Freitag, 31. Oktober 2014

Rezension zu "Mammon" ein Jake Sloburn-Horrorthriller" von L. C. Frey, Ideenkarree Leipzig, Horrorthriller, eBook

Titel: Mammon
Autor: Lutz C. Frey
Format: Kindle-Edition
Dateigröße: 10381 KB
Seitenzahl: 346 Seiten
SIN: B00NJPOKCM
Verlag: Ideekarree Leipzig, Auflage: 0.1. (30.9.14)
Preis: 3,99 Euro
 
Kurze Inhaltszusammenfassung:

"Dieser Jake Sloburn Mysterythriller ist ein in sich abgeschlossener Roman.
Zum Buch
Es soll die Abschlussparty des Jahrzehnts werden: Die Studenten haben sich die angesagte Rockband »Satan´s Dollz« auf ihre Party geladen. Doch während alle in Partylaune sind, werden hinter den Kulissen finstere Pläne geschmiedet. Menschen und Tiere verschwinden über Nacht, während der Duke Unregelmäßigkeiten in seinen Drogengeschäften feststellen muss. Eine alte Liebe erblüht neu, und Tiffany Marshner sieht sich mit der Wahrheit konfrontiert, die hinter der Fassade eines harmonischen Familienlebens lauern kann.

Ein Unwetter rast auf das Küstenstädtchen zu, und während Sam sich zunehmend beobachtet fühlt, gerät Jake Sloburn ins Visier äußerst zwielichtiger Gestalten. Als sich das wahre Ausmaß des teuflischen Plans offenbart, geraten der Horrordetektiv und sein Gehilfe Sam an die Grenzen ihrer Möglichkeiten, während sich in Port die Ereignisse dramatisch zuspitzen.

Wird der Dämonenjäger Jake Sloburn, Detektiv des Okkulten, Port vor dem hereinbrechenden Grauen retten können oder ist es dafür längst zu spät?"

Über den Autor:
 L.C. Frey veröffentlicht unter diesem Pseudonym seit 2013 Thriller und Horrorgeschichten. Seine erotisch-makabre Kurzgeschichte "Psycho Girl Story" wurde seit ihrem Erscheinen mehrere tausend Male heruntergeladen und von ihren Lesern ausschließlich mit Bestnote bewertet.

Noch im selben Jahr veröffentlichte L.C. Frey die ersten beiden Bände seiner Serie um den mysteriösen Detektiv Jake Sloburn, den Pilotroman "Nest"(http://amzn.to/19f2n9B) und den zweiten Band, "Blue"(http://amzn.to/1a4aYLW). Beide Bücher fanden durchweg positive Beachtung durch Presse und Leser und wurden als E-Book sowie Paperback veröffentlicht.

Nach über zwei Jahren Entwicklungszeit erblickte im Dezember 2013 sein bislang seitenstärkstes Buch, der Horrorthriller "Draakk" das Licht der Welt.

L.C.Frey lebt und arbeitet in Leipzig. Erfahren Sie mehr über den Autor, neue Bücher, aktuelle Gewinnaktionen und Verlosungen auf seiner Website oder folgen Sie ihm tagesaktuell auf Facebook oder Twitter. www.LCFrey.com, www.facebook.com/L.C.FreyOfficial. Twitter: @LutzCFrey

Eigene Meinung:
 
Wir erleben das Geschehen aus verschiedenen Erzählperspektiven, unter anderem aus der Ich-Perspektive von Sam, dem Assistenten von Jake Sloburn. Die Charaktere hier haben Kult-Charakter. Da ist Jake Sloburn, der kiffende, mysteriöse Detektiv und Sam, sein Assistent. Sam wirkt sehr seriös und vernünftig, Mich erinnern die beiden irgendwie an Sherlock und Dr. Watson.

Was erwartet den Leser? 
Verschwundene Tiere, eine Studentenparty, bei der Alkohol in Strömen fließt, das Bewusstsein einiger Teilnehmer mittels pflanzlichen Substanzen erweitert wird, natürlich Sex, viel Rock von der Band "Satan's Dollz" und eine teuflische Verschwörung. Jake Sloburn und Sam mischen da natürlich kräftig mit und versuchen die Pläne der Bösen zu durchkreuzen.

Dieser Mystery-Horror-Thriller ist witzig, stellenweise unheimlich, sehr spannend und herrlich schräg. Wer wie ich keine ordinäre Sprache mag, die in manchen Horrorromanen üblich ist, der wird sich über diese Story freuen, es geht also auch anders! Den Leser erwarten viele Überraschungen und Wendungen. Einige Fragen bleiben am Schluß offen. Ich hoffe, die werden im nächsten Band beantwortet.

Meine absolute Leseempfehlung zu Halloween, 5/5 Sterne für diesen Kult-Mystery-Thriller. Jake und Sam haben einen neuen Fan. 

Einziger Kritikpunkt: Viiiiel zu kurz! Aber ich kann mir ja die beiden vorherigen Bände von Jake und Sam herunterladen.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Lesung von Ian Rankin in der BW Bank in Stuttgart am 23.10.14


Wenn in den wilden Süden mal einer der bekanntesten schottischen Autoren kommt, ja Ian Rankin soll bekannter sein, als Sir Arthur Conan Doyle, dann müssen wir da natürlich dabei sein.

Die Lesung mit Ian Rankin aus "Schlafende Hunde" fand in der BW Bank in Stuttgart statt.  Es handelte sich um eine Kooperation der "Stuttgarter Kriminächte" und der Buchhandlung Wittwer.  

John Rebus ist zurück im aktiven Polizeidienst.
Einziger Wermutstropfen: degradiert zum Detective Sergeant muss er nun seinem ehemaligen Schützling Siobhan Clarke zuarbeiten. Die beiden untersuchen gerade einen Autounfall, als bekannt wird, dass die Staatsanwaltschaft einen 30 Jahre zurückliegenden Fall aus Rebus’ Vergangenheit neu aufrollen will, der ungeheure Sprengkraft entfalten könnte....
In „Ein Rest von Schuld” hatte Ian Rankin seinen Ermittler nach 17 Fällen in den Ruhestand geschickt, doch dank der Hochsetzung des zulässigen Dienstalters für Polizisten in Schottland kehrt Rebus in "Schlafende Hunde" in den aktiven Polizeidienst zurück.
Ian Rankin, geboren 1960, ist Großbritanniens führender Krimiautor, seine Romane sind aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Sie wurden mit zahlreichen Preisen bedacht, u.a. dem Gold Dagger, dem Edgar Allan Poe Award, dem British Book Award und dem deutschen Krimipreis.

Walter Kreye ist als Schauspieler und Sprecher bekannt. Er spielte beispielsweise wiederholt im "Tatort" und übernahm 2007 die Titelrolle der ZDF-Serie "Der Alte".
Die Moderation übernimmt der Übersetzer Bernhard Robben

Die Lesung war sehr abwechslungsreich. Der Übersetzer und Moderator Bernhard Robben stellte interessante Fragen, dann erfolgte eine Lesung von Walter Kreye, weiter ging es mit Fragen, bis dann Ian Rankin seinen Part der Lesung auf englisch übernommen hat.

Ich habe Ian Rankin erstaunlicherweise recht gut verstanden, er sprach klar und deutlich. Die Übersetzung wäre fast nicht nötig gewesen. (Ian Rankin hat den englischen Part gelesen, hier musste sogar der Übersetzer eine Abkürzung nachschlagen. Er hat uns gestanden, dass Übersetzer auch gerne mal googeln. Das Ergebnis war aber weder für ihn, noch für uns befriedigend, da irgendein Nonnenorden herauskam. Es handelte sich bei dem Wort um die Abkürzung einer englischen Bezeichnung für sowas wie "Monkismus", wer die Serie kennt, oder übermässige Ordnungsliebe). 

Wir haben sehr viel über Ian Rankin erfahren. Hier einige Beispiele: 

Ian Rankin wollte Rocksänger werden u. hat anfangs mit einem Gedicht einen Wettbewerb gewonnen. Das Gedicht heißt "Euthanasie"- er schreib über seine Tante - die war dann sauer. Er hat als Punksänger Texte verfasst und einige Semester englische Literatur studiert.

Als sein erster Krimi veröffentlicht wurde, ist er in eine Buchhandlung marschiert und hat sein Buch gesucht. Er hat es nicht gefunden. Ian Rankin hat sein Buch in der Literaturabteilung gesucht. Es stand in der Krimiabteilung. Er schreibt doch keine Krimis! Also hat er sich das Buch geschnappt und in der Literaturabteilung einsortiert. Am nächsten Tag stand es wieder bei den Krimis. Da hat er begonnen, Krimis zu lesen - seine ersten Krimis waren die Bücher seiner "Nachbarin" in der Krimiabteilung,  Ruth Rendell.

Habt ihr gewusst, dass es eine englische Serie über Rebus gibt? Ist auf deutsch leider nicht erschienen.

Ian Rankin hatte eine nette Geschichte auf Lager. Er wurde gefragt, ob man sich vor Thrillerautoren fürchten müsste. Er meinte, wenn jemand ihn verärgert hat, z. B. die Vorfahrt genommen hat, dann bringt er ihn einfach in seinem nächsten Buch um.  Ich sollte wohl auch anfangen, Krimis zu schreiben ... :).

Eine Bekannte von Rankin aus Kanada, deren Freund auf aller übelste Weise Schluss mit ihr gemacht hatte, hat alle befreundeten Autoren beauftragt, den Freund im nächsten Werk umzubringen. Sie hat eine ganze Kiste mit Büchern erhalten und dann in jedem Buch den Namen ihres Freundes markiert und ihm die Bücherkiste geschickt. Ian meinte, wir sollen auf den Namen eines Gorillas in einem seiner Bücher achten ...

Bei schlafende Hunde hatte er Diskussionen mit seinem Verleger, der wollte einen kürzeren Titel. Da der Titel von Stieg Larsons Trilogie länger war, als der Originaltitel von "Schlafende Hunde", hat sich der Verleger dazu überreden lassen. Denn er hatte die Trilogie von Larson abgelehnt und sich darüber geärgert, weil die so erfolgreich wurde. Ian darf jetzt lange Titel nehmen für seine Krimis ..

Er wurde gefragt, was er als nächstes so schreiben wird, ob Rebus, Fox oder Siobhan eine Rolle spielen werden. Er muss im Januar mit seinem Skript beginnen u. hat noch keine Idee. Der Moderator fragte, ob er nicht einmal eine seiner Figuren auf den Kontinent schicken möchte. Rebus meinte er, könne er nicht nach Europa schicken, dann lieber Siobhan, die würde die Schreibtische aufräumen (sie ist so eine Ordnungsfanatikerin, stellt alles im Schrank in Reih und Glied auf)  

Ian Rankin liebt Musik. Er hatte Auftritte mit dem verstorbenen Musiker Jackie Leven. Für ihn hat er auch einige Songs geschrieben (das hat uns sofort veranlasst, die Songs von Leven anzuhören. Die Songs sind richtig gut! Schaut mal auf Youtube, da findet ihr welche).

Er hat "Mädchengrab" nach einem Leven-Song benannt, genauso wie "Schlafende Hunde", das heißt im Original "Saints of the Shadow bible".    

Ian hatte sich allerdings bei einem Titel verhört, er hat anstatt "standing in another man`s rain" , "grave" verstanden und so heißt das Buch eben jetzt "standing in another man`s grave". "Schlafende Hunde" heißt im Original "Saints of the Shadow bible".


Der Abend war lustig, Ian Rankin ist ein sehr humorvoller, sympathischer Autor. Falls er in eure Gegend kommt, unbedingt hingehen, es lohnt sich!

 

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Rezension zu "Die Quintessenz von Staub" von Nora Lachmann, Psychothriller, Bookshouse Verlag


Titel: Die Quintessenz von Staub
Autorin: Nora Lachmann
Seitenzahl: 218 Seiten
Verlag: bookshouse (29.8.14,  broschiert)
Isbn Nr. 13-978-9963525133
Preis: 11,99 EuroPreis für das Ebook: 3,99 Euro

Klappentext:
"„Der Tod wäre sicher eine Lösung, aber so einfach komme ich nicht davon. Leider. Oder glücklicherweise.”

Für Marie ist die Liebe zu Pius ein großes, unerwartetes Glück. Doch ein schwerer Schlaganfall verändert alles. Marie ist in ihrem Körper eingeschlossen, kann nicht einmal mehr sprechen und muss sich fragen, ob sie ihren Mann und seine Motive wirklich kennt."

Über die Autorin:
Geboren 1957 in Berlin, ummauert aufgewachsen. Ausgeflogen nach Hamburg und in die Toskana. Viel gelernt, erst Psychologie, später Englische und Deutsche Literatur. Zurückgekehrt, zwei Kinder großgezogen und lange als Psychotherapeutin Menschen begleitet. Nach der Jahrtausendwende den Neuanfang gewagt und seitdem als Autorin und Übersetzerin im neuen Beruf heimisch geworden. In der Zeit, die bleibt, auf den Meeren unterwegs. 

Eigene Meinung:
Marie, Mitte dreißig und Single verfällt dem Charme des gutaussehenden Arztes Pius, den sie durch ihren Bruder kennenlernt. Sie ist verliebt, vernachlässigt ihre Freunde und konzentriert sich nur auf Pius. Sie kann ihr Glück kaum fassen. So ein toller Mann, der sich in sie verliebt? Ihr Selbstbewusstsein ist nicht sehr groß. Pius ist sehr eifersüchtig und nimmt Marie ganz für sich in Beschlag.

Was für ein Buch! Was für eine Sprache! Nora Lachmann erzählt uns die Geschichte der Buchhändlerin Marie aus der Ich-Perspektive, ab und an bekommen wir einzelne Tagebucheinträge von Pius zu Gesicht und Rückblicke in Maries Vergangenheit. Die Rückblicke liefern Erklärungen für Maries Verhalten. Sie scheint eine etwas unsichere Person zu sein, die sich nach der großen Liebe sehnt. Pius hingegen ist eine starke Persönlichkeit, der sein Leben nur einem Ziel opfert - der Forschung!

Wortgewaltig und sprachlich auf höchstem Niveau zeigt die Autorin uns das Drama auf, in das Marie völlig naiv hineingerät. Irgendwann zweifelt Marie an den Absichten von Pius, doch da ist sie schon total hilflos und ihrem Liebsten ausgeliefert.

In einem Körper quasi eingesperrt sein, einer Person total ausgeliefert, keine Entscheidungen mehr treffen zu können, das ist wohl nicht nur mein größter Alptraum.

Dieses verstörende, brandaktuelle Psychothrillerdebüt ist mehr als gelungen. Hier vergebe ich sehr gerne 5/5 Sterne. Meine absolute Leseempfehlung für dieses außergewöhnliche Buch, das Emotionen weckt und uns nachdenklich stimmt. Es wirft Fragen auf, wie: Was ist im Namen der Forschung vertretbar? Wann ist ein Leben überhaupt noch lebenswert? Muss sich wirklich jeder um jeden Preis fortpflanzen? 


 

Montag, 27. Oktober 2014

Rezension zu "Die Berufene" von M. R. Carey, Droemer Knaur, Endzeitthriller

Titel: Die Berufene
Autor: M. R. Carey
Seitenzahl: 512 Seiten, TB Paperback (1.10.14)

Isbn Nr.  13-978-426-51513-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro

Klappentext:
" Großbritannien, in nicht allzu ferner Zukunft: Ein grauen­hafter Parasit befällt die Menschheit. Millionen sind bereits infiziert und bedrohen die wenigen Gesunden. Alle Hoffnungen ruhen auf einer Schar Kinder, die anders auf den Erreger reagieren. Auf einer ent­legenen Militärbasis halten Wissenschaftler sie gefangen – zu allem entschlossen, um ihnen ihr biologisches Geheimnis zu entreißen. Doch es läuft nicht nach Plan ..."
Über den Autor:
 M. R. Carey ist das Pseudonym eines britischen Fantasy-Autors, der bisher besonders im Comic-Bereich erfolgreich war ( er schrieb unter anderem für die Reihen "X-Men" und "Fantastic Four"). Seine eigenen Comics sind regelmäßig auf der New York Times Comic-Bestsellerliste vertreten. Außerdem hat er bereits weitere Romane und ein Hollywood-Drehbuch verfasst.


Eigene Meinung:
Melanie lebt mit einigen anderen "besonderen" Kindern auf einer Militärbasis. Anfangs werden wir noch im Unklaren gelassen, was diese Kinder denn genau für eine Krankheit haben und warum sie schwer bewacht werden und in einem Rollstuhl gefesselt sind. Die Kinder erhalten Unterricht von verschiedenen Lehrkräften, unter anderem von Miss Justineau. Melanie macht der Unterricht Spaß. Ansonsten ist das kein Leben, was die Kinder da führen. Einmal in der Woche bekommen sie eine eklige Mahlzeit und werden in der Dusche irgendwelchen Chemikalien ausgesetzt.  Ab und an verschwinden Kinder in dem Labor von Mrs. Caldwell. Mehr verrate ich euch zur Story nicht, sonst geht ja die Spannung verloren.

M. R. Carey schreibt in einem atmosphärischen, fesselnden Erzählstil. Die kurzen Kaptel bringen Tempo in die Geschichte. Er hat neben Melanie, die sich im Laufe der Geschichte fragen muss, was sie eigentlich ist,  interessante Figuren erschaffen. Da ist z. B.  Mrs. Caldwell, eine mehr als ehrgeizige Wissenschaftlerin, die die Kinder nur als Forschungsobjekte betrachtet und bei der man das Skalpell in jedem Satz bereits gezückt sieht oder die sympathische Lehrerin Miss Justineau. Diese junge Lehrerin hat Melanie ganz besonders in ihr Herz geschlossen. 

Erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht der zehnjährigen Melanie. Das ganze Szenario wirkt sehr beklemmend, man hat als Leser furchtbares Mitleid mit Melanie und den anderen Kindern.

Die Militärbasis, in der die Kinder ihr Leben verbringen müssen, erinnert stark an die Höhle aus Platons Höhlengleichnis. Später wird diese Endzeitstory  zu einem Roadtrip, in dem die Sicht auf gut und böse ziemlich wechselt.
Ab und an bringt der Autor Ironie mit ins Spiel, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Von mir gibt es 4/5 Sterne für diese ungewöhnliche Zombie-Geschichte, die aus einer anderen Sichtweise erzählt wird, nachdenklich stimmt, und mit einem überraschenden Finale aufwartet.




Samstag, 25. Oktober 2014

Weihnachtsengelaktion bei Cinema in my head



Auch in diesem Jahr gibt es bei Cinema in my head eine Weihnachtsengelaktion.

Worum geht es?
Nicole von Cinema in my head hat 2012 damit gestartet, singierte Bücher und andere tolle Sache rund ums Thema Buch zu versteigern. Nicole möchte mit dem Erlös dieser Aktion hilsbedürftigen Kindern an ihrem Wohnort eine Weihnachtsfreude bereiten.

Die Kinder dürfen einen Wunschzettel ausfüllen. Auf diesem Wunschzettel stehen Winterjacken, Winterschuhe, etc. Es ist also nicht nur Spielzeug, was sich Kinder wünschen und dringend benötigen. Ja, auch hier in Deutschland um die Ecke gibt es hilsbedürftige Kinder.

Ich finde die Aktion klasse, habe von Anfang an mitgeboten und werde auch in diesem Jahr versuchen, einige Weihnachtsgeschenke zu ersteigern.

Die Aktion startet bereits in 6 Tagen, schaut einfach mal rein, es gibt tolle Bücher zu ersteigern.

  

Hier erfahrt ihr mehr über die Aktion:
http://the-cinema-in-my-head.blogspot.de/2014/09/aktion-weihnachtsengel-2014-die-ersten.html 
oder hier auf der FB-Seite:
https://www.facebook.com/events/432818096821355/?fref=ts

Ich wünsche euch viel Glück beim Ersteigern!


Freitag, 24. Oktober 2014

Rezension zu "Die Wahrscheinlichkeit des Glücks " von Gisa Klönne, Pendo Verlag, Roman

Titel: Die Wahrscheinlichkeit des Glücks
 Autorin: Gisa Klönne
Seitenzahl: 480 Seiten (Hardcover, 15.9.14)

Isbn Nr. 13-978-3866123748
Verlag: Pendo-Verlag
Preis: 19,99 Euro


Klappentext:
"Die Astrophysikerin Frieda Telling glaubt nicht an Schicksal, sie verlässt sich lieber auf ihre Berechnungen. Doch ein Unfall ihrer Tochter hebt ihr geordnetes Leben aus den Angeln. Um Aline zu retten, muss Frieda über all ihre Schatten springen. Und sich dem Thema Liebe noch einmal ganz neu stellen. 

Frieda Telling ist solide verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und mit 49 Jahren auf dem Höhepunkt ihrer Karriere als Astronomin. Ihre Leidenschaft gilt der Suche nach einer zweiten Erde. Doch am Tag der Verlobung ihrer Tochter ändert sich alles, denn Aline läuft vor ein Auto und fällt ins Koma. Offenbar hat das Geschenk von Friedas Mutter Aline völlig verstört: ein zerrissenes rotes Halstuch. Kann ein Stück Stoff so viel Macht haben? Gab es eine geheime Liebe im Leben von Friedas Mutter? Friedas Suche nach der anderen Hälfte des Halstuchs und seinem Besitzer führt sie in die Vergangenheit und schließlich nach Siebenbürgen. Doch die Spur verliert sich im Jahr 1948 in einem sowjetischen Gefangenenlager. Und der Mann, der Frieda helfen kann, berührt sie viel mehr, als ihr lieb ist."

Über die Autorin:
Gisa Klönne, 1964 geboren, studierte unter anderem Anglistik und Politologie, arbeitete als Journalistin und Redakteurin. Im Jahr 2005 erschien ihr erster Kriminalroman DER WALD IST SCHWEIGEN mit Kommissarin Judith Krieger, der sofort ein großer Erfolg wurde und es Gisa Klönne ermöglichte, fortan als freie Schriftstellerin zu leben. Vier weitere Kriminalromane um Judith Krieger folgten. Alle wurden hochgelobt und in mehrere Sprachen übersetzt, unter anderem in Spanische und Dänische. Außerdem schreibt Gisa Klönne Kurzgeschichten und ist Herausgeberin zweier Krimi-Adventskalender, die ebenfalls Bestseller wurden.
Für ihr Werk wurde Gisa Klönne mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie 2009 für NACHT OHNE SCHATTEN den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte bester Kriminalroman, die Bonner Polizei ernannte sie zur Ehrenkommissarin, da sie die Polizeiarbeit und das Seelenleben von Kommissaren so zutreffend beschreibe. Im Februar 2012 wendet sich Gisa Klönne dennoch vorübergehend einem anderen literarischen Genre zu: Dann erscheint ihr Familienroman DAS LIED DER STARE NACH DEM FROST, in dem sie teils aus ihrer eigenen Geschichte schöpft.
www.gisa-kloenne.de

Eigene Meinung:
Die Astrophysikerin Frieda Telling besucht kurz vor ihrer Abreise nach Chile ihre Tochter Aline in Berlin, um Aline und ihren Verlobten, die beide am Ballett arbeiten,  tanzen zu sehen. Das Verlobungsgeschenk der Großmutter Henny, das Frieda ihrer Tochter nach der Premierenvorstellung überreicht, verändert das Leben aller Beteiligten.

Das Mädchen rennt geschockt vor ein Auto und landet schwerverletzt im Krankenhaus, Friedas Beruf wird plötzlich unwichtig und sie möchte nur noch das Geheimnis dieses unseligen Geschenkes lösen. Das ist nicht so einfach, denn Hennys Demenz schreitet sehr schnell fort.

Gisa Klönne schreibt wie gewohnt flüssig, sehr fesselnd und atmosphärisch. Erzählt wird aus den verschiedenen Perspektiven von Frieda, Arno, Henny und Aline. Anfangs war mir noch überhaupt nicht klar, welche Rolle Erotikautor Arno in dieser Geschichte spielen wird. Im Laufe der Geschichte klärt sich das dann jedoch.


Zusammen mit Frieda begeben wir uns in die Vergangenheit von Henny, um das Rätsel des Geschenkes zu lösen und tauchen damit in ein Stück deutscher Geschichte ein, das wir nicht aus dem Geschichtsunterricht kennen.

Die Figuren sind sehr lebendig und sehr glaubhaft charakterisiert. Frieda, die ehrgeizige Wissenschaftlerin, die sich mit ihren Gefühlen und ihren Beziehungen auseinandersetzen muss. Arno, der seinen Vater hasst, und Aline, die ihre Großmutter über alles liebt, zu ihrer Mutter aber nicht wirklich eine Beziehung aufgebaut hat.

Ein Buch über die Liebe, über Lügen, Verrat und über verschiedene Arten von Beziehungen. Ganz klare 5/5 Sterne für diese wundervoll erzählte, interessante und sehr spannende Geschichte.



   

Montag, 20. Oktober 2014

Rezension zu "Das Haus am Alsterufer" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, historische Familiensaga

Titel: Das Haus am Alsterufer
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (21.7.14)
Isbn Nr. 13-978-3442480289
Preis: 9,99 Euro
 

Klappentext: 
"Hamburg 1911: Nur widerstrebend stimmt der verwitwete Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit dem Architekten Konrad Michaelis zu. Niemand in der Familie ahnt, dass Lavinias Schwester, die Malerin Nele, ihren Schwager liebt. Etwa zeitgleich wird die 16-jährige Klara Tießen als Hausmädchen bei Dornhains eingestellt. Nur Victor Dornhain und seine Mutter Charlotte wissen, dass Klara sein illegitimes Kind ist. Drei Jahre später bricht der Große Krieg aus und verändert alles: In der Tragödie erkennt Lavinia ihre wahre Bestimmung, Klara findet auf der Suche nach ihrer unbekannten Mutter den Mann ihres Lebens, und das Schicksal seiner Familie wird für den Reeder zu einer Frage der Ehre ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.

Eigene Meinung:
Der verwitwete Reeder Victor Dornhain lebt zusammen mit seiner Mutter und seinen drei Töchtern Ellinor, Nele und Lavinia in einer wunderschönen Villa an der Hamburger Alster. Die drei Mädchen sind total verschieden. Lavinia ist die jüngste Tochter, total verwöhnt, hat sie nur ihr Vergnügen im Kopf. Nele studiert in München Malerei und Ellinor ist sozial sehr engagiert. Klara kommt als Dienstmädchen in das Haus in der Straße. Lavinia möchte den Architekten Konrad Michaelis heiraten. Doch der hat sein Herz bereits an Nele verschenkt, die er zufällig während einer Eisenbahnfahrt kennengelernt hat ...

Sofort war ich mitten im Geschehen. Micaela Jary hat den Alltag der drei Schwestern und des Dienstmädchens Klara zum Leben erweckt. Ich bin zusammen mit Nele, Lavinia, Ellinor und Klara durch Hamburg gelaufen und  habe Lust bekommen mit Konrad und Nele Tango zu tanzen. Ich habe Kunstausstellungen besucht und schöne Bauwerke bewundert. Man merkt dem Roman an, dass die Autorin nicht nur sehr gut recherchiert hat, ihre Freude an Kunst und Architektur sind hier auch spürbar.

Micaela Jary hat hier einen fesselnden, stimmigen Roman um vier interessante Frauenfiguren in einer turbulenten Zeit erschaffen. Wer eine tragische Liebesgeschichte, gepaart mit interessanten Themen, wie z. B. Frauenrechte, mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.

5/5 Sterne, so mag ich Geschichtsunterricht! Absolute Leseempfehlung für dieses Highlight. Nicht nur Krimis können spannend erzählt werden, wie diese Familiensaga beweist.


 

Freitag, 17. Oktober 2014

Messebericht - Mein Besuch auf der Frankfurter Buchmesse am 10.10.14


Marc Elsberg beim Bloggertreffen

Auch ich habe in diesem Jahr die Frankfurter Buchmesse besucht. Der Freitag ist optimal, da habe ich schon Wochenende und die Messe ist nicht zu voll.  Der Bahn habe ich noch einmal eine Chance gegeben. Diesmal hatte sie nur 20 min Verspätung. Ich bin also noch rechtzeitig zum Bloggertreffen von Randomhouse gekommen (das hat im letzten Jahr überhaupt nicht geklappt, weil die Bahn fast 2h Verspätung hatte). Das Bloggertreffen hatte ich mir etwas anders vorgestellt. Ich hatte mir Fragen überlegt, die ich Marc Elsberg und Eric Berg stellen wollte. Es waren 150 Blogger da, Fragen stellen war also nicht ...  
Eric Berg beim Bloggertreffen



Ich bin doch Eulenfan 
Annette Lunau, Die Rezensentin, habe ich endlich einmal persönlich getroffen, hatten wir doch schon über FB netten Kontakt.  Zusammen mit Wenke von Mordsbücher bin ich über die Messe geschlendert, habe mein persönliches Lesezeichen gedruckt (war gar nicht so leicht) und ganz viele Eindrücke bekommen. Vielen Dank an Wenke für die tolle Messeführung!

Das Interview des Profilers Alexander Horn habe ich verfolgt und mir dann sein Buch gekauft: "Die Logik der Tat". Ich habe es von ihm signieren lassen (da gab es nicht einmal eine Schlange).

Nachmittags habe ich mir im Lesezelt die Thrillerautoren Eric Berg, Marc Elsberg und Petra Hammesfahr angehört. Sie haben aus ihren aktuellen Büchern gelesen und einige Fragen beantwortet. Lesungen machen ganz schön neugierig auf die Bücher ...

Petra Hammesfahr, die aus "An einem Tag im November" vorlas, erzählte uns, dass sie etwas mit Stephen King gemeinsam hätte. Ihr erstes Manuskript wurde von keinem Verlag angenommen. Sie hat 150 Absagen verkraften müssen. Ich erkenne noch mehr Gemeinsamkeiten mit Stephen King. Ihre Figuren sind genauso unglaublich gut charakterisiert und diese kleinen Seitenhiebe, die sie verteilt, das erinnert mich auch an Stephen King.

Marc Elsberg hat uns auf  "Zero" neugierig gemacht. Er war zum ersten Mal auf der Messe in Frankfurt. Eric Berg schreibt seine Bücher aufgrund eines Satzes, der ihm irgendwo begegnet. Er schickt dann seine Figuren in die Arena und wartet, was passiert. Eric Berg lebt auf Gran Canaria, ist in Berlin aufgewachsen und kennt sich daher mit Ostseeinseln, ganz gut aus (die Insel Poel kommt in seinem neuen Buch "Das Küstengrab" vor).

Die Autorin Katja Piel habe ich nach der Lesung getroffen, Stefanie Maucher ganz kurz, Andrea Bielefeldt und Sina Müller.  Da Katja sich mit einigen Bloggern zum Whisky-Tasting verabredet hatte, habe ich mich angeschlossen. Mel Döring von Bookrecession hat mich sofort erkannt. 

Das Buch "Der letzte Whisky" wurde von Carsten Sebastian Henn vorgestellt und ein Whisky-Tasting wurde angeboten. Wir haben einen Bowmore probiert. Dabei habe ich
Profiler-Interview
eine nette Autorin vom Emons-Verlag kennengelernt, die ihren ersten Thriller dort veröffentlicht hat.

Zum Schluss bin ich dann noch nach "Finnland". In sechs großen Rotunden wurden verschiedene Aktionen angeboten. Z. B. wurden in einer Rotunde Hirnströme in Verse umgewandelt, das nennt sich dann "Brain Poetry". Ich habe mir die finnischen Bücher angeschaut. Kennt ihr z. B. die Bücher von Arto Paasilinna? Die sind so herrlich schräg. Es gab finnisches Essen und Getränke aus Finnland in diesem Pavillon.

Hier könnt ihr einen Blick auf die Rotunden werfen, die von Design-Studenten entworfen wurden: http://www.buchmesse.de/de/ehrengast/#!prettyPhoto
 
Lesung von Petra Hammesfahr
Wenke und ich 
Whisky-Tasting mit Carsten Sebastian Henn



Donnerstag, 16. Oktober 2014

Rezension zu "Lovisa, das Vermächtnis der Lil`Lu 2, im Zeichen des Feuers von Marita Sydow Hamann, Romantasy, eBook

Titel: Lovisa das Vermächtnis der Lil`Lu im Zeichen des Feuers
Autorin: Marita Sydow Hamann
Seitenzahl der Printausgabe: 224 Seiten
Dateigröße: 988 KB
ASIN: B00LPHNBOY
Preis: 2,99 Euro

 Kurze Inhaltszusammenfassung:
" Der 2. Band von bisher 2 Lovisa Büchern. Die Reihe ”Das Vermächtnis der Lil`Lu“ wird insgesamt 5 Bände umfassen.
Lovisas bisheriges Leben ist völlig auf den Kopf gestellt, so viel ist in den letzten zwei Wochen geschehen - Visionen, die Vergangenes und Zukünftiges offenbaren, eine Entführung durch einen Unbekannten. Und ihre leibliche Mutter ist für sie in den Tod gesprungen, nachdem sie Lovisa Unfassbares offenbart hat.
Erik – der junge Dimensionsagent mit den ozeanblauen Augen, der sie magisch anzieht –, hat Lovisa mit dem Versprechen verlassen, zu ihr zurückzukehren. Doch Lovisa wechselt ebenfalls und folgt ihm in seine Realität. Dort warten gleich mehrere unangenehme Überraschungen auf sie … "


Über die Autorin:
Marita Sydow Hamann lebt mit ihrem Mann, zwei Hunden, zwei Pferden und zwei Katzen auf einem kleinen Hof in Småland in Schweden.
Sie schreibt Fantasyromane und Kinder- und Jugendbücher.
Marita Sydow Hamann illustriert alle ihre Bücher selbst. Außerdem entwirft und malt sie auch ihre eigenen Cover.

Eigene Meinung:
Lovisa reist dem Dimensiosagenten Erik nach und landet unglücklicherweise auf dem Schloß, auf dem ihre Mutter Ulrika aufgewachsen ist. Sie begegnet auf dem Schloß ihrem Großvater, dem König. Er ist ein verbitterter Mann, der den Weggang seiner Tochter nicht verwunden hat. Lovisa soll die Rolle ihrer Mutter in seinem Reich übernehmen. Eric hingegen soll heiraten, dafür ist aber nicht Lovisa vorgesehen. Ob die beiden wieder zusammenkommen werden?

Wir sind sofort wieder mitten in der Geschichte. Der Schreibstil der Autorin ist bildgewaltig und die Emotionen von Lovisa werden sehr genau beschrieben.

Martia Sydow Hamann erzählt uns die Geschichte von Lovisa und Erik fast ausschließlich aus Lovisas Sicht in der Ich-Perspektive. Lovisa ist noch sehr jung, ihre Gedanken kreisen sehr um Erik, um ihre Liebe und sie ist auch ganz schön eifersüchtig.  Lovisa kann ganz schön dickköpfig sein und möchte ihren Willen durchsetzen. In diesem Band in einem fremden Schweden, muss Lovisa viele Entscheidungen treffen und lernt ihre geheimen Kräfte genauer kennen.

In kurzen Szenen erhalten wir einen Einblick, wie Erik die ganze Sache sieht.

Mir persönlich waren es zu viele Gedankengänge, die um die Liebe kreisen, leider etwas zu wenig Action. Der erste Band hat mir viel besser gefallen und hat mich mehr gefesselt.

3/5 Sterne für diese interessanten Romantasy-Fortsetzung, die mir leider etwas zu gefühlsbetont ist. 



  

Montag, 13. Oktober 2014

Rezension zu "Das Küstengrab" von Eric Berg, Limes Verlag, Krimi

Titel: Das Küstengrab
Autor: Eric Berg
Seitenzahl: 416 Seiten (22.9.14, broschiert)

Verlag: Limes Verlag
Isbn Nr. 13-978-380926419
Preis: 14,99 Euro

 Klappentext:
 "Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsame Vergangenheit, die sie verbindet.

Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.


Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht..."

Über den Autor:
Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman. Das Nebelhaus begeisterte Leser wie Kritiker gleichermaßen und stand monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Eigene Meinung:
Über zwei Erzählstränge erfahren wir die Geschichte von Lea, die auf der Insel Poel zu DDR-Zeiten groß geworden ist. Lea hat nach der Wende als Fotografin in Argentinien gelebt. Ein Anruf ihrer Schwester, mit der sie sich während ihrer Jugend gar nicht verstanden hatte, führte sie zurück nach Poel. Lea und ihre Schwester hatten auf der Insel einen Unfall bei dem Sabina, Leas Schwester, ums Leben kam. Lea erlitt bei diesem Unfall eine Amnesie. Gegen den Rat ihrer Psychologin fährt sie nach Poel um herauszufinden, was vor dem Unfall genau passiert ist. Dabei trifft sie auf ihre ehemalige Clique.

Lea erzählt uns ihre Geschichte nach ihrem Unfall aus der Ich-Perspektive. Was zur Folge hat, dass wir ihre Gedanken und Gefühle ganz genau präsentiert bekommen. In Rückblicken erfahren wir in einem weiteren Handlungsstrang die Ereignisse von vor vier Monaten und erhalten einen Einblick in das Leben der Clique 23 Jahre zuvor.

Dieser Krimi ist atmosphärisch dicht erzählt, die Figuren sind genau charakterisiert und sehr interessant. Eric Berg schaffte es mit seinem Erzählstil, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Da ich sehr neugierig darauf war, was mit Julian  23 Jahre zuvor passiert ist, und ob das überhaupt herauskommen würde, war für mich der Spannungsbogen von Anfang an ziemlich hoch. Sehr interessant fand ich die Beziehung der Cliquenmitglieder untereinander vor 23 Jahren, in der Gegenwart und ihre Reaktionen auf Leas Erscheinen.

4/5 Sterne für diesen Krimi, der wieder einmal zeigt, dass man Leser auch ohne viel Blutvergießen fesseln kann. 

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Rezension zu "Auf den Flügeln der Angst" von Catherine Shepherd, eBook, Thriller

Titel: Auf den Flügeln der Angst
Autorin: Catherine Shepherd
Seitenzahl der Printausgabe : 388 Seiten
Dateigröße: 851 KB
Verlag: Kafel Verlag (26.8.14)
ASIN: B00N30B558
Preis: 2,99 Euro, als TB 9,99 Euro

 Kurze Inhaltszusammenfassung:
"Zons 1497: Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache steht vor einem Rätsel. Am Morgen nach dem Geburtstagsfest von Pfarrer Johannes schwimmt eine tote Frau im Burggraben. Vom Täter fehlt jede Spur. Als kurz darauf vor den Stadttoren von Zons ein Bote brutal ermordet wird, beginnt eine atemlose Jagd. Bastian entdeckt ein Geheimnis hinter den Steinen der Stadtmauer. Eine geheimnisvolle dunkle Flüssigkeit führt ihn auf eine gefährliche Reise, denn auch der Mörder ist auf der Jagd nach dem teuflischen Elixier ...

Gegenwart: Die alleinerziehende junge Mutter Saskia nimmt an einer klinischen Studie teil. Doch statt der erhofften Befreiung von ihren Ängsten fühlt sie sich von Tag zu Tag schlechter und kann am Ende nicht mehr zwischen Wahn und Wirklichkeit unterscheiden. Während Saskia von unerklärlichen, grausamen Bildern verfolgt wird, ermittelt Kommissar Oliver Bergmann in einer neuen Mordserie. Ein Stadtrat wird in seiner Zonser Wohnung ertränkt, wenig später führt ein Anruf die Polizei zu einer weiteren Leiche. Die einzige Verbindung zwischen den Opfern ist eine seltene Droge in ihrem Blut. Obwohl alles auf ein männliches Täterprofil hindeutet, hat Oliver starke Zweifel. Erst im letzten Moment erkennt er den wahren Zusammenhang, der ihn zurück ins Mittelalter führt .."

Über die Autorin:
Die Thriller-Autorin Catherine Shepherd (Künstlername) wurde 1972 geboren und lebt mit ihrem Mann in Zons am Rhein. Catherine Shepherd ist Diplom-Ökonomin und arbeitete in einer Düsseldorfer Bank.

Ihren ersten Bestseller-Thriller veröffentlichte sie im April 2012. Als E-Book erreichte "Der Puzzlemörder von Zons" bereits nach kurzer Zeit die Nr. 1 der deutschen Amazon Bestsellerliste. Ihr zweiter Kriminalroman "Der Sichelmörder von Zons" folgte im März 2013. Beide Bücher gehörten zu den Jahresbestsellern 2012 und 2013. Am 01.12.2013 folgte ihr drittes Buch mit dem Titel "Kalter Zwilling". Der Thriller erreichte ebenfalls die Nr. 1 der Kindle Charts und gewann Platz Nr. 2 des Indie-Autoren-Preises 2014 auf der Leipziger Buchmesse. Ganz neu ist der 4. Thriller "Auf den Flügeln der Angst", der Ende August 2014 erschienen ist.


Eigene Meinung:
In Catherine Shepherds 4. historischem Thriller rund um die Stadt Zons geschehen grausame Morde in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Wie gewohnt, ermittelt der Kommissar Oliver Bergmann in der Gegenwart und Sebastian mit seinen Freunden in der Vergangenheit.

Insbesondere finde ich in diesem Thriller die Übergänge von Vergangenheit und Gegenwart sehr gelungen.
Die fesselnden Geschichten versprechen Spannung, Verfolgungsjagden in der Vergangenheit, dunkle Gestalten, ein geheimnisvolles Elixier und eine verwirrte Frau, die an einer Arzneimittelstudie teilnimmt.

 Falls man die drei Vorgänger dieser Reihe nicht gelesen hat, würde ich raten, mit dem ersten Krimi "Der Puzzlemörder von Zons" zu beginnen. Man lernt die Figuren besser kennen und ärgert sich nicht über Spoiler, falls man nach diesem Thriller die Vorgänger lesen möchte. Sie sind allesamt lesenswert mit interessantem Plot in Vergangenheit und Gegenwart.

4/5 Sterne für diesen historischen Thriller mit interessanter, zeitgemäßer Thematik,  Lokalkolorit und liebenswerten Ermittlern.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Rezension zu "Die andere Hälfte der Hoffnung" von Mechtild Borrmann, Droemer Knaur Verlag, Krimi

Titel: Die andere Hälfte der Hoffnung
Autorin: Mechtild Borrmann
Seitenzahl: 320 Seiten (gebunden, 1.9.14)

Isbn Nr. 13-978-3426281000
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 19,99 Euro


 

Klappentext:

"In der verbotenen Zone von Tschernobyl, wo nur lebt, wer nicht anders kann oder gezwungen ist, sich zu verstecken, wartet Valentina auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland. Seit Monaten hat Valentina nichts mehr von ihr gehört. Sie scheint spurlos verschwunden – wie viele andere Studentinnen, die angeblich ein Stipendium in Deutschland erhalten haben. Um dem trostlosen Warten und dem bitterkalten Winter zu trotzen und die Hoffnung nicht zu verlieren, beginnt Valentina ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches."

Über die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Mit „Wer das Schweigen bricht“ schrieb sie einen Bestseller, der mit dem Deutschen Krimi Preis 2012 ausgezeichnet wurde. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

Eigene Meinung:
Walentyna ist zurückgekehrt in die verbotene Zone von Tschernobyl. Sie schreibt dort ihre mehr als tragische Lebensgeschichte auf. Ihre Tochter hat ein Stipendium in Deutschland erhalten, doch sie meldet sich nicht und das beunruhigt Walentyna.
Ein weiterer Handlungsstrang erzählt die Geschichte von Martin Lessmann, der alleine auf einem Hof in der Nähe der holländischen Grenze lebt. Er rettet eine Ukrainierin vor ihren Verfolgern. Die totunglückliche Frau schneidet sich in Martins Badewanne die Pulsadern auf und wir erfahren deren Geschichte. Martin möchte der Frau, die ihre Freundin sucht, helfen.

Und dann ist da noch Leonid, der für die Militz tätig ist, und nachforscht, wo die ganzen Studentinnen, die ein Stipendium in Deutschland erhalten hatten, geblieben sind. Er stößt auf Abgründe und legt sich mit seinen Vorgesetzten an.

Unglaublich intensiv und spannend erzählt uns Mechtild Borrmann das Schicksal zweier Frauen verschiedener Generationen, die beide in der Ukraine aufwuchsen. Wir werden Zeuge des Unglücks von Tschernobyl, staunen, wie die Obrigkeit ihren Bürgern Unwahrheiten verkauft, werden Zeuge, wie die Ukrainer immer wieder hoffen, auf eine bessere Welt und wie ihre Hoffnungen enttäuscht werden. Egal welches Regime an der Macht ist, ob "Väterchen Lenin" seine Hand über seine Bürger hält, oder die Demokratie Einzug gehalten hat, es sind immer wieder dieselben machtgeilen und geldgierigen Menschen, die Schlüsselpositionen innehaben und das gemeine Volk nur benutzen. Schön ist zu sehen, dass es dennoch Menschen gibt, die in dieser ungerechten Welt ein kleines bisschen Menschlichkeit verbreiten, indem sie der Freundin Medikamente verschaffen oder indem sie, wie Leonid nicht locker lassen.

In der Gegenwart erfahren wir, wie skrupellose Menschenhändler die Träume der Osteuropäerinnen ausnutzen, um sie zu willigen Sexsklavinnen zu machen. Wie  schwierig es für die Mädchen ist, zu entkommen. Sehr traurig ist, dass sie von ihrer Familie kein Verständnis für ihre Situation erhalten und zurück in der Heimat, wie Abschaum behandelt werden.

Mechtild Borrmann hat hier wieder einmal einen erstklassigen, spannenden und fesselnden Krimi mit interessanten, glaubwürdigen Figuren unter einem realen, brandaktuellen Hintergrund erschaffen.
Für diese Geschichte, die Emotionen beim Leser weckt, und ihn nachhaltig beschäftigen wird, erhält dieses Highlight verdiente 5/5 Sterne.





Sonntag, 5. Oktober 2014

Rezension zu "Maistöcke - Bützer Historie" von Britta Orlowski, Bookshouse Verlag, historischer Roman

Titel: Maistöcke
Autorin: Britta Orlowski
Seitenzahl: 469 Seiten (broschiert, 8.9.14)

Verlag: bookshouse
Isbn Nr. 13-978-9963524884
Preis: 13,99 Euro, eBook 3,99 Euro
 
 Kurzbeschreibung:
"1889

Bevor sich Levke in ihrem neuen Zuhause im Havelland einleben kann, wird sie Witwe. Albträume quälen sie. Wieso glaubt sie, dieses fremde Dorf zu kennen?
Als sich unlösbare Todesfälle häufen, sucht Levke nach Antworten. Ist Jack the Ripper für das Morden verantwortlich? Welches Geheimnis birgt die Kräuterfrau Jordis? Und was hat es mit dem Quilt der verlorenen Seelen auf sich?
Das größte Rätsel aber gibt ihr der attraktive Seemann mit den violetten Augen auf: Silas Böttcher, der plötzlich wieder in Bützer lebt. Hoffentlich begeht Levke keinen folgenschweren Fehler, indem sie ihm vertraut, denn etwas an ihm geht ihr tief unter die Haut."

Die Autorin:
... wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei.
So wuchs ich also in meiner Geburtsstadt Rathenow auf, absolvierte die zehnklassige polytechnische Oberschule und erlernte den Beruf der stomatologischen Schwester in der Kreispoliklinik.
Ich angelte mir einen netten Mann, dem ich sage und schreibe im taufrischen Alter von fünf Jahren zum ersten Mal begegnete und ihn sogleich aus tiefstem Herzen verabscheute. Zum Glück änderte ich später meine Meinung - wir heirateten und gründeten eine Familie. Ihm verdanke ich meine lieben Söhne, die überhaupt die schönsten Babys der Welt waren.
Im Erziehungsurlaub wurde mir rasch langweilig. Beim Aufräumen stieß ich auf die Manuskripte aus meiner jugendlichen Sturm- und Drangzeit. Ich begann erneut Geschichten zu schreiben - nur so für mich. Wenige Jahre später infizierte ich mich mit dem Patchworkvirus und hänge seitdem an der Nadel. Doch auch das Schreiben ließ mich nicht mehr los. Nach einigen Überlegungen kam ich zu dem Schluss, dass es bestimmt einen Weg gibt, beide Hobbies zu verbinden. So entstand mein erster Roman „Rückkehr nach St. Elwine“.
Da mir der Abschied von meinen Hauptfiguren am Ende so schwer fiel, war die Idee geboren, daraus mehr zu machen. Eine lockere Serie, mit in sich abgeschlossenen Geschichten, die stets am gleichen Ort, dem fiktiven Küstenstädtchen in der Chesapeake Bay, spielen. Nach langem Suchen habe ich nun ein begeisterungsfähiges Verlagsteam gefunden.

Eigene Meinung:

Irgendwo in Bützer steht mein Häuschen u. ich bin Teil der Dorfgemeinschaft, zumindest hatte ich während des Lesens das Gefühl. Auch wenn in Bützer seltsame Dinge geschehen und wohl ein Mörder umgeht, fühlte ich mich hier rundum wohl.  Man spürt auch die Hilfsbereitschaft der Dorfbewohner untereinander, lernt sympathische Charaktere kennen und Tratschtanten, die ihre Nase in alle Angelegenheiten stecken. Die Ermittlungen in den Mordfällen in Bützer übernimmt allerdings nicht die Polizei, sondern die junge Witwe Levke zusammen mit Thure, dem Bruder der jungen Annemie, deren Tod unklar ist. Thure verdächtigt Silas, den Sohn des Müllers und sein Nachbar, der Mörder von Annemie und den weiteren Toten, die im Laufe der Geschichte auftauchen, zu sein.

Silas ist ein total interessanter Typ mit ungewöhnlichen Veilchenaugen. Das scheint auch Levke zu finden, die zwischen Thure und Silas hin- und hergerissen ist.

Britta Orlowski hat sich hier an einen historischen Roman gewagt. Es ist ihr gelungen, uns in das Bützer der Jahrhundertwende zu entführen. Wir bekommen einen tollen Einblick in das damalige Landleben, in das beschwerliche Leben der Leute im Dorf und lernen die Kräuterfrau Jordis kennen und lieben.

Die Autorin hat sich in der Kräuterkunde Kenntnisse angeeignet, das erkennt mein geübtes Auge. Sie scheint auch sonst sehr gut recherchiert zu haben. Natürlich hat Britta ihr Hobby, das Quilten, über Levke in die Dorfgemeinschaft gebracht.

5/5 Sterne für dieses kurzweilige, spannende, einfach geschriebene und sehr gut wegzulesende Debüt im Genre historische Romane. Meine Leseempfehlung für alle Leserinnen und Leser, die Liebesgeschichten mit einer Brise Spannung, historischen Details und starken Charakteren mögen. Manche Begriffe aus der Mundart habe ich zum ersten Mal gehört.



Freitag, 3. Oktober 2014

Rezension zu "Liebeskiller" von Ingrid Schmitz, Leda Verlag, Krimi

Titel: Liebeskiller
Autorin: Ingrid Schmitz
Seitenzahl: 256 Seiten (8.5.14, broschiert)
Isbn Nr. 13-978-3936783568
Verlag: Leda Verlag
 Preis: 9,95 Euro

Klappentext:
"Vorsicht, Liebesbetrüger! Mia Magaloff ermittelt in eigener Sache. Auf der Traumpartner-Seite im Internet sucht sie nach einem Mann, der wirklich zu ihr passt. Treu, witzig und weltoffen soll er sein – wie Leo von Stein. Vor dem ersten Treffen erhält Mia eine Warnung: In diesem Forum sollen sich auch Romance-Scammer herumtreiben. Diese Liebesbetrüger schwören ewige Liebe, doch sie treiben ihre Opfer in den finanziellen Ruin, manchmal sogar in den Tod."

Über die Autorin:
Ingrid Schmitz wurde 1955 in Düsseldorf geboren, arbeitete dort als Speditionskauffrau bei einer kanadischen Reederei und im sowjetischen Außenhandel.
Seit 2000 ist sie hauptberufliche Autorin. Begonnen hat sie mit Krimikurzgeschichten, von denen bisher an die fünfzig veröffentlicht wurden. Zwischendurch folgten Herausgaben (kulinarischer) Kriminalanthologien. Die 15. Anthologie "Tortillas, Tapas und Toxine" - eine kriminell-kulinarische Reise nach Spanien - erschien im Mai 2014.
Ingrid Schmitz ist dem Krimischreiben verfallen und machte bisher nur einen ... Abstecher ... in ein anderes Genre. Sie schrieb die Biographie "Currywurst & Dolce Vita" über die beiden VOX-Goodbye Deutschland Auswanderer Didi und Hasi - aber nur, weil deren Lebensgeschichte spannend wie ein Krimi ist.
2006 begann sie mit dem Romanschreiben und erfand die niederrheinische Privatermittlerin Mia Magaloff. Sie ist Künstlerin und Trödelmarkthändlerin und gerät durch ihre Neugier und ihr Helfersyndrom immer wieder an neue Fälle.
LIEBESKILLER ist der vierte Kriminalroman. Darin geht es um Love Scammer, Liebesbetrüger im Internet.

Auch im eBook-Bereich findet man ihre Kriminalgeschichten. Seit 2012 veröffentlicht Droemer Knaur/neobooks die Kurzgeschichtenreihe "Ingrid Schmitz - Mörderisch liebe Grüße". In jedem eBook stecken drei Kurzkrimis. Bisher sind 5 Bände erschienen: "Nicht nur Wein muss atmen", "Die Grabrede", "Abwrackprämie", "Ein Schritt in die Ewigkeit" und "Um Schlips und Kragen".

Ingrid Schmitz ist Mitglied bei "Mörderische Schwestern", "Syndikat" und "International Association of Crimewriters".
Auf facebook findet man sie unter "Krimiautorin Ingrid Schmitz", bei Twitter unter: "Krimischmitz" und Google+ unter "Ingrid Schmitz"

Eigene Meinung:
Mia Magaloff heißt die Protagonistin, die in diesem Krimi quasi privat ermittelt, nachdem sie sich mit einem Mann, den sie im Internet kennengelernt hat, getroffen hat und dieser ermordet wurde. Das ganze Treffen zwischen Mia und ihrer Internetbekanntschaft Leo von Stein ist sehr unglaubwürdig und überhaupt nicht nachvollziehbar.

Mia blieb mir leider fremd. Wahrscheinlich sollte man die Vorgängerkrimis gelesen haben, um Mia besser zu verstehen. Otto Okrim ist der Name des ermittelnden Kommissars. Er kennt wohl die Protagonistin bereits von einem vorherigen Fall.

Die Namen der beiden Hauptfiguren lassen schon erahnen, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. Die Protagonisten würde ich dem Comedy-Bereich zuordnen. Sie agieren überhaupt nicht logisch und nachvollziehbar. Irgendwelche Auswanderer, die durch den Sender Vox bekannt wurden, Didi und Hasi, haben in diesem Krimi auch eine kleine Gastrolle.

Ungewöhnlicherweise gibt es in diesem Krimi überhaupt keine Kapitel.


Der Krimi ist sehr einfach geschrieben, der Humor ziemlich platt und irgendeine Art von Spannung habe ich vermisst. Ich finde das sehr schade und ihr dürft mir glauben, ich schreibe viel lieber positive Rezensionen. 

Wer auf platte Witze, komische Dialoge und Protagonisten steht, die nicht sehr nachvollziehbar reagieren, darf diesen Krimi gerne lesen.

Das Thema klang sehr interessant, Liebesbetrüger im Internet, daraus hätte man sicher eine sehr spannende Geschichte machen können.

Empfehlen kann ich euch dieses Buch nun wirklich nicht.


Twitter-Chat mit Kendare Blake, der Autorin von "Der schwarze Thron"

© Shawn H. Nichols Photography Gestern abend konnte man der Autorin von "Der schwarze Thron",...