Sonntag, 28. September 2014

Rezension zu "Mr. Mercedes" von Stephen King, Heyne Verlag, Krimi

Titel: Mr. Mercedes
Autor: Stephen King
Seitenzahl: 592 Seiten, 8.9.14 gebundene Ausgabe
Isbn Nr.13-978-3453269415
Verlag: Heyne Verlag 
Preis: 22,99 Euro
 


Klappentext: "Schneller, gefährlicher, tödlicher – Mr. Mercedes
Ein Mercedes S 600 – »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« – rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer, der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an. Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.

Eine wirtschaftlich geplagte Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung pflügt er mit einem gestohlenen Mercedes durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemand, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.""

Über den Autor:
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, "Carrie", erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

Eigene Meinung:
Der pensionierte Detective Hodges verbringt seine Nachmittage mit langweiligen Reality-Shows (köstlich, wie Stephen King diese Shows auf den Arm nimmt). Als er Post vom Mercedes-Killer erhält, einem Verrückten, der mit einem Mercedes in die Arbeitssuchenden vor der Stadthalle gerast ist und nie geschnappt wurde, möchte er diesen Verrückten um jeden Preis finden.

In abwechselnden Erzählsträngen verfolgen wir Hodges Ermittlungsarbeit oder begleiten den intelligenten, sehr raffiniert agierenden Psychopathen Brady Hartsfield. Wir erhalten einen Einblick in das Leben und in die Vergangenheit von Brady.

Stephen King hat mit Brady einen unsympathischen, unglaublich angepassten Bösewicht erschaffen. Wie an den Clown Pennywise in "Es",  werde ich mich immer an Brady erinnern und auf der Hut sein, wenn mir ein bestimmter Wagen mit einem Fahrer, bei alt und jung gleichermaßen beliebt, begegnen sollte, (nein, ich verrate euch nicht, um welche Figur es sich hier handelt). 

Der Ex-Detective Hodges ist ein sehr sympathischer, älterer, etwas übergewichtiger Mann, der durch seine Ermittlungen regelrecht aufblüht. Hilfe bekommt er durch den Nachbarsjungen  und später von der leicht verrückten  Holly. Auch diese beiden Protagonisten haben mir sehr gut gefallen.

Typisch Stephen King, würde ich die sehr genau charakterisierten Figuren mit kleinen Macken nennen. Spielt in den meisten Büchern von Stephen King das Übernatürliche und der daraus resultierende Horror eine Rolle, ist "Mr. Mercedes" ein klassischer Krimi, der zum Ende hin an Spannung und Tempo zunimmt. Als Leser möchte man dem ungewöhnlichen Ermittlungsteam am liebsten zu Hilfe eilen und ab und an würde man manche Protagonisten auch ganz gerne retten. Mr. King kann unsere Emotionen sehr gut wecken.

Von mir bekommt "Mr. Mercedes" 5/5 Sterne. Stephen King kann auch Krimis schreiben, die mir sehr gut gefallen.Warum das Buch allerdings der Auftakt einer Trilogie sein soll, ist mir ein Rätsel.


 


1 Kommentar:

  1. Von St.King hab ich vor Jahren auch paar Bücher gelesen...Das klingt auch gut. Danke...
    glG

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