Montag, 8. September 2014

Rezension zu "Phönixkinder" von Christine Drews, Bastei Lübbe Verlag, Kriminalroman

Titel: Phönixkinder
Autorin: Christine Drews
Seitenzahl: 366 Seiten

Verlag: Bastei Lübbe
Rezensionsexemplar von Bloggdeinbuch 
Isbn Nr. 978-3-404-16992-4
Preis: 8,99 Euro

Klappentext:

"Der Geruch nach Feuer liegt noch in der Luft, als Charlotte Schneidmann und Peter Käfer im Seniorenstift Sonnenschein ankommen. Einer der Bewohner, der demente Ludger Steinkamp, ist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. Alle Indizien deuten auf Brandstiftung, aber nicht nur das - das Opfer wurde regelrecht zu Tode gefoltert. Grausame Rache? Oder ein letzter Versuch, Informationen von Steinkamp zu erpressen?

Die brandgefährlichen Spuren führen Charlotte und Käfer tief in die Vergangenheit des Münsterlandes."

Über die Autorin:
Schon während ihres Germanistik- und Psychologiestudiums arbeitete Christine Drews für diverse TV-Produktionen. Nach ihrem Magisterabschluss schrieb sie für Clou Entertainment als feste Autorin für verschiedene Comedy-Serien, bevor sie sich 2002 selbständig machte. Seitdem hat sie Drehbücher für Movies (u.a. „Am Kap der Liebe“, Co-Autor Jens Jendrich), Familien- und Comedyserien geschrieben (u.a. „Sechserpack“, „Weibsbilder“, „Er sagt, sie sagt“, „Die Bräuteschule 1958“, etc.), und als Autorin für zahlreiche Showformate gearbeitet (u.a. „Achtung! Hartwich“, „Das NRW Duell“, etc.). Schattenfreundin ist ihr erster Roman.


Eigene Meinung: 

Im Pflegeheim "Sonnenschein" ist auf der Demenzstation ein Feuer ausgebrochen. Für den demenzkranken Ludger Steinkamp kam jede Hilfe zu spät. Die Ermittlungen von Charlotte und ihrem Kollegen Peter Käfer gestalten sich sehr schwierig. Die Demenzkranken behindern die Ermittlungen. Sie kennen keine Grenzen und betreten das abgesperrte Zimmer, Dinge aus dem Zimmer verschwinden spurlos und natürlich fehlt den meisten Heimbewohnern die Erinnerung an die Ereignisse. Auch der Hausmeister, der vernommen wird,  und der zuständige Pfleger sind keine große Hilfe.

In verschiedenen Erzählsträngen begleiten wir die Ermittler, lernen die Sichtweise von Annette, der Tochter des Mordopfers, kennen und bekommen einen Einblick in die Psyche des Täters. Käfer verliebt sich in Annette, was Chalotte nicht so sehr begeistert. Nicht nur das Mordmotiv, auch das Mordopfer bleiben für die Ermittler erst einmal sehr rätselhaft.  Ludger Steinkamp scheint sehr vermögend gewesen zu sein, wie er zu seinem Vermögen kam und wo es sich befindet, ist unklar.   Seine Familie wusste sehr wenig von ihrem Familienoberhaupt. Die Familienmitglieder haben ihn nie im Pflegeheim besucht.

Nicht nur die Ermittler graben tief in der mysteriösen Vergangenheit des Mordopfers, auch Annette möchte ihren Vater näher kennen und verstehen lernen. Sie und ihr Bruder wurden von ihm in verschiedene Internate gesteckt. Annette wurde gegen den Willen ihres Vaters Konditorin, so hatten die beiden nie ein gutes Vater-Tochter-Verhältnis. Seine Frau hat er nach Strich und Faden betrogen. Der Verstorbene scheint zwei total verschiedene Leben geführt zu haben.

Dieser Krimi ist von Anfang an spannend und sehr fesselnd erzählt, dabei erhöht sich im Laufe der Handlung das Tempo. Er hat auch einige Überraschungen parat.

Die Ermittler führen viele Gespräche mit verschiedenen Personen und kommen einem raffinierten Betrug auf die Schliche.

Wir erfahren während der Ermittlungen sehr viel Interessantes über das Thema Demenz. Falls ich einmal zuviel Geld haben werde, weiß ich dank dieses Krimis, wo und wie ich es am Fiskus vorbei anlegen könnte ...

Dieser Krimi besticht durch einen sehr interessanten, vielschichtigen Plot, sympathische Figuren und hat so einige Überraschungen für den geübten Krimileser  parat,  daher gibt es von mir 5/5 Sterne.

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