Montag, 27. Oktober 2014

Rezension zu "Die Berufene" von M. R. Carey, Droemer Knaur, Endzeitthriller

Titel: Die Berufene
Autor: M. R. Carey
Seitenzahl: 512 Seiten, TB Paperback (1.10.14)

Isbn Nr.  13-978-426-51513-6
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Preis: 14,99 Euro

Klappentext:
" Großbritannien, in nicht allzu ferner Zukunft: Ein grauen­hafter Parasit befällt die Menschheit. Millionen sind bereits infiziert und bedrohen die wenigen Gesunden. Alle Hoffnungen ruhen auf einer Schar Kinder, die anders auf den Erreger reagieren. Auf einer ent­legenen Militärbasis halten Wissenschaftler sie gefangen – zu allem entschlossen, um ihnen ihr biologisches Geheimnis zu entreißen. Doch es läuft nicht nach Plan ..."
Über den Autor:
 M. R. Carey ist das Pseudonym eines britischen Fantasy-Autors, der bisher besonders im Comic-Bereich erfolgreich war ( er schrieb unter anderem für die Reihen "X-Men" und "Fantastic Four"). Seine eigenen Comics sind regelmäßig auf der New York Times Comic-Bestsellerliste vertreten. Außerdem hat er bereits weitere Romane und ein Hollywood-Drehbuch verfasst.


Eigene Meinung:
Melanie lebt mit einigen anderen "besonderen" Kindern auf einer Militärbasis. Anfangs werden wir noch im Unklaren gelassen, was diese Kinder denn genau für eine Krankheit haben und warum sie schwer bewacht werden und in einem Rollstuhl gefesselt sind. Die Kinder erhalten Unterricht von verschiedenen Lehrkräften, unter anderem von Miss Justineau. Melanie macht der Unterricht Spaß. Ansonsten ist das kein Leben, was die Kinder da führen. Einmal in der Woche bekommen sie eine eklige Mahlzeit und werden in der Dusche irgendwelchen Chemikalien ausgesetzt.  Ab und an verschwinden Kinder in dem Labor von Mrs. Caldwell. Mehr verrate ich euch zur Story nicht, sonst geht ja die Spannung verloren.

M. R. Carey schreibt in einem atmosphärischen, fesselnden Erzählstil. Die kurzen Kaptel bringen Tempo in die Geschichte. Er hat neben Melanie, die sich im Laufe der Geschichte fragen muss, was sie eigentlich ist,  interessante Figuren erschaffen. Da ist z. B.  Mrs. Caldwell, eine mehr als ehrgeizige Wissenschaftlerin, die die Kinder nur als Forschungsobjekte betrachtet und bei der man das Skalpell in jedem Satz bereits gezückt sieht oder die sympathische Lehrerin Miss Justineau. Diese junge Lehrerin hat Melanie ganz besonders in ihr Herz geschlossen. 

Erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht der zehnjährigen Melanie. Das ganze Szenario wirkt sehr beklemmend, man hat als Leser furchtbares Mitleid mit Melanie und den anderen Kindern.

Die Militärbasis, in der die Kinder ihr Leben verbringen müssen, erinnert stark an die Höhle aus Platons Höhlengleichnis. Später wird diese Endzeitstory  zu einem Roadtrip, in dem die Sicht auf gut und böse ziemlich wechselt.
Ab und an bringt der Autor Ironie mit ins Spiel, was mir persönlich sehr gut gefällt.
Von mir gibt es 4/5 Sterne für diese ungewöhnliche Zombie-Geschichte, die aus einer anderen Sichtweise erzählt wird, nachdenklich stimmt, und mit einem überraschenden Finale aufwartet.




Kommentare:

  1. Hallo Biggi, ich hatte mir auch die Leseprobe geholt, aber ich konnte mich nicht dafür begeistern. Schön, dass es für dich 4 Sterne hat.
    glG zu dir, Manja

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  2. Hui, dieses Buch wäre komplett an mir vorbeigegangen! Aufgrund deiner Rezension habe ich eben mal kurz reingelesen. Jetzt habe ich Lust auf mehr. Vielen Dank für den Lesetipp!

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