Montag, 20. Oktober 2014

Rezension zu "Das Haus am Alsterufer" von Micaela Jary, Goldmann Verlag, historische Familiensaga

Titel: Das Haus am Alsterufer
Autorin: Micaela Jary
Seitenzahl: 576 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (21.7.14)
Isbn Nr. 13-978-3442480289
Preis: 9,99 Euro
 

Klappentext: 
"Hamburg 1911: Nur widerstrebend stimmt der verwitwete Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit dem Architekten Konrad Michaelis zu. Niemand in der Familie ahnt, dass Lavinias Schwester, die Malerin Nele, ihren Schwager liebt. Etwa zeitgleich wird die 16-jährige Klara Tießen als Hausmädchen bei Dornhains eingestellt. Nur Victor Dornhain und seine Mutter Charlotte wissen, dass Klara sein illegitimes Kind ist. Drei Jahre später bricht der Große Krieg aus und verändert alles: In der Tragödie erkennt Lavinia ihre wahre Bestimmung, Klara findet auf der Suche nach ihrer unbekannten Mutter den Mann ihres Lebens, und das Schicksal seiner Familie wird für den Reeder zu einer Frage der Ehre ..."

Über die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Nach einem Sprachenstudium absolvierte sie ein Zeitungsvolontariat und arbeitete viele Jahre als Redakteurin, bevor sie sich ganz der Schriftstellerei widmete. Geschichte und Geografie sind ihre liebsten Themen, ihre Faszination gilt dabei vor allem Süd- und Ostafrika. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris heute mit Mann und Hund in München und Berlin.

Eigene Meinung:
Der verwitwete Reeder Victor Dornhain lebt zusammen mit seiner Mutter und seinen drei Töchtern Ellinor, Nele und Lavinia in einer wunderschönen Villa an der Hamburger Alster. Die drei Mädchen sind total verschieden. Lavinia ist die jüngste Tochter, total verwöhnt, hat sie nur ihr Vergnügen im Kopf. Nele studiert in München Malerei und Ellinor ist sozial sehr engagiert. Klara kommt als Dienstmädchen in das Haus in der Straße. Lavinia möchte den Architekten Konrad Michaelis heiraten. Doch der hat sein Herz bereits an Nele verschenkt, die er zufällig während einer Eisenbahnfahrt kennengelernt hat ...

Sofort war ich mitten im Geschehen. Micaela Jary hat den Alltag der drei Schwestern und des Dienstmädchens Klara zum Leben erweckt. Ich bin zusammen mit Nele, Lavinia, Ellinor und Klara durch Hamburg gelaufen und  habe Lust bekommen mit Konrad und Nele Tango zu tanzen. Ich habe Kunstausstellungen besucht und schöne Bauwerke bewundert. Man merkt dem Roman an, dass die Autorin nicht nur sehr gut recherchiert hat, ihre Freude an Kunst und Architektur sind hier auch spürbar.

Micaela Jary hat hier einen fesselnden, stimmigen Roman um vier interessante Frauenfiguren in einer turbulenten Zeit erschaffen. Wer eine tragische Liebesgeschichte, gepaart mit interessanten Themen, wie z. B. Frauenrechte, mag, der kommt hier voll auf seine Kosten.

5/5 Sterne, so mag ich Geschichtsunterricht! Absolute Leseempfehlung für dieses Highlight. Nicht nur Krimis können spannend erzählt werden, wie diese Familiensaga beweist.


 

Kommentare:

  1. ...ein historischer Roman, ...wie schön!
    Danke für diesen Tipp, liebe Biggi!
    glG zu dir, Manja

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  2. Ich liebe historische Romane!Inge hart

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