Montag, 13. Oktober 2014

Rezension zu "Das Küstengrab" von Eric Berg, Limes Verlag, Krimi

Titel: Das Küstengrab
Autor: Eric Berg
Seitenzahl: 416 Seiten (22.9.14, broschiert)

Verlag: Limes Verlag
Isbn Nr. 13-978-380926419
Preis: 14,99 Euro

 Klappentext:
 "Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsame Vergangenheit, die sie verbindet.

Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.


Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht..."

Über den Autor:
Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman. Das Nebelhaus begeisterte Leser wie Kritiker gleichermaßen und stand monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Eigene Meinung:
Über zwei Erzählstränge erfahren wir die Geschichte von Lea, die auf der Insel Poel zu DDR-Zeiten groß geworden ist. Lea hat nach der Wende als Fotografin in Argentinien gelebt. Ein Anruf ihrer Schwester, mit der sie sich während ihrer Jugend gar nicht verstanden hatte, führte sie zurück nach Poel. Lea und ihre Schwester hatten auf der Insel einen Unfall bei dem Sabina, Leas Schwester, ums Leben kam. Lea erlitt bei diesem Unfall eine Amnesie. Gegen den Rat ihrer Psychologin fährt sie nach Poel um herauszufinden, was vor dem Unfall genau passiert ist. Dabei trifft sie auf ihre ehemalige Clique.

Lea erzählt uns ihre Geschichte nach ihrem Unfall aus der Ich-Perspektive. Was zur Folge hat, dass wir ihre Gedanken und Gefühle ganz genau präsentiert bekommen. In Rückblicken erfahren wir in einem weiteren Handlungsstrang die Ereignisse von vor vier Monaten und erhalten einen Einblick in das Leben der Clique 23 Jahre zuvor.

Dieser Krimi ist atmosphärisch dicht erzählt, die Figuren sind genau charakterisiert und sehr interessant. Eric Berg schaffte es mit seinem Erzählstil, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Da ich sehr neugierig darauf war, was mit Julian  23 Jahre zuvor passiert ist, und ob das überhaupt herauskommen würde, war für mich der Spannungsbogen von Anfang an ziemlich hoch. Sehr interessant fand ich die Beziehung der Cliquenmitglieder untereinander vor 23 Jahren, in der Gegenwart und ihre Reaktionen auf Leas Erscheinen.

4/5 Sterne für diesen Krimi, der wieder einmal zeigt, dass man Leser auch ohne viel Blutvergießen fesseln kann. 

Kommentare:

  1. Schön geschrieben, Biggi. Danke. ;-)
    glG zu dir, Manja

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    1. Hallo Manja,
      vielen Dank.
      Liebe Grüße
      Biggi

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  2. Ich habe zwar eine Rezension zu "Schrei", einem anderen Buch des Autors, gesucht, aber das hier klingt auch recht interessant.

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