädchen spielt mit einer Freundin Verstecken und wird dabei entführt. Beide Fälle bekommt Kommissarin Verena Irlenbuch auf den Tisch. Ihre Kollegin Leo liegt im Krankenhaus und so bekommt sie einen neuen Partner zugeteilt. Christoph Todt scheint allerdings ein einsamer Kämpfer zu sein. Das Ermittlungsteam muss sich erst noch zusammenraufen. Noch mehr Sorgen bereitet Verena, dass sie ihre Großmutter nicht mehr alleine lassen kann. Sie hat die Alzheimererkrankung. Verena will das noch nicht so richtig wahrhaben und versucht Beruf und Privates unter einen Hut zu bringen.
Dieser Krimi rund um die Themen  "Vergessen" und um die Alzheimererkrankung von Verena Irlenbuchs Großmutter liest sich flüssig und leicht.

Es soll sich hier um den ersten Fall der Kommissarin Verena Irlenbusch handeln. Ich hatte allerdings ständig das Gefühl, den ersten Teil dieser Reihe verpasst zu haben, obwohl dieser Krimi einen sehr starken Einblick in Verenas Privatleben gewährt. Die Figur der Kommissarin bleibt doch etwas farblos. Der immer etwas mürrische, neue Kollege Christoph Todt lässt uns auch an seinem Privatleben teilhaben. Die Ermittlungsarbeit der beiden gerät dabei dann leider etwas in den Hintergrund, entsprechend fehlte mir hier die für einen Kriminalroman nötige Spannung.

Zwischendurch wird sehr einfühlsam erzählt, was das am Anfang der Geschichte entführte Kind Mia erlebt.
2/5 Sterne für den sehr einfach gestrickten Krimi mit viel Privatkram der Ermittler, ohne große Überraschungen und Wendungen. Dem routinierten Krimileser ist hier zu schnell klar, wer hier der gesuchte Mörder ist.

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